Positive Gedanken wirken gegen Entzündungen

Positive Gedanken… kennt man ja. Soll man grundsätzlich haben. Klappt nicht bei allen so reibungslos – auch klar. Aber es gibt sehr gute Gründe, warum man mal mit seinen Destruktionen im Oberstübchen aufräumen sollte: die eigene Gesundheit. Und damit meine ich nicht die geistige Gesundheit, sondern ganz einfache (banale) Erkrankungen, mit den Patienten zu tun haben.

Ein Grundübel sind die Entzündungen. Und ich meine hier nicht (nur) das dicke heiße Knie bei der Arthritis, das man von Oma früher kannte. So heiß und dick wird heute sowieso kaum noch ein Knie — schließlich weiß die gebildete Oma ja, was sie sich einwerfen oder draufschmieren muss.

Mir geht es vor allem die latenten Entzündungen, diese niedriggradigen Entzündungen, die man nicht als Entzündung merkt, sondern die allemöglichen chronischen Erkrankungen unterhalten können. Ausführlich zu diesen unterschwelligen Entzündungen habe ich in meinem Grundsatz-Beitrag verfasst: Entzündung

Bevor wir dazu kommen was die positiven Gedanken, bzw. das positive Denken damit zu tun hat, erst noch ein paar Worte zu den Entzündungen:

Entzündungen sind erst einmal etwas Gutes

Entzündungen sind grundsätzlich ein Zeichen für eine Aktivierung des Immunsystems. In vielen Fällen handelt es sich hier um eine notwendige Abwehrreaktion, eine von vielen, die das Immunsystem in petto hat. Begleitet beziehungsweise vermittelt wird der Entzündungsprozess durch Zytokine, die den Prozess initiieren und steuern.

Dauert jedoch eine Entzündung an und wird chronisch, dann stellt dies eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit des Organismus dar, vergleichbar mit einer Überfunktion des Immunsystems im Falle von Allergien oder allergischem Asthma.

Inzwischen gibt es immer mehr Stimmen, die chronisch-entzündliche Vorgänge im Organismus für eine Reihe von Erkrankungen verantwortlich machen, inklusive Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis, Morbus Alzheimer, Depressionen etc.

Was lässt sich gegen Entzündungen tun?

In der Schulmedizin gibt es die sogenannten „Antiphlogistika“ wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Diclofenac und so weiter. Bei diesen Medikamenten steht jedoch nicht nur eine „ausgezeichnete“ anti-entzündliche Wirksamkeit im Vordergrund.

Vielmehr zeichnen sich diese Medikamente durch eine ebenso „ausgezeichnete“ Palette an nicht so erfreulichen Nebenwirkungen aus, besonders wenn man chronisch verlaufende Entzündungen mit diesen Präparaten als Langzeittherapie behandeln will. Hier eine kleine Liste an Beiträgen dazu:

Die natürlichen „alternativen“ Schmerzmittel

Zum Glück gibt es eine Reihe von natürlichen Substanzen (statt dieser „Hau-Drauf-Varianten“), die eine ebenso gute entzündungshemmende Wirkung haben wie die Chemie der Schulmedizin, ohne dabei entsprechend starke Nebenwirkungen zu provozieren.

Eine Reihe von Heilpflanzen und und auch Heilpilzen zeichnen sich dadurch aus und können daher auch zur Prophylaxe herangezogen werden, besonders wenn diese adaptogene Eigenschaften besitzen: Astaxanthin und Omega-3-Fettsäuren sind weitere sehr wirksame natürliche Substanzen, die eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung haben.

Aber nicht nur auf diesem Gebiet scheint es entzündungshemmende Wirkungen zu geben. Wie es aussieht, gibt es nicht von der Hand zu weisende Belege, dass auch die Macht der positiven Gedanken anti-entzündliche Wirksamkeit haben kann.

Da stellt sich sofort die Frage, ob es neben den schulmedizinischen Präparaten noch andere Möglichkeiten gibt, vor allem chronische Entzündungen anzugehen, ohne die Nebenwirkungen der pharmazeutischen Produkte in Kauf nehmen zu müssen? Und wie sieht es mit einer Prophylaxe aus?

Mentales Aspirin ohne Nebenwirkungen

Es gilt inzwischen als gesichert, dass eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und körperliche Betätigung die körpereigenen Abwehrmechanismen aktivieren und unterstützen, sowohl gegen körperliche als auch gegen mentale Erkrankungen. Eine Studie der Universität Berkeley wollte aber wissen, ob positive Gedanken ebenfalls einen Einfluss auf das körperliche Geschehen haben können.

Und hier spielen in erster Linie die Zytokine eine führende Rolle. Denn sie koordinieren den Kampf des Immunsystems gegen Fremdstoffe, sind also auch maßgeblich bei der Entstehung von Entzündungsprozessen beteiligt. Aber hohe Konzentrationen von Zytokinen über lange Zeiträume sind mit den weiter oben bereits erwähnten „normalen“ Erkrankungen assoziiert. Und herausgekommen ist bei der Studie Folgendes:

Positive affect and markers of inflammation: Discrete positive emotions predict lower levels of inflammatory cytokines. – Wie es aussieht, gibt es bereits Studien zu der Frage, ob negative Gefühle in der Lage sind, die Gesundheit negativ zu beeinflussen.

Umgekehrte Fragestellungen, ob positive Emotionen dann auch die Gesundheit positiv beeinflussen, dafür gibt es noch zu wenig Arbeiten. Daher untersuchten die Autoren der Studie den Zusammenhang zwischen positiven Emotionen und entzündungsfördernden Zytokinen, speziell Interleukin-6. Die Arbeitshypothese lautete, dass positive Emotionen mit einem verminderten Ausmaß an Interleukin-6 einhergehen müssen.

In zwei getrennten Experimenten wurden über 200 junge Erwachsene untersucht, die über positive Emotionen berichten konnten, wie Freude, Ehrfurcht, Zufriedenheit, Liebe, Stolz etc. Es wurden Proben entnommen von den Mundschleimhäuten und auf Konzentrationen von Interleukin-6 untersucht. Es zeigte sich, dass die Probanden, die vermehrt positive Gefühle erfahren hatten, speziell Ehrfurcht, Bewunderung und Erstaunen, auch die geringsten Konzentrationen an Interleukin-6 aufzuweisen hatten.

Man weiß inzwischen auch, dass erhöhte entzündungsfördernde Zytokine an der Entstehung von Depressionen beteiligt sind. Es hat sich in Studien gezeigt, dass depressive Patienten deutlich erhöhte Konzentrationen an einem entzündungsfördernden Zytokin aufwiesen, dass sich TNF-alpha nennt. Man erklärt sich den Mechanismus so, dass diese Zytokine in der Lage sind, wichtige Hormone und Neurotransmitter zu blockieren, wie zum Beispiel Serotonin (das „Glückshormon“) und Dopamin, die an der Kontrolle von Emotionen, Appetit, Schlaf und Gedächtnis mit beteiligt sind.

Fazit

Positive Gefühle senken entzündungsfördernde Zytokine, was die Neigung zu chronisch-entzündlichen Prozessen verringert. Das wiederum wirkt sich positiv auf den allgemeinen Gesundheitsstatus des positiv Fühlenden und Denkenden aus. Gepaart mit den anderen entzündungshemmenden Parametern, wie gesunde Ernährung, Bewegung und so weiter hätten wir ein Gesundheitspaket zur Behandlung und Prävention von chronisch-entzündlichen Erkrankungen zur Verfügung gegen das die Medikamente der Schulmedizin einen evidenzbasiert „traurigen“ Eindruck hinterlassen.

Bild: stockexpert

Datum: Dienstag, 29. August 2017 11:41
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

3 Kommentare

  1. 1

    Curcuma, Weihrauch, Ackerschachtelhalm, Gewürz-Nelke, Blaubeeren (Anthozyane), schwarzer Pfeffer, Chili, Dankbarkeit, Achtsamkeit und Gelassenheit, Wasseranwendungen….Ouh! Da weiss man, was man pausenlos übt….
    (Rene,haben Sie von den ärztlichen Bemühungen gelesen uns Heilpraktiker verbieten zulassen? Oder dergestalt an die Kette zulegen, dass nur noch Schulmediziner HP in Zusatzausbildung sein dürfen? Beim Blick ins Ärzteblatt braucht man echt kalte Güsse. Dafür, dass wir angeblich nur Hokuspokus anbieten sind wir ja ziemlich gefürchtet, gelle. Gekotzt wird später…sorry. Sowieso wegen neulich.)

    Antwort René Gräber:
    Ja, ich habe das natürlich mitbekommen und eine Stellungnahme folgt auch!

  2. 2

    PS:Nach einem sehr erfreulichen Chat mit einem zeitweilig mitberatenden Arzt lese ich das Ärzteblatt endgültig nicht mehr.

  3. 3

    Think positive………. In allen möglichen und unmöglichen Lebenslagen hat schon immer gut getan!

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