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Heute an der Supermarktkasse: „Netter Einkauf – Energy Drinks & Zucker, Zucker, Zucker…“

Ein klassischer Einkauf, wie er heutzutage oft an der Kasse landet: Energy-Drinks in rauen Mengen, ein paar Flaschen Zuckerwasser (auch bekannt als Cola), und damit es noch süßer wird, eine Packung Zucker obendrauf. Natürlich alles für die kleine Extra-Energie am Tag, oder?

Wie bedenklich das Ganze ist, hatte ich bereits mehrfach beschrieben:

Oder die Sache mit dem Zucker:

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mache diese Bilder nicht, um jemanden zu be- oder zu verurteilen. Ich warte auch nicht, bis ich einen passenden „Kunden“ finde. Ich stehe einfach an der Kasse und sehe, was Menschen so einkaufen und dann auch wahrscheinlich konsumieren wollen.

Es geht also darum, unser / euer Bewusstsein dafür zu schärfen, was wir täglich in uns reinschütten. Das meiste Zeug sind keine „Lebensmittel“, sondern höchstens „Sattmachmittel“. Mit „Leben“ hat das herzlich wenig zu tun.

Denn seien wir mal ehrlich (was wir immer sein sollten) – wenn unsere Nahrung tatsächlich unsere Medizin sein soll, wie es schon Hippokrates so treffend sagte, dann stehen wir hier vor einer wahren Zucker- und Koffein-Apotheke. Und das Rezept? Höchstwahrscheinlich: kurzfristiger Energieschub, gefolgt von einem massiven Crash und einer ziemlich unausgeglichenen Ernährung. Prost Mahlzeit.

Wir alle sind frei in unseren Entscheidungen, aber vielleicht lohnt es sich hin und wieder, einen zweiten Blick in den Einkaufswagen zu werfen. Denn was wir essen und trinken, beeinflusst nicht nur unsere Energie, sondern auch unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Und falls einer „Studie?!“ schreit – diese sind in Hülle und Fülle vorhanden.

In diesem Sinne: „Lasst eure Nahrung eure Medizin sein und eure Medizin eure Nahrung.“ – Ein Satz, der nicht nur vor 2.000 Jahren galt, sondern heute mehr denn je!

Bleiben Sie stark – und denken Sie daran, dass wahre Energie nicht aus der Dose kommt.

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Zu viel Zucker führt zu Übergewicht und damit zu Krankheiten wie Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist ja nichts Neues, aber anscheinend interessiert es einfach kaum jemanden. Und wenn das Zeug auch noch in enormen Mengen in Limonaden, Säften (Nektar!) oder gar Cola aufgelöst ist, nimmt der Mensch das kaum als Sättigung wahr und trinkt es oft bedenkenlos.

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1971 – ein Lied geht um die Welt und schleift eine Getränkemarke zum Welterfolg. Oder man könnte auch „Durchbruch“ sagen.

Es handelt sich hier um die sogenannte „Hilltop“ Werbung, in der inmitten von unberührter Landschaft eine Gruppe von ausschließlich jungen Leuten aus allen Nationen zusammen steht und ein Liedchen trällert – jeder mit einer Flasche Coca-Cola in der Hand.

 

Der Text ist einfach, harmlos und träumerisch:

I’d like to build the world a home and furnish it with love,

Grow apple trees and honey bees, and snow white turtle doves.

I’d like to teach the world to sing in perfect harmony,

I’d like to buy the world a Coke and keep it company.

[Repeat the last two lines, and in the background:]

It’s the real thing, Coke is what the world wants today.

Ich würde der Welt gerne ein Zuhause bauen und es mit Liebe einrichten,

Apfelbäume anbauen und Bienen und schneeweiße Tauben züchten.

Ich würde der Welt gerne beibringen, in perfekter Harmonie zu singen,

ich würde gerne der Welt eine Cola kaufen und ihr Gesellschaft leisten.

Das ist das wahre Ding, Cola ist, was die Welt heute will …

Heute nach mehr als 40 Jahren ist es zwar aus mit dem Hit der alten Tage. Dafür sind Coca-Cola und dazu andere vergleichbare Getränkehersteller bekannter als je zuvor. Die Welt schluckt nicht nur ihre verzuckerten Produkte, sondern gleich die Illusion mit, dass der Genuss dieser Getränke genau das macht, was im Lied von 1971 behauptet wird: Glück, Harmonie, Idylle, Frieden und so weiter.

Aber Werbung hat nichts mit der Realität zu tun. Man könnte sie auch als „Märchenstunde für Erwachsene (und Kinder)“ nennen. Es gibt keine Multi-Kulti-Jugendlichen mit Cola Flaschen in den Händen, die in Reih und Glied auf einem Hügel stehen und singen. Wozu auch? Wem soll das nützen, außer der Firma, die gefärbtes Zuckerwasser für teures Geld an den Mann und Frau bringen will?

Die Realität sieht anders aus. Die Hügelspitze ist menschenleer. Die damals Jugendlichen sind ältere Herrschaften geworden. Heute singen andere den gleichen Song mit einem völlig anderen Text: Change of Tune – https://www.youtube.com/watch?v=3F1U95v0JPs

Es sind Diabetiker, Hypertoniker, Übergewichtige, junge Leute mit Zahnersatz, da die Karies die eigenen Zähne „weggefressen“ hatte und Ärzte und ihre Assistenten, die diese Patienten betreuen müssen. Und der Song endet mit den Worten, dass das alles nichts mit Glücklichsein zu tun hat.

Am Schluss dieser „Werbung gegen Cola und Co.“ erfahren wir, dass diese Art der Zuckergetränke die Hauptquelle für Kalorien in der amerikanischen Ernährung darstellt. Mit ein Grund für diese fatale Entwicklung ist nicht nur das Liedchen von 1971, sondern ein inzwischen auf über eine Milliarde Dollar angeschwollenes Werbeetat, das für die Verbreitung von Zuckerwasserprodukten jährlich zum Einsatz kommt.

Der Spot mit alter Melodie und neuem Text wurde von der US-Verbraucherorganisation CSPI (Center for Science in the Public Interest) hergestellt.

Cola, Zucker und einige andere Inhaltsstoffe hatte ich bereits in mehreren Beiträgen unter die Lupe genommen:

Dazu gibt es weiterführende Links zu Beiträgen, die sich mit den katastrophalen Effekten von Zucker auf den Organismus beschäftigen:

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