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Da denkt man, dass die Sache mit der Gentechnik, dem Hormonfleisch und den Chlorhühnchen so gut wie ausgestanden ist. Denn dieses Trio ist in Europa (noch, weitgehend) verboten.

Aber Verbote sind die eine Seite der Medaille. Auf der Rückseite derselben jedoch spielen sich Dinge ab, die wahren Alptraum-Charakter anzunehmen drohen. Und dieser sich zusammenbrauende Alptraum hat einen Namen: TTIP.

 

TTIP – Was und wer TTIP´t denn da?

Eins kann man gleich vorausschicken: Bei diesem TTIP handelt es sich nicht um Lotto-Spielereien. Die einzige Gemeinsamkeit mit dem Lotto-Spiel besteht darin, dass die Betroffenen auch bei TTIP mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Niete ziehen. Warum?

TTIP ist die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“, bei dem es sich um ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA handelt. Das bemerkenswerteste Charakteristikum dieses Handelsabkommens ist seine Geheimhaltung. Natürlich ist die Geheimhaltung des Inhalts dieses Abkommens Zündstoff für eine Reihe von Spekulationen.

Denn warum muss man so etwas geheim halten, wenn da nichts ausgebrütet wird, was den Ottonormalverbraucher wieder einmal belasten würde? Oder handelt es sich hier um eine Weihnachtsbescherung für Kinder, die ja auch bis zum Heiligabend vor den Kindern geheim gehalten wird?

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Aber die Geheimhaltung ist absolut kein Grund zur Sorge! Ich bin sicher, dass das Abkommen die Bedürfnisse von Industrie und Politik zu 100 Prozent zufrieden stellt. Das „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ (bmel.de/DE/Ernaehrung/SichereLebensmittel/_Texte/TTIP-FAQ.html) sieht das genau so:

Sowohl die EU als auch die USA haben eigene, über viele Jahre gewachsene Normen, Regelungen und Verfahren. Wo diese voneinander abweichen, entstehen für Hersteller zusätzliche Kosten. Zudem belasten Zölle die deutsche Wirtschaft in Milliardenhöhe. Diese Kosten werden letztlich weitergegeben und erhöhen die Verbraucherpreise.

Das Freihandelsabkommen eröffnet durch Wegfall der Einfuhrzölle und diverser bürokratischer Hürden den Verbraucherinnen und Verbrauchern zudem eine vielfältigere Produktauswahl bei gleichbleibend hohem Verbraucherschutzniveau.

Durch die gegenseitige Öffnung der Märkte werden Vorteile für Verbraucher in Deutschland, der EU und den USA erwartet, ebenso für Wirtschaft und Arbeitsplätze. Das bestehende hohe Niveau der deutschen und europäischen Lebensmittel und Produktsicherheit wird dabei gewahrt.

Genau! Dieses Abkommen wird im Geheimen ausgebrütet, da so viele Verbraucher sich über Zölle, „gewachsene Normen, Regelungen und Verfahren“ beschwert haben.

Und wenn alle dem TTIP zustimmen, dann sinken automatisch die Verbraucherpreise, da ja die Zölle mit allem drum und dran wegfallen! Märchenland, ick hör dir trapsen!

Der Wegfall von Zoll und anderen kostentreibenden Regularien begünstigt erst einmal die Industrie, die hier weniger Kosten haben wird. Damit ist noch lange nicht gesichert, dass die Einsparungen auch an die Verbraucher weitergeleitet werden. Warum auch? Die Lüge von sinkenden Verbraucherpreisen und vielfältigerer Produktauswahl sind für die Politik typische Bauerfängerei-Formulierungen, die das bittere Ende etwas schmackhafter machen sollen.

Und das BMEL fährt fort:

Bleibt mit TTIP das hohe EU-Verbraucherschutzniveau erhalten?

Ja. Bestehende gesetzliche Regelungen auf beiden Seiten zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher werden durch TTIP nicht aufgehoben oder ersetzt. Der Schutz der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ist nicht verhandelbar. Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz ist der „rote Faden“ in dem Verhandlungsmandat, das die Mitgliedstaaten der EU-Kommission gegeben haben.

Das wollen wir doch alle hören, oder? Darum geht es doch letztendlich. Das Eine sagen, aber das Andere tun. Das scheint ja auch der Haupt-Bestandteil der Politik zu sein. Hier geht es erst einmal darum, den Betroffenen auf das neue Handelsabkommen einzuschwören. Aber die Wende folgt auf dem Fuß:

Sowohl in der EU als auch in den USA ist jedes Unternehmen verpflichtet, nur sichere Produkte auf den Markt zu bringen. Es haftet, wenn es einen Schaden beim Verbraucher verursacht. Die Schadenersatzsummen sind dabei in den USA erheblich höher als in Europa.

Bestimmte Lebensmittel, Produkte, Stoffe (z. B. Lebensmittelzusatzstoffe) und Verfahren (z. B. Gentechnik) müssen von staatlichen Behörden in den USA und in der EU zugelassen werden. Dabei wird wissenschaftlich geprüft, ob ein Stoff oder Verfahren sicher ist.

Wenn Gentechnik, Hormonfleisch etc. als „sicher“ bezeichnet werden, da ja auch die USA verpflichtet ist, nur sichere Sachen auf den Markt zu bringen, warum sind dann diese „sicheren“ Sachen bei uns verboten? Oder sind die in den USA sicher, hier aber werden sie bei Eintreffen auf europäischen Boden urplötzlich unsicher?

Und die Prüfung, was sicher ist und was nicht, das wird zum zentralen Aufhänger werden. Denn wer wird wohl bestimmen, ob Gentechnik, Hormonfleisch etc. auch nach fünf oder zehn Jahren, trotz negativ ausfallender wissenschaftlicher Studien, sicher oder unsicher sind?

Der kleine Mann auf der Straße? Wohl kaum! Vielmehr wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das, was heute obsolet und verboten ist, heimlich still und leise abgesegnet, damit dem Handel mit dem großen Bruder nichts mehr im Wege steht.

Da werden dann ganze Salti mortale ausgeführt, Ungeheuerlichkeiten, die heute schon in den Köpfen von Politik und Verbrauchern gleichermaßen verankert sind, auf dass niemand mehr Fragen stellt. Was für die Politik gut ist. Denn die soll ja den ganzen Drecks-Zirkus bei ihren Untertanen durchsetzen. Bleistift gefällig? Hier:

Auch für Schadstoffe und Rückstände in Lebensmitteln werden Obergrenzen auf dieser Basis staatlich festgelegt. Die Risikowahrnehmung der Bürger bei Lebensmitteln ist je nach Land unterschiedlich.

Schadstoffe und Rückstände werden heute schon nicht mehr als etwas gehandelt, was man auf Teufel komm raus vermeiden muss. Nein, die gehören zum Geschäft! Da kann man nur hoffen, dass bei einer Einigung der Grenzwerte die USA die strengeren Vorschriften haben.

Haben sie das? Wer Hormonfleisch, Gentechnik etc. im großen Stil als „sicher“ einstuft, von dem kann man auch in Sachen Schadstoffe und Rückstände keine „Gnade“ erwarten.

Und dass die Bürger verschiedener Länder eine unterschiedliche Risikowahrnehmung haben, das ist aber jetzt unsäglich lästig. Hier ist dann wieder die Politik gefragt, ihre Bürger auf ein einheitliches Wahrnehmungsniveau zu trimmen. Vielleicht wäre hier die amerikanisch Wahrnehmung auch die Bessere, da man drüben ja keine großen Gedanken über die eigene Gesundheit zu haben scheint.

Und dann geht es weiter mit Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik. Das BMEL versichert an dieser Stelle, dass da alles auch so erhalten bleibt. Danach kommt die 180-Grad-Wende und das Eingeständnis, dass Gentechnik in Europa alles andere als verboten ist. Es gibt für den Import von gentechnischen Produkten rund 60 Zulassungen.

Und man gibt zu, dass der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen hier weiter zunehmen wird. Aber klar – das alles wird enorm streng kontrolliert. Das ist der Trostpreis für die Verbraucher, die dann streng kontrollierten Dreck auf ihrem Mittagstisch platziert bekommen. Mach möchte einfach nur noch den ganzen Tag brechen…

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Warum TTIP eine tipptopp Lüge ist

Natürlich ist dies eine etwas gewagte Behauptung, da dieses Abkommen noch gar nicht realisiert und umgesetzt ist. Aber es scheint etwas zu werden, was man an anderer Stelle unter ähnlichen Voraussetzungen schon durchgezogen hatte. Wo und wer war daran beteiligt? Die USA und Mexiko.

In den USA besteht ein Gesetz, das die Delfine schützt, die zuvor bei dem kommerziellen Thunfischfang zu Tausenden als Beifang starben. Wer also Thunfisch aß, der unterstützte direkt eine Industrie, die den Tod von Delfinen als genau so „natürlich“ hinnimmt wie Schadstoffe in Lebensmitteln. Durch das Gesetz wurde dem ein Ende gesetzt.

Die mexikanische Fischindustrie dagegen hat kein Problem mit dem Tod von Delfinen. Daher waren die Mexikaner auch nicht gewillt, ihre Fangmethoden zu ändern. Stattdessen klagten sie gegen das amerikanische Gesetz zum Schutz der Delfine vor der Welthandelsorganisation WTO. Als Begründung gaben sie an, dass das Siegel für einen delfinsicheren Thunfischfang ein „Handelshemmnis“ sei, da es die mexikanischen Thunfischindustrie und -exporteuere diskriminiere.

Dabei besteht kein Verkaufsverbot für mexikanischen Thunfisch in den USA. Man darf seinen Thunfisch allerdings nicht mit dem zertifizierten Siegel der Delfin-Sicherheit verkaufen. Zu schlechter Letzt gewannen die Mexikaner mit ihrer Klage.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, über welche Mechanismen Errungenschaften zunichte gemacht werden und kommerziellen Interessen Platz machen müssen.

Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Delfine, Umweltschutz, die Gesundheit der Menschen oder sonst etwas handelt. Kollidieren diese Interessen mit den Interessen der Industrie, dann werden Hebel und Stränge in Bewegung gesetzt, dass die Interessen der Industrie die Oberhand behalten.

Und TTIP ist so ein Hebel. Denn die Geheimniskrämerei um dieses Handelsabkommen lässt keine andere Interpretation zu.

Alles halb so schlimm?

TTIP ist ein Programm, mit dessen Hilfe Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik in Europa ihren Einzug halten sollen. Darüber kann sich niemand Illusionen machen. Die „Süddeutsche Zeitung“ hat hierzu einen anschaulichen Beitrag veröffentlicht: „ Wie die US-Verhandler Europas Verbraucherschutz angreifen “.

Dementsprechend bunt sieht dann die Welt der Argumente für die Sicherheit und Verträglichkeit von all diesen Verfahren und chemischen Zusätzen aus.

Chlorhühnchen sind per se unbedenklich, da die geschlachteten Tiere in eiskaltes Wasser getaucht werden, das viel weniger Chlor enthält als das Chlorwasser im Schwimmbad. Und schon haben wir unser Argument für die Chlorhühnchen: Jeder Schwimmer nimmt mehr Chlor auf als beim Verzehr von zehn Chlorhühnchen. Wer sagt das? Das BfR:

Das Chlorhühnchen ist nach unserer Auffassung nicht gesundheitsschädlich für den Verbraucher – Prof. Lüppo Ellerbroek, Fachmann für Lebensmittelsicherheit am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin“ (aus: Chlorhühnchen und Hormonfleisch – Gefahr für unsere Gesundheit?)

Ich weiß jetzt nicht, ob das Baden in Chlorwasser zu einer gesundheitsförderlichen Maßnahme gerechnet werden kann. Aber offensichtlich ist Chlorwasser im Schwimmbad genau so akzeptabel geworden wie Schadstoffe und Rückstände in der Nahrung. Da kommt es auf das bisschen Chlor im Sonntagsbraten doch auch nicht mehr an, oder?

Und die paar Pestizide im Salat tun doch nicht weh, oder? Und die wenigen Hormone im Fleisch, ja was ist das denn schon?

Dazu gesellt sich noch die Frage, wie häufig gehen Sie schwimmen und wie häufig essen Sie Hühnchen?

Ich bin allerdings froh, dass der Artikel vom Bayrischen Rundfunk auch professorale Gegenstimmen abgedruckt hat. Ein Professor von der Ludwig-Maximilian-Universität in München bezweifelt einfach, dass das Chlorbad effektiv ist. Wäre das Bad effektiv, dann dürfte es keine 1,2 Millionen Salmonellen-Fälle jährlich in den USA geben. Weiter befürchtet der Professor, dass das Chlor nur der Fuß in der Tür für noch mehr Chemie im Essen ist.

In den USA ist Hormonfleisch so alltäglich wie das Amen in der Kirche. Und wer dagegen ist, der bekommt das fachkundige Argument eines Experten aufgetischt, der es ja wissen muss – einem Mäster aus Texas:

Es gibt Forschungen, in denen das Fleisch von behandelten und unbehandelten Ochsen analysiert wurde. Man hat lediglich einen Unterschied von sieben Zehntel Nanogramm festgestellt, eine sehr kleine Menge. Das ist ein Unterschied wie zwischen einem Grashalm und einem Fußballfeld.

Seltsam, die Amis spielen doch kein Fußball… Gegen die Expertise dieses amerikanischen „Experten“ vom hormonfreien Mast-Fußballfeld steht die Meinung eines Professors von der TU München, der sich mit Ernährungs- und Lebensmittelforschung befasst:

Ja, das sagen die Amerikaner, aber so ist es nicht. Da lief 1999 eine große Studie hier bei uns am Lehrstuhl, und da konnten wir also ganz klar feststellen, dass fünffach höhere Hormonwerte, wenn man so als Schnitt über den ganzen Körper geht, auftreten – Prof. Michael Pfaffl, TU München

Zum schlechten Schluss (wieder einmal) kommt heraus, dass es noch „viele ungeklärte Fragen“ gibt. Soll das etwa heißen, dass hier die Gabe von Wachstumshormonen bei der Zucht überhaupt noch nicht auf Sicherheit und Verträglichkeit untersucht worden ist?

Eine Arbeit aus dem Jahr 2015 (Hormone Use in Food Animal Production: Assessing Potential Dietary Exposures and Breast Cancer Risk.) bestätigt, dass die sieben üblichen Hormone in der amerikanischen Landwirtschaft so gut wie keine evidenzbasierten Tests durchlaufen haben.

Man weiß noch nicht einmal, ob die Hormone und deren Metabolite sich im Gewebe anreichern und damit in relevanten Dosierungen auf den Verbrauchertisch gelangen.

Es ist auch nicht klar, in welchem Gewebe solche Anreicherungen besonders stark ausfallen. Wenn man dann Tests mit Gewebeproben durchführt, wo keine starke Anreicherung stattfinden kann, dann erhalten wir Ergebnisse von Grashalmen und Fußballfeldern aus Texas.

Damit schrumpft wieder alles zusammen auf den alten Nenner: Um das Geschäft nicht zu belasten oder sogar zu gefährden, werden ausgiebige Untersuchungen zur Sicherheit und Verträglichkeit unterlassen. Denn die sind teuer, aufwendig und könnten mit unliebsamen Ergebnissen aufwarten, die dann das gesamte Treiben auf Eis legen würden.

Ob Hormonfleisch Brustkrebs begünstigt, das kann heute niemand sagen, da niemand danach getestet hat. Die Behauptung ist rein hypothetisch, was aber nicht heißt, dass sie unberechtigt ist. Noch hypothetischer und absolut unberechtigt ist die Behauptung, dass Hormonfleisch sicher und verträglich ist. Denn es gibt keine einzige Studie, die dies bezeugen könnte.

Zur Gentechnik brauche ich mich an dieser Stelle nicht weiter zu äußern. Denn dazu hatte ich etliche Beiträge verfasst:

Fazit

Ob Chlorhühnchen, Hormonfleisch oder Gentechnik – dies und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch andere, noch nicht bekannte Ungeheuerlichkeiten sollen per TTIP eingeführt und umgesetzt werden. Niemand weiß, ob diese „Neuerungen“ für den Verbraucher unbedenklich sind.

Die Unbedenklichkeits- und Sicherheitszertifikate sind von der Industrie selbst fabriziert und haben bestenfalls hypothetischen Charakter. Das muss dann ja auch reichen, wenn man das Geschäft nicht gefährden will. Ob das alles wirklich sicher ist, das werden wir dann in einigen Jahrzehnten erfahren, wenn ein signifikanter Teil der Bevölkerung täglich Produkte der Gentechnik, Hormonfleisch und so weiter zu sich genommen hat.

Sollten dann die „Nebenwirkungen“ eintreten, die von den TTIP-Gegnern vorausgesagt worden sind, dann ist das auch kein Problem. Denn dann hat die Industrie einen weiteren Grund, gegen die so erzeugten Gebrechen weitere Medikamente auf den Markt zu werfen. Das nennt man „geschäftliche Nachhaltigkeit“.

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Wir hören ja immer wieder, dass Heilpflanze und Heilpilze potentiell und real gefährlich sind, da es schon 2 Fälle gegeben hat, wo man beträchtliche Nebenwirkungen hat sehen können. In einem Fall hatte der Betroffene plötzlich abstehende Ohren, was erhebliche Komplikationen ergab (man kommt dann nicht mehr so leicht durch die Tür). Auf der anderen Seite sind genetisch veränderte Pflanzen und deren Produkte urplötzlich nicht mehr gefährlich und höchst unbedenklich. Wie muss man dies verstehen?

Weiterlesen

Die Bundesregierung weigert sich weiter ein Genmais-Verbot durchzusetzen, aber jetzt preschen die Bundesländer vor.

Der Bundesrat setzt sich mit überwältigender Mehrheit für ein Selbstbestimmungsrecht der EU-Länder ein und fordert die Regierung dazu auf, nationale Ausstiegsklauseln nicht zu blockieren.

 

CDU wehrt sich gegen Verbot von Genmais

Bisher hat die Bundesregierung ein EU-Verbot abgelehnt. Bei einer Abstimmung im Ministerrat im Februar enthielt sie sich, weshalb nicht genügend Stimmen für ein Verbot der umstrittenen Genprodukte zusammenkamen. Grund dafür sind angeblich Unstimmigkeiten innerhalb der Regierung.

Und das die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Gentechnik ist, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr… Während SPD und CSU auf ein Selbstbestimmungsrecht pochen und ein Verbot durchsetzten wollen, stemmt sich die CDU anscheinend weiter dagegen.

Der Vorschlag der Bundesländer sieht vor, dass alle EU-Mitgliedsstaaten selbst entscheiden sollen, ob sie Genprodukte anbauen wollen oder nicht. Sie liegen damit auf einer Linie mit zwölf weiteren EU-Staaten, die sich bereits seit langem für ein solches Selbstbestimmungsrecht ausgesprochen haben.

»Die Menschen wollen keine Gentechnik, weder auf dem Teller noch auf dem Feld, noch in der Natur«, begründete der nordrhein-westfälische Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) das Votum des Bundesrates. Auch Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) pflichtete ihm bei: »Wir fordern ein Selbstbestimmungsrecht ein.«

US-Konzerne wollen Genmais auf EU-Feldern

Die Länderkammer drängt auf eine schnelle Umsetzung ihres Vorschlags, denn die Zeit wird knapp. Schon in wenigen Wochen soll der von den US-Konzernen DuMont und Dow Chemical entwickelte Genmais 1507 in der EU angebaut werden.

Umweltschützer warnen davor, dass genveränderte Produkte katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt hätten. Auch die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung seien nicht abzusehen.

Und dann hätten wir den Mais, äh… Salat: den Gendreck auf unseren Feldern. Wer das übrigens alles für „übertrieben“ hält (mit der grünen Gentechnik usw.), dem empfehle ich diese Beiträge zum Thema:

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Diesmal sind es die Norweger, die unbedingt die genetisch modifizierten Spielverderber mimen wollen. Denn deren Wissenschaftler haben sogenannte Fütterungsstudien von über 10-jähriger Dauer mit genetisch modifizierten Pflanzen durchgeführt. Das Ergebnis war dann auch überraschend eindeutig: Wenn Sie z.B. Übergewicht vermeiden wollen, dann sollten Sie tunlichst auf „Gen-Mais“ und ähnliche gentechnisch modifizierte (GM) Produkte verzichten.

 

Aber nicht nur der direkte Verzehr von „Gentechnik-Pflanzen“ scheint negative Folgen zu zeitigen. Auch der Verzehr von Tieren, die mit „Gen-Pflanzen“ ernährt worden sind, scheint ähnlich negative Auswirkungen zu haben wie der direkte Verzehr von „Gen-Pflanzen“. Es scheint gerade so als wenn die „genetische Gülle“ durch die Tiere weiter geleitet würde.

Wie „Gen-Mais“ und „Gen-Soja“ die Gesundheit „vernaschen“

Wer des Norwegischen mächtig ist, der kann sich „vor Ort“ über die Arbeit der finnischen Forscher informieren unter Rotter fetere av genmat. Eine englischsprachige Webseite hatte sich dieser Arbeit angenommen, auf die ich mich hier im Wesentlichen beziehe: Obesity, Corn, GMOs.

Hier werden die norwegischen Autoren folgendermaßen zitiert:

Die Resultate zeigen eine positive Beziehung zwischen GM-Mais und Übergewicht. Die Tiere, die eine Ernährung auf GM-Mais-Basis erhalten hatten, wurden in der Regel schneller fett und behielten ihr Gewicht bei im Vergleich zu Tieren, die eine normale Diät ohne genetisch modifizierten Mais erhalten hatten. Die Studien wurden mit Ratten, Mäusen, Schweinen und Lachsen durchgeführt. Bemerkenswerterweise ergaben sich für alle Tiere genau die gleichen Ergebnisse.

Die Forscher fanden ganz bestimmte Veränderungen im Gastrointestinaltrakt der Tiere, die mit dem GM-Mais gefüttert worden waren. In normal ernährten Tieren waren diese Veränderungen nicht zu beobachten. Ähnliche Ergebnisse hatten US-Wissenschaftler zuvor auch veröffentlicht. Signifikante Veränderungen wurden bei den Test-Tieren in Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Genitalien usw. beobachtet.

Zudem konnten die finnischen Forscher zeigen, dass die Tiere, die den genetisch veränderten Bt-Mais fraßen, deutlich mehr fraßen, fetter wurden und sich weniger in der Lage zeigten, Proteine (Eiweiße) zu verdauen. Diese eingeschränkte Fähigkeit beruhte auf Veränderungen der Mikrostruktur des Gastrointestinaltrakts.

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Dazu gesellten sich dann noch Veränderungen des Immunsystems. Denn die eingeschränkte Fähigkeit, Proteine zu verdauen, hat noch andere negative Konsequenzen für die Gesundheit. Denn ohne eine verlässliche Verdauung von Proteinen kann auch keine verlässliche Produktion von Aminosäuren erfolgen. Diese wiederum sind die elementaren Bausteine für körpereigene Proteine, Zellwachstum und deren Funktionen.

Die amerikanische Webseite kommentiert diesen Sachverhalt so: „Dies mag keinen direkten Bezug zum Übergewicht haben. Jedoch ist ein Bezug zu vielen modernen Erkrankungen zu vermuten. Dies sind z. B. Diabetes, Erkrankungen des Verdauungstrakts, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Colitis ulcerosa, Autismus, Autoimmunerkrankungen, sexuelle Funktionsstörungen, Sterilität, Asthma, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen und etliche mehr.

Die Leiterin der Forschergruppe, Professor Krogdahl, erklärte, dass nur zu oft behauptet worden sei, dass neue Gene in genetisch modifizierten Nahrungsmitteln keinen Schaden anrichten können, da angeblich alle diese Gene im Gastrointestinaltrakt so abgebaut werden, dass sie nicht mehr biologisch funktionsfähig sind. Die Arbeit der Finnen jedoch zeigte das genaue Gegenteil.

Die Gene wurden durch die Darmwand geschleust, gerieten ins Blut und verblieben dort und in der Muskulatur, der Leber etc. in größeren Mengen, und konnten somit relativ leicht identifiziert werden…. Bislang ist jedoch die biologische Bedeutung dieses Transfers noch nicht bekannt.“

Nicht vorhandenes Gen-Gift, oder „Copperfield auf genetisch“

Uns ist ja immer wieder versichert worden, dass GM-Produkte in Sachen Sicherheit kaum noch zu übertreffen sind. Besonders die GM-Pflanzen, die in der Lage sind, ihr eigenes Pestizid zu erzeugen, gaben den besorgten „Idioten“ Anlass, GM-Pflanzen abzulehnen, da man ja nicht nur die Pflanze, sondern auch noch ein Pestizid dazu auf den Mittagstisch bekommt.

Die GM-Industrie dagegen versicherte immer wieder, auch aufgrund ihrer eigenen Studienergebnisse, dass das alles kein Grund zur Sorge sei. Nicht nur die Gene verschwinden im Darm, sondern das Pestizid ginge da auch „irgendwie“ verloren.

„Bt“ – das steht für „Bacillus thuringiensis“, ein Bakterium, das das Bt-Toxin produziert. Dieses Toxin bzw. Pestizid zerstört die magenähnliche Hülle von bestimmten Insekten und vernichtet diese dadurch. Diese Technologie wurde erstmals in den späten 1990er Jahren von der Firma Monsanto praktisch eingeführt. Selbige Firma versicherte immer wieder, dass das genetische Pflanzengift gegen die Insekten nur für selbige gefährlich sei.

Eine amerikanische Behörde, die US Environmental Protection Agency (EPA), leistete bei dem „Meineid“ aktive Schützenhilfe. Ähnlich wie die neuen Gene würde das Bt-Toxin vollkommen im Gastrointestinaltrakt des Konsumenten vernichtet und sei damit für Tiere und Menschen ohne Gefahr. Es gäbe auch keine Interaktionen mit der Darmwand und deren Mukosa, so die Herstellerfirmen.

Wenn man einmal die firmeneigenen Studien außer Acht lässt und sich in der Welt der unabhängigen Arbeiten und Veröffentlichungen herumtreibt, dann fällt man aus rosaroten Wolken knallhart auf granitharten Boden. Eine solche Studie wurde in Kanada durchgeführt.

Aris und Leblanc

Department of Obstetrics und Gynecology, University of Sherbrooke Hospital Centre, Sherbrooke, Quebec, Canada.

„Maternal und fetal exposure to pesticides associated to genetically modified foods in Eastern Townships of Quebec, Canada.“

Reprod Toxicol. 2011 May;31(4):528-33. Doi: 10.1016/j.reprotox.2011.02.004.

https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21338670

In dieser Arbeit wurde das Blut von schwangeren und nicht-schwangeren Frauen auf Pestizide untersucht, die ausschließlich von GM-Pflanzen mit Bt-Genen stammten. Dabei stellte sich heraus, dass….

  • 93 Prozent der untersuchten schwangeren Frauen Bt-positiv waren
  • 80 Prozent des Nabelschnurbluts der Föten positiv war, und
  • 67 Prozent der nicht-schwangeren Frauen ebenfalls das Pestizid im Blut hatte.

Natürlich ist man jetzt geneigt, zu vermuten, dass ein Gift, dass die Magenschleimhäute von Insektenmägen durchlöchert, vielleicht auch die Schleimhäute des menschlichen Gastrointestinaltrakts ähnlich malträtieren kann.

Zumindest gibt es momentan keine andere Erklärung, warum alle diese Behauptungen von Sicherheit und Unbedenklichkeit sich als reine Lüge entlarvt haben und Bt-Toxin im Blut von Probanden nachweisbar ist. Es ist da, ohne Frage. Aber wie sonst soll es da hinein gelangt sein, wenn nicht über die gleichen Mechanismen, die für die Insekten auch gelten und diesen zum Verhängnis werden?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Probandinnen, besonders die Schwangeren, den Forschern einen Gefallen tun wollten, und sich das Zeugs heimlich und leise selbst injiziert haben….

Man kann natürlich immer noch argumentieren, dass die Mengen möglicherweise nicht groß genug sind, um einen satten Schaden anzurichten. Aber auch kleine Mengen, besonders wenn sie immer und immer wieder nachgefüllt werden, können zu nachhaltigen Schäden führen.

Wir kennen das z. B. vom Rauchen, wo auch nicht eine einzige Zigarette zum sofortigen Exitus führt. Die Wissenschaftler vermuten, dass eine regelmäßige Zufuhr von Bt-Toxinen, wie sie bei der regelmäßigen Nahrungsaufnahme solcher Produkte der Fall wäre, zu Autoimmunerkrankungen und Nahrungsmittelallergien führt.

Bei den Neugeborenen kommt noch hinzu, dass deren Blut-Hirn-Schranke bis zum 6. Monat offen bleibt. Das Gift kann also ungehindert in das Hirn eindringen und für kognitive Schäden sorgen. Das Resultat könnte Autismus sein, so vermuten es eine Reihe von Kinderärzten und Wissenschaftlern.

Erste Hinweise für solche Probleme kommen aus dem Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten, den USA. Gastrointestinale Probleme, Autoimmunerkrankungen, Nahrungsmittelallergien, Lernschwierigkeiten bei Kindern etc. haben merkwürdigerweise seit der Einführung der Bt-Pflanzen im Jahr 1996 deutlich zugenommen.

So erhöhte sich die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Nahrungsmittelallergien zwischen 1997 und 2002 um sage und schreibe 265 Prozent (in den USA). Heute hat jedes 17. Kind dort irgend eine Art von Nahrungsmittelallergie, bei steigender Tendenz.

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MG-Nahrung und das lästige Immunsystem

Wenn wir von einer Nahrungsmittelallergie reden, dann ist der Gedanke an einen negativen Einfluss auf das Immunsystem nicht weit. Inzwischen gibt es dann auch eine Menge an Hinweisen, dass Bt-Toxine aus diesen GM-Pflanzen, wie Mais oder Baumwolle, „auch“ für den Menschen nicht unbedenklich ist (um es einmal ganz vorsichtig und seicht auszudrücken). Und „vielleicht“ kann es sogar das Immunsystem des Menschen unvorteilsmäßig beeinflussen – ach…

Finamore et al.

Istituto Nazionale di Ricerca per gli Alimenti e la Nutrizione, Roma, Italy.

„Intestinal und peripheral immune response to MON810 maize ingestion in weaning und old mice.“

J Agric Food Chem. 2008 Dec 10;56(23):11533-9. doi: 10.1021/jf802059w.

https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19007233

Man kann solche Studien nicht mit Menschen durchführen und muss sich auf die Ergebnisse bei z. B. Mäusen begnügen – oder würden Sie sich für so eine Studie zur Verfügung stellen?

Die Mäusestudien sind aber doch nicht vollkommen ohne Aussagekraft. Dies zeigte die Arbeit aus Italien, bei der die gastrointestinale und periphere Immunantwort auf GM-Mais bei Mäusen begutachtet worden war. Die Autoren verglichen abstillende und alte Mäuse, die mit MON810 gefüttert wurden, bzw. als Plazebo einen GM-freien Mais bekamen für die Dauer von 30 bzw. 90 Tagen. Die „Bt-Mäuse“ zeigten dann eine Reihe von Immunreaktionen, wie z. B.

  • Die Erhöhung von IgE- und IgG- (Immunglobulin) Antikörper, eine typische Reaktion bei Allergien oder Infektionen.
  • Den Anstieg von Zytokinen, die eng mit Allergien und Entzündungen assoziiert sind. Interleukine waren signifikant erhöht, was beim Menschen auf eine Reihe von Beschwerden hinweisen würde, wie Arthritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose und Krebserkrankungen.
  • Eine Erhöhung von T-Zellen, wie sie beim Menschen bei Asthma und bei Kindern bei Nahrungsmittelallergien, jugendlicher Arthritis und Bindegewebeerkrankungen auftauchen würden.

Eine andere Arbeit benutzte Monsantos Bt-MON863:

Séralini et al.

Committee for Independent Information und Research on Genetic Engineering CRIIGEN, Paris, France.

„New analysis of a rat feeding study with a genetically modified maize reveals signs of hepatorenal toxicity.“

Arch Environ Contam Toxicol. 2007 May;52(4):596-602.

https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17356802

Schon die Überschrift „hepatorenal toxicity“ (leber- und nierentoxisch) lässt auf böse Ergebnisse schließen. Die Autoren beschreiben, dass dieser Mais aufgrund von firmeneigenen Studien der Firma Monsanto im Jahr 2005 zugelassen wurde. Dies ist verwunderlich, da es bislang keine mittel- und langfristige toxikologische Untersuchungen zu dem Monsanto-Mais gibt.

Eine Beschwerde bei einem Gericht in Münster ermöglichte immerhin die Einsichtnahme in die Originaldaten der Zulassungsstudie von Monsanto, bei der über 90 Tage Ratten mit dem Monsanto-Mais gefüttert worden waren. Aufgrund dieser Daten wurde das Material neu bewertet und ausgewertet.

Das Ergebnis der unabhängigen Wissenschaftler:

  • Die Ratten zeigten eine dosisabhängige und signifikante Variation des Wachstums für beide Geschlechter, was in einer 3,3-prozentigen Gewichtsabnahme für Männchen und einer 3,7-prozentigen Gewichtszunahme für Weibchen resultierte.
  • Laborchemische Daten zeigten Zeichen von toxischen Reaktionen in Leber und Nieren, die für Männchen und Weibchen verschieden stark ausfielen.
  • Triglyceride erhöhten sich um 24 bis 40 Prozent bei den Weibchen – nach 14 Wochen bei einer 11-prozentigen Dosis oder schon nach 5 Wochen bei einer 33-prozentigen Dosis.
  • Die Ausscheidung von Phosphaten und Natrium im Urin nahm bei den Männchen um 31 bis 35 Prozent ab (14. Woche bei 33-prozentiger Dosierung)

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass die angegebenen Daten kein Grund für die Annahme ist, dass MON863-Mais als ein sicheres Produkt anzusehen ist.

Ohne Bt, dafür mit Roundup

Roundup ready“ heißt, dass die genetisch veränderte Nutzpflanze diesmal kein Gen enthält, dass ein Pestizid produziert. Dafür enthält es ein Gen, dass sie unempfindlich macht gegen ein spezifisches Pestizid, dem „Roundup“, aus dem Hause Monsanto.

Sprüht der Bauer also sein „Roundup“ auf seine Monsanto-Saat, dann wird nur das Unkraut, nicht aber seine Saat vernichtet – so die Versprechungen der Firma. Und damit man auch sicher alles Unkraut beseitigt, rät die Firma nicht von einer intensiven bzw. extensiven Nutzung ihres Pestizids ab. Denn je mehr versprüht wird, desto lauter klingeln die Kassen bei Monsanto.

Diese Tendenz zur Überdosierung ist dann auch mitverantwortlich für die sich mittlerweile einstellenden Resistenzentwicklungen gegenüber dem Hauptwirkstoff in „Roundup“, dem Glyphosat. Was dieser Wirkstoff so alles kann, besonders wenn man ihn als Verbraucher schlucken muss, habe ich bereits skizzieren können unter Soja – Warum ich das lieber nicht essen würde.

Und da nach Einschätzung der Experten jetzt ca. 130 verschiedene Arten von „Unkräutern“ in 40 Staaten der USA schon gegen Glyphosat resistent geworden sind, werden die Farmer angehalten, noch mehr von der Chemie auf ihre Felder zu schütten oder aggressivere Pestizide zum Einsatz zu bringen.

Damit würden dann die bislang schon belegten gesundheitlichen Probleme, die von „Roundup“-Pflanzen und -Produkten herrühren, nur noch verstärkt. Diese Probleme beziehen sich besonders auf Fertilität und Geburtsdefekte.

Welche seltsamen Blüten dies z. B. in den USA treibt, sei nur noch als „Anhängsel“ hier vermerkt. Es gab 2008 eine Initiative, die die genetisch veränderten Zuckerrüben von Monsanto, auch „Roundup ready“, verbieten wollte. Nach einigem Hin und Her und einer Klage gegen die USDA (Landwirtschaftsministerium der USA) im Jahr 2009 wegen einer fehlenden Umweltstudie, wurden die GM-Zuckerrüben erst einmal auf Eis gelegt.

Nur wenig später wurde diese Maßnahme von der USDA unterlaufen mit der Begründung, dass man ohne die GM-Zuckerrüben in einen Zucker-Engpass geraten würde (ja, richtig – GM-Produkte sollen ja auch den Nahrungsmangel und damit den Welthunger beseitigen). Nach ein paar weiteren rechtlichen Slalomakten seitens der USDA ist dann die uneingeschränkte Zulassung der GM-Zuckerrüben im August 2012 über die Bühne gelaufen.

Somit hat die Welt und ihr freiheitlicher Vorreiter nicht nur ausreichend Zucker, um entsprechend billige Nahrungsmittel zu produzieren, die für zuckerbedingte Folgeerkrankungen sorgen. Nein, durch die GM-Variante wird jetzt auch sicher gestellt, dass weitere Erkrankungen, die vom Zuckern unberührt bleiben, auch noch dazu kommen. Wenn das nicht nach zivilisatorischer Perfektion aussieht…

Fazit

Wie so häufig werden die kritischen Ergebnisse der Wissenschaft komplett ignoriert, wenn es um die Implementierung von gewinnträchtigen, aber höchst bedenklichen Produkten geht. Hier hat dann der Finanz- und Marketingchef die Entscheidungsgewalt. Und der entscheidet aufgrund von Dingen, von denen er glaubt, etwas zu verstehen – den Profiten und Bilanzen. Wissenschaft und ihre Ergebnisse sind nur dann willkommen, wenn sie Profite und Bilanzen nicht stören, sondern unterstützen.

Für uns Otto-Normal-Genetiker wird dann eine Wissenschaft gebraut, die genau die Ergebnisse erfindet, die uns zum eifrigen Kauf von Dingen verleitet, von denen wir besser die Finger lassen sollten. Aber das ist halt Marketing… für gesundes Essen braucht man keinen Marktschreier. Gesundes Essen spricht für sich selbst, oder?

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Seit einigen Jahren geht das nun schon so mit der grünen Gentechnik: zahlreiche Wissenschaftler, Politiker und Bürger lassen sich durch Nachrichten, Skandale, Propaganda und Forschungsberichte auf Trab halten.

Zahlreiche Ungereimtheiten und widersprüchliche Aussagen zur Grünen Gentechnik machen es einem nicht leicht sich eine Meinung zu bilden.

Nach dem Fall Mon810 im Frühjahr dieses Jahres beschloss ich, mich (wieder einmal) schlauer zu machen. Bei den Recherchen identifizierte ich zehn Probleme im Zusammenhang mit der grünen Gentechnik, die offensichtlich nicht gelöst zu sein scheinen.

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Die zehn Probleme habe ich in einem Report für Sie zusammengefasst: Die Grüne Gentechnik-Lüge

Sicher ahnen Sie schon, dass ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass die sog. Grüne Gentechnik gestoppt werden sollte.

Warum ich zu dieser Auffassung gekommen bin lesen Sie im Report: Die Grüne Gentechnik-Lüge.

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Wie auch schon beim Grippe-Report habe ich keine andere Wahl, als auch diesen Gentechnik-Report kostenlos abzugeben – damit diesen möglichst viele Menschen lesen können.

Wenn Sie auch zu der Überzeugung gelangt sind, dass die grüne Gentechnik gestoppt werden sollte, finden Sie am Ende des Reports Vorschläge, was Sie konkret tun können.

Darüberhinaus dürfen Sie auch helfen diesen Gentechnik-Report weiter zu verbreiten. Setzen Sie zum Beispiel einen Link auf diesen Beitrag oder verteilen Sie den Gentechnik-Report an Ihre Bekannten und Verwandten.

Sie dürfen auf Ihrer Webseite (oder Blog) gerne auch daraus zitieren. Setzen Sie dann aber auch bitte einen Link zu diesem Blogbeitrag…

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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Gesundheit!

Ihr René Gräber

P.S.: Natürlich freue ich mich auf Kommentare, die Sie hier unten hinterlassen können…

Update vom 8.12.2009: Eine Leserin aus Griechenland war so freundlich, die Kernaussagen des Genetchnik-Reports ins griechische zu übersetzen. Den griechischen Gentechnik-Report finden Sie wenn Sie hier klicken.

Lesen Sie mehr zum Thema „Grüne Gentechnik“:

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