SPD gegen Homöopathie – Toll!

Es ist wieder einmal soweit. Das Lieblingsthema von SPD und „Spiegel“ ist neben dem Impfen die Homöopathie. Während beide das Impfen zu 100 Prozent für jede nur erdenkliche Infektion durchgesetzt sehen möchten, wollen beide die Homöopathie abgeschafft haben.

Grund dafür ist (wieder einmal) die angeblich nicht hinreichende Wirkung der Homöopathie, die sich aus (angeblich) fehlenden oder zu geringfügig ausfallenden Menge an Wirkstoffen ableitet.

Ich frage mich hier fast reflexartig, ob diese Einschätzung nicht ebenfalls für die Impfungen mit ihren geringen Mengen an abgetöteten Viren oder Viruspartikeln gilt?

Warum werden „Wirkverstärker“ in Form von Aluminium und Squalen beigefügt, wenn das Immunisierungsprinzip der Schulmedizin Geltung hat (Schweinegrippeimpfung und Wirkverstärker – Gefährliche Folgen oder unbegründete Panikmache?), beziehungsweise die Menge an Antigenen ausreichend hoch ist?

Warum werden Impfungen nicht auf die „schwarze Liste“ gesetzt, ganz wie die Homöopathie auch, weil hier kaum oder keine Wirksamkeit wegen unzureichender Wirkstoffmenge zu erwarten ist (Paradebeispiel: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mehr als umstritten)?

Die Antwort ist so einfach, dass man sie fast übersieht: Impfungen bringen Geld für „Schul“-Medizin und Pharmaindustrie; die Homöopathie dagegen kaum. Anders kann ich es nicht mehr beschreiben.

Konsequente Benachteiligung von Naturheilverfahren

Der Grund für diese verkehrte Welt ist nicht in medizinischen oder wissenschaftlichen Tatsachen verankert. Vielmehr ist die treibende Kraft einzig und allein das Interesse am Geschäft, und sonst nichts.

Da ist es nur folgerichtig, wenn alternative Substanzen und Heilmethoden langsam und möglichst unauffällig über rechtliche Maßnahmen so benachteiligt werden, dass deren Vertreter aus eben diesen finanziellen Gründen das Handtuch werfen müssen.

Immer höhere Auflagen zur angeblichen Verbrauchersicherheit

Ein beliebtes Mittel ist die Auflage, natürliche Wirksubstanzen einem Zulassungsverfahren zu unterwerfen, geradeso als wenn diese Substanzen nicht von der Natur seit Jahrmillionen produziert werden, sondern erst vorgestern von einem pharmazeutischen Verein erfunden worden sind. Da natürliche Substanzen sich nicht patentieren lassen (noch nicht jedenfalls; aber auch daran wird gearbeitet), gibt es auch keinen Patentschutz. Wäre man verrückt und würde so ein Zulassungsverfahren für eine natürliche Substanz mit aller Konsequenz durchführen, dann würde man mit hoher Wahrscheinlichkeit eine offizielle Zulassung erhalten. Aber aufgrund des fehlenden Patentschutzes dürfte jeder andere die Substanz entsprechend den Zulassungsbedingungen für sich vermarkten, ohne einen Cent der horrenden Zulassungskosten bezahlt zu haben. Ich würde also hunderttausende an Euros ausgeben, damit andere verdienen können, was niemand mit einem bisschen Verstand in Angriff nehmen wird.

Bei der Homöopathie sieht die Sache etwas komplizierter aus (aus Sicht von Politik und Schulmedizin). Denn erstens ist die Homöopathie in Deutschland eine sehr beliebte und seit zwei Jahrhunderten etablierte Therapieform, die man nicht einfach mit einer Handbewegung vom Tisch fegen kann.

Zweitens ist die ewig gleichlautende Kritik an der Homöopathie, dass wir es angeblich mit nicht mehr nachweisbaren Wirkstoffmengen zu tun haben, ein unwillkommener Hemmschuh für die Forderung nach einer Zulassung.

Denn wenn ich davon ausgehe, dass homöopathische Mittel keinen Wirkstoff enthalten, wo liegt dann das Gefährdungspotenzial? Eine Zulassung soll potenziell gefährliche Substanzen regulieren, was für die Homöopathie damit nicht zutreffen würde. Da muss man also nach anderen Mitteln und Wegen suchen, um der Homöopathie eins auszuwischen.

Und hier weiß die DAZ (Deutsche Apotheker Zeitung) von einer Initiative der SPD zu berichten, die auf eine Regulierung der Homöopathie abzielt: deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/05/09/antrag-fuer-strengere-homoeopathie-regeln-auf-spd-bundesparteitag

SPD fordert strengere Regeln für die Homöopathie

Demzufolge soll es den Krankenkassen in Zukunft nicht mehr gestattet sein, homöopathische Leistungen zu erstatten. Damit hätte man einen entscheidenden Schritt in Sachen „Kostendämpfung im Gesundheitswesen“ unternommen. Und da die Homöopathie ja angeblich sowieso wirkungslos sein soll, soll dies demnächst auch auf den Etiketten so vermerkt werden, ganz wie es in den USA bereits der Fall ist.

In der SPD scheint man sich durch diese Maßnahme einen bewussteren Umgang mit alternativen Behandlungsmethoden, in diesem Fall der Homöopathie, zu versprechen. Was hier unter „bewusstem Umgang“ verstanden wird, wird von der DAZ so zitiert: „So könnten Verbraucher ihre Kaufentscheidung „aufgrund objektiv zutreffender Sachverhalte“ fällen, argumentieren die Genossen.“ Und diese objektiv zutreffenden Sachverhalte sind angebliche wissenschaftliche Arbeiten, die die Unwirksamkeit der Homöopathie „bewiesen“ haben. Das Ganze wird dann etwas vorsichtiger umformuliert und als „fehlender Nachweis der Wirksamkeit“ ausgegeben.

Wie es aussieht, ist dieser Vorstoß eine weitere Attacke auf alternative Heilmethoden, um hier eine beliebte Medizinrichtung zu diskreditieren und damit mehr Raum für schulmedizinische Anwendungen zu schaffen.Warum das Ganze auch nichts mit einer möglichen Kostendämpfung zu tun hat, das habe ich erst kürzlich hier diskutiert: Die Arzneimittelreform im Jahr 2017 – Man glaubt es kaum!

Und wenn man die Argumente hier und die Bemühungen der SPD, also eins und eins, zusammenzählt, dann ergibt sich das weiter oben skizzierte Bild, demzufolge Politik und Schulmedizin nichts unversucht lassen und in ihrer Fantasie kaum Grenzen kennen, alternative Heilmethoden und Substanzen „abzuschießen“.

Der homöopathische Hai

Kernargument der SPD ist die fehlende Wirksamkeit der Homöopathie, die sich von Wirkstoffkonzentrationen herleitet, die so gering ausfallen, dass man sie nur mit ausgefeilter Technik nachweisen kann. Mit solchen Argumenten soll „bewiesen“ werden, dass so etwas nicht wirksam sein kann.

Wie es der Zufall will, erfuhr ich über eine Dokumentation, dass Haie in der Lage sind, unwirksame und homöopathische Dosen von Blut im Meerwasser zu erfassen und zu verarbeiten. Unter SHARK SENSES wird Haien ein Geruchssinn zugestanden, mit dem sie Fischextrakte in Konzentrationen von weniger als 1 zu 10 Milliarden Teilen riechen können. Selbst Wikipedia spricht von einer Wahrnehmung, die Blut im Wasser in „milliardenfacher Verdünnung“ erfassen kann.

Es handelt sich hier in der Tat um homöopathische Konzentrationen, die von einem biologischen System, in diesem Fall dem Geruchssinn des Hais, sehr wohl erfasst und verarbeitet werden können. Solche Aussagen widersprechen der offiziellen Annahme, dass solche Konzentrationen keinen Einfluss auf biologische Systeme haben können, da die Konzentrationen dafür nicht ausreichend seien, beziehungsweise es keine biologische „Komponenten“ gibt, die auf so geringe Konzentrationen reagieren können. Heute wissen wir von den Haien, dass die Natur Organe geschaffen hat, die diese Leistung erbringen.

Ob dies auch für den Menschen zutrifft (sicher nicht für seinen Geruchssinn), das ist nicht auszuschließen. Allerdings müsste man hier einmal genauer nachschauen, welche Rezeptoren wie auf solche Konzentrationen reagieren und wo sie zu finden sind. Ein einfaches Abwinken, dass es etwas nicht geben kann (weil es so etwas nicht geben darf), und auf dieser ebenfalls unbewiesenen Annahme seine Politik und seine Verordnungen aufbauen, zeigt mir nur, dass es sich hier nicht um ein wissenschaftliches, sondern um ein politisches und finanzielles Interesse handeln kann.

Oder mit anderen Worten: Wenn der scharfe Geruchssinn des Hais finanziellen Interessen im Wege stehen würde, dann würde dieser ebenfalls gesetzlich reguliert oder geleugnet werden.

Fazit

Homöopathische Dosen sind erlaubt und höchst effizient, wenn es um ertragreiche Impfungen geht. Sie sind jedoch höchst suspekt, wenn sie erfolgreich von mit der Schulmedizin konkurrierenden Therapiesystemen eingesetzt werden. Ich höre jetzt den Einwand, dass Impfungen mit hohen Dosen an Antigenen versetzt, also alles andere als „homöopathisch“ sind. Warum dann noch die Wirkverstärker, wenn es doch so hoch dosiert einher geht?

Ach! Manchmal ist es kaum zu fassen, wie man versucht Naturgesetze auszuhebeln und zu missachten…

Der wirkliche Skandal liegt letztlich doch ganz woanders. Da sucht man den Splitter in der Homöopathie und wird des eigenen Balkens vor dem Hirne nicht gewahr:

Medikamente – Nebenwirkung Tod! Jedes Jahr versterben ca. 58.000 Deutsche an den Folgen von Medikamentennebenwirkungen – so zum Beispiel Prof. Fröhlich. Was passiert dagegen?

Im Beitrag Schulmedizin dritthäufigste Todesursache, weise ich u.a. auf Zahlen hin, die einem das Kinn auf Kniehöhe absacken lassen:

So starben im Jahr 2000 rund 225.000 Amerikaner an iatrogenen Ursachen, was nichts anderes heißt als „Tod durch ärztliche Behandlungsfehler“. Und so sah die Statistik für das Jahr 2000 in den USA aus:
? 12.000 Tote durch unnötige Operationen (siehe u.a. mein Beispiel:  Kniegelenkspiegelung – eine unnötige Operation?)
? 7.000 Tote durch Verschreibungsfehler in Krankenhäusern
? 20.000 Tote durch andere Behandlungsfehler in Krankenhäusern
? 80.000 Tote durch nosokomiale Infektionen
? 106.000 Tote durch direkte Nebenwirkung von verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Von falschen Diagnosen und merwürdigen Behandlungen: „Spezialisten verpassen Patienten Therapien, die sie überhaupt nicht zu Gesicht bekommen haben…“

Jetzt reicht´s.

Datum: Donnerstag, 11. Mai 2017 20:09
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5 Kommentare

  1. 1

    Nehme seit Jahren ein homöopathisches Blutsenkungsmittel, würde auch in Deutschland von der Liste gestrichen, gibt es nur noch in Österreich, leider.
    Auch mein Hund bekommt Globuli, sobald er Durchfall oder sonstiges hat und es geht ihm gut.
    Liebe Grüße Ursula Gall

  2. Klaus Schleusener
    Donnerstag, 6. Juli 2017 14:06
    2

    Ja, Herr Gräber so scheint es zu sein. Was man mit Argumenten seit 200 Jahren nicht totgeschlagen bekommt, kann man in der Politik fast mühelos mit einfachen Verordnungen ersticken. Man erhöht einfach die Auflagen, führt ein 5-Jahres-Verfallsdatum ein und so weiter.
    Viel Spaß beim Weitermachen
    Klaus Schleusener, Karlsruhe

  3. 3

    Die Wirkungslosigkeit der Homöopathie ist schon lange zweifelsfrei nachgewiesen. Wenn wirkstofffreie Homöopathika funktionieren würden, gäbe es keine Pharmaindustrie. Jede Diskussion in diesem Bereich ist Sinnlos…

    Antwort René Gräber:
    Sie schreiben: „wirkstofffrei“. Es sollte ihnen bekannt sein, dass bis zur Avogadro-Konstante sehr wohl Moleküle nachweisbar sind. Und da haben Sie natürlich Recht: eine Diskussion ist (auf dieser Basis) sinnlos. Vielleicht darf ich hier mal die Worte des großartigen Chirurgen August Bier zitieren, der schrieb: „Die Homöopathie ist nun einmal für den heutigen Schulmediziner dasselbe wie für den Stier das rote Tuch. Er kennt zwar weder ihr Schrifttum, noch hat er sie praktisch angewendet, trotzdem aber weiß er, daß alles , was sie behauptet barer Unsinn oder Schwindel ist. Bestenfalls sucht er sich aus den gangbaren Lehrbüchern der Geschichte der Medizin darüber zu unterrichten, die meiner Meinung nach sämtlich ohne jede wirkliche Kenntnis der Homöopathie geschrieben sind, oder er urteilt aufgrund von „Autoritäten“, die sie zwar verdammen, sie aber ebensowenig kennen wie er selbst.“

  4. 4

    Die homöopathie ist die größte Abzocke in der Pharmaindustrie überhaupt. Einfach ein paar Zuckerkugeln formen und dann mit teurer Verpackung verkaufen. Aber dann die Schulmedizin verurteilen, wie dumm ist das denn?

    Ehrlich gesagt kennen sie sich auch nicht sonderlich gut in ihrem eigenem Gebiet aus. Können sie mir überhaupt Konzentrationen der Wirkstoffe in homöopathischen Mitteln nennen? Dann würden sie feststellen, dass man sich da in einer ganz anderen Größenordnung als bei Impfungen befindet. Und ihr Argument komplett an den Haaren herbeigezogen ist…

  5. 5

    Lieber Herr Graeber,
    Sie setzen bei den „Kritikern“ der Homöopathie zuviel Verstand voraus, den diese aber ganz deutlich nicht haben. Mein Vorschlag für eine Antwort wäre in solchem Fall: „Sie schreiben so dummes Zeug, dass sich eine Antwort darauf nicht lohnt, weil Sie die sowieso nicht verstehen werden.“ Basta!

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