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In dieser kompakten Video-Sequenz teile ich mit Ihnen meine Sicht auf die sechs größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit:

Es geht um weit verbreitete, aber oft unterschätzte Noxen (Schadstoffe), die unsere Gesundheit täglich belasten.

Von Aluminium und Glyphosat über Mikroplastik bis hin zu den unsichtbaren Gefahren durch elektromagnetische Felder (EMF) – ich erkläre, wie diese Stoffe unseren Körper beeinträchtigen können und warum diese derart problematisch sind.

Doch es bleibt nicht bei der Analyse: Sie erfahren, welche sofort umsetzbaren Maßnahmen Sie ergreifen können, um sich und Ihre Familie zu schützen. Vom simplen Abschalten des WLANs über Nacht bis hin zu effektiven Entgiftungsstrategien – dieser Beitrag liefert Ihnen konkrete Ansätze, die Sie direkt in Ihren Alltag integrieren können.

Die vollständige Aufzeichnung der Online-Sprechstunde finden Sie hier:
Video: „Die biologische Entgiftungstherapie“ mit René Gräber

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Man hat es angeblich immer wieder festgestellt und es uns immer wieder einzutrichtern versucht: Glyphosat ist angeblich ganz wunderbar, unschädlich, unbedenklich, einfach unverzichtbar. Wie „wunderbar, unbedenklich und unverzichtbar“ es ist, das habe ich in den letzten Jahren mehrmals versucht in einigen Beiträgen zu „belegen“:

Glauben Sie wirklich noch, dass man „uns“ die Wahrheit erzählt? Von Giftmischern? Die auch noch Milliarden damit verdienen?

 

EFSA und die Geheimstudien

Die EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) hatte Studien veranlasst, die sich etwas intensiver mit Glyphosat auseinandergesetzt hatten. Diese Studien sind nie veröffentlicht worden, und – was umso bedenklicher ist – sollen auch nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Solche Praktiken sind ja eigentlich nicht neu. Ich hatte bereits einige Male darüber informiert, wie zum Beispiel hier:

Die Geheimhaltung durch die Regierungsbehörde, erinnert an die Praktiken der Pharmaindustrie. Die Begründung, warum Erkenntnisse über Glyphosat nicht an die Öffentlichkeit gelanden sollten, lautete lapidar, dass eine Veröffentlichung die „Geschäfts- und Finanzinteressen der Hersteller“ gefährden würde.[1]

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Aber es kam noch besser: Laut „Spiegel“-online hatte die Bundesregierung kräftig mitgeholfen, die Glyphosat-Studien geheim zu halten.[2] In dem Beitrag vom Dezember 2017 berichtete der „Spiegel“, dass die EFSA Glyphosat als vollkommen unbedenklich erklärt hatte, aber dennoch die dazu erarbeiteten Studien nicht publizierte.

Was man zu diesem Zeitpunkt lediglich wusste, war, dass die Studien vom Hersteller Monsanto selbst verfasst worden waren. Oder mit anderen Worten: Hier durfte der Hersteller eine Selbstbeweihräucherung in Form von Studien zelebrieren, wovon nur die Selbstbeweihräucherung, nicht aber die Studien an die Öffentlichkeit weitergereicht wurden.

Und es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Verhinderung der Veröffentlichung dieser Studien deshalb unternommen wurde, weil eine Veröffentlichung den Selbstbeweihräucherungscharakter der Studien offenlegen und damit die Grundlage für die Zulassung auf äußerst wackeligem Fundament stehen würde. Denn ohne Zulassung kein Verkauf, kein Geschäft – und damit eine Beschneidung von „Geschäfts- und Finanzinteressen“.

Zu diesem Zeitpunkt gab es 4 Grüne Europa-Abgeordnete, die auf eine Herausgabe der Studien beim Europäischen Gerichtshof geklagt hatten. Der Europäische Gerichtshof ließ die Hersteller (Monsanto und Cheminova) als sogenannte „Streithelfer“ im Verfahren zu.

Als solche durften sie ihre Version einbringen, warum ihre Studien von der EFSA unter Verschluss gehalten werden sollten. Wie es aussieht, gab es hier die Benennung von Zeugen, die als Unterstützer der EFSA benannt wurden. Und einer dieser Zeugen war: die deutsche Bundesregierung! Ach was?

Auf Befragung, warum die Bundesregierung diese Geheimhaltung unterstützt, gab das Bundeslandwirtschaftsministerium eine äußerst „erhellende“ Erklärung: „Über die Hintergründe für einzelne prozessuale Schritte gibt die Bundesregierung grundsätzlich keine Auskunft.“ Ja, ist klar! UNd warum Sie das nicht tut ist mir noch klarer.

Zuvor hatte der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU im EU-Ministerrat zu einer Verlängerung der Glyphosat-Zulassung zugestimmt und sie damit erst ermöglicht, obwohl eine ausdrückliche Weisung bestand, sich beim Votum zu enthalten.

Die 4 Grünen, die die Klage angestrengt hatten, argumentierten, dass es sich bei den Studien um umweltrelevante Themen handele, bei denen das öffentliche Interesse höher einzuschätzen sei als private Geschäftsinteressen. Und einer der 4 Grünen Abgeordneten, Sven Giegold, brachte das Verhalten der Bundesregierung auf den Punkt: „Die Bundesregierung stellt den Schutz von Lobbyinteressen über den Schutz von Gesundheit und Umwelt.

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Game over!? Europäischer Gerichtshof entscheidet, dass geheime Studien herausgegeben werden müssen…

Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass die EFSA die geheim gehaltenen Studien herausgeben muss. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass das öffentliche Interesse in diesem Fall über das industriell-private Interesse einzuordnen ist.

Deshalb reiche es nicht aus, einfach nur Studienergebnisse zu veröffentlichen. Vielmehr habe die Öffentlichkeit das Recht, die Details der Studien zu erfahren und damit den Erkenntnisprozess innerhalb der Studien nachzuvollziehen. Bei der Urteilsbegründung ist auch interessant, dass das Gericht die Emissionen durch Glyphosat in die Umwelt als „real“ betrachtet.

Glyphosat-Rückstände wären praktisch überall zu finden, in Pflanzen, im Wasser und auch in Lebensmitteln. Von daher habe die Öffentlichkeit ein Recht, Informationen über die Langzeitwirkung dieser Emissionen zu erhalten.

Mit anderen Worten: Der Europäische Gerichtshof hat im Wesentlichen den Eingaben der 4 Grünen Abgeordneten entsprochen. Man darf also gespannt sein, wann die Veröffentlichung erfolgt und was die Studien offen legen werden.

Da die Preußen bekannterweise so schnell nicht schießen, gibt es hier auch den obligatorischen Wermutstropfen. Der besteht in diesem Fall darin, dass die EFSA ein Einspruchsrecht hat und innerhalb von 2 Monaten gegen das Urteil Einspruch erheben durfte.

Glyphosat und Krebs

Bei den Grünen und deren Unterstützern freute man sich natürlich über dieses Urteil – zu Recht wie ich meine. Denn es ist keine demokratische Gepflogenheit, Dinge, die im öffentlichen Interesse stehen beziehungsweise jeden einzelnen betreffen beziehungsweise schädigen könnten, zu verheimlichen.

Und auch die Einschätzung, dass für die EFSA Geschäftsinteressen über die Gesundheit und Umwelt Vorrang genießen, kann ich nur voll und ganz teilen. Daher ist es erschütternd zu sehen, dass Regierungsbehörden anscheinend bereits so korrupt sind, dass sie bedenkenlos Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung an die Industrie verkaufen.

Die versuchte Geheimhaltung der Studien lässt für mich keine andere Interpretation zu! Denn wenn die Offenlegung der Studien mit einer Geschäftsschädigung verbunden ist, dann ist dies ein fast direktes Eingeständnis, dass die Ergebnisse der Studien geschäftsschädigend sind.

Welche „geschäftsschädigenden“ Ergebnisse dies sind, wird sich noch zeigen müssen. Im Moment liegt der Fokus der Diskussion auf der Frage, ob Glyphosat Krebs erzeugt oder nicht.

Der „Spiegel“ zitiert in seinem weiter oben angegebenen Beitrag eine Reihe von Institutionen, die davon ausgehen, dass Glyphosat in Bezug auf Krebs vollkommen bedenkenlos ist. Das sind dann so Institutionen wie das BfR, die EFSA natürlich, die amerikanische EPA, und noch andere Behörden aus Australien, Japan, Neuseeland, sowie eine Agentur (JMPR – Joint Meeting on Pesticide Residues) der WHO und die Europäische Chemikalienagentur!

Mit anderen Worten: Wenn so viele sagen, dass Glyphosat unbedenklich ist, dann muss das auch stimmen. Vor 500 Jahren hatten auch so viele Autoritäten behauptet, die Erde sei eine Scheibe und stehe im Zentrum des Weltalls. Dann muss damals die Erde wirklich eine Scheibe gewesen sein und hat sich im Laufe der letzten 500 Jahre zu einer Kugel verformt.

Die andere Frage ist, wenn die EFSA sich bereits korrumpieren lässt, wer garantiert uns, dass die anderen Organisationen und Institutionen nicht ähnlich korrupt sind, wenn es um die Bewahrung von Geschäftsinteressen der Industrie geht?

Und da kam die Diskussion um das krebserzeugende Potenzial von Glyphosat gerade recht. Denn es gibt Argumente dafür und dagegen, die man dann nach Herzenslust und hoffentlich noch sehr lange thematisieren und diskutieren darf. Denn eine solche Diskussion ist geschäftsfördernd. Warum? Weil man über Glyphosat spricht, was ein guter Werbeeffekt ist. Und weil die Diskussion alleine nicht verhindert, dass Glyphosat weiterhin in dem Umfang eingesetzt wird, der das Geschäft mit dem Herbizid aufrecht erhält.

Eine andere Diskussion dagegen, die sich mit anderen Gesundheitsstörungen durch Glyphosat auseinandersetzt, ist da potenziell schädlicher. Eine australische Arbeit[3] aus dem Jahr 2016 zum Beispiel spricht davon, dass Glyphosat und sein Haupt-Metabolit AMPA ein toxisches Potenzial besitzen, da beide in der Lage sind, sich in der Nahrungskette anzureichern und damit sukzessive die Konzentrationen zu erhöhen.

Arbeiten zur akuten Toxizität sind nicht in der Lage/nicht geeignet, diese Phänomene zu erfassen und zu beurteilen. Wie es aussieht sind aber gerade diese Arbeiten die Grundlage für die Zulassung und damit den intensiven und extensiven Einsatz der Substanz.

Eine Arbeit[4] aus den USA aus dem Jahr 2018 gibt zu bedenken, dass Glyphosat und sein Metabolit die Ökologie von Mikroorganismen in Boden und Gewässern nachhaltig stört, was wiederum indirekt einen negativen Einfluss auf die Pflanzenwelt ausübt. Diese Verschiebung in der Ökologie der Mikroorganismen in der Umwelt scheint ein treibender Faktor zu sein, der die Proliferation von pflanzlichen und tierischen (damit auch menschlichen) Krankheitserregern unterstützt.

Damit ist es auch denkbar, dass ein direkter Einfluss auf die Gesundheit des Menschen gegeben ist. Denn mit dem Verzehr von mit Glyphosat verseuchten Nahrungsmitteln muss es in entsprechender Weise auch zu einer Beeinflussung des Darmmilieus kommen. Das Resultat wäre eine Verschiebung des Gleichgewichts, welches den entsprechenden Raum für pathogene Varianten zulässt.

Erste Arbeiten dazu scheint es bereits zu geben, die aber bislang nur wenig bis überhaupt nicht diskutiert werden. Eine Arbeit[5] aus dem Jahr 2013 gibt zu bedenken, dass Zöliakie und Glutenintoleranz in Verbindung mit Glyphosat stehen. Die Begründung:

Glyphosat ist bekannt dafür, Cytochrom P450 zu blockieren. Dieses Enzymsystem ist im Organismus dafür verantwortlich, eine Reihe von Umweltgiften zu eliminieren. Außerdem aktiviert es Vitamin D3 und ist für eine Reihe von weiteren physiologischen Funktionen verantwortlich.

Zöliakie ist charakterisiert durch eine mangelnde Funktion dieses Cytochroms auf der einen Seite und einer Verschiebung des Darmmilieus auf der anderen Seite. Die Autoren behaupten an dieser Stelle, dass die Zunahme von Zöliakie voll und ganz mit dem Einsatz von Glyphosat erklärt werden kann.

Glyphosat scheint also nicht nur Cytochrom P450 zu blockieren (was bereits mehr als bedenklich sein sollte!), sondern auch, ähnlich wie in der Umwelt, die Mikroorganismen im Darm zu verändern – ein Effekt, den man sonst nur von Antibiotika her kennt.

Das gleiche Autoren-Team veröffentlichte 2015 eine Arbeit[6], die zeigte, dass Glyphosat direkt mit einem Mangan-Mangel verbunden ist. Dieser wiederum steht in einem engen Zusammenhang mit Autismus und Morbus Alzheimer. Durch den Einsatz von Glyphosat kommt es zu einer Minderung von Lactobacillus in der Darmflora, was zu einer Verbreitung von Salmonellen führt, die gegen Glyphosat resistent sind. Dieses Ungleichgewicht hat Auswirkungen auf eine Reihe von weiteren neurologischen Komplikationen.

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Der Sinneswandel

Die Ergebnisse solcher Studien und die öffentliche Diskussion konnten weder Bayer noch die Behörden länger ignorieren. 2019 hatte die mexikanische Regierung den Import von 1.000 Tonnen Glyphosat verboten, mit der Begründung, die Chemikalie sei für Mensch und Umwelt zu gefährlich. Ab 2024 soll das Herbizid in Mexiko ganz verboten werden. Deutschland und Thailand hatten sich dieser Entscheidung angeschlossen. Die kanadische Regierung untersagte jedwede Verwendung von Glyphosat-Hafer ab 2021.

In den USA wurde es für Bayer/Monsanto 2020 eng. Ein Rechtsstreit zwischen Bayer und 125.000 Einzelklägern  sollte mit einem Vergleich enden. Bayer wollte die Antragsteller mit insgesamt rund 10 Milliarden Dollar entschädigen. Anwälte von 20.000 Klägern waren damit zunächst nicht einverstanden. Bei den Klägern hatte der Umgang mit Glyphosat Lymphdrüsenkrebs verursacht.

Zankapfel des Vergleichs war auch die Einrichtung eines unabhängigen Gremiums, dass die Frage klären sollte, ob Glyphosat krebserregend ist. Dies sollte künftige Gerichtsverfahren dann erleichtern. Das Gremium sollte aus 5 Wissenschaftlern bestehen, von denen 2 von Bayer und 2 von den Klägeranwälten berufen werden sollten.

Der fünfte Entscheidungsträger sollte von den 4 anderen Wissenschaftlern gewählt werden. Doch die Klägeranwälte, die bereits Erfolge gegen Bayer erzielt hatten, sahen ein solches Gremium zunächst kritisch. Der zuständige Richter des Verfahrens hatte verfassungsrechtliche Bedenken.

Fazit

Lange wurde von offizieller Seite alles unternommen, Glyphosat von jedem Makel zu befreien. Dazu zählten Selbstbeweihräucherungsorgien, Geheimhaltung von an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit belastendem Material und das Anzetteln von fruchtlosen Diskussionen (krebserregend – ja oder nein), gefolgt von der Ignorierung von relevanten Studien, die auf ganz anderen Gebieten als der Krebsforschung zu verheerenden Ergebnissen gekommen sind.

Glyphosat ist nur eine von Millionen Chemikalien, die unsere Gesundheit tagtäglich bedrohen. Leider müssen wir erkennen, wie lange es dauert und wie viele Anstrengungen erforderlich waren, in nur diesem einen Fall eine Wende herbeizuführen.

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Quellen:

Der Beitrag wurde am 15.03.2019 erstellt und am 07.08.2020 letztmalig ergänzt und überarbeitet.

Chlorpyrifos ist ein Insektizid, das von der amerikanischen Firma Dow Chemical Company hergestellt wird.

Stolz vermittelt die Firma auf ihrer Chlorpyrifos-Webseite, dass man das Mittel schon seit fast 50 Jahren auf dem Markt hat und dass die Sicherheit für Mensch, Tier und Natur ihresgleichen sucht. Doch das sagt leider nichts darüber aus, wie giftig es für den Menschen ist.

 

In Deutschland gab es zwei Präparate mit Chlorpyrifos für den Gemüse- und Obstanbau und die „Bekämpfung“ von Weg- und Rasenameisen. Obwohl die EU die Zulassung vorerst verlängert hat, ist das Mittel hierzulande durch eine nationale Verordnung verboten. In Dänemark haben die zuständigen Stellen sogar erwogen, ob der Import aller Produkte unterbunden werden soll, die mit Chlorpyrifos behandelt worden sind.

Die endgültge Entscheidung darüber stand Ende 2019 noch aus.
Nur ein Verbot plus einem Embargo aller Lebensmittel mit den Insektizid-Rückständen könnte den Verbraucher effektiv schützen. Denn enhalten ist die Chemikalie in über 30 % der Grapefruits und Orangen und 25 % der Mandarinen sowie 20 % aller Pfeffer-Chargen. Verdächtig sind aber prinzipiell auch alle Obstsorten, Paprika und Reis.

In den USA wird der Wirkstoff seit 2001 „nur noch“ in der Landwirtschaft benutzt. Die Anwendung der Chemikalie im Haushalt und an Orten, wo sich viele Kinder aufhalten, hatten die amerikanischen Behörden bereits verboten. Dow Chemical produziert seitdem vermehrt für die Länder, in denen eine Kontrolle des Einsatzes von Pestiziden eher lasch gehandhabt wird.

Dow versteigert sich auf seiner Firmen-Webseite sogar in die Behauptung, Chlorpyrifos sei ein ideales Pestizid für eine nachhaltige Landwirtschaft. Zwar enthielte Obst manchmal Rückstände des Insektizids, doch die Konzentrationen seien in allen Fällen absolut harmlos – pauschal und ohne Ausnahme. Na, was will man vom Hersteller denn anderes erwarten?

In der Vergangenheit hatte Dow Zahlenspielchen veröffentlicht, denen zufolge Mäuse mit 500.000 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht zugeschüttet werden können, ohne dass diese auch nur einen einzigen messbaren Effekt zeigten. 500.000 ist ein Menge Holz – aber ein Nanogramm ist winzig klein. Denn 1 Milliarde Nanogramm ergeben zusammen gerade erst 1 Gramm.

Wenn man diese Zahlen einmal genau betrachtet, dienen diese offensichtlich nur dazu, einen sicheren Eindruck vorzutäuschen, da man hier ja hohe Mengen vorliegen hat. Das Augenmerk soll auf der Zahl liegen und nicht auf der Bezeichnung, dem Nanogramm.

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Studien sagen etwas ganz anderes…

Und so kommt es, wie es kommen muss: Wenn etwas giftig ist, dann kann auch das beste Marketing daraus keine Wunderpille drehen. Eine Forschergruppe von der Universität Columbia veröffentlichte 2012 eine Studie, die einen etwas anderen Weg ging, als Mäuse mit Chemie zu ärgern. Sie untersuchten Kinder über einen Zeitraum von 6 bis 11 Jahren, die zum Zeitpunkt der Geburt verschieden stark dem Pestizid ausgesetzt waren.

Insgesamt wurden 20 Kinder mit einer Belastung von 4,4 Pikogramm Chlorpyrifos pro Gramm Blut-Serum (1 Billion Pikogramm = 1 Gramm) und höher und 20 Kinder mit deutlich niedrigeren Konzentrationen untersucht. Diese vergleichsweise geringe Menge (im Vergleich zu 500.000 Nanogramm) zeigte laut Resultat dieser Arbeit, dass die Substanz Gehirnstrukturen veränderte, die die Areale für Emotionen, Aufmerksamkeit, Sozialverhalten etc. regulieren. Die Hirnrinde dieser Gebiete sei geschrumpft, die darunter liegende weiße Substanz war dagegen erweitert.

Zu diesen Beobachtungen gesellte sich noch eine weitere bemerkenswerte Tatsache: Geschlechtstypische Merkmale im Gehirn der Kinder waren ebenfalls verändert. So sind unter normalen Umständen in einem männlichen Gehirn bestimmte Bereiche, z.B. für Lernfähigkeit, Erinnerung etc., stärker oder schwächer ausgeprägt als in einem weiblichen.

Die Forscher schlossen aber aus ihren Ergebnissen, dass diese Geschlechtsunterschiede bei den stärker belasteten Kindern genau umgekehrt ausgebildet waren. Selbiges war auch schon bei Tierstudien beobachtet worden.

Durch MRT-Kontrollaufnahmen (MRT=Magnetresonanztomografie) im Laufe der Entwicklung dieser Kinder konnten die Forscher zeigen, dass nur die stärker belasteten Kinder diese deutlichen Veränderungen an der Hirnoberfläche aufwiesen. Die Forscher stellten gleichzeitig sicher, dass zwei weitere Schadstoffe nicht mit im Spiel waren, die ähnliche Veränderungen der Hirnoberfläche bewirken: Tabakrauch und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Dies war auch mit ein ausschlaggebender Grund, warum nur 40 Kinder in die Studie aufgenommen worden waren. Es gab weitere Kinder, die aber aufgrund zu hoher Konzentrationen der zwei genannten Faktoren ausgeschlossen werden mussten.

Weiter zeigten die Forscher, dass die Konzentrationen an Chlorpyrifos bei den untersuchten Kindern noch eher milde ausfielen. Es gab Untersuchungen an Proben aus einer Blutbank in Cincinnati aus dem gleichen Zeitraum, wo die durchschnittliche Belastung bei fast 10 Pikogramm gelegen hat. Von daher sind hier entsprechend stärkere Veränderungen zu erwarten.

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Kritik kommt natürlich: vom Hersteller

Ich bemerkte bereits eingangs die fast pathetisch anmutende Marketing-Webseite speziell für Chlorpyrifos und wie sie mit pseudowissenschaftlicher Eloquenz uns die Wissenschaft aufs Auge drücken will.

Natürlich kommt dann auch sofort die Kritik an der Columbia Studie aus dem Hause Dow Chemical bzw. Dow Agro Sciences. Hier wird bemängelt, dass nur 40 Kinder in der Studie untersucht worden sind. Eine so geringe Zahl an Probanden sei nicht aussagekräftig. Dow dagegen beweist auf ihrer Webseite mit Mäusen (oder waren es gar Mäusekinder?), dass das Zeugs sicher sein soll. DAS nenne ich mal Marketing!

Es wird weiter behauptet, dass ältere Arbeiten, die nicht zu einem angenehmen Ergebnis für Dow gekommen sind, falsche Resultate anbieten. Auch das ist Marketing. Einige dieser Arbeiten zeigten, dass erhöhte Konzentrationen an Chlorpyrifos bei Kindern im Zusammenhang standen mit erniedrigtem IQ und verschlechtertem Gedächtnis.

Auch die Tatsache, dass die Firma in den USA gezwungen wurde, ihr Pestizid für den Haushalt und weite Bereiche der Landwirtschaft zurückzunehmen, wird marketingwirksam als „Verantwortung gegenüber dem Verbraucher“ vorgeheuchelt. Es fällt kein Wort zu der Tatsache, dass die EPA (United States Environmental Protection Agency) Dow massive Strafen angedroht hatte, sollte die Firma sich nicht zur Rücknahme entschließen.

Schon 1995 musste Dow 732.000 Dollar Strafe zahlen, da die Firma sich geweigert hatte, der EPA Berichte über 249 Fälle von Vergiftungen mit (dem ach so sicheren) Chlorpyrifos zu überreichen. Und 2003 wurde die Firma verurteilt, eine Strafe von 2 Millionen Dollar zu zahlen. Ankläger war die Stadt New York, die gegen die illegale Werbung von Dow geklagt hatte, dass Chlorpyrifos Produkte „sicher“ seien.

Im August von 2007 gab es eine Hausdurchsuchung in Dows indischer Zweigstelle durch die indischen Behörden. Grund für die Maßnahme war die Bestechung von Beamten, die den Verkauf von Chlorpyrifos in Indien genehmigen sollten. Sprich: Denen war ihr eigenes Mittel nicht sicher genug, daher brauchten sie Unterstützung bei den indischen Behörden. Haben die dann noch ein reines Gewissen?

Studien-Daten sind unter den Tisch gefallen – aber wohl nicht aus Versehen

Dieses Faktum klingt wie eine Verschwörungs-Theorie: die Hersteller-Studie, die einst zur Grundlage der Zulassung dienen sollte und auch gedient hatte, weist bereits Nervenschäden durch Chlorpyrifos nach. Nur wurde dies von Dow schlicht verheimlicht. 2017 flog der Schwindel auf, als der schwedische Toxikologe Axel Mie die Rohdaten der Studie analysierte. Nach dem Informations-Freiheitsgesetzes hatte der Forscher das Recht zur Einsichtnahme, weil die Daten gesellschaftlich relevant sind.

Die nationalen Zulassungbehörden, namentlich im Orangen-Exportland Spanien, hatten die nachgewiesenen Gehirn-Schäden übersehen oder übersehen wollen. Nach den bekanntgewordenen Ergebnissen hätte die Chlorpyrifos-Anwendung niemals erlaubt werden dürfen (https://www.sueddeutsche.de/politik/insektizid-chlorpyrifos-eu-verbot-1.4705018).

Um die Giftspritzerei weiter betreiben zu dürfen, argumentierte die Copa-Cogeca nun rein wirtschaftlich. Der Dachverband der europäischen Bauern will durchsetzen, dass Chlorpyrifos bis zur Marktreife eines alternativen Insektizids noch ausgebracht werden darf. Sonst sei die Existenz vieler Obstanbauer gefährdet (ohne Gift sterben Obstbauern). Fragt sich auch: wie lange dauert die Neuentwicklung und wie giftig ist dann das Ersatz-Produkt?

Fazit

Über stetig zunehmende Erkrankungen wie Nervenschäden, Autoimmunerkrankungen und Unverträglichkeiten durch Chlorpyrifos, Glyphosat und Co. brauchen wir uns nicht zu wundern.

Schädliche Substanzen werden als Heilmittel plakatiert (Chlorpyrifos protects – so steht es auf der Webseite!) und die widersprechende Wissenschaft und sogar Herstellerwissen werden einfach in die Tonne gestampft.

Eine Hand voll Mäuse wird auf einmal als aussagekräftiger bewertet als 40 Menschen, nur weil die Ergebnisse nicht so sind, wie man sie haben will. Das ist umso lächerlicher, da in der Wissenschaft gerade die Ergebnisse, die an Mäusen gewonnen wurden, erst einmal als nicht unmittelbar auf den Menschen übertragbar gelten. Man könnte fast meinen, die Leute bei Dow hätten ein wenig zuviel von ihrem eigenen Produkt abbekommen.

Eine Frage die sich bei solchen Nachrichten natürlich immer wieder stellt: WAS TUN? 

Mein Rat: 

  1. Die Gifte vermeiden so gut es geht. Um Bio, Öko usw. kommen wir da nicht drum rum.
  2. Dafür sorgen, dass die körpereigenen Entgiftungssysteme so gut laufen wie möglich. Was man da machen kann beschreibe ich u.a. im kostenlosen Newsletter zu den „5 Wundermitteln“, den Sie HIER anfordern können.

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Dieser Beitrag wurde im Juli 2012 erstellt und letztmalig im Dezember 2019 aktualisiert.

Man nennt es das „aerotoxische Syndrom“ und wurde der breiten Öffentlichkeit Anfang Juli 2017 in einer Reportage der ARD näher gebracht.

 

Auch die Presse berichtete damals. Hier eine kleine Auswahl:

Fliegen ist 1000 mal sicherer als Autofahren – so lautet das Credo der Vielflieger und Fluggesellschaften, was für ein beruhigendes Gefühl sorgt. In der Tat sind viel weniger Flugzeuge mit ihresgleichen kollidiert als Autos mit Autos.

Und die Bilanz der Crashs mit Bäumen und Mauern fällt auch für die Autos signifikant schlechter aus als für Flugzeuge. Solche Statistiken werden nur von Otto Waalkes Orgel-Statistik übertroffen, dessen Orgel aufgrund von geeigneten religiösen Maßnahmen noch nie mit einer anderen Orgel zusammengestoßen ist. Nein, ich will nicht flapsig werden.

Aber, so wie es aussieht, ist das Credo von der Sicherheit und Unbedenklichkeit des Fliegens genau so flapsig wie der Otto-Beitrag. Nur – Meister Otto will zum Lachen anregen.

Das Credo der Luftfahrtindustrie dagegen ist eher zum Heulen beziehungsweise Fürchten. Grund für das Fürchten ist dieses aerotoxische Syndrom. Es ist bekannt seit mehr als 50 Jahren, was aber niemanden daran gehindert zu haben scheint, sich einfach nicht darum zu kümmern. Heute weiß man mehr. Dafür gibt es mehr Leute, die davon nichts wissen wollen oder das ganze als bedeutungslos und unbewiesen hinstellen.

Aber worum handelt es sich bei diesem Syndrom?

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Dicke Luft im Flugzeug

Wer hoch hinausfliegt, der muss dafür sorgen, dass der Luftdruck im Inneren eines Flugzeugs nicht allzu deutlich abfällt, da sonst der Sauerstoff für alle Personen zu gering wird. Bei den meisten Flugzeugen geschieht dies über eine Zapfluftanlage aus dem Verdichter des Triebwerks. Sind hier Dichtungen beschädigt, dann strömen die Dämpfe des Getriebe- beziehungsweise Turbinenöls mit der komprimierten Luft in die Kabine und verpesten die Luft im Innern des Fliegers.

Da es sich bei diesen Ölen nicht um Salatöl handelt, sondern Spezialöle, enthalten diese eine Reihe von Stoffen, die der Gesundheit im höchsten Maße abträglich sind wie Organo-Phosphate, Phenyl-Napthylamine und Trikresyl-Phosphat (TCP), die von Toxikologen als hochgefährlich eingestuft werden. Die Substanzen, besonders das TCP, sind neurotoxisch.

Sie verursachen neurologische Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Lähmungen, Herzrasen, Kurzatmigkeit, Schmerzen an Muskeln und Gliedern, Ermüdungserscheinungen und so weiter.

Leider versehen so gut wie alle Flugzeughersteller ihre Flieger mit dieser Zapfluftanlage. Der Grund, der dafür angegeben wird, ist laut der ARD-Reportage eine Kostenfrage.

Denn eine Frischluftzufuhr, deren Öffnung sich weit entfernt von den Triebwerken an der Nase des Fliegers befindet, bedeutet zusätzliches Gewicht durch zusätzliche Kompressoren, die den Kabinendruck aufrechterhalten müssen. Und mehr Gewicht heißt höherer Treibstoffverbrauch. Da wundert man sich, dass die neue Boeing 787 – Dreamliner keine Zapfluftanlage besitzt und genau die eben beschriebenen „kosten ungünstige“ Variante für die Frischluftzufuhr betreibt.

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Grund für diese Maßnahme: Man glaubt es nicht, aber laut „Wikipedia“ wird mit dem Verzicht auf Zapfluft weniger Kerosin verbrannt, da die Turbinen ohne diese Zapfluft ökonomischer arbeiten. Ein weiterer Artikel von „Wikipedia“ zum Thema „Zapfluft“, unter dem Sub-Titel „Vor- und Nachteile“, bestätigt die Aussage des ersten Beitrags:

„Schwerwiegendster Nachteil jedoch ist, dass sich bei Zapfluftentnahme der Treibstoffverbrauch erhöht und die Leistung sinkt. Bei hoher Startleistung wird deshalb auch die Zapfluftentnahme abgeschaltet, um in der kritischen Startphase die volle Triebwerksleistung zur Verfügung zu haben.“

Warum wird dann immer noch mit dem Zapfluftanlage-System gearbeitet? Antwort: Weil es ein einfaches System ist, das Wartungskosten spart und technisch relativ einfach zu handhaben ist. Wenn man den Aussagen von „Wikipedia“ – „Boeing 787“ – glauben darf, dann hat die fehlende Zapfluftanlage und die zusätzlichen Kompressoren für die Aufbereitung der Kabinenluft keine negativen Einflüsse auf den Kerosinverbrauch.

Im Gegenteil – der Artikel spricht von einem geringeren Treibstoffverbrauch, der aber auch auf anderen Faktoren beruht (bessere Aerodynamik, weniger Gewicht aufgrund der Leichtbauweise etc.).

Fliegen – die ultimative Bedrohung?

Wenn man die Erlebnisse der ARD-Crew betrachtet, dann gibt es keinen Grund, unmittelbar um sein Leben fürchten zu müssen. Denn die in der Zapfluft enthaltenen Noxen werden nur dann zu einem unmittelbaren Problem, wenn sie konzentriert in der Atemluft zu finden sind.

Sie können aber zu einem Problem werden, wenn man dauerhaft, wie Piloten und Crew zum Beispiel, in einer Luft arbeiten muss, die mit Spuren dieser Noxen durchsetzt ist.

Die ARD-Crew hatte auf ihren Flügen Apparaturen im Taschenformat dabei, mit denen sie der Kabinenluft Proben entnehmen konnten, um sie später im Labor analysieren zu lassen. Sie nahmen auch „Wisch-Proben“ von den Innenwänden, um sie auf entsprechende Spuren zu untersuchen. Des Weiteren entnahmen sie sich vor und nach einem Flug (mit verschiedenen Fluggesellschaften) selbst Blutproben, ebenfalls für eine Analyse auf die oben erwähnten Nervengifte.

In Zusammenarbeit mit der Universität von Darham, USA und Prof. Mohamed Abou-Donia wurden die Proben ausgewertet. Das Ergebnis: Bei allen Flügen zeigten die Luft- und Wisch-Proben Spuren der Nervengifte. Die Gifte wurden auch in den Blutproben nachgewiesen, die mit der steigenden Zahl der Flüge auch zunahmen. Auch die Blutproben vorher versus nach dem Flug zeigten das typische Muster, dass der Flug zu einer etwas höheren Menge an Noxen im Blut geführt hatte.

Nur ein Flug zeigte keine Gifte in der Luft und an den Wänden – der Flug mit dem Dreamliner. Prof. Abou-Donia erklärte, dass die von den Reportern aufgenommenen Mengen kein Grund zur Sorge seinen, da der Körper das Gift abbauen kann und die aufgenommenen Mengen nicht signifikant waren.

Aber er warnte auch davor, dass eine dauerhafte Zufuhr von solch kleinen Mengen zu einem großen Problem werden kann, da die Entgiftungskapazitäten des Organismus nicht grenzenlos sind.

Werden sie überschritten, dann kommt es zur Akkumulation der Noxen und darauf folgend zu gesundheitlichen Schädigungen. Da aber die Toleranzbereiche für jeden individuell verschieden sind, kann niemand sagen, ab welchen Konzentrationen Tag für Tag der Einzelne noch auf der sicheren Seite ist beziehungsweise sich in Gefahr begibt.

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Fazit

Es gibt keinen Grund zu vermuten, dass ich mich beim Autofahren vergifte. Dafür lauern hier andere Gefahren. Beim Fliegen dagegen ist eine neue Problematik aufgetaucht, um die sich niemand wirklich gekümmert hat, obwohl sie in internen Kreisen nicht unbekannt war.

Und so beeilen sich die Flugzeughersteller und Fluggesellschaften uns nicht nur mit toxischer Atemluft, sondern auch mit ihren Phrasen von Sicherheit und Zuverlässigkeit zu belästigen. Ich gewinne den Eindruck, dass je mehr sie die Mär von der Sicherheit für die Passagiere strapazieren, desto heftiger sie vom eigentlichen Problem ablenken wollen.

Warum? Wenn allgemein anerkannt wird, dass Zapfluftanlagen die Verbreitung von Nervengiften in den Flugzeugkabinen verursachen, dann kommen milliardenträchtige Umbaumaßnahmen auf die Fluggesellschaften (und vielleicht noch Schadensersatzforderungen von Passagieren und Angestellten) zu.

Da ist es günstiger, wenn sich die Passagiere selbst um ihre Schäden kümmern. Die Piloten und Flugbegleiter können momentan kaum etwas unternehmen, da eventuelle Schäden noch nicht einmal als Berufskrankheit anerkannt werden. Herzlichen Glückwunsch. Und dann erzählen mir (und Ihnen sicher auch) manche „Experten“, dass das mit der „Entgiftung“ (die ich immer wieder anmahne), alles nur „Unsinn“ etc. sei. Herzlichen Glückwunsch bei so viel „wissenschaftlicher“ Fachkompetenz.

Apropos Entgiftung: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:

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Beitragsbild: fotolia.com – faucilhon