
Französische Wissenschaftler veröffentlichten vor einigen Jahren alarmierende Ergebnisse bezüglich genetisch veränderten Mais (kurz Genmais), und schon gibt es die entsprechenden Reaktionen wie z.B. in „Die Welt“ und „Spiegel“.
Was war passiert?

Französische Wissenschaftler veröffentlichten vor einigen Jahren alarmierende Ergebnisse bezüglich genetisch veränderten Mais (kurz Genmais), und schon gibt es die entsprechenden Reaktionen wie z.B. in „Die Welt“ und „Spiegel“.
Was war passiert?
Monsanto ist ein börsennotierter Konzern in den USA, der Saatgut und Herbizide produziert. Der jährliche Umsatz beträgt knapp 11,8 Milliarden US Dollar. Ein wichtiges Standbein des Konzerns ist das genetisch veränderte Saatgut, insbesondere das von Mais.
Die Bundesregierung weigert sich weiter ein Genmais-Verbot durchzusetzen, aber jetzt preschen die Bundesländer vor.
Der Bundesrat setzt sich mit überwältigender Mehrheit für ein Selbstbestimmungsrecht der EU-Länder ein und fordert die Regierung dazu auf, nationale Ausstiegsklauseln nicht zu blockieren.
Bisher hat die Bundesregierung ein EU-Verbot abgelehnt. Bei einer Abstimmung im Ministerrat im Februar enthielt sie sich, weshalb nicht genügend Stimmen für ein Verbot der umstrittenen Genprodukte zusammenkamen. Grund dafür sind angeblich Unstimmigkeiten innerhalb der Regierung.
Und das die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Gentechnik ist, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr… Während SPD und CSU auf ein Selbstbestimmungsrecht pochen und ein Verbot durchsetzten wollen, stemmt sich die CDU anscheinend weiter dagegen.
Der Vorschlag der Bundesländer sieht vor, dass alle EU-Mitgliedsstaaten selbst entscheiden sollen, ob sie Genprodukte anbauen wollen oder nicht. Sie liegen damit auf einer Linie mit zwölf weiteren EU-Staaten, die sich bereits seit langem für ein solches Selbstbestimmungsrecht ausgesprochen haben.
»Die Menschen wollen keine Gentechnik, weder auf dem Teller noch auf dem Feld, noch in der Natur«, begründete der nordrhein-westfälische Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) das Votum des Bundesrates. Auch Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) pflichtete ihm bei: »Wir fordern ein Selbstbestimmungsrecht ein.«
Die Länderkammer drängt auf eine schnelle Umsetzung ihres Vorschlags, denn die Zeit wird knapp. Schon in wenigen Wochen soll der von den US-Konzernen DuMont und Dow Chemical entwickelte Genmais 1507 in der EU angebaut werden.
Umweltschützer warnen davor, dass genveränderte Produkte katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt hätten. Auch die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung seien nicht abzusehen.
Und dann hätten wir den Mais, äh… Salat: den Gendreck auf unseren Feldern. Wer das übrigens alles für „übertrieben“ hält (mit der grünen Gentechnik usw.), dem empfehle ich diese Beiträge zum Thema:
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Diesmal sind es die Norweger, die unbedingt die genetisch modifizierten Spielverderber mimen wollen. Denn deren Wissenschaftler haben sogenannte Fütterungsstudien von über 10-jähriger Dauer mit genetisch modifizierten Pflanzen durchgeführt. Das Ergebnis war dann auch überraschend eindeutig: Wenn Sie z.B. Übergewicht vermeiden wollen, dann sollten Sie tunlichst auf „Gen-Mais“ und ähnliche gentechnisch modifizierte (GM) Produkte verzichten.
Aber nicht nur der direkte Verzehr von „Gentechnik-Pflanzen“ scheint negative Folgen zu zeitigen. Auch der Verzehr von Tieren, die mit „Gen-Pflanzen“ ernährt worden sind, scheint ähnlich negative Auswirkungen zu haben wie der direkte Verzehr von „Gen-Pflanzen“. Es scheint gerade so als wenn die „genetische Gülle“ durch die Tiere weiter geleitet würde.
Wer des Norwegischen mächtig ist, der kann sich „vor Ort“ über die Arbeit der finnischen Forscher informieren unter Rotter fetere av genmat. Eine englischsprachige Webseite hatte sich dieser Arbeit angenommen, auf die ich mich hier im Wesentlichen beziehe: Obesity, Corn, GMOs.
Hier werden die norwegischen Autoren folgendermaßen zitiert:
„Die Resultate zeigen eine positive Beziehung zwischen GM-Mais und Übergewicht. Die Tiere, die eine Ernährung auf GM-Mais-Basis erhalten hatten, wurden in der Regel schneller fett und behielten ihr Gewicht bei im Vergleich zu Tieren, die eine normale Diät ohne genetisch modifizierten Mais erhalten hatten. Die Studien wurden mit Ratten, Mäusen, Schweinen und Lachsen durchgeführt. Bemerkenswerterweise ergaben sich für alle Tiere genau die gleichen Ergebnisse.
Die Forscher fanden ganz bestimmte Veränderungen im Gastrointestinaltrakt der Tiere, die mit dem GM-Mais gefüttert worden waren. In normal ernährten Tieren waren diese Veränderungen nicht zu beobachten. Ähnliche Ergebnisse hatten US-Wissenschaftler zuvor auch veröffentlicht. Signifikante Veränderungen wurden bei den Test-Tieren in Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Genitalien usw. beobachtet.“
Zudem konnten die finnischen Forscher zeigen, dass die Tiere, die den genetisch veränderten Bt-Mais fraßen, deutlich mehr fraßen, fetter wurden und sich weniger in der Lage zeigten, Proteine (Eiweiße) zu verdauen. Diese eingeschränkte Fähigkeit beruhte auf Veränderungen der Mikrostruktur des Gastrointestinaltrakts.
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Dazu gesellten sich dann noch Veränderungen des Immunsystems. Denn die eingeschränkte Fähigkeit, Proteine zu verdauen, hat noch andere negative Konsequenzen für die Gesundheit. Denn ohne eine verlässliche Verdauung von Proteinen kann auch keine verlässliche Produktion von Aminosäuren erfolgen. Diese wiederum sind die elementaren Bausteine für körpereigene Proteine, Zellwachstum und deren Funktionen.
Die amerikanische Webseite kommentiert diesen Sachverhalt so: „Dies mag keinen direkten Bezug zum Übergewicht haben. Jedoch ist ein Bezug zu vielen modernen Erkrankungen zu vermuten. Dies sind z. B. Diabetes, Erkrankungen des Verdauungstrakts, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Colitis ulcerosa, Autismus, Autoimmunerkrankungen, sexuelle Funktionsstörungen, Sterilität, Asthma, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen und etliche mehr.
Die Leiterin der Forschergruppe, Professor Krogdahl, erklärte, dass nur zu oft behauptet worden sei, dass neue Gene in genetisch modifizierten Nahrungsmitteln keinen Schaden anrichten können, da angeblich alle diese Gene im Gastrointestinaltrakt so abgebaut werden, dass sie nicht mehr biologisch funktionsfähig sind. Die Arbeit der Finnen jedoch zeigte das genaue Gegenteil.
Die Gene wurden durch die Darmwand geschleust, gerieten ins Blut und verblieben dort und in der Muskulatur, der Leber etc. in größeren Mengen, und konnten somit relativ leicht identifiziert werden…. Bislang ist jedoch die biologische Bedeutung dieses Transfers noch nicht bekannt.“
Uns ist ja immer wieder versichert worden, dass GM-Produkte in Sachen Sicherheit kaum noch zu übertreffen sind. Besonders die GM-Pflanzen, die in der Lage sind, ihr eigenes Pestizid zu erzeugen, gaben den besorgten „Idioten“ Anlass, GM-Pflanzen abzulehnen, da man ja nicht nur die Pflanze, sondern auch noch ein Pestizid dazu auf den Mittagstisch bekommt.
Die GM-Industrie dagegen versicherte immer wieder, auch aufgrund ihrer eigenen Studienergebnisse, dass das alles kein Grund zur Sorge sei. Nicht nur die Gene verschwinden im Darm, sondern das Pestizid ginge da auch „irgendwie“ verloren.
„Bt“ – das steht für „Bacillus thuringiensis“, ein Bakterium, das das Bt-Toxin produziert. Dieses Toxin bzw. Pestizid zerstört die magenähnliche Hülle von bestimmten Insekten und vernichtet diese dadurch. Diese Technologie wurde erstmals in den späten 1990er Jahren von der Firma Monsanto praktisch eingeführt. Selbige Firma versicherte immer wieder, dass das genetische Pflanzengift gegen die Insekten nur für selbige gefährlich sei.
Eine amerikanische Behörde, die US Environmental Protection Agency (EPA), leistete bei dem „Meineid“ aktive Schützenhilfe. Ähnlich wie die neuen Gene würde das Bt-Toxin vollkommen im Gastrointestinaltrakt des Konsumenten vernichtet und sei damit für Tiere und Menschen ohne Gefahr. Es gäbe auch keine Interaktionen mit der Darmwand und deren Mukosa, so die Herstellerfirmen.
Wenn man einmal die firmeneigenen Studien außer Acht lässt und sich in der Welt der unabhängigen Arbeiten und Veröffentlichungen herumtreibt, dann fällt man aus rosaroten Wolken knallhart auf granitharten Boden. Eine solche Studie wurde in Kanada durchgeführt.
Aris und Leblanc
Department of Obstetrics und Gynecology, University of Sherbrooke Hospital Centre, Sherbrooke, Quebec, Canada.
„Maternal und fetal exposure to pesticides associated to genetically modified foods in Eastern Townships of Quebec, Canada.“
Reprod Toxicol. 2011 May;31(4):528-33. Doi: 10.1016/j.reprotox.2011.02.004.
In dieser Arbeit wurde das Blut von schwangeren und nicht-schwangeren Frauen auf Pestizide untersucht, die ausschließlich von GM-Pflanzen mit Bt-Genen stammten. Dabei stellte sich heraus, dass….
Natürlich ist man jetzt geneigt, zu vermuten, dass ein Gift, dass die Magenschleimhäute von Insektenmägen durchlöchert, vielleicht auch die Schleimhäute des menschlichen Gastrointestinaltrakts ähnlich malträtieren kann.
Zumindest gibt es momentan keine andere Erklärung, warum alle diese Behauptungen von Sicherheit und Unbedenklichkeit sich als reine Lüge entlarvt haben und Bt-Toxin im Blut von Probanden nachweisbar ist. Es ist da, ohne Frage. Aber wie sonst soll es da hinein gelangt sein, wenn nicht über die gleichen Mechanismen, die für die Insekten auch gelten und diesen zum Verhängnis werden?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Probandinnen, besonders die Schwangeren, den Forschern einen Gefallen tun wollten, und sich das Zeugs heimlich und leise selbst injiziert haben….
Man kann natürlich immer noch argumentieren, dass die Mengen möglicherweise nicht groß genug sind, um einen satten Schaden anzurichten. Aber auch kleine Mengen, besonders wenn sie immer und immer wieder nachgefüllt werden, können zu nachhaltigen Schäden führen.
Wir kennen das z. B. vom Rauchen, wo auch nicht eine einzige Zigarette zum sofortigen Exitus führt. Die Wissenschaftler vermuten, dass eine regelmäßige Zufuhr von Bt-Toxinen, wie sie bei der regelmäßigen Nahrungsaufnahme solcher Produkte der Fall wäre, zu Autoimmunerkrankungen und Nahrungsmittelallergien führt.
Bei den Neugeborenen kommt noch hinzu, dass deren Blut-Hirn-Schranke bis zum 6. Monat offen bleibt. Das Gift kann also ungehindert in das Hirn eindringen und für kognitive Schäden sorgen. Das Resultat könnte Autismus sein, so vermuten es eine Reihe von Kinderärzten und Wissenschaftlern.
Erste Hinweise für solche Probleme kommen aus dem Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten, den USA. Gastrointestinale Probleme, Autoimmunerkrankungen, Nahrungsmittelallergien, Lernschwierigkeiten bei Kindern etc. haben merkwürdigerweise seit der Einführung der Bt-Pflanzen im Jahr 1996 deutlich zugenommen.
So erhöhte sich die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Nahrungsmittelallergien zwischen 1997 und 2002 um sage und schreibe 265 Prozent (in den USA). Heute hat jedes 17. Kind dort irgend eine Art von Nahrungsmittelallergie, bei steigender Tendenz.
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Wenn wir von einer Nahrungsmittelallergie reden, dann ist der Gedanke an einen negativen Einfluss auf das Immunsystem nicht weit. Inzwischen gibt es dann auch eine Menge an Hinweisen, dass Bt-Toxine aus diesen GM-Pflanzen, wie Mais oder Baumwolle, „auch“ für den Menschen nicht unbedenklich ist (um es einmal ganz vorsichtig und seicht auszudrücken). Und „vielleicht“ kann es sogar das Immunsystem des Menschen unvorteilsmäßig beeinflussen – ach…
Finamore et al.
Istituto Nazionale di Ricerca per gli Alimenti e la Nutrizione, Roma, Italy.
„Intestinal und peripheral immune response to MON810 maize ingestion in weaning und old mice.“
J Agric Food Chem. 2008 Dec 10;56(23):11533-9. doi: 10.1021/jf802059w.
Man kann solche Studien nicht mit Menschen durchführen und muss sich auf die Ergebnisse bei z. B. Mäusen begnügen – oder würden Sie sich für so eine Studie zur Verfügung stellen?
Die Mäusestudien sind aber doch nicht vollkommen ohne Aussagekraft. Dies zeigte die Arbeit aus Italien, bei der die gastrointestinale und periphere Immunantwort auf GM-Mais bei Mäusen begutachtet worden war. Die Autoren verglichen abstillende und alte Mäuse, die mit MON810 gefüttert wurden, bzw. als Plazebo einen GM-freien Mais bekamen für die Dauer von 30 bzw. 90 Tagen. Die „Bt-Mäuse“ zeigten dann eine Reihe von Immunreaktionen, wie z. B.
Eine andere Arbeit benutzte Monsantos Bt-MON863:
Séralini et al.
Committee for Independent Information und Research on Genetic Engineering CRIIGEN, Paris, France.
„New analysis of a rat feeding study with a genetically modified maize reveals signs of hepatorenal toxicity.“
Arch Environ Contam Toxicol. 2007 May;52(4):596-602.
Schon die Überschrift „hepatorenal toxicity“ (leber- und nierentoxisch) lässt auf böse Ergebnisse schließen. Die Autoren beschreiben, dass dieser Mais aufgrund von firmeneigenen Studien der Firma Monsanto im Jahr 2005 zugelassen wurde. Dies ist verwunderlich, da es bislang keine mittel- und langfristige toxikologische Untersuchungen zu dem Monsanto-Mais gibt.
Eine Beschwerde bei einem Gericht in Münster ermöglichte immerhin die Einsichtnahme in die Originaldaten der Zulassungsstudie von Monsanto, bei der über 90 Tage Ratten mit dem Monsanto-Mais gefüttert worden waren. Aufgrund dieser Daten wurde das Material neu bewertet und ausgewertet.
Das Ergebnis der unabhängigen Wissenschaftler:
Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass die angegebenen Daten kein Grund für die Annahme ist, dass MON863-Mais als ein sicheres Produkt anzusehen ist.
„Roundup ready“ heißt, dass die genetisch veränderte Nutzpflanze diesmal kein Gen enthält, dass ein Pestizid produziert. Dafür enthält es ein Gen, dass sie unempfindlich macht gegen ein spezifisches Pestizid, dem „Roundup“, aus dem Hause Monsanto.
Sprüht der Bauer also sein „Roundup“ auf seine Monsanto-Saat, dann wird nur das Unkraut, nicht aber seine Saat vernichtet – so die Versprechungen der Firma. Und damit man auch sicher alles Unkraut beseitigt, rät die Firma nicht von einer intensiven bzw. extensiven Nutzung ihres Pestizids ab. Denn je mehr versprüht wird, desto lauter klingeln die Kassen bei Monsanto.
Diese Tendenz zur Überdosierung ist dann auch mitverantwortlich für die sich mittlerweile einstellenden Resistenzentwicklungen gegenüber dem Hauptwirkstoff in „Roundup“, dem Glyphosat. Was dieser Wirkstoff so alles kann, besonders wenn man ihn als Verbraucher schlucken muss, habe ich bereits skizzieren können unter Soja – Warum ich das lieber nicht essen würde.
Und da nach Einschätzung der Experten jetzt ca. 130 verschiedene Arten von „Unkräutern“ in 40 Staaten der USA schon gegen Glyphosat resistent geworden sind, werden die Farmer angehalten, noch mehr von der Chemie auf ihre Felder zu schütten oder aggressivere Pestizide zum Einsatz zu bringen.
Damit würden dann die bislang schon belegten gesundheitlichen Probleme, die von „Roundup“-Pflanzen und -Produkten herrühren, nur noch verstärkt. Diese Probleme beziehen sich besonders auf Fertilität und Geburtsdefekte.
Welche seltsamen Blüten dies z. B. in den USA treibt, sei nur noch als „Anhängsel“ hier vermerkt. Es gab 2008 eine Initiative, die die genetisch veränderten Zuckerrüben von Monsanto, auch „Roundup ready“, verbieten wollte. Nach einigem Hin und Her und einer Klage gegen die USDA (Landwirtschaftsministerium der USA) im Jahr 2009 wegen einer fehlenden Umweltstudie, wurden die GM-Zuckerrüben erst einmal auf Eis gelegt.
Nur wenig später wurde diese Maßnahme von der USDA unterlaufen mit der Begründung, dass man ohne die GM-Zuckerrüben in einen Zucker-Engpass geraten würde (ja, richtig – GM-Produkte sollen ja auch den Nahrungsmangel und damit den Welthunger beseitigen). Nach ein paar weiteren rechtlichen Slalomakten seitens der USDA ist dann die uneingeschränkte Zulassung der GM-Zuckerrüben im August 2012 über die Bühne gelaufen.
Somit hat die Welt und ihr freiheitlicher Vorreiter nicht nur ausreichend Zucker, um entsprechend billige Nahrungsmittel zu produzieren, die für zuckerbedingte Folgeerkrankungen sorgen. Nein, durch die GM-Variante wird jetzt auch sicher gestellt, dass weitere Erkrankungen, die vom Zuckern unberührt bleiben, auch noch dazu kommen. Wenn das nicht nach zivilisatorischer Perfektion aussieht…
Wie so häufig werden die kritischen Ergebnisse der Wissenschaft komplett ignoriert, wenn es um die Implementierung von gewinnträchtigen, aber höchst bedenklichen Produkten geht. Hier hat dann der Finanz- und Marketingchef die Entscheidungsgewalt. Und der entscheidet aufgrund von Dingen, von denen er glaubt, etwas zu verstehen – den Profiten und Bilanzen. Wissenschaft und ihre Ergebnisse sind nur dann willkommen, wenn sie Profite und Bilanzen nicht stören, sondern unterstützen.
Für uns Otto-Normal-Genetiker wird dann eine Wissenschaft gebraut, die genau die Ergebnisse erfindet, die uns zum eifrigen Kauf von Dingen verleitet, von denen wir besser die Finger lassen sollten. Aber das ist halt Marketing… für gesundes Essen braucht man keinen Marktschreier. Gesundes Essen spricht für sich selbst, oder?
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