Pharmastudien: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing
Das es ein Geschäft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien gibt, ist bereits länger bekannt. Langzeitbeobachtungen von verschiedenen Medizinstudien zeigen jetzt (wieder einmal), was die Lektüre einzelner klinischer Pharmastudien in medizinischen Fachzeitschriften nicht vermag: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.
Die amerikanischen Wissenschaftler Paul M. Ridker und Jose Torres von der Harvard Medical School in Bosten fanden anhand von 324 Studien, die zwischen 2000 und 2005 in den Zeitschriften “Jama”, “The Lancet” und “New England Journal of Medicine” erschienen sind, Verblüffendes heraus…
Die ausgewählten Studien bewerteten neue Therapieformen für Herz-Kreislaufpatienten, wobei die Ergebnisse je nach Auftraggeber differierten.
Studien, die von kommerziellen Organisationen beauftragt worden waren, favorisierten eindeutig das neue Medikament oder die neuen Behandlungsmöglichkeiten. 67,2% dieser Studien sprachen sich für die neue Therapie aus.
Pharmastudien hingegen, die von nicht kommerziellen Auftraggebern geordert wurden beurteilten das neue Produkt weniger positiv. Hier wurden die neuen Behandlungen zu 49% positiv beurteilt und 51% negativ.
Fazit: Nicht jeder Pharmastudie ist zu trauen, man sollte sich vorher den Auftraggeber anschauen.
Nachzulesen sind die detaillierten Ergebnisse der Bostoner Wissenschaftler in “Reported Outcomes in Major Cardiovascular Clinical Trials Funded by For-Profit and Not-for-Profit Organizations: 2000-2005” im “Journal of the American Medical Association” (Bd. 295, S. 2270-2274).
- Das Pharmakartell – Wie wir Patienten belogen werden
- Forschungsskandale in der Schmerzforschung
- Bestechung beim Medizin-Nobelpreis 2008?
- Medikamentenskandale






Sonntag, 10. Januar 2010 22:56
BLOGROLL – Blog-Groll
Bei aller Ernsthaftigkeit, bei der ich bleib
möchte ich ihre eigenen Worte wiederholen:
“Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing”
Was mich als mündige Patiantin nicht daran hindert auch die Schriften des Dr.Rajan Sankaran zu lesen, den ich übbrigens noch nicht kenne!
Montag, 11. Januar 2010 12:12
Das ist wie bei allem im Leben. Man sollte sich nicht alles was geschrieben wird zur eigenen Wahrheit machen und sich immer selbst eine umfassende Meinung bilden
Freitag, 11. Juni 2010 12:03
[...] Wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing [...]
Montag, 12. Juli 2010 13:33
[...] Überhaupt: das mit den Studien in der Medizin: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. [...]
Dienstag, 13. Juli 2010 17:16
[...] Überhaupt: das mit den Studien in der Medizin: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. [...]