Corona-Sterblichkeitszahlen: USA, Schweden, Deutschland, Philippinen im Vergleich

Die erste Hälfte des Jahres 2020 ist vorbei. Heute, Mitte August 2020, könnte man es vielleicht wagen, einmal einen Blick auf die Mortalitätszahlen der ersten Jahreshälfte zu werfen. Inzwischen sollten auch die meisten Daten für bis einschließlich Juni von den offiziellen Stellen erfasst worden sein.

Damit will ich sagen, dass in den letzten sechs Wochen seit Ende Juni nachzutragende, noch ausstehende Daten im Datenpool eingegangen und damit dieser Datenpool komplett sein dürfte.

Von besonderem Interesse sind hier natürlich die Zahlen aus den USA, nicht zuletzt deshalb, weil hier eine Reihe von Vorkommnissen zu verzeichnen waren:

Dazu gesellt sich die Tatsache, dass von den offiziellen Corona-Statistiken die USA als eines der Länder bezeichnet wird, die von Covid-19 angeblich besonders betroffen waren. Was ist also dran an diesen Behauptungen?

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Ich sollte noch eins vorausschicken. Und das ist die Tatsache, dass es offensichtlich unterschiedliche Arten der Darstellung der Zahlen gibt. Die Zahlen von der Johns Hopkins Universität[1] berichten nur absolute Zahlen, ohne Kontext und Zusammenhang zur Größe der Population, zu Zahl der Testungen, die durchgeführt wurden etc.

Es werden hier zwar Angaben zur Zahl der Testungen gemacht, die der Betrachter jedoch selbst in Bezug zu den angegebenen absoluten Zahlen bringen muss.

Worldometers[2] bietet hier einen deutlich besseren Service. Man erfährt hier in der Tabelle nicht nur absolute Zahlen, sondern auch Relationen, wie zum Beispiel Tests/1.000.000 Einwohner, Todesrate umgerechnet auf 1 Million Einwohner, das Gleiche für die Anzahl der Fälle etc.

Auf der Homepage von Worldometers kann man dazu noch andere interessante Zahlen einsehen, zum Beispiel:

  • dass „heute“ knapp 14.000 Menschen an Hunger gestorben sind,
  • dass dieses Jahr knapp 8 Millionen Menschen auf der Welt an übertragbaren Erkrankungen gestorben sind,
  • dass dieses Jahr knapp 300.000 Menschen an der Grippe gestorben sind,
  • dass 1 Million Menschen dieses Jahr an AIDS gestorben sind,
  • dass dieses Jahr bereits 5 Millionen Menschen an Krebs gestorben sind,
  • dass dieses Jahr 3 Millionen Menschen an den Folgen von Rauchen verstorben sind und 1,5 Millionen aufgrund von Alkoholkonsum,
  • und dass über 650.000 Menschen bis August 2020 durch Selbstmord aus dem Leben getreten sind.

Die letzte Zahl entspricht ungefähr, wenn auch nicht ganz der Zahl der offiziellen Covid-19-Opfer. Eine weitere Zahl, die dieser Zahl überhaupt nicht entspricht, sind die 4,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren, die bereits in diesem Jahr gestorben sind. Das ist über sechsmal mehr als die offiziellen Covid-19-Opfer!

Ich hatte bereits schon über die Problematik geschrieben, wie SARS-CoV-2-„Fälle“ ermittelt werden, und zwar über den PCR-Test[3]. Der Test weist allerdings keine Viren nach, sondern nur Gensequenzen, von denen man annimmt, dass sie in SARS-CoV-2 vorkommen und somit ein positiver Test immer als „Infektionsnachweis“ gehandelt wird. Auch die Verstorbenen, die als Covid-19-Opfer gelten, weil sie mit einem positiven Test verstorben sind, sind nicht notwendigerweise durch die Covid-19-Infektion gestorben.

Ein solcher Schluss kann nur durch eine Autopsie sichergestellt werden. Vielmehr gibt es Grund für die Annahme, dass viele dieser Opfer aufgrund ihrer Vorerkrankungen im Zusammenhang mit einem hohen Alter gestorben sind und mehr oder weniger zufällig einen positiven Test aufwiesen. Inzwischen gibt es Fälle, wo Verstorbene, die vor einigen Monaten einen positiven Test hatten, auch noch als Covid-19-Opfer gelistet werden, obwohl die Todesursache eindeutig nichts mit Covid-19 zu tun hat.

Eine wesentlich weniger umstrittene Quelle bei der Beurteilung, ob so etwas wie eine Pandemie oder Epidemie vorgelegen hat, sind die Zahlen zur Gesamtmortalität einer Bevölkerung. Hier erübrigt sich der Streit, ob die Covid-19-Opfer jetzt wirklich Covid-19-Opfer sind oder Verstorbene mit einem zufällig positiven Test, der auch noch unter Umständen falsch-positiv sein kann.

Denn falls eine verheerende Pandemie vorliegen sollte, dann müsste sich dies in der Gesamtmortalität bemerkbar machen. Falls die Gesamtmortalität sich nicht zu den Zahlen des Vorjahres beziehungsweise zu den Zahlen der vorherigen Jahre signifikant unterscheidet, warum spricht man dann noch von einer „Pandemie“?

Und wenn sie sich unterscheiden, wie ausgeprägt sind die Unterschiede, dass man von einer Pandemie reden kann?

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USA

Die offiziellen Zahlen zur Gesamtmortalität in den USA scheinen extrem schwer zu finden zu sein. Wenn man hier sucht, landet man immer und immer wieder auf der Webseite der CDC, die im Wesentlichen nur über Covid-19 berichtet. Eine zusammenfassende Übersicht über die Gesamtmortalität in den Jahren 2020 und den Jahren zuvor scheint es nicht zu geben. Was ich zunächst für einen Zufall hielt, scheint jedoch Methode zu haben.

Dies erfuhr ich aus einer Sitzung[4] der „Stiftung Corona Ausschuss“, bei der es um die Lage in den USA und anderen Ländern ging. Hier kam eine amerikanische Ärztin, Dr. Pam Popper[5], zu Wort, die von einem „Daten-Schlamassel“ redete, der mehr Fragen aufwirft als Fragen beantwortet.

Es gibt eine vergleichende Statistik bei der CDC[6] für die Jahre 2019 und 2020, die allerdings nach Wochen und Bundesstaaten aufgegliedert ist. Die Filterfunktion scheint auch nicht besonders hilfreich zu sein, wenn man Zahlen für die USA pro Monat erhalten möchte. Man muss sich also hinsetzen und die Zahlen von 50 Bundesstaaten mal 30 Wochen selbst zusammenaddieren.

Hilfreicher ist hier ein Beitrag[7] aus dem „Ärzteblatt“, der allerdings bereits Mitte Juli 2020 erschien.

Und dieser Beitrag zeigt folgendes:

Bis zum März 2019 und 2020 gibt es keine Auffälligkeiten. Es sterben etwa 58.000 Menschen pro Woche in den beiden genannten Zeiträumen. Ende März 2020 (22. bis 28. März) steigt der Wert, um in dem Zeitraum zwischen 5. bis 11. April auf fast 78.000 (Höchstwert) anzusteigen.

Mitte Mai erreicht die Kurve wieder den Basiswert von 58.000 Toten pro Woche. Interessant ist, dass der „Sinkflug“ der Kurve danach weiterhin Bestand hat und Anfang Juni die Marke von 50.000 Toten pro Woche unterschreitet.

Der Autor schreibt weiter, dass ein Vergleich mit 2019 eine Übersterblichkeit (vermehrte Sterblichkeit im Vergleich zu definierten Zeitabschnitten der vorherigen Jahre) von bis zu 20.000 Toten pro Woche (das wären also rund 78.000 Tote pro Woche) für einige Wochen zu beobachten war. Interessant ist, dass das vorliegende Datenmaterial zu den Covid-19-Opfern nicht auszureichen scheint, diese 20.000 Tote Übersterblichkeit mit SARS-CoV-2 zu erklären. Der Autor schreibt, dass zu Maximalzeitpunkt der Pandemie „nur“ etwas über 15.000 Covid-19-Tote verzeichnet wurden. Woran sind dann die restlichen 5000 gestorben?

Er bemerkt hier, dass die Statistik einen deutlichen Anstieg der Sterblichkeit „als Folge von Herzkrankheiten, Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen“ ergeben hat. Man könnte hier auch die Frage stellen, ob diese Übersterblichkeit, die sich in einem so engen definierten Rahmen gezeigt hat und unmittelbar nach dem Lockdown erfolgt ist, nicht Folge der Lockdown-Maßnahmen sein könnten?

Wer diese Übersterblichkeit mit Covid-19 begründet, der sollte sich die Frage stellen, warum das Virus mit seinen verheerenden Wirkungen ausgerechnet bis Ende März und April gewartet hat, wo es zudem auch noch den Lockdown gegeben hat? Warum sind nicht schon vorher viele Menschen an SARS-CoV-2 gestorben, wo die „Pandemie“ zu diesem Zeitpunkt bereits seit drei Monaten unterwegs war?

Diese Beobachtung, die für die USA zu gelten scheint, ist auch bei anderen Ländern, die einen Lockdown veranstaltet hatten, in sehr ähnlicher Weise (man könnte fast sagen frappierend) dokumentiert worden.

Dieser Beitrag[8] bringt eindrucksvolle Grafiken, die zeigen, zu welchen Zeitpunkt in verschiedenen Ländern die Übersterblichkeit eingesetzt hatte und wann der Lockdown in diesen Ländern beschlossen wurde:

Durchgehend ist erkennbar, dass Übersterblichkeit in einem mehr oder weniger ausgeprägten Maße erst nach der Implementierung des Lockdowns zu verzeichnen ist.

Noch mal die Frage: Warum gibt es zwischen Januar und Mitte bis Ende März keine Übersterblichkeit trotz „Pandemie“? Und warum taucht diese Übersterblichkeit unmittelbar nach dem Lockdown auf? Welche Mechanismen müssen hier vorliegen, dass das Virus erst nach dem Lockdown seine Opfer fordert und nicht schon in den vorangegangenen Monaten?

Oder ist die Antwort viel einfacher: Nicht das Virus ist für diese Übersterblichkeit verantwortlich, sondern die Lockdown-Maßnahmen?

Aber selbst wenn das Virus für diese Übersterblichkeit verantwortlich wäre, bleibt immer noch die Frage, warum die Lockdown-Maßnahmen, die zu diesem Zeitpunkt aktiv waren, diese  Übersterblichkeit nicht verhindert haben, wenn die Maßnahmen effektiv gewesen wären?

Schweden

Zur Situation in Schweden hatte ich bereits einen ausführlichen Beitrag veröffentlicht: Corona-Zahlen in Schweden im Sinkflug und niemand zittert vor der zweiten Welle

In diesem Zusammenhang ist es natürlich interessant zu sehen, welche Zahlen die Schweden selber veröffentlichen. Unter diesem Link kann man sich eine Excel-Tabelle herunterladen, die alle Zahlen beinhaltet: https://www.scb.se/en/finding-statistics/statistics-by-subject-area/population/population-composition/population-statistics/pong/tables-and-graphs/preliminary-statistics-on-deaths/.

Hier die Vergleichszahlen von Woche 1 bis Woche 30 für den Durchschnitt der Jahre 2015-2019 auf der einen Seite und für das Jahr 2020 auf der anderen Seite und einer dazugehörigen grafischen Darstellung :

 

Auch aus dieser Darstellung ist deutlich ersichtlich, dass die ersten zwölf Wochen in Schweden keine Auffälligkeiten zeigen konnten. Erst mit der 13. Woche (23. März 2020) zeigten sich die ersten deutlich erhöhten Mortalitätszahlen, die in der 15. und 16. Woche ihren Höhepunkt erreichten (6. April 2020 bis 19. April 2020).

Wie aus der weiter oben gezeigten Grafik zu den Lockdown-Maßnahmen ersichtlich, wurde in Schweden am 16. März die Abstandsregel propagiert. Das war der Beginn der 12. Woche.

Aus der beigefügten Grafik ist deutlich ersichtlich, dass mit der 12. Woche der Anstieg der Mortalitätsrate begann. Heißt das jetzt, dass die Maßnahme diesen Anstieg verursacht hat? Ich halte das für eher unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist die Annahme, dass die Maßnahme praktisch keinen Einfluss auf die Mortalitätsrate hatte, also wirkungslos = überflüssig zu sein scheint.

Mit der 17. Woche nimmt die Mortalität (genauer gesagt Übersterblichkeit) deutlich ab und ist in der 22. Woche fast wieder auf dem Normalniveau der vorausgegangenen Jahre. Die 29. und 30. Woche zeigen sogar eine deutliche Untersterblichkeit. Man mag hier einwenden, dass die angegebenen Zahlen noch unter Vorbehalt und „ohne Gewähr“ zu genießen sind, besonders in Bezug auf die letzten Wochen. Von daher ist es interessant zu beobachten, ob der sich bislang beobachtete Trend in Richtung Untersterblichkeit in der nahen Zukunft bestätigen wird.

Aus einer anderen Tabelle der schwedischen Statistik geht hervor, dass auch in Schweden die älteren Jahrgängen (65 Jahre und älter) eine deutlich höhere Mortalitätsrate aufwiesen als Jüngeren.

So starben in den Wochen 1-30 (von 2020)

Männer:

3449 in der Altersgruppe unter 65 Jahren;

9312 zwischen 65-79 Jahren;

10.019 zwischen 80-89 Jahren;

4971 bei 90 Jahre und darüber.

Das ergibt eine Summe von 24.302 Todesfällen in den Jahren über 65.

 

Frauen:

2156 unter 65 Jahre;

6665 zwischen 65-79;

9987 zwischen 80-89;

9206 bei 90 Jahre und darüber.

Die Summe der Todesfälle für die Jahre 65 und älter bei den Frauen: 25.858

Ein Vergleich der verschiedenen Jahrgänge von Männer und Frauen mit den Jahren zuvor zeigt, dass in den ersten 30 Wochen von 2020 bei den Männern unter 65 Jahren weniger Tote zu verzeichnen waren als in den Jahren zuvor. Das Gleiche gilt auch bei den Frauen.

Die erhöhte Mortalität beziehungsweise Übersterblichkeit war nur bei Männern und Frauen im Alter von über 65 Jahren zu beobachten.

(Tab. 7 der offiziellen schwedischen Veröffentlichung).

Mein Fazit zu diesen Zahlen ist, dass auch in Schweden keine „Pandemie“ stattgefunden hat. Warum? Weil auch hier die typische Beobachtung vorliegt, dass erst im März eine Übersterblichkeit zu beobachten war, die mit absteigender Tendenz rund zwei Monate andauerte. Auch hier stellt sich wieder die Frage, warum die Übersterblichkeit nicht bereits zu Beginn der „Pandemie“, also im Januar, einsetzte? Oder könnte es vielleicht doch sein, dass selbst so unscheinbare Maßnahmen, wie die Abstandsregeln alleine, bereits einen Einfluss ausüben können, so paradox es auch erscheinen mag?

Eine weitere Frage wäre, warum diese „Pandemie“ die unter 65-jährigen zu verschonen scheint und nur bei den älteren Jahrgängen zuschlägt?

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Philippinen

Ich habe einmal einen „Ausflug“ in ein fernes Land unternommen, um zu sehen, welchen Einfluss Covid-19 auf ein tropisches Land hat. Auf den Philippinen gibt es sehr rigide Lockdown-Maßnahmen, die selbst zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe, noch durchgeführt werden (Masken-Zwang, Abstandsregeln, verschiedene Quarantäne-Bestimmungen und nonstop staatliche Propaganda in den Medien etc.).

Aus relativ zuverlässigen Quellen habe ich erfahren, dass fast die gesamte Bevölkerung hinter diesen Maßnahmen steht und sie sogar selbstständig propagiert. Grund ist eine irrationale Angst vor einer unsichtbaren Bedrohung, die gezielt von der Regierung geschürt wird.

Auch in diesem Land ist die Zahl der PCR-Tests exponentiell in die Höhe geschossen. Und auch in diesem Land gibt es das Märchen der „vermehrten Fälle“, die in keinen Bezug zu den vermehrten Tests gesetzt werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt die Todesrate bei etwas über 2000 Opfern für einen Zeitraum von sieben Monaten!

Laut Angaben[9] der PSA (Philippine Statistic Authority), dem philippinischen Amt für Statistik, sterben jährlich fast 100.000 Menschen an verschiedenen Formen von Lungenerkrankungen (Infektionen, Tuberkulose, Lungenentzündung etc.).

Krebserkrankungen und Herzerkrankungen liegen auf den Plätzen 2 und 1 mit zusammen jährlich über 150.000 Opfern. Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2018.

Aus diesem krassen Missverhältnis zwischen Covid-19-Opfern und etwas älteren Zahlen zur häufigsten Mortalität auf den Philippinen könnte man bereits im Voraus ableiten, dass neuere Zahlen zur Mortalität, unter Einbeziehung der „Pandemie“, keinen Einfluss von Covid-19 zu erkennen geben.

Diese neuen Zahlen gibt es sogar. Und sie sind sogar in einer besonders übersichtlichen Art und Weise dargestellt worden. Mein Kompliment an die philippinischen Statistiker!

Der Vergleich der ersten sechs Monate von 2019 und 2020 ergibt ein komplett überraschendes Bild: Trotz „Pandemie“ liegt die Gesamtmortalität für jeden der ersten sechs Monate in 2020 mehr oder weniger deutlich unter den entsprechenden Monatswerten des Vorjahres. Oder mit anderen Worten: Auf den Philippinen wird während der „Pandemie“ weniger gestorben als ohne „Pandemie“!

Eine Berechnung der Gesamtzahl für das erste Halbjahr ergibt, dass in 2019 etwas über 309.000 Menschen gestorben sind, für den gleichen Zeitraum in 2020 waren es knapp 260.000. Das ergibt eine Differenz von knapp 50.000 Todesfällen.

Interessant ist auch, dass die im März eingeführten Quarantäne- und Lockdown-Maßnahmen praktisch keinen Einfluss auf die Mortalität gehabt zu haben scheinen.

In der zweiten Tabelle sehen wir einen Vergleich, der im Wesentlichen dem Vergleich in den schwedischen Tabellen entspricht: Hier wird der 5-Jahresdurchschnitt von 2015-2019 mit den Zahlen von 2020 verglichen.

Hier zeigt sich eine leicht erhöhte Mortalität im Januar 2020 im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt. Im Februar waren die Zahlen schon wieder sehr ähnlich mit den Zahlen von 2015-2019. Danach zeigt sich eine „massive“ Untersterblichkeit, die mit einer „Pandemie“ wohl kaum noch zu erklären ist.

Die Ursachen hierfür sind nur schwer auszumachen. Die Zahlen sind zudem „vorläufig“, obwohl es wenig Grund zu der Annahme gibt, dass sich hier entscheidende Veränderungen auftun werden.

Man könnte die Zahlen der zweiten Tabelle vielleicht für sich einvernehmen und daraus einen „Beweis“ für die Effektivität der Lockdown-Maßnahmen schnitzen. Denn die Untersterblichkeit setzte just zu dem Zeitpunkt ein, wo der Lockdown implementiert wurde, also März 2020.

Das würde dann allerdings nicht mehr zur Tab. 1 passen, wo die verringerte Sterblichkeit bereits im Januar und Februar 2020 zu beobachten war.

Mein Fazit hier lautet, dass auf den Philippinen nichts auf eine „Pandemie“ und ein „super gefährliches Virus“ hindeutet. Diese „Pandemie“ geht sogar mit einer ausgeprägten Untersterblichkeit einher, die auf den ersten Blick paradox erscheint und für die es keine schlüssige Erklärung gibt.

Deutschland

Zur Statistik in Deutschland hatte ich bereits gegen Ende Mai einen Beitrag veröffentlicht: Lockdown ohne Grundlage? Widerlegen Zahlen des Statistischen Bundesamts RKI und Regierungen?

Basis hierfür war die Veröffentlichung des statistischen Bundesamtes mit einer „Sonderauswertung“ (Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020), die inzwischen erweitert wurde und auf die ich mich auch diesmal beziehe.

Und so sehen die Zahlen für 2019 und 2020 für das erste jeweilige Halbjahr aus:

Monate/Jahr 2019 2020 Differenz

2019-2020

Januar 84791 85342 551
Februar 80824 79863 -961
März 86493 87269 776
April 77157 83582 6425
Mai 75451 75427 -24
Juni 73195 71367 -1828
Gesamt

Mortalität

477911 482850 4939

Im vorausgegangenen Beitrag hatte ich nur Daten bis zu Mitte April. Und diese Daten zeigten bis zum März keine dramatischen Veränderungen. Auch jetzt, wo die Daten wohl als vollständig gelten dürfen, gibt es für die ersten drei Monate keine sehr großen Abweichungen.

Bei meiner letzten Auswertung zeigte sich eine negative Tendenz für die 1. April Hälfte. Und die zeigt sich jetzt auch in diesen neuen Zahlen, wo die Übersterblichkeit mit fast 6500 deutlich zutage tritt. Für den Juni zeigt sich eine relativ deutliche Untersterblichkeit mit fast 2000 weniger Toten für diesen Monat.

Insgesamt sind in der ersten Jahreshälfte im Jahr 2020 knapp 5000 Personen mehr gestorben als im Vorjahr. Das sind 1,03 % mehr als in 2019. Und diese Erhöhung ist im Wesentlichen dem Monat April geschuldet, dessen Zahlen deutlich vom üblichen Trend abweichen.

Und wann gab es den Lockdown in Deutschland? War das nicht Ende März? Warum sind dann ausgerechnet im April die Zahlen so in die Höhe geschossen, wenn die Lockdown-Maßnahmen angeblich so erfolgreich gewesen sind?

Und warum gibt es für den Juni eine relativ deutliche Untersterblichkeit, wenn wir doch angeblich noch „am Anfang der Pandemie“ stehen?

Mein Fazit hier: Was Untersterblichkeit mit „Pandemie“ zu tun hat, das muss man mir erst noch einmal erklären. Vielleicht kann Herr Drosten ja hier etwas Erhellendes beitragen?

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Quellen:

René Gräber

René Gräber

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13 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar
    Barbara Keppler

    18. August 2020 um 10:47

    Lieber Herr Gräber,
    herzlichen dank für Ihre Recherchen. Sie sind DAS Licht in der Finsternis!!
    Die Weltbank soll allen Staaten Millionengelder gezahlt haben, wenn sie den Lockdown machen. Das würde erklären, warum sie damit nicht aufhören wollen ….
    Das scheint zu stimmen: heimdallwardablog.wordpress.com/2020/08/15/weissrussland-haben-who-und-iwf-lukaschenko-geld-geboten-um-in-seinem-land-einen-lockdown-umzusetzen/
    Das Weltbank-Strategiepapier: heimdallwardablog.wordpress.com/2020/08/17/aus-dem-weltbank-strategiepapier-monitoring-strategie/
    Ich kann nicht einschätzen, ob das stimmt …… und auch nicht, ob diese Webseite seriös ist.
    Aber wir wissen ja: nichts ist unmöglich.
    Herzliche Grüße
    Barbara

  2. Avatar

    Aber wenn in Deutschland im April mehr Leute gestorben sind, und das wo der Lockdown im März angefangen hat, sind die im April verstorbenen nicht Leute die sich bereits vor dem Lockdown angesteckt haben? Und sind dann im Mai und Juni nicht weniger Leute gestorben weil sich weniger anstecken konnten weil der Lockdown schon da war?

  3. Avatar

    Warum wird nicht darauf eingegangen, dass durch den Lockdown viele ärztliche Behandlungen unterblieben, die zur Untersterblichkeit führen konnten? Es ist doch inzwischen schon mehrfach beobachtet worden, auch schon früher bei Ärztestreiks, als Ärzte für den Krieg eingezogen wurden etc.: weniger OPs und Behandlungen, geringere Sterblichkeit durch OP-Folgen, Sepsis, Krankenhauskeime wie MRSA etc.! (was völlig die Fälle aufwiegt, die evtl. aufgrund unterlassener Behandlungen gestorben sein mögen)
    Was natürlich ein verheerendes Zeugnis ausstellen würde über die Sinnhaftigkeit / Gefährlichkeit ärztlicher Behandlungen oder OPs!

    Antwort René Gräber:
    Ich bin bereits in anderen Beiträgen darauf eingegangen, die im obigen Artikel auch verlinkt sind 😉

  4. Avatar

    Guten Abend Herr Gräber,

    ich freue mich generell wenn es noch Menschen gibt, die verschiedene Dinge noch hinterfragen und nicht gleich als sogenannte Verschwörungstheoretiker – oder Linke, oder Rechte abgetan werden. Die
    Aktuell frage ich mich auch wo die Influenza geblieben ist??? Gibt es nur noch Corona???
    Viele Menschen werden extrem in die Angst getrieben – was ist der Hintergrund?
    Wer profitiert?
    Für mich und meine liebe Frau gibt es keine Angst. Diese ist uns völlig unbekannt.
    Lediglich pures Entsetzen wie viele Menschen sich hier in die Irre jagen lassen, und nicht aufstehen…
    Beste Grüße, Shalom & Maranatha
    Renè Völker

  5. Avatar

    @Anne
    Warum sollen alle die Leute, die sich im Januar, Februar und März angesteckt haben, ausgerechnet im April gestorben sein. Haben die sich verabredet? Wieso scheidet der Lockdown selbst als mögliche Ursache aus, wo die Zahlen unmittelbar danach als (mögliche) Reaktion darauf in die Höhe gingen?
    Als der Lockdown durchgesetzt wurde, da war das, was man als die „Infektionsrate“ bezeichnete, sogar durch offizielle Kurven belegt, um 2/3 zurückgegangen. Warum kam es zu einem Rückgang der Infektionen und Mortalität schon vor dem Lockdown, wenn der als alleinige Erklärung dafür dient? Im Februar 2020 sind ganz ohne Lockdown fast 1000 Menschen weniger als im Februar vom Vorjahr gestorben. Erst im Lockdown-Monat März begann die erhöhte Mortalität, für den März noch nicht signifikant, aber für den April dann deutlich. Danach gab es Lockerungen, die mit einer erhöhten Mortalität verknüpft sein müssten, wenn der Lockdown einen Schutz bedeuten würde. Das komplette Gegenteil ist der Fall…

  6. Avatar

    @Barbara Keppler
    Es scheint eine Pressemitteilung von offizieller Stelle der Regierung von Belarus zu geben, die das bestätigt
    https://eng.belta.by/president/view/belarus-president-unwilling-to-accept-additional-terms-to-get-foreign-loans-131164-2020/
    Angaben ohne Gewähr, aber auch nicht per se von der Hand zu weisen…

  7. Avatar

    @Vasanti
    Hier gibt es etwas Interessantes: https://naturheilt.com/blog/aerztestreik-weniger-tote/

  8. Avatar

    Danke für den Beitrag. Die hohen Mortalitätszahlen rühren sicherlich auch daher, dass viele Erkrankte (Herzinfarkt, Schlaganfall, …) aus Angst der Ansteckung die Krankenhäuser gemieden haben und deshalb zu spät behandelt wurden.

  9. Avatar

    Mit dieser Definition hat man bei Bedarf jederzeit eine Pandemie.
    Was immer man auch damit erreichen oder bezwecken möchte.
    […
    Die WHO definiert eine Pandemie als eine Situation, in der die ganze Weltbevölkerung einem Erreger potenziell ausgesetzt ist und „potenziell ein Teil von ihr erkrankt“, wie der WHO-Direktor für Notfälle, Michael Ryan, in den vergangenen Tagen erläuterte. Darüber, wie ansteckend oder tödlich die jeweilige Krankheit ist, sagt der Pandemie-Begriff jedoch nichts aus.
    …]
    als Quelle wurde bewusst ein Qualitätsmedium gewählt: http://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/who-pandemie-coronavirus-100~amp.html

  10. Avatar
    Dr.Ulrich Becker

    20. August 2020 um 13:49

    Lieber Herr Gräber,
    Wir wollten Ihnen den beigefügten Link auf ein Video zur Kenntnis bringen, da es die Informationen, die Sie uns täglich geben, bestätigen. Vielleicht können Sie sie weitergeben oder auch der breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen.
    Wie schätzen Ihre täglichen Informationen sehr und geben sie auch regelmäßig weiter!!
    https://www.ärzte-für-aufklärung.de/
    https://youtu.be/rYAL44xkwWY

    Weiterhin hat uns ein italienischer Bekannter ein Video von einem italienischen älteren Arzt aus der Lombardei geschickt, der ziemlich auf die Politiker, die Minister und die WHO schimpft, sie als Mörder und Bastarde beschimpft.
    Er möchte das Mysterium aufdecken, warum so viele Leute in der Lombardei an Covid-19 gestorben sind.
    Es geht um einen Impfstoff, den die WHO seit Anfang 2019 angegeben hat für die diesjährige Grippesaison mit dem Namen VAXIGRIP Tetra.

    Viele junge Patienten, die intubiert wurden, hatten zuvor den Impfstoff VAXIGRIP Tetra erhalten. Der Impfstoff beinhaltet 2 Stämme von Corona-Viren, wovon einer Covid-19 ist. Man hätte angegeben, dass diese Stämme inaktiv wären (in rot und
    fettgedruckt), – dann bricht das Video ab.
    Wir können Ihnen das Video nicht zuschicken, da Ihr Mailserver aufgrund der Göße der Datei den Empfang verweigert. Eventuell können Sie uns eine alternative Adresse schicken, die diese Beschränkung nicht hat.
    Beste Grüße
    Dr. Ulrich Becker ( Physiker) und Andrea Becker

  11. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    auch ich bin nicht begeistert von den Massnahmen wegen der Covid-9 Infektionen. Aber in Ihren Ausführungen vermisse ich die Berücksichtigung der Inkubationszeit. Man steckt sich ja nicht an einem Tag an und stirbt gleich am nächsten Tag. Wenn also kurz nach dem Lockdown die Fallzahlen nach oben gehen, ist meines Erachtens davon auszugehen, dass man sich vor dem Lockdown angesteckt hat. Das die Übersterblichkeit dann zurück geht, kann viele Ursachen haben und ist sicher nicht nur auf den Lockdown zurück zu führen.
    Warum die erhöhte Sterblichkeit zu Beginn des Lockdowns durch den Lockdown selbst verursacht sein soll, erschließt sich mir nicht.
    MfG Hanne

  12. Avatar

    @Hanne
    Ich bin zwar nicht der Herr Gräber, möchte aber dennoch dazu etwas schreiben.
    Wie lange ist die Inkubationszeit? Laut dieser Quelle – https://www.medicalnewstoday.com/articles/sars-cov-2-study-confirms-previous-incubation-period-estimates – liegt sie bei 5 Tagen.
    Wie erklären Sie sich eine gehäufte Mortalität im April, wenn sich schon im Januar und Februar Menschen infiziert haben und die Inkubationszeit nur 5 Tage beträgt? Sind im Januar und Februar die Zahlen für schwere Erkrankungen exponentiell in die Höhe gegangen, was zu erwarten wäre bei dieser relativ kurzen Inkubationszeit? Kam es in diesem Zeitraum zu einer Überflutung der KHs und Intensivstationen? Warum sind nicht schon im Jan. und Febr. mehr Menschen verstorben, sondern in dieser Häufung nur im April?
    Die Inkubationszeit ist kein primärer Gradmesser für die Gefährlichkeit eines Virus.

  13. Avatar

    Hallo Herr Gräber,
    Zu „Mein Fazit hier: Was Untersterblichkeit mit „Pandemie“ zu tun hat, das muss man mir erst noch einmal erklären.“
    Das ist schnell erklärt, jede Form von Lockdown verursacht Aktivitätsreduktionen auf allen Gebieten, insbesondere dem Straßenverkehr, bei Feiern etc.. Demnach weniger Verkehrstote, weniger Unfallopfer, weniger Tote durch Infektionen anderer Art als Corona durch erweiterte Hygienemaßnahmen usw. Dies und einiges mehr sind die positiven Nebeneffekte, stark verdeutlicht durch die Zahlen a.d. Philippinen auf denen das Risiko einen Verkehrstot zu sterben gleich 3x höher ist als in der Bundesrepublik.

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