Politiker entdecken: Herbizide sind doch gesund

„Roundup“ von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer „Monsanto“ ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: „Monsanto – Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen„). „Roundup“ wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig Geld damit verdienen. Heute gibt es andere Präparate, die dem „Roundup“ ähnlich sehen, da der Hauptwirkstoff des Herbizids der Gleiche ist: Glyphosat.

Dies ist ein nicht-selektives Blattherbizid, das über chlorophyllhaltige Pflanzenteile aufgenommen wird. Es wirkt aber nicht nur gegen Unkräuter verschiedenster Natur, sondern leider auch gegen die Nutzpflanzen, die mit dem Mittel in Kontakt kommen. In der Pflanze blockiert das Glyphosat ein spezifisches Enzym, das für die Synthese von aromatischen Aminosäuren zuständig ist.

Außerdem begünstigt die Substanz den Befall mit Wurzelpilzen. Und zuletzt wird die Entwicklung von Knöllchenbakterien eingeschränkt, so dass das Angebot an Mangan und Stickstoff für die betroffene Pflanze deutlich reduziert ist. Dieser ganze Wirkkomplex bedeutet für die betroffene Pflanze den sicheren Untergang.

glyphosat-gift

In der Vergangenheit und Gegenwart wurde und wird Glyphosat als umweltfreundlich, ungiftig, sicher oder kurz als „Traum“ verkauft: Das böse Unkraut wird zerschmettert, auf dass das gute Kraut noch besser gedeiht. Und die Konsumenten und Bauern werden vom Einsatz der Chemikalie überhaupt nicht betroffen.

Diese Aussage klingt so toll, dass sie aus einem Marketingbüro stammen könnte.

Dann gibt es da noch die Wissenschaft, die Hand in Hand mit Monsanto damals die Unbedenklichkeit der Substanz nachgewiesen hatte. Kein Wunder also, wenn die Behörden der verschiedenen Länder dieses Zeugs ihren Bauern und Kleingärtnern nicht vorenthalten wollten.

Es regten sich aber die ersten Zweifel, als die Marketingwissenschaft und ihre parteiischen Ergebnisse durch unabhängige Studien widerlegt wurden. Denn dass, was Monsanto als Wissenschaft ausgegeben hatte, waren im Grunde nichts anderes als größtenteils unveröffentlichte Studien aus eigenem Haus, die zu irre positiven Ergebnissen kamen. Und es wurden dann unglücklicherweise immer mehr Studien, die nicht zum gewünschten Monsanto-Ergebnis kamen.

Studien gegen Legoland
Diese Studie (The teratogenic potential of the herbicide glyphosate-Roundup in Wistar rats. Dallegrave et al.; Department of Pharmacology, Instituto de Ciências Básicas da Saúde, Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS), Porto Alegre, Brazil) wurde 2003 veröffentlicht. Sie beschreibt den Einfluss von Glyphosat bei schwangeren Ratten auf die Nachkommenschaft. Die Weibchen wurden mit Trinkwasser versorgt, das mit 500, 750 und 1000 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht Glyphosat versetzt war. Sie wurden aber nur vom 6. bis zum 15. Tag der Schwangerschaft der Chemikalie ausgesetzt. Am 21. Tag der Schwangerschaft wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt und die Föten einer Untersuchung unterzogen. Es zeigte sich eine Mortalitätsrate von 50 Prozent bei den Muttertieren bei der Behandlung mit 1000 Milligramm. Bei den Föten wurden Veränderungen in der Skelettstruktur festgestellt und zwar 15,4 Prozent bei der Behandlung mit 500 Milligramm, 33,1 Prozent bei 750 Milligramm und 57,3 Prozent bei 1000 Milligramm. Die Autoren wagten darauf hin zu behaupten, dass Glyphosat-Roundup für schwangere Muttertiere toxisch ist und für die Entwicklung von Skelettveränderungen bei den Föten verantwortlich zu machen ist.

Nur 4 Jahre später veröffentlichten die gleichen Autoren einen „Nachschlag“: Diesmal (Pre- and postnatal toxicity of the commercial glyphosate formulation in Wistar rats) ging es nicht um morphologische Veränderungen bei Föten, sondern um die Effekte von Glyphosat auf das weibliche und männliche Fortpflanzungssystem bei Ratten. Die schwangeren Tiere wurden wieder über das Trinkwasser mit Glyphosat versorgt, diesmal deutlich niedriger mit 50, 150 und 450 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Dauer während der Schwangerschaft betrug 21 bis 23 Tage und dann 21 Tage während der Stillzeit der Neugeborenen. Da die Dosierungen nicht mit den Dosierungen korrespondierten, die für den Menschen zutreffen, wurden auch keine toxischen Effekte auf die Muttertiere beobachtet.

Aber sie waren in der Lage, bei den männlichen Nachkommen ungünstige Veränderungen der Sexualorgane zu bewirken. Es zeigte sich eine reduzierte Spermienzahl und -produktion nach Erreichen der Geschlechtsreife. Weiter wurden erhöhte Prozentzahlen an abnormalen Spermien beobachtet und eine dosisabhängige Verminderung von Serumtestosteron während der Pubertät. Bei den weiblichen Nachkommen wurden keine nachteiligen Vorkommnisse beobachtet. Die Autoren schlossen daraus, dass Glyphosat das reproduktive System männlicher Ratten signifikant in der Pubertät und während des Erwachsenenalters beeinträchtigt.

Eine weitere Studie von Carrasco aus dem Jahr 2010, also noch fast ofenfrisch, untersuchte Frösche und Glyphosat (Glyphosate-Based Herbicides Produce Teratogenic Effects on Vertebrates by Impairing Retinoic Acid Signaling. Carrasco et al.; Laboratorio de Embriologia Molecular, CONICET-UBA, Facultad de Medicina, Universidad de Buenos Aires, Argentina).

Die Forscher beobachteten bei Frosch- und Hühnerembryos bei der Dosis von 1/5000 eines handelsüblichen Glyphosats eine negative Veränderung von morphologischen Parametern: Verkleinerte Gehirne, neurale Entwicklungsstörungen und Verkleinerung der Anlagen für den optischen Apparat. Weitere detaillierte Veränderungen von Frosch- und Hühnerembryos werden in der Arbeit diskutiert. Auch diese Arbeit zeigt, dass Glyphosat – in diesem Fall nicht zwingend für den Menschen, aber für die Umwelt – nicht als unbedenklich einzustufen ist.

Eure Wissenschaft, unsere Politik

Nachdem jetzt nachhaltig Hinweise bzw. Beweise eingehen, dass Glyphosat alles andere als ein harmloses Wässerchen ist, das selbige nicht trüben kann, wäre es an der Zeit, auf politischer Ebene und der Gesundheit der Betroffenen zuliebe einige Veränderungen durchzusetzen. Aber das deutsche Ministerium für Verbraucherschutz kam zu vollkommen gegensätzlichen Ergebnissen in ihren Untersuchungen: Für sie stellt sich die Substanz immer noch als ein Idealprodukt dar, dass ohne Einschränkungen eingesetzt werden kann.

Jetzt stellt sich für mich eine Frage: Seit wann sind Politiker in der Lage, wissenschaftliche Erhebungen durchzuführen? Von daher vermute ich jetzt einmal, dass sie Kraft ihres Amtes auf alte Unterlagen zurückgreifen, die ganz klar belegen, dass Glyphosat wunderbar ist. Natürlich bleibt dem Politiker auch hier verborgen, oder er will es einfach nicht sehen, dass diese Unterlagen aus der Monsanto eigenen Produktion stammen. Und die werden einen Teufel tun, ihr eigenes Produkt zu zerreißen. Aber auf das Thema: „Monsanto und Wissenschaft“ komme ich gleich noch kurz zurück.

Ersteinmal habe ich hier noch ein Video bei dem es um „Roundup“ und das Versagen deutscher Zulassungsbehörden geht. Die Sendung „Kontraste“ stellt darüber hinaus einen Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung vor. Demnach ist möglicherweise der Chemikaliencocktail für die bei Landwirten auftretenden Haut- und Lungenerkrankungen verantwortlich…

Obwohl man es gerne möchte – aber diese unangenehmen Studien, die zur Schädlichkeit von Glyphosat veröffentlicht werden, kann man auf die Dauer dann doch nicht ignorieren. Die EU-Kommission selbst schaffte es dann doch, dies alles geschickt zu umgehen, indem sie sich auf einen Bericht aus Deutschland bezog. Und dies ist der oben erwähnte Bericht des deutschen Ministeriums für Verbraucherschutz. Aber warum sollte es bei uns auch anders sein als in den Vereinigten Staaten, wo bereits Gentechnik-Lobbyisten als Obamas Berater tätig sind? Ich hatte ja zu diesem Thema bereits den einen oder anderen offenen Brief an das Verbraucherschutzministerium geschrieben, aber raten Sie mal? Genau, keine Antwort.

Es passiert etwas! Aber wann?

Angesichts dieser Kluft zwischen alten Wissenschaftsmärchen von Monsanto und den neuen Ergebnissen unabhängiger Wissenschaftler versprach man so was wie eine neue Risikobeurteilung. Gesagt, getan, die Kommission wurde dann auch sofort aktiv und verschob die Untersuchung über schädliche Wirkungen auf 2015.

Prima! So mach ich das auch immer. Immer wenn bei meinem Auto die Bremsen versagen, dann verschiebe ich die Inspektion bis nach Weihnachten. Denn in der Bedienungsanleitung des Autoherstellers steht, dass das Fahrzeug mit tadellosen Bremsen ausgeliefert wurde. Und der muss es doch schließlich wissen, oder?

Aber es kommt dann noch toller: Nachdem man nun schon seit Anfang der 90er Jahre von den möglichen toxischen, genschädigenden usw. Wirkungen von Glyphosat weiß, kann es gut möglich sein, dass man diesen Zustand sogar bis 2030 pflegen möchte. Denn vielleicht wissen diese Politiker doch irgendwie, dass die Mosanto-wissenschaftliche Argumentationsbasis für das Produkt auf hauchdünnem Eis steht. Um hier nicht einzubrechen, versucht man Zeit zu schinden und das Eis erst gar nicht zu betreten, und je länger, desto besser.

Damit haben Monsanto und Co allen Grund aufzuatmen. Ihre Lobbyarbeit hat sich bezahlt gemacht. Und der deutsche Normalverbraucher und Steuerzahler zahlt immer mehr Steuern, von denen Politiker, die sie in die Pfanne hauen, großzügig monatliche Diäten erhalten. Wer hier noch glaubt, dass diese Leute um die Gesundheit der Bevölkerung besorgt sind, sollte nach Legoland auswandern.

Monsanto-Spitzen

Es ist nicht nur bekannt, dass Monsanto seine eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse beeinflusst (manche sagen auch „fälscht“). Sie machen auch irreführende Werbung für ihr Gift. So wurden die Firma 1996 vom New Yorker Staatsanwalt strafrechtlich verfolgt, da sie bewusst irreführende Werbeaussagen zu ihren Produkten gemacht hatten. In Frankreich wurden sie 2007 verurteilt, da sie in der Werbung behaupteten, dass Glyphosat umweltfreundlich sei und biologisch abbaubar.

Wenn man aber jetzt glaubt, dass in Sachen Märchenstunde keine Steigerung mehr möglich ist, dann kennt man die Inspiration von Monsanto noch nicht. Denn die behaupteten zudem, dass Roundup nach Gebrauch den Boden sauber zurück lässt. Umweltschützer und Verbraucherschützer brachten 2001 den Fall vor das französische Gericht mit der Begründung, dass Glyphosat ein gefährliches Umweltgift ist und besonders giftig für im Wasser lebende Organismen. Monsanto wurde zur Zahlung von 15,000 Euro verurteilt (http://www.organicconsumers.org/articles/article_4114.cfm).

In Sachen Pseudowissenschaft hat es Monsanto zu hohem Ansehen gebracht. So wurden ihre „Wissenschaftler“ bei zei Gelegenheiten überführt, als sie bewusst Testergebnisse zu Glyphosat aus angeheuerten Vertragslabors fälschten.

Im ersten Fall handelte es sich um das Industrial Biotest Labor (IBT). Hier berichtete ein Mitarbeiter der amerikanischen Umweltbehörde von routinemäßigen Fälschungen. Aberwitzig wird es dann, wenn man in den gefälschten Reports zu lesen bekommt, dass man mit Proben aus dem „Uterus von männlichen Hasen“ gearbeitet hatte. Da hat wohl einer damals in Biologie nicht aufgepasst oder er hält den Rest der Welt für so blöd, dass die nicht Männchen und Weibchen auseinander halten können. Für die wäre Glyphosat gerade richtig.

Im zweiten Fall ging es um gefälschte Wissenschaft in den Craven Labors. 1991 wurden der Besitzer und 3 Angestellte schuldig befunden, an 20 Kapitalverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Der Besitzer des Labors wurde zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt und musste 50.000 Dollar zahlen. Das Labor wurde zu einer Zahlung von 15,5 Millionen Dollar verurteilt. Dieses Labor hatte für eine Reihe von Pestizidherstellern Studien durchgeführt, einschließliche Monsanto. (http://en.wikipedia.org/wiki/Glyphosate#cite_ref-88)

Fazit: Ich frage mich, was muss noch passieren, damit die Welt aufwacht und erkennt, dass männliche Hasen keinen Uterus haben. Auch Männer haben keinen Uterus, werden aber doch in jungen Jahren gegen HPV geimpft. Wird hier heuchlerisch die Gesundheit der (männlichen) Bevölkerung ins Fadenkreuz geschoben, damit man noch mehr Kasse macht? Ähnlich wie beim „Impfseren-Umsatz“ (Beispiel Schweinegrippe oder Gebärmutterhalskrebs-Impfung).

Und dort, beim Glyphosat: Ist es nicht mehr als deutlich, dass es gar nicht um die Gesundheit geht? Warum können sich Firmen wie Monsanto scheinbar die tollsten „Klopfer“ leisten, für die man „Otto Normalverbraucher“ vielleicht in die Irrenanstalt (Verzeihung: in die Psychatrie) oder ins Gefängnis stecken würde?

Und so sehe ich es auch als tollen Klopfer an, wenn man den Einsatz von Substanzen wie Glyphosat uneingeschränkt unterstützt und fördert, und damit Leben und Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel setzt. Auf der anderen Seite aber werden von Seiten der gleichen Behörden und Politiker heuchlerisch besorgte Mienen kamerawirksam aufgesetzt, wenn ein paar E. coli Bakterien aus dem Ruder laufen… (siehe mein Beitrag zum EHEC – Heckmeck). Sind denn die EHEC-Toxine so viel giftiger als das Glyphosat?

Datum: Dienstag, 6. September 2011 17:51
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26 Kommentare

  1. 1

    Hallo – kann man solche Infos nicht mal an die Bild-Zeitung und andere Medien weitergeben? Bin vielleicht naiv, aber manchmal greift Bild wirklich kontroverse Themen auf und schlägt Politikern und Konzernen auf die Finger. Oder wurde das schon versucht?

  2. 2

    […] Dies ist die eine Seite der Medaille. Mit der Einführung der Genprodukte, egal ob es nun Soja, Kartoffeln, Mais usw. ist, sollte man davon ausgehen, dass diese Nahrungsmittel so sicher sind wie die alten, natürlichen auch. Jeder behauptet dann auch, dass dem so ist. Aber getestet hat niemand diese “Hypothese”. Hier wird die Annahme zur Gewissheit (assumption is the mother of all fuck ups – Annahme ist die Mutter allen Bockmists, Film “Under Siege 2”), ohne dass dies von der sonst so oft geforderten und überstrapazierten evidenzbasierten Wissenschaft erforscht worden wäre. Damit sind den “Fuck ups” Tür und Tor geöffnet worden. Man hat weder Kurz- noch Langzeiteffekte einer Prüfung unterzogen. Sogar einiger unserer deutschen Politiker scheinen der Meinung zu sein: “Herbizide sind gesund.” […]

  3. 3

    […] „Roundup ready“ heißt, dass die genetisch veränderte Nutzpflanze diesmal kein Gen enthält, dass ein Pestizid produziert. Dafür enthält es ein Gen, dass sie unempfindlich macht gegen ein spezifisches Pestizid, dem „Roundup“, aus dem Hause Monsanto. Sprüht der Bauer also sein „Roundup“ auf seine Monsanto-Saat, dann wird nur das Unkraut, nicht aber seine Saat vernichtet – so die Versprechungen der Firma. Und damit man auch sicher alles Unkraut beseitigt, rät die Firma nicht von einer intensiven bzw. extensiven Nutzung ihres Pestizids ab. Denn je mehr versprüht wird, desto lauter klingeln die Kassen bei Monsanto. Diese Tendenz zur Überdosierung ist dann auch mitverantwortlich für die sich mittlerweile einstellenden Resistenzentwicklungen gegenüber dem Hauptwirkstoff in „Roundup“, dem Glyphosat. Was dieser Wirkstoff so alles kann, besonders wenn man ihn als Verbraucher schlucken muss, habe ich bereits skizzieren können unter Soja – Warum ich das lieber nicht essen würde. Und da nach Einschätzung der Experten jetzt ca. 130 verschiedene Arten von “Unkräutern” in 40 Staaten der USA schon gegen Glyphosat resistent geworden sind, werden die Farmer angehalten, noch mehr von der Chemie auf ihre Felder zu schütten oder aggressivere Pestizide zum Einsatz zu bringen. […]

  4. 4

    […] Dies ist die eine Seite der Medaille. Mit der Einführung der Genprodukte, egal ob es nun Soja, Kartoffeln, Mais usw. ist, sollte man davon ausgehen, dass diese Nahrungsmittel so sicher sind wie die alten, natürlichen auch. Jeder behauptet dann auch, dass dem so ist. Aber getestet hat niemand diese “Hypothese”. Hier wird die Annahme zur Gewissheit (assumption is the mother of all fuck ups – Annahme ist die Mutter allen Bockmists, Film “Under Siege 2”), ohne dass dies von der sonst so oft geforderten und überstrapazierten evidenzbasierten Wissenschaft erforscht worden wäre. Damit sind den “Fuck ups” Tür und Tor geöffnet worden. Man hat weder Kurz- noch Langzeiteffekte einer Prüfung unterzogen. Sogar einiger unserer deutschen Politiker scheinen der Meinung zu sein: “Herbizide sind gesund.” […]

  5. 5

    […] dass ein Teil seines Weizens, trotz Behandlung seiner Felder mit dem Monsanto Breitbandherbizid „Roundup“, keinerlei Schaden genommen hatte. Wissenschaftliche Untersuchungen stellten dann fest, dass der […]

  6. 6

    Lieber Herr Graeber ich hätte da mal eine Frage: Was halten Sie von TA-65 Kapseln? Leider habe ich im Zusammenhang mit Ihrem Namen und diesen Kapseln keinen Artikle im Internet finden können. Ich weiß, dass Sie das Heillfasten empfehlen und auch mich begeistert es sehr, da ich es schon einige Male praktiziert habe, aber beulich habe ich einen Bericht im TV über TELOMERE & TELOMERASE gesehen und in diesem Zusammenhang wurde auch auf die Kapseln hingewiesen. Lieber Herr Gräber danke, danke und nochmal danke für Ihren unermüdlichen Einsatz in jeder Hinsicht, Sie sind für mich ein SEHR wichtiger Maßstab im verwirrenden Feld der Medizin und Allem was damit zusammenhängt.

    Liebe Grüße und schon HERZLICHEN Dank im Voraus für Ihre Antwort, sendet Ihnen aus Limburg (ja, das mit dem Skandal-Bischof ) Ihre Dory Latus

  7. 7

    Es gibt doch viele Heilmittel, die aus der Natur kommen. Kaum ein künstlich hergestelltes Medikament ist wirklich zuträglich für den Menschen. Ich nehme mal den Notfall aus. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Herbizide in der Natur vorkommen!?? Sie töten Tiere! Sie fügen Mensch – Tier und auch vielen Pflanzen einen Schaden zu. Wo ist denn das bitte gesund? Das muss mir mal jemand plausibel erklären. Das erkennt doch schon das kleinste Kind.

  8. 8

    ..ich frage mich, wann endlich der Aufklärungsstatus dieser verblödeten Republik ausreicht, den Politikern Feuer unter dem Arsch zu machen. Die breite Masse läßt sich doch lieber mit Fußball, Formel Eins und diversen anderen Quatsch aus dem Verblödungsverstärker (TV) abspeisen. Wo ist der Aufschrei dieser (Pseudo)-Grünpartei zum Thema Glyphosat?

  9. 9

    …es ist erschreckend wie wenig die Menschen über die Gefährlichjeit, von Pflanzenschutzmitteln, Plastik und anderen Giften in der heutigen Zeit wissen! Viele wollen es gar erst wissen! Auszubaden haben es die Kinder und Kindeskinder!(heute hörte ich,das Embryos schon an Schlaganfall leiden !!-normal ist das nicht!) Es gibt in den Medien, Fernsehen, Presse und Internet sehr viele Infos. Noch nie etwas von dem „Alpenparlament“ oder den Bilderbergern oder HAARP gehört? Da gibt es massenhaft erschreckende Aufklärung! Ich bekomme oft zu hören:“das können die doch nicht machen!!“ Oder man kann doch da nichts machen.
    Man darf auch nicht vergessen, wir leben im Kapitalismus. Das heißt, es steht das Kapital an erster Stelle. Ebenso gibt es in den Krankenhäusern keine Patienten mehr, sondern Kunden. Und was macht man als Kunde….? Man muß bezahlen! Da ist die Pharmaindustrie ja auch gleich da und wir sind schon wieder beim Kapitalismus angelangt! Wann wachen die Menschen endlich auf, daß sie auch Macht haben, siehe auch die Meinung von Wind. Es geht schließlich um die eigene Gesundheit!

  10. 10

    Politiker sind [redigiert vom Betreiber], die „ihren“ Völkern schaden. Punktum. Ebenso Monsanto und Co.

    Anmerkung René Gräber:
    Ich bin mit zahlreichen Dingen, wie sie in der Politik entschieden auch nicht einverstanden. Aber „wir“ (das Volk), haben diese gewählt. Ich würde auch keinesfalls alle Politiker in einen Topf werfen wollen. Es gibt einige, die (nach meiner Meinung) versuchen eine „gute“ Arbeit zu machen. Aber mit (fast) allen Themen, kann man es nicht Allen (Volk) Recht machen. Also ich wollte den Job nicht haben, da müsste mich „Volk“ schon zu zwingen. Aber wenn die ersten unangenehmen Entscheidungen anstehen (z.B. eine deftige Steuer auf Zucker), wird da Gejammer und der Zorn groß sein – nicht nur bei den Betroffenen Interessengruppen (Zuckerindustrie). Aber: da wir in einer Demokratie leben, kommt es darauf an, dass „wir“ unsere Meinung äußern, uns organisieren und den Einfluss der Lobbyisten auf die Politiker zurückdrängen und Themen nach vorne bringen, die stimmig und sinnvoll sind…

  11. 11

    Ich bin auch der Meinung, dass Politiker in die eigene Tasche „schaffen“ und dass es ein Ammenmaerchen ist, dass auch nur einer dieser „Volksvertreter“ am Wohl der gemeinschaft interessiert ist. Monsanto und Co verdienen genug Geld mit Ihren „Giften“ dass sie jedermann bestechen koennen, es kommt nur auf die „Hoehe“ an. Gott Dank dass es auch sehr oft die Verursacher trifft die sich selbst das Grab schaufeln. Der einzige Weg ist, sein Glueck selbst in die Hand zu nehmen und alles was krank macht boykottieren. Und das Allerwichtigste ist, Renee Graeber in seinen Studien und Veroeffentlichungen zu unterstuetzen und zu danken. Danke Herr Graeber
    Christiane Walter

  12. 12

    Hallo Herr Gräber, mit Bakterien und diesem ganzen Anhang-Konglomerat steigt der Umsatz ins Nirvana. Denn nur wer gut schmiert, der gut fährt! Lassen Sie dies aber bitte tunlichst bei Ihren Bremsen …
    Für die „Klopfer“-Tarnung bedarf es Verständnis des Begriffs Uterus. Da hört’s bei 99% schon mal auf … vom lesen reden wir hier erst gar nicht.
    Lg S

  13. 13

    Die Politiker haben vollkommen Recht mit ihrer Aussage „Herbizide sind doch gesund“
    Denn die sehen und denken doch nur die Schmiergelder in ihren Geldbeutel !!
    Die Bürger sind denen doch egal

  14. 14

    Ja bitte , es muss weiter verbreitet werden !!
    Die meisten Menschen wissen es nicht oder ignorieren das einfach..ALSO versuchen wir die Menschen aufzuwecken..

    Sonst ist es für unsere Erde bald ganz zu spät, sie ist schon so vergiftet durch Monsanto !!

  15. 15

    Natürlich wissen die Politiker, dass Herbizide giftig sind, und dass genmanipulierte Pflanzen „alles“ verändern werden.

    Soll hier die Menschheit reduziert werden???

    Alles Gute und viel Gesundheit

  16. 16

    Genau das war auch mein erster Gedanke bei der Headline:
    „Seit wann sind Politiker in der Lage, wissenschaftliche Erhebungen durchzuführen?“

    „…das Produkt auf hauchdünnem Eis steht. Um hier nicht einzubrechen, versucht man Zeit zu schinden und das Eis erst gar nicht zu betreten, und je länger, desto besser.“

    Welchen Grund gäbe es denn, die „Vogel-Strauß-Taktik“ zu ändern?
    Wenn der Kopf im Sand steckt und das den gewünschten Erfolg bringt…..
    Was passiert, wenn der Strauß tagtäglich, wieder und wieder,beharrlich von Allen,
    ordentlich in den Allerwertesten getreten wird.
    Setzt er weiterhin auf seine Taktik – oder – setzt er sich in Bewegung?

    Wir werden über die Medien informiert, belesen uns, tauschen uns aus…..
    wie lange bleiben die Schlagzeilen und Informationen in unserem Gedankenfeld?
    Wie viele HANDELN?
    Wie viele bleiben lieber in der Bequemlichkeit?
    Kurz um: Wie viele bedienen sich ebenfalls der „Vogel-Strauß-Taktik“?
    Aufregen – und dann wieder wegsehen – Bequemlichkeit gegen Konsequenz.

  17. 17

    Eines fällt mir auf:
    Ganz viele schimpfen hier auf die Politiker…….

    Ist es nicht erstaunlich, dass die Politiker zu gegebenem Anlass viel versprechen – sich kurze Zeit später nicht mehr daran erinnern geschweige denn, daran halten – in dem Fall gesundheitsschädliches auf die lange Bank schieben – jeder Wähler sich aufregt….

    doch dann das erstaunliche – auch hier braucht es nur genug Zeit ?!?

    und dann – wie von Zauberhand mach es „simsalabim“ – und wir setzen uns wieder vor die Nase….. was uns ein paar Jahre zuvor „dreist belogen“ hat.

  18. 18

    Leider haben Sie in dieser Sache keine Ahnung. Man sollte einfach nur Sachen behaupten von denen man nicht nur eine Ahnung sondern auch ein Fachwissen hat. Sonst läuft man schnell Gefahr, von nichts eine Ahnung zu haben, sondern dass man nur Behauptungen aufstellen kann.

    Antwort René Gräber:
    Welche Sache „meinen“ Sie denn? Die „Behauptungen“ wie Sie es nennen, habe ich versucht weitgehend mit Quellen zu belegen – jedenfalls so, dass es eben keine unverständliche „wissenschaftliche“ Abhandlung wird. Ich würde mich freuen, wenn Sie konkret ansprechen würden, was sie „stört“.

  19. 19

    Kurz nach der Wende, als mein Obstbaubetrieb pleite ging, habe ich selber im Unternhemen mit diesem Mittel gearbeitet. Es war die erst Neue Idee nach der Wende . Wir haben damit die Ochsenzungen im Erdbeerfeld bepinselt und uns gefreut, dass wir sie nicht mehr mit dem Spaten stechen mussten. Zum Glück wurde nach 2 Jahren das Unternehmen auf Ökolandbau umgestellt. Da hieß es weder hart arbeiten und Baumscheiben hacken, und Unkraut hacken in den Erdbeeren. ‚Aber körpeliche Arbeit hält fit , was Durch die Benutzung von roundup verhindert wird. Ich haba auch schon schlimme Reportagen gesehen von Südamerika , wo die Bevölkerung drunter leidet , weil in den Maisfeldern massenweise roundup eingesetzt wird und das Trinkwasser schon verseucht ist. Reicht denn so etwas nicht zu in einem intelligenten, reichen Staat wie Deutschland solche Mittel zu verbieten?? Es ist nur traurig , dass die Menschen Angst vor körperlicher Arbeit haben und alles erleichtert haben wollen und dafür böse Chemikalien akzeptieren. Ich wünsche mir , dass sich der Ökolandbau besser entwickeln kann und man als Normalverdiener oder armer Mensch sich Ökologische Lebensmittel leisten kann.Aber die Politiker fördern den Ökolandbau zuwenig und geben ihn wenig Chancen.

  20. 20

    Lieber Herr Gräber,
    erstmal tausend Mal danke, dass Sie uns an Ihrem Wissen und Ergebnissen Ihrer Recherchen teilnehmen lassen. Es sind nicht immer erfreuliche Erkenntnisse, es ist trotzdem wichtig, sich über Dinge zu informieren, die unser Leben nachhaltig beeinflussen.
    Das Problem ist, dass es so viele Bereiche gibt, in denen wir (das Volk) gnadenlos von den Entscheidungsträgern getäuscht und belogen werden, wo uns die Informationen, die doch uns betreffen, vorenthalten werden. Wer dem Staat noch vertraut, ist selber schuld. Ich persönlich bin schon seit längerer Zeit auf Bioprodukte umgestiegen und musste feststellen, dass ich damit viel bewusster umgehe. Einmalig wird weniger eingekauft, dafür aber wirklich die Produkte, die aufgebraucht werden. Das Fleisch wird wesentlich weniger konsumiert, dafür aber mit Genuss. Die Menschen sind bereit mehr Geld für Technik auszugeben, als für die gute Nahrung, die für unsere Gesundheit unentbehrlich ist.

  21. 21

    Ganz kurz: Ich hatte gesagt,dass mich bei der witschaftsfixierten CDU-Regierung das alles nicht wundert.Und dass 1,5 Mio Europäer doch schließlich auch die Wassermarktprivatisierung gekippt haben.Vorgestern-darum gugs mir-habe ich bei http://www.slowfood.de eine OnlinePetition gegen Glyhosat/Roundup unterzeichnet.Sehr empfehlenswert! (War doch garnicht schlmm oder? (zwinker!))

  22. 22

    Demnächst geht die Lebenserwartung wieder zurück, bis der Mensch das ‚Schlachtalter‘, sprich ’nahtlose Übergabe an die Medizinindustrie‘ erreicht hat. In der Massentierhaltung muss das Produkt auch nur bis zur Schlachtung halten, die Krebse würden erst nach dieser Zeit entstehen. Eine klare Win-Win Situation für die Lebensmittel u. Medizinindustrie !

  23. 23

    Es ist immer und überall dasselbe ;
    wes Brot ich ess ( kohle, einflus etc ),
    des lied ich sing.
    und je lauter ich singe , desto besser klingelt die Kasse

  24. 24

    Natürlich ist Round-Up( Wirkstoff Glyphosat) ein für den Landwirt (Obstbauer, Winzer) wunderbar wirkendes Breitbandherbizid. Es tötet sowohl dikotyle als auch monokotyle Kräuter nachhaltig ab. Es fehlt aber die selektive Wirkung d.h. Kulturpflanzen werden auch geschädigt und resistente Kräuter gibt es auch schon vereinzelt.
    Wegern der Breitbandwirkung wird es auch gerne
    von Kommunen, von der DB an den Gleisen usw. eingesetzt mit absolut sicherer Wirkung.
    Die Natur erscheint in Braun.
    Wäre es nicht schöner die Natur im satten Grün
    erblicken zu können. Würde es uns nicht mehr Freude bereiten die wunderbare Natur in der Vielfalt der Kräuter erkennen zu können.
    Aber vielen Zeitgenossen ist es lieber auf einen langweiligen kräuterfreien Rasen blicken zu können als blühende Pflanzen zu akzeptieren.
    Solange auch Obstbauern und Winzer ihre Kulturen unter den Stöcken lieber ohne jegliches Beikraut sehen als die Artenvielfalt von Flora und Fauna fördernde Kräuter zu dulden wird ein Umdenken in Sachen Herbizideinsatz nicht stattfinden.
    Dabei ist gerade im Obst- und Weinbau die mechanische Unkrautbekaämpfung kein Anachronismus mehr sondern nicht nur in umweltschonenden Betrieben längst als gängige Praxis möglich. Gesundheitsschädliche Wirkungen
    von Glyphosat sind dem Autor dieses Artikels
    selbst nicht bekannt, zumal Glyphosat im Gegensatz zu anderen inzwischen verbotenen Bodenherbiziden der Gruppe der Triazine wie z.B. Simazin sich relativ schnell zerlegt in seine Metaboliten und somit abbaubar ist.
    Dennoch plädiere ich für ein prohylaktisches Verbot von Roundup, weil Alternativen in jedem Fall vorhanden sind. Ein gänzliches Verbot jeglichen Herbizideinsatzes vor allem im Ackerbau sollte schon allein aus ernährungsbedingten Gesichtspunkten jedoch unterbleiben. Der biologische Anbau ist hierbei keine Alternative und letztendlich meiner Meinung nach nur Verbrauchertäuschung.
    Das ist aber ein anderes Thema.

  25. 25

    […] Während Firmen wie Monsanto alle ihre Produkte als sicher und gut erforscht einstufen (die Marketingabteilung hat sich da vielleicht einiges einfallen lassen, aus einem X ein U zu machen), gibt es in der weniger industrieabhängigen Forschung vehementen Gegenwind zu den “wissenschaftlichen” Behauptungen von Monsanto. Auch zu diesem speziellen Thema hatte ich einen Beitrag verfasst: Politiker entdecken: Herbizide sind doch gesund. […]

  26. 26

    …gerne trinke ich gesunde Kräutertees, mit der Betonung auf „gesund“.
    Das ist nun auch vorbei, da hier das herrliche Gift PA in sämtlichen Kräuter-, Biotees nicht ausgenommen, entdeckt hat.
    Worauf greift man zukünftig noch zurück?
    Brigitte

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