Schlagwortarchiv für: Arzneimittel

Die Ausgaben für Arzneimittel kennen nur eine Richtung: noch oben. Und dieser Trend beschleunigt sich auch noch.

Weiterlesen

Tod durch Medikamente

Wir kennen den gebetsmühlenartigen Anspruch der Schulmedizin und der mit ihr verbandelten Pharmaindustrie, dass nur „ordnungsgemäß“ zugelassene Medikamente in der Lage sind, zu heilen. Und gerade in Corona-Zeiten bekommen wir das seit Monaten zu hören!

Natürliche Heilmittel gibt es demnach nicht, beziehungsweise kann es nicht geben, da diese keine Zulassung haben und damit unwirksam sein sollen – entgegen aller Studien und Erfahrungswerte.

Schon hier kristallisiert sich die Lächerlichkeit des Anspruchs auf eine Monopolstellung in Sachen Heilung heraus. Denn die Kritik, dass die Schulmedizin nicht heilt, sondern Symptome verarztet, wird mit solchen formalisierten Argumenten bestätigt.

Weiterlesen

Für mich sind diese „Zulassungsverfahren“ nicht nur ein „pharmakologisches Rätselraten“, sondern auch ein Witz mit Ansage.

Warum?

Während man von Seiten der Schulmedizin und Gesundheitspolitik darüber nachdenkt, aus angeblichen Sicherheitsgründen (!) Nahrungsergänzungsmittel entweder zu verbieten oder einem Zulassungsverfahren zu unterwerfen (wie man es von der Zulassung von Medikamenten zu kennen glaubt), dann wissen nur die wenigsten, dass Medikamentenzulassungen alles andere als geeignet sind, die Sicherheit der Medikamente zu gewährleisten.

Die einzige Sicherheit, die hier gewährt wird, ist die problemlose Vermarktung und Einführung in den Markt. Von Evidenzbasiertheit keine Spur!

 

Und dies ist keine Einschätzung, mit der ich alleine da stehe. Eine veröffentlichte Studie von britischen Wissenschaftlern (September 2019)[1] kommt zu sehr ähnlichen Schlüssen und liefert auch die entsprechenden Beweise dafür.

Warum diese Studie durchgeführt wurde

Es gibt angeblich Situationen, wo eine medizinische Notwendigkeit besteht, für die es augenblicklich keine adäquate Lösung gibt. Zum Beispiel wurde seinerzeit die Schweinegrippe als so eine „medizinische Notwendigkeit“ definiert, wogegen es keine geeigneten Impfstoffe gab. Also darf in einem solchen Fall eine beschleunigte Zulassung erfolgen. Und dementsprechend schnell war dann ja auch die Schweinegrippe-Impfung auf dem Markt. Inklusive „Persilschein“ für die Hersteller im Falle von Nebenwirkungen und Todesfällen.

Es gibt 2 Alternativen für eine beschleunigte Zulassung.

CMA[2] steht für „conditional marketing authorisation“ (Marktzulassung mit Auflagen/Vorbehalt). Dazu gibt es einen kleinen Katalog an Voraussetzungen:

  1. das Nutzen-Risiko-Profil für das neue Produkt ist positiv, also der Nutzen überwiegt ein mögliches Risiko
  2. der Antragsteller ist in der Lage, entsprechend klinische Daten (nach) zu liefern
  3. ungelöste medizinische Anforderungen werden durch das neue Produkt angesprochen
  4. der Nutzen für die öffentliche Gesundheit aufgrund der sofortigen Verfügbarkeit des neuen Produkts auf dem Markt übersteigt ein mögliches Risiko aufgrund der Tatsache, dass entsprechende sicherheitsrelevante Daten noch fehlen, aber in der Folge nachgeliefert werden.

Mit anderen Worten, CMA ist eine Zulassung ohne evidenzbasierte Studien, basierend auf einer Nutzen-Risiken-Einschätzung, bei der zulassungsrelevante Daten erst nach der Markteinführung nachgeliefert werden müssen.

Man darf hier vermuten, dass die Daten für derartig zugelassene Substanzen rezeptpflichtig, und damit gewinnbringend, bei den entsprechenden Patienten erhoben werden. Der Umsatz ist hier nicht nur gewährleistet, sondern gleichzeitig kann man auf „Studienteilnehmer“ zurückgreifen, die nicht für die Teilnahme an der Studie entschädigt werden. Es ist sogar zu vermuten, dass die meisten Patienten überhaupt nicht wissen, dass sie Teil einer Studie sind. Aber das ist eine andere Sache.

AA[3] steht für „accelerated assessment “ (beschleunigte Begutachtung). Die Bewertung einer neuen Substanz erfolgt in einem Zeitraum von rund 210 Tagen. Nicht eingeschlossen sind hier die Zeiträume, in denen der Antragsteller zusätzliche Informationen einzureichen hat. Auf Anfrage kann die zuständige Stelle den Bewertungszeitraum auf 150 Tage verkürzen.

Dazu muss ein Antrag gestellt werden, der begründet werden muss. Die Begründung muss sich auf einen signifikanten Vorteil in Bezug auf die öffentliche Gesundheit beziehen, zum Beispiel wenn es sich um eine therapeutische Innovation handelt (womit wir fast wieder bei den „Durchbrüchen“ wären).

Im Gegensatz zum CMA liegen bei dem AA die kompletten klinischen Daten vor und die Begutachtung erfolgt in einem kürzerem Zeitraum. Was hier nachgereicht werden muss, das sind die entsprechenden Daten zur Pharmakovigilanz (Arzneimittelsicherheit und Überwachung von Nebenwirkungen) und Maßnahmen zum Risikomanagement.

Um die Entwicklung eines neuen Produkts noch schneller voranzutreiben, kann man sogenannte „Surrogatmarker“ statt klinische Endpunkte in den entsprechenden Zulassungsstudien verwenden. Das heißt in der Praxis, dass hier eine Art „stellvertretende Parameter“ für die Beurteilung von Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Substanz hergenommen werden und nicht der klinische Effekt der Substanz, der sich möglicherweise erst sehr viel später einstellt.

Wie dies genau aussieht, das wird zu meinem Erstaunen sehr gut in einem entsprechenden Beitrag von Wikipedia[4] erklärt (den die Pharmaindustrie offensichtlich übersehen hat).

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Hier taucht unter anderem ein Beispiel für Surrogatmarker auf, der sich auf die klinischen Studien zur Wirksamkeit von HPV-Impfungen bezieht. Diese Impfung wird immer wieder als notwendig erachtet, da sie angeblich „Gebärmutterhalskrebs verhindert“.

Es gibt aber noch keine klinische Studie, die gezeigt hat, dass dies der Fall ist. Die Studien, die hierzu vorliegen, haben gezeigt, dass die Surrogatmarker (präkanzeröse Läsionen in der Gebärmutter) durch die Impfung positiv beeinflusst werden. Aus diesen beobachteten Ergebnissen wird dann einfach verlängert und der Schluss gezogen, dass dies mit einer Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs gleichzusetzen ist.

Für die Autoren der vorliegenden Studie war es wichtig, zu erfahren, wie häufig Zulassungen ohne klinische Endpunkte, dafür aber mit beziehungsweise aufgrund von Surrogatmarkern erfolgt sind. Dazu kommt, dass es keine Aussagen gibt zu der Zuverlässigkeit und Verifizierbarkeit der Surrogatmarker in Bezug auf das Erreichen der klinischen Endpunkte = den therapeutischen Erfolg der Substanz.

Das heißt für unser HPV-Beispiel: Wie zuverlässig ist die Annahme, dass die Verbesserung der Surrogatmarker mit einer Verbesserung des klinischen Endpunkts – Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs – gleichzusetzen ist?

Resultate der Studie

Die Autoren untersuchten insgesamt 51 Zulassungen, 26 CMA und 25 AA. Die Studien, die Surrogatmarker als Beurteilungskriterium benutzten, wurden auf weiterführende Literatur untersucht, die zeigen konnte, dass die gewählten Surrogatmarker zuverlässige Ersatzparameter für den klinischen Endpunkt abgaben.

Es zeigte sich das 46 der 51 untersuchten Studien auf Surrogatmarkern beruhten. Und keine dieser gewählten Surrogatmarker konnte als ein zuverlässiger Parameter für die Erreichung des klinischen Endpunkts angesehen werden.

Bezeichnend ist auch, dass die Informationen für Arzt und Patienten, die von der Zulassungsstelle und vom Antragsteller bereitgestellt werden, nicht auf diesen Zustand hinweisen. Das heißt, dass in den entsprechenden Informationen für Arzt und Patienten die Ergebnisfindung und damit die Zulassung des Produkts aufgrund von Surrogatmarkern verschwiegen wird. Oder mit anderen Worten: Für die Öffentlichkeit sind diese Produkte aufgrund einer „ordnungsgemäßen“ Zulassungspraxis für den Medizinmarkt zugelassen worden.

Und damit sieht es so aus, als ob alles seine Richtigkeit hat. Nur, davon kann überhaupt nicht die Rede sein.

Was hat dies zu bedeuten?

Die Schlussfolgerung der Autoren ist knallhart. Für sie steht in keiner Weise fest, ob die zugelassenen Produkte den klinischen Nutzen für die Patienten bringen, aufgrund dessen die Zulassung erfolgt ist.

Sie verlangen für die Zulassungsstudien, bei denen unzuverlässige Surrogatmarker als Beurteilungsgrundlage dienen, zusätzliche Studien, die den klinischen Nutzen des neuen Produkts nachweisen.

Gleichzeitig sollten Arzt und Patienten in Beipackzetteln, Ärzteinfos etc. entnehmen können, dass die Zulassung auf unsicheren Parametern erfolgt ist und daher entsprechende Risiken nicht auszuschließen sind. Es sollten auch Informationen bereitgestellt werden, die die Zuverlässigkeit der gewählten Surrogatmarker charakterisiert.

Fazit

Die Evidenzbasiertheit der Arzneimittelzulassung hat mit dieser Studie gewaltige Risse in der Fassade bekommen. Es ist neben anderen Möglichkeiten der Manipulation also auch möglich, die klinischen Endpunkte, also die Effektivität eines Produkts, so zu manipulieren, indem Surrogatmarker zu deren Stellvertreter werden. Und bei keinen der in dieser Studie untersuchten Surrogatmarkern war ein Bezug zum eigentlichen klinischen Effekt zu sehen.

Das heißt, dass diese so zugelassenen Substanzen vielleicht, möglicherweise, unter Umständen dem Anspruch der Zulassung gerecht werden. Das hört sich aber mehr nach Lotto mit Zusatzzahl an, als nach „evidenzbasierter Wissenschaft“.

Klar wird auch die Funktion der Surrogatmarker. Sie sind Platzhalter für die Notwendigkeit von Ergebnissen, die so gewählt werden können, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt werden. Auf diese Art und Weise erhält der Hersteller eine schnellere Marktzulassung, was wiederum der Zweck des gesamten Unterfangens ist: Das Geschäft mit der Krankheit.

Fazit vom Fazit: Wäre die Heilung für die Patienten das Ziel, dann gäbe es kaum Platz für Surrogatmarker und schnelle Zulassungen ohne evidenzbasierte Basis.

Aber statt dem Pharmakartell endlich mal ordentlich auf die Füße zu treten fordern die Grünen zum Beispiel eine Zulassung von Nahrungsergänzungsmitteln, was faktisch deren Aus bedeuten würde… Was da an Angstmache vor den Nahrungsergänzungsmitteln verbreitet wird ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten! Ich hatte da zu einem ARD Beitrag Stellung genommen, der 2019 ausgestrahlt wurde; eine glatte Unverschämtheit, was dort zum Besten gegeben wurde…

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

Quellen zum Beitrag:

Um das „Problem“ zu beschreiben, muss ich ein klein wenig ausholen.

Es gibt eine Art „Rahmenvertrag“[1] über die Arzneimittelversorgung, in dem eine bestimmte Quote vorgeschrieben wird, wie viel an preisgünstigen Medikamenten aus dem Ausland nach Deutschland importiert werden muss / kann / darf.

Dieser Vertrag wurde zwischen dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband geschlossen. Medikamente aus dem Ausland können Reimporte oder Parallelimporte sein.

Reimporte sind Medikamente, die in Deutschland hergestellt, dann ins Ausland verkauft und danach preisgünstig wieder nach Deutschland zurück importiert wurden.

Parallelimporte sind Medikamente, die im Ausland hergestellt und dann nach Deutschland importiert wurden, und dann hier die preisgünstigere Alternative zu vergleichbaren lokalen Produkten darstellen.[2]

Man erhoffte sich mit diesem „Trick“ eine Senkung der Kosten im Gesundheitssektor.

 

Laut Angaben der „Süddeutschen Zeitung“[3] handelt es sich hier um einen ziemlich misslungenen Trick. Denn die Sparmaßnahmen betrugen im letzten Jahr gerade einmal 0,3 Prozent der Arzneimittelausgaben. Offiziell beschloss man wegen dieser mageren „Ausbeute“, auf die Importquote gänzlich zu verzichten.

Der wahre Grund dieses „System der Importe“ zu kippen dürfte meines Erachtesn aber ganz woanders liegen, denn es hatte in der Vergangenheit ein paar Skandale gegeben mit unwirksamen, beziehungsweise verunreinigten Medikamenten[4] – genau aus solchen Re-Importen. Ich berichtete ebenfalls darüber: Blutdrucksenker Valsartan Rückruf – Seit Jahren „verunreinigt“ – Schon wieder ein Medikamentenskandal?

All diese Vorkommnisse geben Grund zu der Annahme, dass es praktisch keine Qualitätskontrolle bei den importierten Arzneimitteln gibt. Und damit sind Tür und Tor offen für Bombengeschäfte mit Scheinpräparaten, die wenig helfen, aber kräftig schädigen. Dessen scheint man sich auch in der Politik bewusst geworden zu sein. Also beschloss man, die Importquote abzuschaffen – eine gute Sache wie ich finde.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Jetzt kommt aber der:

Rückfallzieher der Sonderklasse

Die Streichung der Importquote wurde zwischen Gesundheitsministerium und Wirtschaftsministerium vereinbart. Wenn da nicht Wirtschaftsminister Altmaier gewesen wäre … Der nämlich stoppte quasi in letzter Minute die Streichung. Warum nur?

Altmaier kommt aus dem Saarland, wo auch sein Wahlkreis verortet ist. In diesem Wahlkreis beheimatet ist ein Arzneimittelimporteur namens Kohl. Seine Firma, ein familieneigenes Unternehmen, nennt sich „Kohlpharma“. Kohlpharma ist der größte deutsche Arzneimittelimporteur (Marktanteil 2009: 29 %) mit Sitz in Merzig (Saarland)[5].

Und diese Kohlpharma hätte, zusammen mit einigen anderen Arzneimittel-Importeuren, „große Umsatzeinbußen“ in Kauf nehmen müssen. Überhaupt die gesamte Reimport-Pharmaindustrie hätte mit einem Schlag die alten Umsatzgarantien verloren.

Laut Recherchen[6] der „Süddeutschen Zeitung“, dem WDR und dem NDR gelangten diese an interne Unterlagen und E-Mails aus dem Wirtschaftsministerium, aus denen hervorgeht, dass es eine entsprechende Kommunikation mit Kohlpharma gegeben hatte und eben diese Firma den Grund für den Stopp der Abschaffung der Quote darstellt.

Nicht nur das. Man scheint nicht alles beim Alten zu lassen, sondern auch ein paar Neuerungen einzuführen. Denn die Neuregelung für die Importquote ist ein Vorschlag, der von Kohlpharma stammt und sogar wortgleich in die neuen Bestimmungen übernommen wurde.

Die „Süddeutsche Zeitung“ (siehe Link oben in Fußnote) vermeldet weiterhin, dass Altmaier und Kohl und dessen Geschäftsführer Geller, quasi von Landsmann zu Landsmann, direkt und auf persönlicher Basis, über E-Mail und Telefon, miteinander verhandelt hatten. Altmaier machte sich daraufhin stark für die Beibehaltung der Importquote und konnte sich demnach durchsetzen.

Dies ist umso bemerkenswerter, da praktisch ganz Deutschland den Importzwang abschaffen wollte. Ganz Deutschland heißt: Patientenverbände, Apotheker, die AOK, sogar der Gesundheitsminister Spahn und 14 von 16 Bundesländern. Hessen hatte sich enthalten.

Der einzige Befürworter des „Importzwangs“ war dieses eben diskutierte Saarland. Und jetzt hat sich in absolut demokratischer Manier die überwiegende Mehrheit des Saarlands gegen die mehrfache Minderheit von 14 Bundesländern durchgesetzt und das erreicht, was man erreichen wollte.

Übrigens: Wenn Sie solche „Sauereien“, äh Verzeihung Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Danke schön Herr Altmaier! Ein Fazit:

Dieses Szenario zeigt mit blanker Schönheit, worum es dem Tandem von Politik und Pharmaindustrie geht: Geschäft, und nur das Geschäft, und sonst nichts.

Die Probleme mit verunreinigten und anderweitig problematischen Medikamenten aus dem Ausland hätte mit der Abschaffung des Importzwangs fast schlagartig gelöst werden können.

Herr Altmaier jedoch zog es wohl eher vor, in schamloser Weise der Welt zu demonstrieren, dass wirtschaftliche Interessen vor gesundheitlichen Problemen einzuordnen sind, auch wenn es bereits eine Mehrheit gibt, die zu einer anderen Entscheidung gelangt ist.

Was hier auf der Strecke bleibt, das sind wieder einmal die Gesundheit der Bevölkerung, die hinter den Interessen von einigen wenigen Pharmafirmen sich einzuordnen hat; und das Verständnis von Demokratie, wo die Mehrheit entscheidet.

Seit wann ist das Saarland die Mehrheit? Weil es nie die Mehrheit gewesen ist, kann man davon ausgehen, dass hier ein saarländischer Bundesminister seine Machtposition für eine verfilzte Politik missbraucht hat.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

Quellen:

Ein Artikel in der „Süddeutsche Zeitung“ bringt es an den Tag: im letzten Monat gab es bei der Zeitung einen Beitrag über China und deren anscheinend immer häufiger werdenden Skandale (sueddeutsche.de/politik/china-immun-gegen-skandale-1.4066141). Der Beitrag versucht die Ursachen für diese Entwicklung zu benennen und kommt dabei zu verstörend bekannten Resultaten, aus denen aber kaum jemand Konsequenzen zu ziehen scheint.

Wenn man dem Artikel glauben schenken darf, dann scheint China ein Eldorado für skrupellose Geschäftemacher zu sein.

Besonders die dort ansässige Pharmaindustrie und Lebensmittelindustrie überbieten sich gegenseitig mit Betrügereien und Skandalen, dass man sich schon fragen kann, ob diese Machenschaften auch dazu genutzt werden sollen, die Bevölkerungszahl zu kontrollieren? Diese zugegebenermaßen abstrus wirkende These, wird ja immer mal wieder zum Besten gegeben.

Dabei kann ich nur immer wieder hoffen, dass dem NICHT so ist.

Beispiele aus dem Kabinett der Ungeheuerlichkeiten…

 

Impfstoffe mit gefälschten Herstellungsdaten

Da gab es zum Beispiel unlängst einen Impfstoff gegen Tollwut, der für Babys ab drei Monaten empfohlen wurde, dessen Herstellungsdaten aber gefälscht waren. Die „Süddeutsche Zeitung“ fragt hier leider nicht, wieso drei Monate alte Babys überhaupt gegen Tollwut geimpft werden müssen, es sei denn, man geht davon aus, dass Babys in China bei jeder Gelegenheit gebissen werden.

Andere Impfstoffe gegen andere Erkrankung erwiesen sich ebenso als manipuliert. Im Jahr 2010 hatte es schon mal einen Impfstoff-Skandal gegeben, dem kurz zuvor ein Skandal mit manipulierten Milchpulver vorausgegangen war. Dieses Milchpulver war dafür verantwortlich, dass 300.000 Babys erkrankten. Die Liste der Skandale und Skandälchen scheint in diesem Land endlos lang zu sein.

Die Zeitung sieht die Ursache für diese Entwicklung in einem maroden politischen System, dass keine moralischen Werte kennt und auch nicht zulässt. Korruption scheint in diesem Land der Normalfall zu sein. Und die chinesischen Journalisten, Bürgerrechtler etc., die die Missstände aufzeigen und zu verbessern suchen, werden von den Behörden verfolgt und kaltgestellt. Und ich darf hier auch mal klar erwähnen, dass es auch einige Herrschaften gibt, denen es sehr missfällt, über welche Themen ich regelmäßig berichte…

Wie es aussieht, gibt es in der älteren chinesischen Bevölkerung, die in der Zeit der Kulturrevolution groß geworden sind, Nationalisten und Patrioten, die jede Kritik an Vorgängen in China automatisch mit Landesverrat gleichsetzen und vehement nach entsprechenden Strafen für die Delinquenten verlangen.

Einen kleinen „Vorgeschmack“ auf diese Entwicklung hatte ich in diesem Beitrag abliefern können: Reis-Imitat der kriminellen Art: Plastik-Reis aus Asien? In dem Beitrag führe ich aus, dass die Sache mit dem Plastik-Reis nicht eindeutig ist, aber auch nicht unmöglich. Denn in diesem Beitrag: Gemüse und Obst – Mit Silikon, Hormonen und Gift aufgespritzt diskutiere ich etwas mindestens ebenso Unglaubliches, dass der Plastik-Reis schon wieder viel wahrscheinlicher zu werden scheint.

In diesem Fall sind es indische Erzeuger, die entsprechende Chemie zum Einsatz bringen, um ihre landwirtschaftlichen Produkte auf Hochglanz zu polieren. In Sachen Knoblauch zum Beispiel kommt dann aber wieder China ins Spiel, wo Chemikalien zum Einsatz kommen, um Knoblauch am auskeinem zu hindern und Insekten abzutöten. Die überzeugenden Effekte und dessen Heilwirkungen (die ich u.a. hier beschreibe: www.naturheilt.com/heilpflanzen/knoblauch.html), können Sie dann getrost vergessen!

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

Das böse China?

Wie es aussieht haben wir es hier in China mit Auswüchsen zu tun, die natürlich nur in einem kommunistisch regierten Land vorkommen – zumindestens soll uns diese Botschaft unterschwellig von hinten durch die Brust ins Auge vermittelt werden. Tatsache jedoch ist, dass der Anspruch der kommunistischen Ideologie mit diesen Praktiken überhaupt nicht zu vereinbaren ist.

Offensichtlich handelt es sich hier um typisch kapitalistische Auswüchse in einer kommunistischen Gesellschaft, dass man sich fragen muss, was ist denn jetzt eigentlich die wirkliche Ursache für die Tatsache, dass die Gesellschaft aus Profitgier die eigenen Mitglieder in Tod und Verderben schickt? Jedenfalls reicht die Erklärung, dass es sich hier um ein typisch kommunistisches Phänomen handelt, nicht nur nicht aus, sondern ist vollkommen falsch.

Wenn Sie Interesse an den Zuständen im modernen China haben und nach Einsichten und Erklärungen suchen, um was für eine Gesellschaft es sich hier handelt und inwieweit kapitalistische Züge in dieser Gesellschaft entweder Einzug gehalten haben oder, was viel wahrscheinlicher ist, immer schon bestanden haben, dann empfehle ich diesen YouTube Kanal: serpentza – YouTube.

Nur kurz dazu: Winston Sterzel, der Betreiber dieses Kanals, lebt seit zwölf Jahren in China und ist mit einer chinesischen Ärztin verheiratet. Sein Beruf sind Reportagen über China, die er in YouTube veröffentlicht.

Hier erklärt er wichtige, weniger wichtige und zuweilen auch unwichtige Begebenheiten aus China, die ein sehr interessantes und abgerundetes Bild von diesem Land liefern. Für ihn ist als Ausländer der Zugang zu einer Reihe von Dingen signifikant erleichtert, da er die Landessprache spricht.

Bei ihm gibt es etliche Beiträge, die auch die Probleme und Skandale mit Medikamenten und Nahrungsmitteln ansprechen und die zukünftigen Besucher vor dem sogenannten „Scamming“ warnen, was in China ein weitverbreitetes Phänomen in der gesamten Berufswelt zu sein scheint.

Das gute Europa?

Wie es aussieht, gibt es wenig Grund zum Übermut. Nahrungsmittel und Medikamente als Geschäft und Grundlage für Profite, dass es keine Erfindung von kommunistischen Kapitalisten in China. Das einzige was sich in diesem Zusammenhang ändert ist, dass der Westen in China jetzt einen zuverlässigen Geschäftspartner bekommt, der skrupellos das macht, was man bislang selber hat machen müssen, vielleicht nur viel kostengünstiger.

Ich hatte bereits mit diesem Beitrag auf diesen Zusammenhang hingewiesen: Pharmaskandal – Gefälschte Arzneimittelstudien durch GKV Bio? Hier sind es keine Medikamente oder Nahrungsmittel, sondern Zulassungsstudien, die gegen Bezahlung praktisch jeden Dreck als Medikament umdefinieren. In diesem Fall sind es Inder, die mit den Scheinstudien tolle Gewinne machen. Und es sind die europäischen und amerikanischen Auftraggeber, die zum Schnäppchenpreis an ihre Zulassungsstudie kommen.

Natürlich muss jetzt der Einwand kommen, dass solche Studien doch von den Zulassungsstellen und Gesundheitsbehörden nicht anerkannt werden können. Aber die Regel sieht so aus, dass die Zulassungsstudien nicht von unabhängigen Instituten durchgeführt werden (müssen), sondern vom Hersteller selbst bereitgestellt, und damit Grundlage für diese Zulassung werden.

Und damit kann man dann schon mal so einiges zulassen, was sonst unter den sogenannten „evidenzbasierten“ Gesichtspunkten in den Sondermüll gehört. Hier sind es keine Medikamente oder Nahrungsmittel, sondern Zulassungsstudien, die gegen Bezahlung praktisch jeden Dreck als Medikament umdefinieren können. In diesem Fall sind es Inder, die mit den Scheinstudien tolle Gewinne machen.

Und es sind die europäischen und amerikanischen Auftraggeber, die zum Schnäppchenpreis an ihre Zulassungsstudie kommen.

Was diese Zulassungspraxis für den Patienten bedeutet, sollte spätestens hier klar werden: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben wir eine Unzahl an Medikamenten auf dem Markt, die mit Heilung, Gesundheit, Lebensqualität etc. kaum noch etwas zu tun haben. Inzwischen gibt es ernst zunehmende Pharmakologen zum Beispiel, die behaupten, dass Paracetamol aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften heute keine Zulassung mehr bekommen würde. Den Grund dafür können sie hier nachlesen: Paracetamol – Schmerzlindernd? Oder Zombiemittel?

Noch deutlicher wird die Angelegenheit, wenn wir uns diese Skandale genauer betrachten: Valproinsäure, Avandia, Vioxx, Lipobay, Koate, Contergan etc. Diese Sachen haben mit China überhaupt nichts zu tun, sondern sind Resultat einer Gesundheitspolitik, die die Interessen der Medikamentenhersteller zur Priorität erhoben hat – und das weit vor der Öffnung Chinas.

Wer hinter dieser Behauptung das Werk von alternativen Scharlatanen und Esoterikern vermutet, die nur die liebe Pharmaindustrie schlecht machen wollen, der sollte sich einmal bei Herrn Seehofer erkundigen, der wohl vom Verdacht, ein Esoteriker etc. zu sein, freigesprochen werden kann: Horst Seehofer über die Macht der Pharmalobby – YouTube.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

Das „gute Europa“ mit dem „bösen China“

Aber nicht nur dreckige Studien, sondern auch dreckige Medikamente lässt der gute Westen vom bösen Osten produzieren, auf dass die Produktionskosten noch geringer ausfallen.

Mein Beitrag, den ich unlängst zum Blutdrucksenker Valsartan gebracht hatte, ist so ein Beispiel, wo chinesische Firmen ein Medikament herstellen, das mit toxischen Beimengungen verunreinigt ist: Blutdrucksenker Valsartan Rückruf – Seit Jahren „verunreinigt“ – Schon wieder ein Medikamentenskandal?

Auch hier hüllen sich die sonst so besorgten Behörden in Stillschweigen, denn eine Rückrufaktion wäre mit einem enormen finanziellen Aufwand/Verlust für den ortsansässigen Vertrieb verbunden.

Denn solange keine Patienten tot vom Behandlungsstuhl des Arztes fallen, sollte man den hiesigen Industriestandort Pharma und dessen Konkurrenzfähigkeit nicht mit solchen Nebensächlichkeiten gefährden. Und hinter vorgehaltener Hand empfiehlt man der werten Ärzteschaft heimlich still und leise, vielleicht doch erst einmal ein anderes Blutdruckmittel einzusetzen, bis der Staub sich gelegt hat.

Das ganze hat System – Man kann von einer Mafia reden

Diese Sachen sind keine Ausnahme, sondern System: Die Pharmaindustrie – schlimmer als die Mafia?

Was dies heißt, das bringt ein dänischer Arzt und Wissenschaftler in diesem Beitrag auf den Punkt:

Wir können uns 95 Prozent des Geldes sparen, das wir für Arzneien ausgeben, ohne dass Patienten Schaden nehmen. Tatsächlich würden mehr Menschen ein längeres und glücklicheres Leben führen können.

Andere evidenzbasierte „Errungenschaften“ der Pharmaindustrie habe ich in verschiedenen Beiträgen besprochen, die allesamt zeigen, dass der gute Westen genauso dreckig arbeitet wie der böse Osten, ohne dabei erst kommunistisch zu werden.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

Bei den Nahrungsmitteln sieht es nicht viel besser aus

Hier einige Beiträge, die das Bild bei den Nahrungsmitteln deutlicher zeichnen:

Fazit

Wenn China immun ist gegen Skandale, dann gibt es keinen Grund, sich darüber aufzuregen, wenn man nicht bereit ist, sich auch über die Skandale im eigenen Haus aufzuregen.

Denn wie es heute aussieht, sind wir mindestens ebenso immun Skandalen gegenüber wie China. Niemand spricht hier mehr über die wissentlich verfälschte CDC-Studie, mit deren Hilfe die MMR-Impfung von jeglichem Autismusverdacht freigesprochen werden sollte (MMR-Impfung und Autismus – Also doch!).

Todesfälle unter Impfungen werden ebenfalls unter den Teppich gekehrt: Ein neuer Impf-Skandal: 69 tote Babys nach Impfung?

Und die fast 100 toten Kinder auf den Philippinen durch die ultimativ segensreiche Dengvaxxia Impfung, wen kümmert das denn schon?

Die Immunität gegenüber Skandalen scheint sogar vor Babys und Kindern als Opfer nicht halt zu machen, vorausgesetzt der „Rubel rollt“. Leider kann man auch das nicht den bösen Chinesen in die Schuhe schieben. „Wir“ sind hier mindestens genauso kaltschnäuzig.

Und mit Verlaub: Die Mediziner, Politiker, Lobbyisten und Funktionäre die diese Pharmafirmen durch weitere Verordnungen unterstützen (und auch die Hand aufhalten) sind… – Tja: Bestandteil des Systems? Gefangener des Sytems? Handlanger oder Erfüllungsgehilfen des Systems?

Statt aber dieses faule System mit Stumpf und Stil auszuheben, wird weiter Kosmetik betrieben und die teilnehmenden Akteure weiter hoffiert. Die Patienten werden weiter mit bunten Pillen abgefüllt und dürfen (und sollen) so weitermachen wie bisher. Verhaltensänderung? Unerwünscht.

Es wird noch viel Leid, Krankheit und Schmerz erduldet werden müssen, bis alle Akteure, inklusive der Patienten, aufwachen und erkennen, das Gesundheit nur durch die Beachtung der Naturgesetze erreicht werden kann.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:

Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…