Schweinegrippeimpfung und Wirkverstärker – Gefährliche Folgen oder unbegründete Panikmache?

Pandemrix, der Impfstoff gegen die Schweinegrippe (H1N1), enthält eine Reihe wirkverstärkender Zusatzstoffe:  Squalen (10,69 Milligramm), DL-?-Tocopherol (11,86Milligramm) und Polysorbat 80 (4,86 Milligramm), welche nicht nur die Impfwirkung, sondern auch deren Nebenwirkungen intensivieren. Die „Wirkverstärker“ werden als „Wirkverstärker AS03“ bezeichnet.

Warum Wirkverstärker wie AS03?

Je mehr davon, desto weniger eigentlicher Impfstoff ist bei der Herstellung eines Impfpräparates notwendig: Auf diese Weise wird es möglich, in relativ kurzer Zeit Impfstoffe in großem Umfang herzustellen. Pandemrix enthält lediglich 3,75 ?g Antigen, verglichen mit 45 ?g trivalenter saisonaler Grippeimpfstoffe.

Nebenwirkungen – Hochgefährlich oder Panikmache?


Dr. Matthias Pulz vom Landesgesundheitsamt Niedersachsen rechnet lediglich mit einer geringfügigen Häufung lokaler und temporal bestehender Nebenwirkungen wie Schwellungen und Rötungen der Einstichstelle sowie gelegentlichen Fieberreaktionen. Nebenwirkungen, die zu bleibenden Schäden führten, seien jedoch nicht zu erwarten.

Pulz verweist hier auf Vorerfahrungen mit Musterimpfstoff und Adjuvans auf Grundlage des Vogelgrippevirus, auf welche jetzt bei Austausch des Vogelvirusantigen gegen das Schweinevirusantigen verlässlich zurückgegriffen werde. Auch saisonale Grippeimpfstoffe enthielten den Wirkverstärker Squalen.

Prof. Reinholdt Schmidt, Medizinische Hochschule Hannover, führt dagegen an, dass der Verstärker AS03 noch nicht klinisch erprobt sei. Dass er wie bekannte Wirkverstärker funktioniert, kann man insofern nur vermuten.

Hinsichtlich Squalen (gewonnen aus der Haifischleber) konnten schwedische Forscher dagegen nachweisen, dass dieser Stoff nicht nur vorübergehende Gelenkschmerzen, sondern auch chronische Gelenkentzündungen auslösen kann.

Squalen, bei Novartis MF59, bei GlaxoSmithKline AS03 genannt, hat auch in US-amerikanischen Tierversuchsreihen an Ratten bereits in geringsten Dosen nachweislich chronische Gelenkentzündungen, die rheumatoide Arthritis, hervorgerufen. Bereits im Jahr 2000 stellte das American Journal of Pathology die umfangreiche Studie vor.

Dabei handelt es sich hier um einen ursprünglich natürlichen Stoff, der als Zwischenprodukt der Cholesterin-Biosynthese auch in Nervensystem und Gehirn zu finden ist. Eine Injektion von Squalen führt im menschlichen Körper zu einer Autoimmunreaktion, in deren Verlauf das körpereigene Squalen angegriffen wird.

Fachkreise vermuten, dass das Golfkriegssyndrom (Gulf War Syndrome – GWS) durch Squalen im Anthrax-Impfstoff ausgelöst wurde. Bei allen Golfkriegssyndrom-Patienten waren entsprechende Antikörper nachweisbar, während nicht Erkrankte diese nicht trugen.

Besonders interessant in diesem Zusammenhang: Die Symptome des GWS. Patienten klagten nicht nur über Mattigkeit, Schwellungen der Lymphknoten, Durchfall, Hautausschläge, sondern ebenso über Gedächtnisstörungen, neurologische Beschwerden sowie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen.

Eine weiteres mögliches Problem: Die Wirkstoffverstärker-Partikel im Impfstoff liegen im Nano-Bereich. Hierzu schreibt das Paul-Ehrlich-Institut:

Auch wenn einige dieser Komponenten [Anmerkung: die Wirkverstärker sind gemeint] in einem Größenbereich angesiedelt sind, der im Bereich von Nanometern liegt, handelt es sich dabei nicht um technologisch gezielt hergestellte Nanopartikel.

Dennoch zeigt die Patentschrift zum Schweinegrippeimpfstoff, wie die NANO-Partikel durch das Pressen durch Nanofilter technisch und gezielt hergestellt werden (http://www.freepatentsonline.com/y2009/0028903.html?query=%22as03%22&stemming=on)

Mehr dazu auch im Beitrag: Nanopartikel im Schweinegrippe-Impfstoff und Gefahr durch Nanopartikel.

Weitere Probleme durch sonstige Bestandteile?

Sonstige Bestandteile des Schweinegrippen-Impfstoffs Pandemrix sind: Polysorbat 80, Octoxynol 10, Thiomersal, Natriumchlorid, Natriummonohydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid und Wasser für Injektionszwecke

Auch zum quecksilberhaltigen Konservierungsstoff Thiomersal gibt es keinerlei Erfahrungswerte, die seine Unbedenklichkeit belegen. Thiomersal, eine bereits in geringen Dosen hochwirksame Quecksilberverbindung, besitzt neurotoxische Wirkungen und schädigt insbesondere während der Embryonal- und Fetalphase das Nervensystem von Ungeborenen. Des Weiteren steht das (in Handdesinfektionsmitteln längst verbotene) Thiomersal im Verdacht, bei Kleinkindern Asperger-Autismus und weitere neurologische Entwicklungsstörungen auszulösen.

Die europäische Arneimittelagentur(EMEA) hat Nutzen und Risiken dieses Stoffes gegeneinander abgewogen: Der Zusammenhang zwischen neurologischen Entwicklungsstörungen und dem Konservierungsstoff sei unwesentlich, aus ökologischer Sicht befürworte man aber langfristig die Herstellung von Impfstoffen, die ohne quecksilberhaltige Stoffe wie Thiomersal auskämen.

Daher sollen auch Schwangere (trotz des erhöhten Fehlgeburtsrisikos) und chronisch erkrankte Säuglinge mit dem Thiomersal enthaltenden Impfstoff geimpft werden – eine „Risikoabwägung“ soll aber individuell erfolgen…

Außerdem erhöht das Hilfsstoffgemisch die Wahrscheinlichkeit, dass Schadwirkungen wie das Guillan-Barré-Syndrom auftreten. Und Ticovac, ein über Albumin und Quecksilberkonversans wirkverstärkter FSME-Impfstoff, wurde ehemals nach 14 Monaten aufgrund seiner schweren Schadwirkungen vom Markt genommen.

Es geht auch ohne Wirkverstärker …

Die FDA, die US-amerikanische Arzneimittelbehörde, ist der Auffassung, dass man gut ohne Wirkverstärker und damit antigensparende Technologie auskommen kann und lässt produzierte Vakzine zunächst testen. Eine antigensparende Technologie gewährleistet im Übrigen kaum eine schnellere Produktion: Vielmehr scheint der Schwerpunkt auf Kostensenkung und Gewinnmaximierung zu liegen.

Vier Impfstoffe sind seit September, und damit Wochen früher als die deutschen Impfstoffe, in den USA zugelassen: Von den Herstellern CSL, MedImmune, Novartis Vaccines und Sanofi-Pasteur. Für Schwangere werden verstärkte Nebenwirkungen vermutet. In den USA erhalten diese daher traditionell produzierten Impfstoffe ohne Wirkverstärker. In Deutschland wird über eine solche, bestimmte Verbraucher schützende Sonderlösung dagegen nicht nachgedacht, und dass verimpft werden soll, entbehrt jeder erkenntnisgeleiteten Grundlage. (Übrigens: Die USA lassen einen neuen Impfstoff im Notverfahren zu).

Hinzukommt, dass die zu Prophylaxe wie Therapie verfügbaren Mittel wie die Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza) inzwischen ebenfalls in ihrer Wirksamkeit umstritten sind.

Drei von vier Impfstoffen enthalten Adjuvantien. Der vierte wird auf Nierenzellen grüner Meerkatzen gezüchtet. Ein Impfstoff wurde auf einer dauerhaften tumorigenen Zelllinie angesetzt.

Mitte September teilte GlaxoSmithKline mit, dass fast alle 130 Freiwilligen bereits nach einer wirkstoffverstärkten Injektion innerhalb von drei Wochen ausreichend Antikörpertiter zeigten.

Allerdings hatte man hier einen um 40 Prozent höher dosierten Impfstoff verimpft, als er in Deutschland flächendeckend vorgesehen ist. Bemerkenswert: Kurz zuvor hatten Novartis wie CSL Ergebnisse veröffentlicht, die u. a. bei Impfstoffen ohne Wirkverstärker eine Serokonversion von 97 Prozent, und dies nach drei Wochen, belegten.

Weltweite Pandemien – Ein Milliardengeschäft

Sir Roy Anderson, Berater der britischen Regierung und seines Zeichens fürstlich bezahlter Lobbyist von Pandemrix-Hersteller GlaxoSmithKline mit einem Jahreseinkommen von 136.000 Euro, propagierte schon kurz nach den ersten mexikanischen Schweinegrippefällen vollmundig die Möglichkeit, mehrere effektive Impfstoffe bereitzustellen. Auch die WHO erklärte die Schweinegrippe schon wenige 45 Tage zur Pandemie, – wenngleich die Schweinegrippe in Deutschland im Gegensatz zur saisonalen Grippe durchgängig sehr mild verläuft.

Die deutschen Behörden haben für einen ausreichenden Vorrat an dem etwa eine Milliarde teuren Impfstoff gesorgt. 50 Millionen Dosierungen wurden auf Grundlage eines schon 2007 (!) zwischen GlaxoSmithKline, dem Gesundheitsministerium und den Bundesländern vereinbarten Vertrages bestellt, der strengster Geheimhaltung unterliegen sollte.

Aus dem nun bekannten Vertrag geht hervor, dass in 2007 eine Impfdosis 7 Euro kosten sollte. Nur ein Euro entfielen auf das Antigen, die restlichen 6 Euro wurden für Adjuvantien gezahlt. Wirkverstärker verteuern demnach die Pandemie-Impfung immens, ohne Wirkverstärker lägen die Kosten vermutlich bei etwa vier Euro pro Dosis: Etwa 150 Millionen Euro hätten gespart werden können.

Ebenfalls Teil des Vertrages: Bereitstellungsvereinbarungen an Stelle konkreter Lieferbedingungen. Die Länder sollen die Impfdosen im Dresdener Werk abholen – herstellerseitige Regelungen zu Transport mit funktionierender Kühlkette und Logistikanlauf? Fehlanzeige.

Und letztlich: Kaum zu glauben, leider wahr. Eine umfassende Haftungsfreistellung des Herstellers GlaxoSmithKline mit interessanter Begründung: Aufgrund des Fehlens ausreichender klinischer Daten zur Verträglichkeit des Impfstoffes wird GlaxoSmithKline für den Fall, dass eintretende Schäden den tatsächlichen Nutzen übersteigen sollten, von jeglicher Haftung freigestellt.

Deutsche Behörden sind in der Fürsorgepflicht. Ob sie diese engagiert wahrnehmen, wird derzeit nicht nur von weiten Teilen einer verunsicherten Bevölkerung bezweifelt: Das eher schleppende Anlaufen der als bundesweit und flächendeckend konzipierten Impfaktion spricht eine unmissverständliche, eigene Sprache.

Weitere Beiträge zum Thema:

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Experte: Falscher Schweinegrippe-Impfstoff bestellt

Protest gegen Zwangsimpfung in den USA

Heilfasten gegen Schweinegrippe

Ach ja: Und falls Sie noch nicht genug haben – schauen Sie sich doch mal diesen Beitrag an und staunen darüber, wen die Wirkverstärker stärken 🙂

Datum: Freitag, 30. Oktober 2009 12:45
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12 Kommentare

  1. 1

    […] Wegen der Wirkverstärker wurde deutschen Behörden auch vorgeworfen den falschen Impfstoff bestellt zu haben. Zu den Problemen der Wirkverstärker schreibe ich ja im Beitrag: Schweinegrippe-Impfung und Wirkverstärker. […]

  2. 2

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    Ihr Beitrag gefällt mir sehr gut, obschon „relativer“ Laie kann ich mich den Ausführungen über Wirkverstärker z.B. nur anschließen.
    Ich möchte trotzdem auf das Ursächliche wieder zurückommen. Diese Impfstoffe kommen doch nur auf den Markt, weil die Existenz von Krankheit erregenden Viren als gegeben angesehen wird.
    Nach dem sog. Goldstandard muss ein Krankeitserreger biochemisch isoliert und danach fotografiert und in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht werden. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, genau dies fehlt.
    Können Sie mir helfen und mir eine Veröffentlichung bennenen? Egal, ob HIV, H1N1 oder sonst ein Virus.
    Ich wäre dankbar, endlich Klarheit zu haben.

  3. 3

    […] >>Grippen und Erkältungen. >>Grippeschutzimpfung- hilft eh nicht, also auch weg. >>Wirkverstärker und >>Tamiflu – eine Lachnummer, weg. Weg auch mit der Werbung für […]

  4. 4

    […] Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag: Schweinegrippeimpfung und Wirkverstärker – Gefährliche Folgen oder unbegründete Panikmache? […]

  5. 5

    […] Fazit: endlich wird einmal öffentlich über Impfungen diskutiert und nicht über alles der Mantel des Schweigens gebreitet. In diesem Zusammenhang sollte endlich auch einmal über den Nutzen der Grippeschutzimpfungen diskutiert werden, denn deren Nutzen wird neueren Studien angezweifelt. Mehr dazu lesen Sie auch in meinem aktuelleren Beitrag: Schweinegrippenimpfung – Gefährliche Folgen oder Panikmache? […]

  6. 6

    […] Ein weiterer Treppenwitz der Geschichte ist, dass abgelaufene Impfseren, die das Quecksilber-haltige Konservierungsmittel Thimerosal enthalten, per Gesetz nicht im Normalmüll entsorgt werden dürfen. Sie gelten als Sondermüll. Unsinnigerweise wird dieser Sondermüll organisiert als prophylaktische Impfung in die Körper der Bevölkerung injiziert. Mehr dazu in meinem Beitrag: Wirkverstärker – gefährliche Folgen oder unbegründete Panikmache? […]

  7. 7

    […] der Schweinegrippe 2009 wurde uns damals auch gleich der Heilsbringer mit serviert: Die Schweinegrippe-Impfung und das […]

  8. 8

    […] oder so… 😉 Aber das Weihnachtgsgeld der Pharma-CEOs wird sicher stimmen. Frohes Fest!Vor 3 – 4 Wochen etwa stand es gefühlsmäßig auf der Kippe, nun ist es endgültig gefloppt. Es gib… im Januar per Untersuchungsausschuß die "gefälschte Pandemie" unter die Lupe nehmen: […]

  9. 9

    […] Zunächst einmal sollte man wissen, dass die USA eine Impfpolitik verfolgen, so dass jeder Bürger dieses (absolut freiheitlichen Landes) kaum eine andere Wahl hat, als seine Kinder der staatlich verordneten (freiheitlichen) Impfverordnung zu unterwerfen. Die kleinen US-Staatler werden in den ersten Lebensjahren einer Kanonade von Impfungen gegen alles mögliche ausgesetzt, einmal, zweimal, mehrmals. Insgesamt werden den Babys und Kleinkindern 30 verschiedene Impfungen zugemutet, mit Substanzen in den Seren, die unter normalen Umständen nicht einfach im Hausmüll, sondern als Sondermüll entsorgt werden müssen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Diskussion um die sogenannten „Wirkverstärker in Impfstoffen“? […]

  10. 10

    Hallo,

    ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen.
    Abhärtung ist viel wirksamer.

  11. 11

    […] Schweinegrippeimpfung und Wirkverstärker – Gefährliche Folgen oder unbegründete Panikmache? […]

  12. 12

    Hallo, ich wurde voriges Jahr von unserem Arzt überredet mich gegen Gripp impfen zu lassen. Mit viel Bauchschmerzen habe ich es machen lassen. Nach 1 Woche hatte ich einen Dicken geröteten Arm, habe gegen die Schmerzen eine Salbe bekommen. Nun ist ein Jahr rum und mein Arm wird immer schlimmer, mittlerweile gehen die Schmerzen soweit, dass ich meinen Arm nicht mehr richtig bewegen kann. Nur noch unter Schmerzen. Mag nicht mehr zum Arzt hingehen, denn Cremes kann ich mir selber kaufen. Lasse mich natürlich nicht mehr impfen, aber was kann ich noch machen? Freundliche Grüße S. Kansy

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