Krebsforschung – Von „Durchbrüchen“ und „Kampfansagen“

Das Interview mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek (kennt die jemand??), das ich in der „Süddeutsche Zeitung“ vom 29. Januar 2019 las [1], war mal wieder alter Wein in neuen Schläuchen.

Nichts Neues war, dass oberste Forscherin der Bundesregierung in Deutschland zum Kampf gegen den Krebs aufruft. Diesen Aufruf im „Kampf gegen Krebs“ höre ich seit meiner Kindheit (ich stamme ja aus einer Ärztefamilie). Als Jugendlicher glaubte ich tatsächlich noch an die ständigen Durchbrüche, Kampfansagen und Entwicklungen. Aber dazu gleich mehr.

Die entscheidende Frage ist doch zunächst: Warum ruft jemand zu etwas auf, dass sowieso schon andauernd aufgerufen wird?

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Stell dir vor, du bestellst ein vegetarisches Gericht und du bekommst Hühnerfleisch untergejubelt: McDonald’s und die Hühnerfleisch-Vegetarier

Ein neuer Gag scheint diesmal die Runde zu machen – nicht in Deutschland, sondern in Großbritannien. Und Zentrum des Interesses ist McDonald’s. Vor rund fünf Jahren hatte ich einen Beitrag über die „Fressalien-Kette“ (Gentechnik im Burger) gebracht, all die weil man sich bei McDonald’s dazu entschieden hatte, die in den Burger enthaltenen Fleischsorten aus der Massentierhaltung zu beziehen, womit GMO-Futter gefüttert wird. „Wirtschaftlich vertretbare Konditionen“ waren hier die Begründung.

Diesmal ist es ein anderer Gag, der aber auch nicht viel lustiger ist:

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Von wegen „Wir werden alle älter“ – Die Lebenserwartung sinkt!

Wir sind mit der freudigen Botschaft aufgewachsen, dass die Lebenserwartung für uns alle langsam und stetig steigt. Diese an sich freudige Botschaft ist natürlich von der Politik sofort negativ ausgelegt worden. Denn es geht wieder mal um das liebe Geld.

In diesem Fall um Versicherungsbeiträge und Renten. Denn je länger ein Versicherter oder Rentner lebt, desto mehr Geld muss den Leuten ausbezahlt werden. Natürlich wird diese freudige Botschaft sofort zum Anlass genommen, daraus höhere Beitragszahlungen zu stricken. Denn es wird gefragt: „Wer soll das bezahlen?“

Was früher einmal ein Karnevalslied war und Heiterkeit auslöste, ist heute eine ernst gemeinte Frage, die von den verantwortlichen Narren immer wieder als Argument ins Feld geschickt wird. Und das allen Ernstes!

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Bayer übernimmt Monsanto, der Name wird „versenkt“ und die „Tricks“gehen weiter?

Es scheint also jetzt aktenkundig zu sein: die Firma Bayer „schluckt“ die Firma Monsanto für den stolzen Preis von 63 Milliarden USD. Damit wird Bayer der weltgrößte Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Als gute Nachricht würde ich das NICHT bezeichnen!

Laut „Süddeutsche Zeitung“ (sueddeutsche.de/wirtschaft/bayer-monsanto-1.4001022) wird es den Namen „Monsanto“ bald nicht mehr geben. Bayer hatte dies bereits offiziell angekündigt. Wie es scheint, ist dieser Name selbst für eine Firma wie Bayer eine Belastung, obwohl Bayer selbst auch keine allzu glorreiche Vergangenheit aufzuweisen hat. Und sie scheinen selbst auch Meister in Sachen Imagepflege durch Namensänderung zu sein.

Denn vor Bayer gab es die berühmt-berüchtigte IG-Farben, der während der Nazizeit weltweit größte Chemiekonzern. Dieser Konzern ist berüchtigt durch seine Kooperation mit dem Nationalsozialismus. Diese Kooperation beinhaltete die Beschäftigung von Zwangsarbeitern, Menschenversuchen und sogar der Errichtung eines privaten, firmeneigenen Konzentrationslagers (KZ Auschwitz III Monowitz).

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Impfung gegen Grippe? Nein Danke.

In der Herbst- und Winterzeit wird wieder die Impfung gegen die Grippe „propagiert“.

Frei nach dem Motto: „Der heilende Pieks“ wird versprochen, der die Sterblichkeitsrate bei Geimpften halbiert.

Doch wie immer ist das nicht nur die halbe Wahrheit, sondern keine Wahrheit. Mit welchen statistischen Tricks solche Aussagen zustande kommen lesen Sie in meinem Beitrag: Grippeschutzimpfung.

Dass die Impfung gegen Grippe umstritten ist, hat sich landläufig herumgesprochen. Doch woran liegt das, wo doch andere Impfungen allgemein akzeptiert sind und in der Öffentlichkeit kaum kritisch betrachtet werden? Erstaunlich scheint die skeptische Haltung vieler Menschen auch deshalb, weil ja das Robert-Koch-Institut (RKI) die Grippeschutzimpfung intensiv propagiert.

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Die neue Hexenjagd im Internet: Astroturfing – Wie Konzerne Ihre Meinung beeinflussen

„Astroturfing“ ist ein relativ neuer Begriff, den man sich merken sollte. Als „Astroturfing“ wird bezeichnet, wenn bestimmte Interessensgruppen fingierte Kampagnen initiieren, die sich gegen oder für bestimmte Anliegen und Interessen auf Basisniveau richten.

Unter Basisniveau bezeichne ich hier zum Beispiel im Internet „Menschen wie du und ich“, die ein bestimmtes Anliegen haben, dieses diskutieren und recherchieren. Zu diesem Anliegen tauchen dann Foren, Webseiten, Ratgeber etc. auf, die scheinbar ebenfalls von „Menschen wie du und ich“ betrieben und begleitet werden. In Wirklichkeit aber werden diese Ratgeber etc. von organisierten Interessensgruppen betrieben, über die sie an der Basis direkt Einfluss auf die Meinung der Betroffenen nehmen können.

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Die elektronische Gesundheitskarte und das elektronische Gesundheitskartell

Ja, sie ist da – die elektronische Gesundheitskarte, die früher ohne Elektronik „Krankenkarte“ genannt wurde. Denn diese Karte ist für den Krankheitsfall gedacht, also wenn es notwendig wird, den Arzt oder das Krankenhaus aufzusuchen.

Es gab eine Menge Leute, die nicht besonders glücklich mit dieser eGK waren, beziehungsweise sind. Der Deutsche Ärztetag stimmte im Mai 2007 gegen die elektronische Gesundheitskarte, wobei Bedenken bei der Datensicherheit und Finanzierbarkeit den Ausschlag gaben. Im Mai 2013 bekräftigte der Deutsche Ärztetag die Ablehnung der eGK noch einmal.

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So geht Ausbeutung: Kaffee-Ketten machen Milliardengewinne – Kaffee-Bauern bettelarm

Die Profite der Kaffee-Konzerne basieren auf der Armut der Kaffeebauern. Ungerecht. Klar. Und wir werden auch nicht alle Ungerechtigkeiten beseitigen können. Aber wir können bei vielen Themen etwas tun: und zwar durch unser Kaufverhalten. Aber eins nach dem anderen…

Multinationale Kaffeeketten ergötzen sich an Milliardengewinnen, gleichzeitig werden die Kaffeebauern in Lateinamerika immer ärmer. Dass die Großkonzerne deren Hilfeflehen in ihrem entfesselten Kapitalismus nicht wahrnehmen mögen, wundert kaum jemanden, aber bei dieser grenzenlosen Ausbeutung von Menschen sollte jedem der Kaffee im Hals stecken bleiben…

Durch immer niedrigere Kaffeepreise verarmen immer mehr Kaffee-Bauern weltweit. Mitschuldig: die großen Kaffee-Konzerne, die die Preise ins bodenlose drücken. Bild: 123rf – Fabio Lamana

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Homöopathie in Italien – Ein Studien-Streit um die Wirksamkeit der Homöopathie

Ist Homöopathie wirksam oder nicht? Dies ist eine der Lieblingsfragen der Schulmedizin, da sie in diesem Bereich glaubt, Heimvorteil zu haben. Warum Heimvorteil? Weil die Schulmedizin mit Medikamenten arbeitet, die nachweisbare Plasmaspiegel Konzentrationen erzeugen, auf deren Basis die Wirkung beruht. Das heißt mit anderen Worten: Substanzen, die keine ausreichende Plasmaspiegel (im Blut) erzeugen, sollen (dürfen?) deshalb nicht wirksam sein.

Was davon zu halten ist, und wie die Kritik an der Homöopathie normalerweise von statten geht, hatte ich in einem ausführlichen Beitrag diskutiert: Homöopathie Studien und Kritik an der Homöopathie.

Jetzt gibt es einen Disput um eine neu erschienene Arbeit aus Indien[1], in den italienische Wissenschaftler verwickelt sind.

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