Die neue Hexenjagd im Internet: Astroturfing – Wie Konzerne Ihre Meinung beeinflussen

„Astroturfing“ ist ein relativ neuer Begriff, den man sich merken sollte. Als „Astroturfing“ wird bezeichnet, wenn bestimmte Interessensgruppen fingierte Kampagnen initiieren, die sich gegen oder für bestimmte Anliegen und Interessen auf Basisniveau richten.

Unter Basisniveau bezeichne ich hier zum Beispiel im Internet „Menschen wie du und ich“, die ein bestimmtes Anliegen haben, dieses diskutieren und recherchieren. Zu diesem Anliegen tauchen dann Foren, Webseiten, Ratgeber etc. auf, die scheinbar ebenfalls von „Menschen wie du und ich“ betrieben und begleitet werden. In Wirklichkeit aber werden diese Ratgeber etc. von organisierten Interessensgruppen betrieben, über die sie an der Basis direkt Einfluss auf die Meinung der Betroffenen nehmen können.

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Die elektronische Gesundheitskarte und das elektronische Gesundheitskartell

Ja, sie ist da – die elektronische Gesundheitskarte, die früher ohne Elektronik „Krankenkarte“ genannt wurde. Denn diese Karte ist für den Krankheitsfall gedacht, also wenn es notwendig wird, den Arzt oder das Krankenhaus aufzusuchen.

Es gab eine Menge Leute, die nicht besonders glücklich mit dieser eGK waren, beziehungsweise sind. Der Deutsche Ärztetag stimmte im Mai 2007 gegen die elektronische Gesundheitskarte, wobei Bedenken bei der Datensicherheit und Finanzierbarkeit den Ausschlag gaben. Im Mai 2013 bekräftigte der Deutsche Ärztetag die Ablehnung der eGK noch einmal.

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So geht Ausbeutung: Kaffee-Ketten machen Milliardengewinne – Kaffee-Bauern bettelarm

Die Profite der Kaffee-Konzerne basieren auf der Armut der Kaffeebauern. Ungerecht. Klar. Und wir werden auch nicht alle Ungerechtigkeiten beseitigen können. Aber wir können bei vielen Themen etwas tun: und zwar durch unser Kaufverhalten. Aber eins nach dem anderen…

Multinationale Kaffeeketten ergötzen sich an Milliardengewinnen, gleichzeitig werden die Kaffeebauern in Lateinamerika immer ärmer. Dass die Großkonzerne deren Hilfeflehen in ihrem entfesselten Kapitalismus nicht wahrnehmen mögen, wundert kaum jemanden, aber bei dieser grenzenlosen Ausbeutung von Menschen sollte jedem der Kaffee im Hals stecken bleiben…

Durch immer niedrigere Kaffeepreise verarmen immer mehr Kaffee-Bauern weltweit. Mitschuldig: die großen Kaffee-Konzerne, die die Preise ins bodenlose drücken. Bild: 123rf – Fabio Lamana

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Homöopathie in Italien – Ein Studien-Streit um die Wirksamkeit der Homöopathie

Ist Homöopathie wirksam oder nicht? Dies ist eine der Lieblingsfragen der Schulmedizin, da sie in diesem Bereich glaubt, Heimvorteil zu haben. Warum Heimvorteil? Weil die Schulmedizin mit Medikamenten arbeitet, die nachweisbare Plasmaspiegel Konzentrationen erzeugen, auf deren Basis die Wirkung beruht. Das heißt mit anderen Worten: Substanzen, die keine ausreichende Plasmaspiegel (im Blut) erzeugen, sollen (dürfen?) deshalb nicht wirksam sein.

Was davon zu halten ist, und wie die Kritik an der Homöopathie normalerweise von statten geht, hatte ich in einem ausführlichen Beitrag diskutiert: Homöopathie Studien und Kritik an der Homöopathie.

Jetzt gibt es einen Disput um eine neu erschienene Arbeit aus Indien[1], in den italienische Wissenschaftler verwickelt sind.

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Zuchtlachs aus „Aquakultur“ – Antibiotika und Toxine tonnenweise…

Wenn man in die Regale in den Supermärkten schaut, findet mal abgepackten Lachs. Auf der Rückseite steht dann die Produktionsmethode: Aquakultur.

Was das bedeuten kann, hat der WDR bereits 2010 in einer Reportage gezeigt: Lachsfieber. Eigentlich ist es eher ein Thriller von Wilfried Huismann und Arno Schumann. Ebenso beeindruckend zeigt der Dokumentarfilm „Fillet-Oh!-Fish“ von Nicolas Daniel den permanenten Skandal rund um die Lachszucht auf.

Bei Lachsfieber geht es um das Geschäft mit Lachsen. Vermutlich deswegen auch die Analogie zum Goldfieber, bzw. Goldrausch des 19. Jahrhunderts in Amerika.

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China ein Eldorado für skrupellose Geschäftemacher? Besonders für Pharmaindustrie und Lebensmittelindustrie?

Ein Artikel in der „Süddeutsche Zeitung“ bringt es an den Tag: im letzten Monat gab es bei der Zeitung einen Beitrag über China und deren anscheinend immer häufiger werdenden Skandale (sueddeutsche.de/politik/china-immun-gegen-skandale-1.4066141). Der Beitrag versucht die Ursachen für diese Entwicklung zu benennen und kommt dabei zu verstörend bekannten Resultaten, aus denen aber kaum jemand Konsequenzen zu ziehen scheint.

Wenn man dem Artikel glauben schenken darf, dann scheint China ein Eldorado für skrupellose Geschäftemacher zu sein.

Besonders die dort ansässige Pharmaindustrie und Lebensmittelindustrie überbieten sich gegenseitig mit Betrügereien und Skandalen, dass man sich schon fragen kann, ob diese Machenschaften auch dazu genutzt werden sollen, die Bevölkerungszahl zu kontrollieren? Diese zugegebenermaßen abstrus wirkende These, wird ja immer mal wieder zum Besten gegeben.

Dabei kann ich nur immer wieder hoffen, dass dem NICHT so ist.

Beispiele aus dem Kabinett der Ungeheuerlichkeiten…

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Pharmakonzerne zahlen über 600 Millionen an deutsche Ärzte

Oder: Pharmastudien: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing

Das es ein Geschäft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien gibt, ist bereits länger bekannt. Langzeitbeobachtungen von verschiedenen Medizinstudien zeigen jetzt (wieder einmal), was die Lektüre einzelner klinischer Pharmastudien in medizinischen Fachzeitschriften nicht vermag: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

324 Studien: Ergebnisse differieren je nach Auftraggeber

Die amerikanischen Wissenschaftler Paul M. Ridker und Jose Torres von der Harvard Medical School in Bosten fanden anhand von 324 Studien, die zwischen 2000 und 2005 in den Zeitschriften „Jama“, „The Lancet“ und „New England Journal of Medicine“ erschienen sind, Verblüffendes heraus…

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Es ist amtlich: Das große Insektensterben

Beim Autofahren auf Autobahnen fällt es mir seit längerem auf: Die „Verschmutzung“ der Windschutzscheibe und des Kühlergrills durch Insekten hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Und ich habe schon länger den Verdacht, dass sich in Mitteleuropa ein flächendeckendes Insektensterben anbahnt.

Die Frage war für mich: Fällt das nur mir auf oder gibt es bereits Untersuchungen und Studien dazu? Ich musste nicht lange suchen: Es gibt eine Dokumentation des NABU aus Nordrhein-Westfalen. Die Naturschützer berufen sich dabei auf Langzeitbeobachtungen des Entomologischen Vereins Krefeld.

Die Vereinsmitglieder ermittelten die Biomasse von Insekten an 88 Punkten ihres Bundeslandes zwischen 1989 und 2014. Dabei fingen die Forscher fliegende Kerbtiere in sogenannten „Malaise-Fallen“ und wogen die Beute. Im Untersuchungszeitraum ist die Biomasse der Insekten um 80 % zurückgegangen! 1996 sammelten die Entomologen noch bis zu 1,6 kg der Kerbtiere in ihren Fallen. 2016 kamen höchstens noch 300 g zusammen (https://www.nabu.de/news/2016/01/20033.html). Das Bundesamt für Naturschutz stellt fest, dass 50 % aller Insektenarten von dem Bestandsrückgang betroffen sind (https://www.bfn.de/0401_2015.html?&cHash=35ad8bbc57216c6fcea896650205868f&tx_ttnews[tt_news]=5456). Das ist in etwa auch das, was mir mein „Windschutzscheibentest“ sagt…

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Experte: Nächste Grippewelle könnte 33 Millionen Tote bringen!

Die Grippewelle im letzten Winter empfand ich als gravierender, als in den letzten Jahren. Vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands erwischte es viele Menschen sogar zwei Mal. Das erste Mal bereits im Herbst und dann zur „Hochsaison“ im Februar / März nochmal. Zeitweise war in manchen Firmen regelrecht „Personal-Notstand“. Bevor ich aber zu der „Experten-Horrorschätzung“ komme, noch eine weitere Rückschau. Dazu müssen wir noch ein paar Jahre in die Vergangenheit zurück.

Grippe Pandemie 2009 – Eine kurze Nachschau

Erinnern sich noch an das Jahr 2009? Hier wurde von der WHO eine Schweinegrippe-Pandemie auf höchster Alarmstufe ausgerufen, die sich als Lachnummer hätte eignen können, wenn nicht alles so traurig gewesen wäre. Der angekündigte Donnerschlag entpuppte sich lediglich als Furz; die unzähligen Toten blieben (zum Glück!) aus und die damals grassierende Grippe forderte sogar deutlich weniger Todesopfer, als die sonst übliche Grippewelle zu dieser entsprechenden Jahreszeit.

33 Millionen Tote könnte eine nächste Grippe-Pandemie bringen – und das alleine in den ersten 200 Tagen, so ein britischer Medizin-Experte. Da frage ich mich doch, wie der Mann auf so etwas kommt? Bild: stockxpert.com

Und für diese Lachnummer-Pandemie hatten etliche Regierungen Impfseren auf Vorrat eingelagert, was sich für die Pharmaindustrie und die Impfungen befürwortenden Politiker als ein Pandemie-Eldorado entpuppte.

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