Ursachen für Krebs und was Sie selbst tun können

Illustration einer Krebszelle

Gängiger „Glaube“ aller Patienten zur Ursache von Krebs: Mutierende Zellen, die sich unkontrolliert vermehren.

Hier werden aber wiedereinmal Ursache und Wirkung verwechselt. Die Zellen mutieren ja aus einem bestimmten Grund. Und es kann im ersten Schritt nur darum gehen, diese Gründe aufzudecken.

Es gibt zahlreiche Forscher und Institutionen (wie z.B. das DKFZ, das Deutsche Krebsforschungszentrum), die an den wahren Ursachen offenbar kein Interesse haben. Denn es gibt ja zahlreiche Theorien zum Krebs. Schauen Sie sich dazu mal meinen Beitrag an: Krebsursachen und Krebsauslöser. Die abenteuerliche Antwort des DKFZ habe ich dort veröffentlicht…

Aber bevor ich mich wieder aufrege weiter im Thema…

Krebs: viele Ursachen sind vermeidbar

Unter Krebs versteht der Mediziner eine Erkrankung, bei der sich Zellen verändern, sich ungehemmt teilen und vermehren. Dadurch verdrängt der entstehende Tumor gesundes Gewebe und schädigt so lebenswichtige Organe. Die entarteten Zellen können sich auch aus ihrem Verband ablösen und an andere Stellen des Körpers wandern.

Der Krebs „streut“ und bildet Tochtergeschwülste, die sogenannten „Metastasen“. Die Streuungsneigung und Wachstumsgeschwindigkeit unterscheidet sich bei den einzelnen Krebsarten. Das ist der Grund, warum manche Krebsformen besser heilbar sind als andere und viele praktisch gar nicht.

Das genetische Programm der Zellen ist mutiert

Bisher sind einige Gene identifiziert, deren Mutationen den Zell-Zyklus verändern. Diese „Onkogene“ steuern die Zellteilungen sowie Wachstum und Differenzierung. Nach bisherigem Kenntnisstand reicht aber eine Mutation in einem Onkogen nicht aus, um einen Tumor entstehen zu lassen.

Vielmehr ist es wohl eine Kombination solcher Ereignisse, die dann die Erkrankung auslöst. Der Entstehungs-Prozess einer Tumorzelle wird durch genetische Disposition der Onkogene begünstigt, aber auch eine Reihe von Faktoren fördert die Entartung der Zellen. Dazu zählen chemische, physikalische und soziale Einflüsse.

Ein Blick auf riskante Faktoren ist wichtiger denn je. US-Studien zufolge werden heute fast 40 % aller Menschen irgendwann im Verlaufe ihres Lebens an Tumoren leiden. Grund genug sich mit den Auslösern zu beschäftigen!

Los geht´s:

Ernährung und Genussmittel

„Genussmittel“: Die Kohlenwasserstoffe und heterozyklischen Amine im Tabakrauch verursachen Lungenkrebs. Tipps zum Aufhören finden Sie HIER.

Menschen, die zudem noch viel Alkohol trinken, potenzieren ihr Krebs-Risiko, weil der Organismus Alkohol zunächst in das krebserregende Acetaldehyd umwandelt. Die Folge des Abusus sind dann Krebserkrankungen der Leber, des Darmes, der Speiseröhre sowie des Kopf- und Halsbereiches.

Eine Ernährung, die arm an Ballaststoffen ist, provoziert Darmkrebs. Ein zusätzliches Risiko resultiert aus zu stark erhitzten Lebensmitteln, die Acrylamid enthalten. Somit ist die Zubereitung durch Braten, Toasten und Backen immer mit einem erhöhten Krebs-Risiko verbunden.

Hohe Konzentrationen Acrylamid treten auch in frittierten und gerösteten Produkten auf. Die meisten Kanzerogene entstehen allerdings beim Grillen. Dies sind dann überwiegend die gleichen organischen Verbindungen, die auch im Tabakrauch zu finden sind. Grillfleisch, das mit gesüßten Marinaden gebeizt ist, ist in dieser Hinsicht nochmals gefährlicher. Mehr dazu HIER im Beitrag.

Übrigens: Falls Sie mich noch nicht kennen… Ich bin unter anderem für diese Aussage bekannt:

Gesundheitsvorhersage Rene Gräber

Ja, ich weiß — eine ziemlich „starke“ Aussage. Aber nach 20 Jahren Praxis mit Patienten…

Weiter im Thema:

Der Wohnort entscheidet über Luft und Wasser-Qualität

In statistischen Untersuchungen korrelieren der Wohnort mit der Häufigkeit von Krebs. Dies ist nicht verwunderlich, den die Atemluft enthält Feinstaub und andere Emissionen, die besonders Lungenkrebs verursachen. Auch die Kontaminationen im lokal verfügbaren Trinkwasser variieren stark.

Bemerkenswert ist, dass das Wohnen in ländlichen Regionen nicht unbedingt besser abschneidet als das Leben in „guten“ Stadtvierteln mit viel Grün. Grund ist die erhebliche Feinstaub-Emission der Landwirtschaft.

Wenn Sie dies nicht glauben: Schauen Sie mal in meinen Beitrag zum angeblich „guten Trinkwasser“ in Deutschland.

Chemie am Arbeitsplatz und in Konsumprodukten

Die Liste der krebsauslösenden Chemikalien ist lang. Diese meist organischen, teils aber auch anorganischen Verbindungen, sind in der Umgebung von Haushalt und Arbeitsplatz im Übermaß vorhanden.

Beispielsweise ist Lungenkrebs durch Asbestose eine anerkannte Berufskrankheit und Tischler sind durch Holzstaub bedroht, an Tumoren des Nasenumfeldes zu erkranken.

In unserer Nahrung finden sich zunehmend Rückstände von Pestizide und eine Vielzahl von Zugaben der Lebensmittelchemie wie die kanzerogenen Azofarbstoffe. Auch aus den Kunststoffverpackungen gelangen Chemikalien in Lebensmittel. Dazu zählen Kunststoffweichmacher wie Phthalate oder Fluor- und Chlorkohlenwasserstoffe.

Sogar Duftstoffe wie Zitrusduft können Tumore verursachen, weil sie mit Ozon zu Formaldehyd reagieren. Die früher auch als Konservierungsmittel in Hautpflege-Produkten eingesetzte Verbindung kann zu Kehlkopfkrebs und Leukämie führen.

Problematisch sind auch viele Sonnenschutzmittel. Organische Chemikalien wie Parabene und Oxybenzon zählen zu den Krebsverursachern, obwohl die Produkte eigentlich die Haut vor den riskanten UV-Strahlen schützen sollten. Doch auch zu geringe UV-Absorption kann Krebs fördern, weil zu wenig Vitamin D3 gebildet wird. Die Hypovitaminose erhöht die Wahrscheinlichkeit für Brust- und Darm-Tumore.

Energiereiche Strahlung

Neben den UV-Strahlen der Sonne greifen auch vergleichbare elektromagnetische Wellen die DNA an. Das gilt nicht nur für Röntgen-, sondern auch für die Gamma-Strahlen, die beim radioaktiven Zerfall entstehen.

Entzündliche Prozesse

Im Körper schwelende, chronische Entzündungen stellen ein Krebs-Risiko dar. Nicht nur Colitis ulcerosa, sondern auch Infektionen mit Bakterien und Viren sind solche Erkrankungen, die Tumore verursachen können.

Beispiele dafür sind HIV-Infektionen, die das Non-Hodgkin-Lymphom und das Kaposi-Sarkom auslösen. Beim Brustkrebs kann die Folge der Mononukleose eine Rolle spielen, die vom Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird.

Vor allem die niedriggradigen, unterschwelligen Entzündungen halte ich für ein gravierendes Problem. Diese werden durch Stress, Ernährung und Umweltgifte getriggert.

Medikamente

Gleich vorweg das Problem, dass bestimmte Medikamente bestimmte Viren im Körper wecken können. Und das gilt vor allem auch für das EBV dass ich eben gerade erwähnt hatte.

Viele Medikamente bergen Krebs als Nebenwirkung. Ein kurios Beispiel dafür sind die Chemotherapeutika selbst, die gegen Krebs eingesetzt werden: https://naturheilt.com/blog/irre-wenn-die-chemotherapie-gegen-brustkrebs-brustkrebs-erzeugt/

Doch auch das Immunsystem wird angegriffen und so die körpereigene Krebsabwehr unterdrückt. Wahrscheinlich tragen noch viele andere Pharmaka zur Zell-Entartung an. Dazu gehören Schmerzmittel und Hormon- oder Hormon-ähnliche Präparate.

„Allgemeine Lebensführung“

Mit dem Konsumverhalten können viele Faktoren vermieden werden, die Krebs fördern. Aber auch Sport ist wichtig, weil eine größtenteils sitzende Lebensweise laut wissenschaftlichen Untersuchungen zu einem höheren Krebs-Risiko führt. Körperliche Inaktivität ist demnach vor allem für Dickdarm-, Gebärmutter- und Lungenkrebs mit verantwortlich.

Auch genügend Schlaf, und zwar während der Nacht, trägt zur Vorbeugung gegen Krebs bei. Stärker gefährdet für die Erkrankung sich Menschen, die in Wechselschichten tätig sind und deren innere Uhr durch Schlafen am Tag irritiert ist. Die Störung der circadianen Rhythmik hat auch einen Einfluss auf den Zellzyklus, der in der Entartung der Zellen die Hauptrolle spielt.

Die Sache mit dem Schlaf halte ich sowieso für so bedeutsam, dass ich hierzu ein kleiner Büchlein verfasst habe: Besser und Gesund Schlafen.

Buch: Besser und Gesund Schlafen von Rene Gräber

Diesen Artikel habe ich erstmals im Januar 2009 erstellt und letztmalig im August 2019 überarbeitet. Beitragsbild Krebszelle: fotolia.com – crevis

René Gräber

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4 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar

    Hallo René,
    in der Überarbeitung des Artikels fehlt mir ein wichtiger (für mich entscheidender) Punkt – die Bedeutung der Mitochondrien für die Entstehung von Krebs.
    Meines Erachtens können mutierte Onkogene nur dann die schnelle Zellteilung auslösen, wenn in der Zelle die Mitochondrien dauerhaft deaktiviert sind und die Energiegewinnung über Zuckervergärung erfolgt.
    Aktive Mitochondrien würden bei einer derartigen Mutation sofort die Apoptose auslösen. Die Auslösung der Apoptose erfolgt auch dann, wenn durch photonenaktive Biostoffe wie Curcumin, Quercetin und Resveratrol aber auch Methadon die Mitochondrien in Krebszellen wieder aktiviert werden. Zu Curcumin gibt es zahlreiche Studien.
    Liebe Grüße
    Bernd

    Antwort René Gräber:
    Absolut! In dem Artikel fehlt noch einiges mehr, wie zum Beispiel die Sache mit der Psycho-Onkologie.

  2. Avatar
    Fritz Dengler

    28. August 2019 um 11:41

    Ist es möglich, dass ein gutartiger Krebs, wie z.B. ein gutartiges Enchondrom, durch Einnahme einer Mitrochondrien-Nahrungsergänzung (z.B.PQQ) sich zu einem bösartigen Knochenkrebs entwickeln kann, weil die gutartigen Mitochondrien sich dadurch zu bösartigen ummutieren und dadurch z.B. ein bösartiges Osteosarkom entstehen kann. Dann werde ich diese Nahrungsmittelergänzung auf keinen Fall substituieren.

    Antwort René Gräber:
    Zum PQQ habe ich ausführlicher hier berichtet:
    https://www.vitalstoffmedizin.com/vitaminoide/pqq.html
    Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass PQQ dazu in der Lage ist – zumindest nicht in „normalen“ Dosierungen auslösen kann. Aber was ist eine „normale“ Dosierung? Das kommt natürlich drauf an! Theoretisch halte ich es für möglich, dass eine Einnahme von PQQ von z.B. 50mg pro Tag über Monate genommen ungünstige Effekte haben kann. Aber dazu sind mir überhaupt keine Untersuchungen bekannt. Aus diesem Grund würde ich immer schauen:
    1. Was hat der Mensch und was will er?
    2. Welche Maßnahme / Substanz ist relevant? Welche Dosierung? Und dann wie lange?
    Und danach kann man überlegen ob man bestimmte Stoffe prophylaktisch einnimmt um bestimmte Dinge im Körper zu „fördern“. Aber auch die nehme ich nicht immer ein, sondern zyklisch (meist 4 bis 8 Wochen) und wechsle dann die Substanz.

  3. Avatar
    Karin Astrid Fuchs

    3. September 2019 um 07:43

    UNBEDINGT ALLES INTENSIV VERÖFFENTLICHEN !!
    MEDIEN, VORTRÄGE !!
    GRUPPEN BILDEN !!
    VIEL ETFOLG !!
    ICH HAB AUCH KREBS ….
    IM GRIFF ???…….
    OHNE CHEMO !
    OHNE BESTEAHLUNG !

    BESTE GRÜSSE !!

  4. Avatar

    hallo rene,
    mein enkel 15 hat angeborene mastozytose(in systemische masto übergegangen) und chronische mastzellleukämie in remission.
    an was kann es liegen?
    nahrungsergänzung verträgt er nicht. auch viele heilpflanzen verträgt er nicht. da bekommt er flush und anaphylaktische reaktionen, hatte er auch schon.

    Antwort René Gräber:
    Sehr komplex. Aus der Ferne kann ich das nicht in wenigen Sätzen beantworten.
    Ich rate dazu das mal als Fall bei mir im Forum zu bringen:
    https://www.yamedo.de/forum/

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