Mehr Tote durch Anti-Corona-Maßnahmen als durch COVID-19?

Corona Maßnahme: Läden geschlossen

Seit zwei Wochen werden wir von den „offiziellen Medien“, sowie in Pressekonferenzen Tag für Tag, Stunde für Stunde belehrt, als dass Covid-19 „sehr ernst zu nehmen sei“.

Dabei wird durch Zahlen und entsprechende Stellungnahmen auch suggeriert, dass es den Untergang der Welt bedeute, wenn keine geeigneten Maßnahmen zu seiner Eindämmung getroffen würden.

Doch mittlerweile scheint es jetzt die ersten (eher zaghaften) Einwände gegen selbige Maßnahmen zu geben.

Ich hatte in einigen Beiträgen bisher versucht zu zeigen, wie gefährlich wirklich Covid-19 sein könnte:

Bitte bei den obigen Beiträgen immer beachten, WANN diese verfasst wurden.

Und vorab auch noch eine Sache zur Therapie. Denn: in den „offiziellen“ Stellungnahmen heißt es immer wieder: „Wir haben keine Therapie“. Klar: außer Beatmung in den Kliniken und einer Impfung, die es noch nicht gibt. An dieser Stelle möchte ich mal daran erinnern, was für es für Ungereimtheiten zu vergangen „Epidemie-Impfungen“ gab. Beispiel Schweinegrippe 2009:

Schauen Sie GENAU hin, wenn uns wieder ein Impfstoff angepriesen wird.

Gibt es wirklich „keine Therapie“ wie ständig behauptet wird?

Dazu noch zwei Beiträge, die die Behandlung von Infizierten mit Vitamin C unter die Lupe nehmen. Davon hört man in den Medien überhaupt nichts, da es sich beim Vitamin C leider nicht um ein „sexy“ Medikament handelt, das patentiert werden kann und umsatzträchtig ist:

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Maßnahmen aus dem Bereich der Naturheilkunde. Allerdings ist das Thema Corona derzeit so aufgeladen, dass selbst Informationen wie die Sache mit dem Vitamin C als „Fake News“ eingestuft werden. Der Innenminister von Niedersachsen Boris Pistorius scheint derzeit ja so eine Art „Hardliner“ in Sachen Corona sein zu wollen. Pistorius fordert sogar  Strafen gegen „Fake-News“ in Sachen Corona. Na dann, „Prost Mahlzeit“. Klar: es gibt aus meiner Sicht auch Unfug der da verbreitet wird. Wenn aber nur noch erlaubt ist zu schreiben und sagen, was die Schulmedizin als (angeblich) richtig erachtet, dann sind wir endgültig in einer Zeit angekommen, in die wir (ich jedenfalls) nie mehr wollten…

Kommen wir jetzt einmal zu den Maßnahmen seitens der Regierungen. Diese Maßnahmen sind ein massiver Eingriff in die Freiheitsrechte, bzw. Grundrechte aller Bürger.

Mehr als fragwürdige Maßnahmen

Es begann am 17. März 2020, als ein gewisser Professor John Ioannidis[1] von der Stanford Universität erste Bedenken gegen die eingeleiteten Maßnahmen äußerte.

Grundlage hierfür war das Fehlen von zuverlässigen Daten bezüglich Corona. Und das, was man bis zu diesem Zeitpunkt an Daten hatte, gab keinen Anlass, auf eine besondere Gefährlichkeit dieses Virus zu schließen.

Professor Ioannidis sagt: „Hätten wir keine Kenntnis von diesem neuen Virus gehabt und hätten keine individuellen PCR-Tests durchgeführt, dann wäre die Gesamtmortalität aufgrund ‚grippeartiger Erkrankungen‘ in diesem Jahr nicht ungewöhnlich ausgefallen.

Oder mit anderen Worten: Keiner hätte etwas gemerkt und alles wäre so verlaufen, wie in den Jahren zuvor.

Und bevor Sie jetzt nach den „italienischen Verhältnissen“ fragen, kann ich nur sagen: Ich habe keine Daten, warum die Menschen in Italien versterben. In zwei Beiträgen habe ich versucht dazu Stellung zu nehmen:

  1. Von der Schweinegrippe bis Corona: Die Profiteure der Angst; Beitrag vom 29.3.2020
  2. Die eigenartigen COVID 19 Zahlen aus Italien – Was stimmt hier nicht?, Beitrag vom 19. März 2020

Es gibt ähnlich verlaufende Einschätzungen, zum Beispiel von Dr. Wodarg, den die Medien inzwischen auf den virtuellen Scheiterhaufen befördert haben, ob seiner kritischen Äußerungen zu der „Wissenschaft“ rund um Covid-19 und den dazugehörigen Maßnahmen.

Epidemiologe alarmiert: Kontaktsperre und Co gefährlicher als Corona?

Umso überraschender ist es, dass jetzt auf der Webseite des ZDF[2] einmal eine nicht ganz so „linientreue“ Meinung veröffentlicht wird – und das auch noch von einem Epidemiologen, also einem Wissenschaftler, von dem man etwas Kenntnisse in diesem Themenbereich erwartet.

Ein Professor Krause, Epidemiologe am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, befürchtet, dass die Maßnahmen zu mehr Toten führen können als Covid-19 selbst.

Für ihn erzeugen die jetzt durchgeführten Maßnahmen und die damit verbundene Arbeitslosigkeit „Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit“. Er befürchtet auch eine erhöhte Rate an Suiziden. Und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit könnte mit „negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung“ verbunden sein.

Als ich etwas Ähnliches in einem facebook-Beitrag am 20. März äußerte, bekam ich dazu einige Schmähungen zu lesen und zu hören.

Eine weitere Aussage von Professor Krause in diesem Interview ist bemerkenswert: „Denn die Auswirkungen sind möglicherweise sehr viel weitreichender als wir im Moment diskutieren und sie finden auch verzögert statt und betreffen andere sehr wichtige Werte und Güter, nicht allein die Gesundheit.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Bemerkenswert ist hier die Formulierung „als wir im Moment diskutieren“.

Werden die Auswirkungen wirklich diskutiert?

Sind diese Folgen diskutiert und mit in die Abwägung gezogen worden, als die ganzen Maßnahmen gestartet wurden?

Soviel ich weiß, hatte sich Mitte März kaum jemand Gedanken über die Konsequenzen der Maßnahmen gemacht. Die öffentlichen Medien ließen uns wie hypnotisiert auf schlimme Zahlen, Bilder und Videos starren, die über den Weltuntergang durch Covid-19 berichteten. In der damit verbundenen Panik war den Leuten alles recht, Hauptsache der Weltuntergang wurde verhindert.

„Maßnahme-Tote“

Das was in diesem ZDF-Interview zaghaft als Möglichkeit diskutiert wird (das halte ich schon für einen Fortschritt), scheint in der Realität langsam die Formen anzunehmen, die man bisher Covid-19 unterstellt hatte. Es gibt sie bereits, die „Maßnahmen-Toten“.

Auf Twitter[3] gibt es einen Eintrag, der davon ausgeht, dass man jetzt mit über 26.000 zusätzlichen Selbstmordfällen in diesem Jahr in den USA zu rechnen hat.

Anscheinend gibt es in Deutschland bereits das erste Opfer. Dr. Thomas Schäfer, Finanzminister vom Land Hessen, wurde am 28. März 2020 tot neben der Bahnstrecke Köln-Frankfurt aufgefunden. Die Polizei vermutet hier Selbstmord. Als Grund wird vermutet, dass er über die durch die Covid-19-Pandemie verursachte Finanzkrise besorgt war.[4] [5]

Die mit der Arbeitslosigkeit verbundene Verarmung der Bevölkerung führt zu einer erhöhten Kriminalitätsrate. In Italien scheint dies bereits Wirklichkeit geworden zu sein, wie „Focus“[6] zu berichten weiß (Stand 29. März 2020). Hier warnt der italienische Geheimdienst vor Aufständen. Inzwischen sind bereits eine Reihe von Apotheken überfallen worden und die Plünderung eines Lidl-Markts konnte gerade noch von der Polizei verhindert werden. Und wer mit vollen Einkaufstüten auf dem Weg nach Hause ist, bei dem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, überfallen zu werden.

Sterblichkeit von infizierten Patienten, die nicht am Virus, sondern an der Behandlung gestorben sind?

Eine weitere, so gut wie nie in Betracht gezogene Konsequenz, die die Mortalitätsstatistik für Covid-19 nach oben treibt, ist die Mortalität von infizierten Patienten, die nicht am Virus, sondern an der Behandlung gestorben sind. Die gehen natürlich postwendend auf das Konto von Covid-19-Toten. Das dient der Statistik und der Aussage, wie gefährlich das Virus doch sei. In Wahrheit gibt es Grund zu der Annahme, dass die Behandlung dieser Patienten mindestens ebenso gefährlich, wenn nicht noch gefährlicher als das Virus ist.

Eine Veröffentlichung vom 6. Februar 2020 von der Universität von Edinburgh[7] kommt zu dem Schluss, dass man bei der Behandlung des neuen Virus den Einsatz von Steroiden (wie zum Beispiel Cortison) vermeiden sollte. Man weiß von anderen SARS-Infektionen, dass Steroide so gut wie keinen Nutzen für die Patienten bringen und mehr schaden als nützen.

Die Logik des Gedankens ist einleuchtend: Steroide bremsen die Effektivität des Immunsystems, welches oft die einzige verlässliche Abwehrmaßnahme des Organismus gegen eine bestehende Infektion ist. Dieses „Ausbremsen“ des Immunsystems durch Steroide hilft der Infektion und nicht dem Patienten. Von daher ist es nicht überraschend, dass durch derartige medikamentöse Interventionen die Mortalität erhöht statt erniedrigt wird. Ich würde daher von den verstorbenen Patienten (vor allem in den italienischen Kliniken) wissen wollen:

  • Mit welchen Symptomen und Parametern wurden diese in die Klinik eingeliefert?
  • Welche Medikamente und welche Grunderkrankungen hatten diese Patienten?
  • Welche Maßnahmen / Therapien wurden ergriffen?

Fazit

Mit jedem Tag wird die Zahl von seriösen Wissenschaftlern größer, die gegen die Schein-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen argumentieren. Die Maßnahmen scheinen vollkommen ungeeignet zu sein, das zu bewirken, was sie vorgeben zu bewirken.

Die Isolation der Bevölkerung soll eine Ausweitung der Infektion verhindern und die „Kurve abflachen“ (flatten the curve), sodass genug Intensivplätze zur Verfügung stehen, damit die Patienten beatmet werden können.

Es gibt mehr und mehr Anzeichen dafür, dass diese Ausweitung bereits zu einem früheren Zeitpunkt stattgefunden haben könnte, sodass eine Isolation vollkommen ins Leere liefe.

Selbst wenn die Verbreitung erst „neulich“ begonnen hätte, wären diese Maßnahmen mehr als fragwürdig. Denn es gibt Hinweise, dass das Virus schlimmstenfalls so „gefährlich“ ist wie Grippeviren oder die Viren, die eine Erkältung erzeugen. Selbstverständlich sollten hier Risikopatienten geschützt werden. Aber das galt immer schon, auch für die Grippesaison der vorangegangenen Jahre.

Fazit vom Fazit: Jetzt fangen auch Medien aus dem Mainstream an, die von der Bundesregierung eingeleiteten Maßnahmen zu hinterfragen. Ich bin gespannt, ob diese auch zensiert werden, beziehungsweise auf den medialen Scheiterhaufen verbannt werden, auf dem sich zum Beispiel Dr. Wodarg bereits seit einiger Zeit befindet?

Ich konzentriere mich eigentlich lieber auf die Naturheilkunde und meine Patienten, als mich mit „Politik“ zu beschäftigen. Deshalb hier (wieder einmal) der Hinweis zu einem der beliebtesten Newsletter:

5 Wundermittel auf die ich in der Praxis nicht verzichten würde

Quellen:

René Gräber

René Gräber

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10 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar
    Ameneh Vazifehdoust

    31. März 2020 um 21:07

    Vielen lieben Dank lieber Herr Gräber für alle ihre informative und interessante Beiträge. Ich dachte früher in Deutschland leben wir alle in einer Demokratie. Aber mir scheint so als ob nicht in der Medien alle Meinungen vertreten werden. Und es wird sehr einseitig beichtet. Das ist echt sehr schade und macht mich sehr traurig.
    Liebe Grüße und tausend Dank

  2. Avatar
    Christian S.

    1. April 2020 um 15:58

    Lieber herr Gräber,
    wie immer sehr informativ geschrieben. Betr. Suizid von Hr. Schäfer: Da spielt sicher sein Wissen als Finanzminister auch eine Rolle. Aber: Wenn man den „Welt“ Beitrag vom 25.8.18 liest … „Hessen hat durch riskante Finanzgeschäfte mehrere Hundert Millionen Euro an Steuergeldern verspekuliert“, beschleicht mich doch ein sehr klammes Gefühl.
    Mein aufrichtiges Mitgefühl für seine Frau u. seine Kinder.

  3. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    die Bilanz dieser Grippesaison schaut so aus:
    „In der laufenden Grippesaison (Beginn 30. September 2019) sind erst 265 Menschen gestorben. Laut Grippe-Monitor der „Berliner Morgenpost“ gab es in dieser Zeit 165.036 bestätigte Grippe-Fälle.“
    Das sind Fakten und nun zu den nicht passenden Zahlen der Verstorbenen:
    Es wird eben ganz unterschiedlich getestet, z.B. werden auch aufgrund fehlender Kapazitäten nur schwer Erkrankte in Italien getestet. Man braucht flächendeckende Tests und hier ist natürlich Süd-Korea von besonderem Interesse.
    Was machten und machen die Süd-Koreaner wesentlich besser, das ist für mich
    die wirklich wichtige Frage.
    Ein schönen Tag allerseits
    Georg L.

  4. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber, ich finde ja das sie in vielen Dingen recht haben. Aber im Augenblick habe ich das Gefühl, dass Sie in der derzeitigen Situation einfach nur gegen den angeblichen Mainstream wettern wollen. Warum auch immer.
    Konkret, sie gehen überhaupt nicht darauf ein, dass sich der Virus rasant verbreitet, rasanter als die Grippe. Das können sie ja nun an den täglichen Fallzahlen leicht ersehen. Das es deswegen gerade mit der großen Anzahl von Fällen kommt, die beamtet werden müssen liegt auf der Hand (das RKI gibt ca. 13% an, die hospitalisiert werden.(rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html). Es liegt doch auf der Hand, wenn die Fallzahlen weiter so drastisch ansteigen, dass das Gesundheitssystem, auch in Deutschland, kollabieren kann. Und dann könnte ein Teil nicht mehr beatmet werden, mit fatalen Auswirkungen.

    Antwort René Gräber:
    Die täglichen Fallzahlen steigen wie bei jeder Grippe – was aber bisher nicht wirklich gemessen wurde. Auf der Webseite von https://www.euromomo.eu sehen wir für die Kalenderwoche 13, dass wir selbst in Italien, Frankreich und Spanien keine höhere Übersterblichkeit haben, als in der Grippesaison 2017/2018. In Österreich haben wir sogar eine „Untersterblichkeit“. Und vielleicht bedenken wir auch noch das hier: https://renegraeber.de/blog/anti-corona-massnahmen/

  5. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    Leider ist die Sterblichkeitsrate nun signifikant in einigen europäischen Länder gestiegen. Siehe für KW14: http://www.euromomo.eu/ . Wir bewerten Sie nun die Situation?
    Aber die Diskussion ist zur Zeit auch Gott sei Dank in der Mainstream-Presse über die Fallzahlen angekommen. Und selbst das RKI und die Regierung geben offen zu, dass die Situation extrem dynamisch ist und es eine hohe Dunkelziffer gibt. Aber ich gebe Ihnen recht, die sog. Mainstream Presse hat in der letzten Woche begonnen kritisch die Zahlen zu hinterfragen. Sehen wir es mal so, auch hier sind es nur Menschen, die dazu lernen (müssen).

    Antwort René Gräber:
    In der Tat: Italien und Spanien liegen in der Übersterblichkeit jetzt deutlich über den Zahlen der Grippe 2017 / 2018. Deutlich sind auch die Zahlen aus England und Belgien. In Luxemburg und Österreich sehen wir eine deutliche Untersterblichkeit. Frankreich scheint sich auf dem Niveau der Grippe 2017 / 2018 zu bewegen. Die Zusammenhänge zum Gesundheitswesen der jeweiligen Länder sind zu vermuten. Ich würde auch gerne die Therapieoptionen in den jeweiligen Kliniken und die dortigen Maßnahmen sehen wollen um zu einer „vernünftigen“ Beurteilung kommen zu können.

  6. Avatar

    Zitat aus einem dockcheck Kommentar:

    „Wie bereits an anderer Stelle erwähnt: Es gibt noch ein anderes off-label Medikament, das aus mehreren Gründen dem Chloroquin überlegen sein könnte und dabei nicht rezeptpflichtig ist:
    Ambroxol: ein potenzieller Kandidat zum Schutz vor Covid-19-induziertem ARDS
    Basierend auf experimenteller Evidenz und theoretischen Überlegungen schlagen wir vor in Betracht zu ziehen, dass Ambroxol die Aufnahme und Wirkung von Covid-19 in der Lungenalveole unterdrücken und den Verlauf und die Schwere des akuten Atemnotsyndroms (ARDS) verbessern könnte. Covid-19 kann eine schwere Form von ARDS induzieren, die durch eine Schädigung des Alveolarepithels verursacht wird. Die Therapie fehlt immer noch und die künstliche Beatmung ist meist erfolglos.
    Ambroxol ist ein Medikament, das seit Jahrzehnten verwendet wird, um das Auswerfen von Schleim zu erleichtern. Viel relevanter in diesem Zusammenhang ist jedoch Ambroxol‘s Tropismus für und seine vielfältigen Wirkungen in Pneumozyten vom Typ II.1 Diese Zellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Pathogenese von ARDS. Sie speichern „Surfactant“ in großen Vesikeln („Lamellärkörper“), die zur Klasse der „Lysosomen-verwandten Organellen“ gehören, sauer sind und lysosomale Enzyme enthalten. Ambroxol reichert sich in sauren Organellen an, insbesondere in Lamellärkörpern, was zu einer vesikulären Alkalisierung, Ca2+ -Mobilisierung und Exozytose von Surfactant in das Alveolarlumen führt.1 Surfactant ist eine lipoprotein-ähnliche Substanz, die eine entscheidende Rolle für die Stabilität von Alveolen spielt, indem sie die Oberflächenspannung an der Luft-Flüssigkeits-Grenzschicht verringert.1
    Der Typ-II-Pneumozyt ist auch einer der Hauptzelltypen, die mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom (SARS) -Coronavirus infiziert werden.2 Sie tragen zum durch SARS ausgelösten „Zytokinsturm“ bei.2 Der Eintritt von Zellen durch Coronaviren erfolgt in zwei Schritten: Rezeptorbindung und Membranverschmelzung. Letztere erfordert die Aktivierung durch Wirtsproteasen, insbesondere lysosomale.3 Aufgrund ihrer Größe (> 1 ?m Durchmesser) bilden Lamellärkörper den wichtigsten lysosomalen Pool im Alveolarepithel.
    Ambroxol könnte die Aufnahme und Verarbeitung von Covid-19 auf verschiedene Weise beeinträchtigen: Durch Neutralisierung des lysosomalen pH-Werts kann es Proteasen hemmen, die für die Spaltung von Coronavirus-Spikes und die Fusion der Virusmembran nach Endozytose erforderlich sind. Auf diese Weise würde Ambroxol eine ähnliche Wirkung ausüben wie Chloroquin und das Phagolysosom alkalinisieren, wodurch die vom niedrigen pH-Wert abhängigen Schritte der Virusreplikation behindert werden.4 Die Hemmung der Influenzavirus-Replikation durch Ambroxol wurde schon gezeigt.5 Durch Induktion der lysosomalen Sekretion könnte Ambroxol zusätzlich virale Bestandteile eliminiert, die bereits durch endolysosomale Fusion aufgenommen wurden. Die stimulierte Surfactantsekretion verbessert auch alveoläre Ventilation, Barrierefunktion und Reparaturprozesse.
    Aufgrund dieser vielfältigen Alveolus-bezogenen Effekte könnte Ambroxol effizienter und mit weniger Risiken behaftet sein als Chloroquin. Es sollte ernsthaft in Betracht gezogen werden, eine hohe Dosis im Frühstadium der Covid-19-Infektion zu verabreichen, beginnend mit den ersten Symptomen und mindestens eine Woche lang, insbesondere bei älteren Patienten. Ambroxol hat fast keine Nebenwirkungen, ist verschreibungsfrei und kostengünstig und könnte möglicherweise viele Leben retten.“

    Hallo Herr Gräber, ich habe das aus den Kommentaren aus doc check kopiert. ( ich hoffe das ist erlaubt). Wenn Ambroxol so vielversprechend ist, warum hört man davon nichts in den Medien? Was halten sie davon?
    MfG Monika
    Schöne Osterfeiertage

    Antwort René Gräber:
    Das würde ich jetzt auf die Schnelle nicht diskutieren wollen. Um die Zytokinstürme abzufangen würde ich ganz anders vorgehen…

  7. Avatar
    Karo -CoronaRisikoGruppe

    18. April 2020 um 13:11

    Es ist für mich persönlich nach wie vor unverständlich, warum Corona schlimmer gemacht wird, wie eine ganz schwere Grippesaison, wo es auch viele Infizierte und Tote gibt. Man muss ja annehmen, dass damit auch andere politische Interessen kaschiert und besser durchgesetzt werden können. Diese chaotische, ländliche Rechtsverordnungsmentalität derzeit stört mich schon sehr und egal wie lange wir die Wirtschaft runterfahren, der Virus wird bleiben ! Wo bleiben wir dann aber alle und warum haben die Forscher und Ärzte jetzt nach Monaten noch keine brauchbaren Forschungsergebnisse ? Es mutet langsam wie eine Folge aus Akte X an. Sind wir ehrlich. Leben ist immer lebensgefährlich. Sagte schon Erich Kästner.

  8. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    wie von President Trump empfohlen hab ich mir Desinfektionsmittel gespritzt, vielleicht ist das was für SIE? Vitamin C ist auch gut. Ich bedanke mich von ganzen Herzen für den Hinweis und ihre Arbeit.

    Hochachtungsvoll,

    Wilfried Gratzel

  9. Avatar
    Jürgen Tagge

    10. Mai 2020 um 15:14

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    Ihre vielen Fragen, die Sie in diesem und ähnlichen Themen zu dem Corona-Virus stellen, zeigen doch, dass auch Sie nicht genau wissen, wie man mit diesem neuartigen Virus umgehen muss, um viele Menschen vor Erkrankung und Tod zu schützen. Ihre Meinungen bilden Sie doch aus dem Verhalten ähnlicher Krankheitserreger, mit denen Fachleute gelernt haben, wie man sie eindämmen kann, um Krankheit und Tod auf niedrigem Niveau zu halten. Sie bedienen sich doch auch der Quellen, in denen die Ergebnisse von Forschungsarbeiten veröffentlicht sind. Die Berater unserer Regierung sind doch nicht irgendwelche Fachleute, die solche Themen bearbeiten. Vielmehr begleitet doch das RKI das Gesundheitsministerium seit vielen Jahren und liefert die fachliche Basis für Gesetze und Vorschriften auf diesem Gebiet. Ich unterstelle mal, dass unsere Politiker, die überwiegend wenig fachlich mit Krankheit und Gesundheitsschutz zu tun haben, keine Befehlsempfänger der RKI-Fachleute sind. Sie werden sich ihre Meinungen bilden aus deren Einschätzungen zum Verhalten und zur Wirkung vom Corona-Virus und beraten, welches Handeln für das Ziel, die Bevölkerung vor Krankheit und Tod zu schützen, der verantwortbarste Weg sein könnte. So ist aus einer bundesweit gemeinsamen Strategie, eine geworden, die sich bis auf Gemeindeebene ganz unterschiedlich sein darf. Die Gemeinde mit geringen und abnehmenden Infektionszahlen können sich nun ein anderes Verhalten erlauben als solche, bei denen es umgekehrt ist. Das ist das Ergebnis demokratischen Lebens. Das gefällt mir und ich bin deshalb froh, in diesem Lande leben zu dürfen. Dennoch bedeutet das nicht, das ich Ihre Arbeit und das Ihrer Kollegen für falsch halte und nicht achte. Ich finde Ihre Beiträge sehr interessant und so manche Erkenntnis von Ihnen wende ich täglich an, um zum Beispiel mein Immunsystem stark zu halten. Ich bin jetzt 76 Jahre alt und aus medizinischer Sicht wohl gesund, denn ich habe bislang keine Medikamente verordnet bekommen, die ich dauerhaft nehmen muss. Wenn Sie bei cer Patientenbehandlung ganz anders vorgehen als Ärzte bzw. Mediziner, so ist das ja das Ergebnis eines ganz anderen Denkansatzes von Krankheit. Nur – was wäre, wenn Sie unsere Regierung beraten müssten und unterstellen wir mal, die Politiker würden Ihren Weg, dem Virus wirkungsvoll zu begegnen, folgen? Wo wären wir dann? Bei weniger Toten als heute? Schauen Sie mal nach China, auf die USA oder vor unserer Haustüre: Italien, Spanien oder auch Groß Britannien. Im Vergleich dazu hat unsere Art mit der Krise umzugehen doch nicht schlecht funktioniert: Stand heute 169.218 Gesamt-Infizierte, Genesene 154.854, 7.395 Tote! Ich nehme an, die Zahlen lägen (mit Ausnahme der Genesenen) in einer höheren Größenordnung, wenn Sie anstelle des RKI beraten hätten. Warum? – Die Menschen mit denen Sie es zu tun haben, haben ein ganz anderes Bewusstsein für Gesundheit. Für die meisten ist Gesundheit eine angenehme Begleiterscheinung des Lebens. Krankheit etwas Unangenehmes – was aber mit einem selber nichts zu tun hat. Rauchen ist wichtiger als zwei Beine zu haben – kann man vor jedem Haupteingang von Krankenhäusern ansehen. Süßes genießen oder sich von Fastfood ernähren, Alkohol trinken, sich kaum bewegen gehört nun mal zum angenehmen Leben – warum also darauf verzichten? Ihre Kunden, Herr Gräber, sind anders, sie denken nach, sie informieren sich, sie hören zu oder lesen, was sie schreiben. Und sie lernen dabei und ändern etwas – beginnen ein anderes Leben zu führen – und bleiben (werden) gesund. Die Masse aber würden darüber lachen und alles so weiter machen wie bisher.

  10. Avatar

    S.g.Hr. Gräber,
    schließen sie sich doch bitte mit Widerstand 2020 zusammen!
    https://www.youtube.com/watch?v=H51cXO_YKj4

    Antwort René Gräber:
    Ja, ich habe davon gelesen und gehört. Aber Parteien sind nichts für mich. Ich halte Parteien wichtig – ohne geht es in Deutschland wohl nicht. Aber ich war noch nie in einer Partei und werde wohl auch keiner Partei beitreten. Ich gehöre wohl auch zu denen, die eine Linie einer Partei auch nicht mittragen könnte. Es gibt Ansätze in allen Parteien, die ich für unterstützenswert halte – von den Linken bis zur AFD. AFD? Ja, selbst die. Die AFD ist zum Beispiel die einzige Partei im Bundestag, die sich gegen die Uhrzeit-Umstellung ausgesprochen hat und für die dauerhafte Beibehaltung der Normalzeit. Als ihr seht: ich bin ich bin für eine Partei völlig ungeeignet. Ich verstehe den faktischen Fraktionszwang im Bundestag auch nicht. Warum stimmt nicht jeder Abgeordnete so ab, wie er / sie das für richtig hält? Naja… Politik halt.

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