Jahreswechsel — und ich sitze hier in der Tat und beantworte die Fragen der letzten Wochen: auf facebook, Xing, per email. Naja, ich versuche es zumindest, denn ich schaffe es sowieso nicht, allen zu antworten.

Nach der letzten Frage (soeben), musste ich erst mal (wieder) eine Pause einlegen. Aus der Praxis ist das ja nicht Neues, nämlich die Erkenntnis, dass das Leid der Menschen scheinbar unendlich sein kann.

 

Was erreichen mich da nicht für „Schicksalsbatterien“:

– Karpaltunnelsyndrom. Operation – Ja oder Nein? (Aus meiner Sicht fast immer nein, wenn die „richtige“ Therapie sofort eingeleitet wird).

– Spinalkanalstenose. Da hatte ich den Patient schon auf eine wirksame Therapie hingewiesen, Patient lässt sich dennoch operieren und fragt jetzt um Rat wegen Zystenbildung (epidurale Fibrose?) an der Wirbelsäule nach der OP. Aus meiner Sicht hätte er sich die OP sparen können. Aber: dann muss man schon bereit sein, „einiges“ herumzureißen. Operieren lassen kann man sich zur Not immer noch.

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– Gürtelrose; wenn die gleich richtig „alternativ“ behandelt wird, ist das eigentlich „ein Klacks“. Aber wenn die erst mit antiviralen Mitteln (Standard) und Schmerzmitteln, Salben usw. behandelt wird und die Schmerzen bleiben (was nicht selten ist) und dann noch Lähmungen dazu kommen: Herzlichen Glückwunsch.

Noch schlimmer wird es bei den Kindern und Jugendlichen:

– Skolioseoprationen mit Versteifung der gesamten Wirbelsäule – obwohl innere Organe noch gar nicht beeinträchtigt sind. Wäre eine tolle Option, wenn ich nicht 3 Verfahren kennen würde, die jede Art der Skoliose dauerhaft bessern würden. Dann braucht man auch den Rest des Lebens keinen Metallstab im Rücken herumzuschleppen. UND was ich bei den Skoliosekindern fast immer sehe: die hatten vorher in der Kindheit Brackets (die feste Zahnspange) bekommen. Aber statische Zusammenhänge werden bei den Zahnärzten generell anscheinend nicht gelehrt. Nicht zu fassen.

– Da „wacht“ eine Mutter entsetzt auf, dass Ihre Tochter jetzt Adalimumab (ein Biologikum) und MTX gegen juvenile Arthritis bekommen soll und fragt nach Alternativen. Ich kenne solche Fälle hinreichend aus der Praxis. Die Krankengeschichte der meisten Kinder liest sich dann wie das „Who is Who“ der klassischen Pädiatrie mit allen Therapien – „Antibiotika im Dutzend billiger“ und Impfungen natürlich inklusive;

– Ein anderes Kind wird mit Epstein Barr (Pfeiffersches Drüsenfieber) nach Hause entlassen; dazu: multiple Organschwellungen und nicht ganz optimalen Blutwerten (um es dezent auszudrücken); auch das ein gar nicht so seltener Fall. Aussage der Klinik: Wir können hier nichts mehr tun. Bei der ausgeprägten Immunschwäche des Kindes klar.

Ich will hier keinesfalls behaupten, dass ich alles besser weiß. Aber es fällt mir zunehmend schwerer, bestimmte Entwicklungen und Therapien so hinzunehmen, wie es sich derzeit abspielt. Mein Beiträge, wie im Jahresrückblick zusammengestellt (https://renegraeber.de/blog/eine-abrechnung-mit-2013/), sind da ja eigentlich nur „Andeutungen“ zu diesen Fehlentwicklungen. Ebenso wie in meinem Interview zur Alternativmedizin (zu lesen auf der Startseite von http://www.naturheilt.com/) – auch da deute ich ja nur ein paar Dinge an.

So langsam meine ich aber: Es reicht. Es reicht wirklich. Und die Naturheilkunde ist für mich in sehr vielen Fällen NICHT die Alternative. Es ist für mich das Mittel der ersten Wahl. Natürlich gibt es Grenzen. Aber es macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn, bei jedem Anflug einer ernsteren Erkrankung sofort (wieder) mit fliegenden Fahnen zur Schulmedizin überzulaufen – und wenn es nicht klappt, dann doch (wieder) die Alternativen zu „versuchen“. Ich weiß, dass das selbst einige meiner praktizierenden Heilpraktiker-Kollegen genauso machen.

Ja ich weiß, einige Leser werden mir sofort entgegnen: „Der hat gut reden!“. „Komm erst mal in mein Alter!“, bekomme ich dann auch öfter mal zu hören. Meine Antwort: „Da war ich schon.“ Wer nämlich die Geschichte meines Heilfasten Buches (http://www.gesund-heilfasten.de/heilfasten_anleitung.html) ein wenig mitbekommen hat, weiß, dass es mir vor meinem 30ten Geburtstag so schlecht ging, dass mir auch niemand in der Uniklinik helfen konnte – wie auch?

Die Cortison-Creme die ich mir morgens ins Gesicht schmierte, wirkte am Nachmittag schon nicht mehr. Von den Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, dem Haarausfall und den anderen Nettigkeiten will ich erst gar nicht berichten. Hätte ich damals nicht das Ruder in allen Bereichen buchstäblich „herumgerissen“ – ich möchte nicht wissen wie es mir heute ginge. Ich kann es mir nur ungefähr vorstellen, wenn ich ähnliche Krankengeschichten höre und die Patienten dazu sehe.

Deswegen sage ich „Nein-Danke“. Die „Standard-Medizin“ hat mich seitdem nicht mehr gesehen. Aber es war und ist ein langer Weg. Und ich behaupte nicht, dass dieser Weg leicht ist. Im Gegenteil. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, fehlt Vertrauen. Und dann nimmt man doch wieder das scheinbar „Bewährte“…

Warum schreibe ich das alles?

Weil ich der festen Überzeugung bin, dass es immer eine Lösung gibt. Und diese Lösung muss eine „natürliche“ Lösung sein, ansonsten ist es nur ein Abstellen von Symptomen. Ich möchte Ihnen Mut machen nach Alternativen zu suchen, nach Lösungen. Nach neuen Wegen.

Diese Wege sind manchmal nicht sofort offensichtlich – weil auf diesen Wegen nicht so Viele gehen. Noch nicht. Aber es werden mehr – das ist eine deutliche Tendenz, die ich in den letzten Jahren beobachte. Da erzählen mir auf einmal Menschen (von denen ich das gar nicht erwartet hätte), dass sie mit Yoga angefangen haben, Trennkost machen, morgens jetzt ein Budwig Müsli essen, Brottrunk und Leinöl trinken oder effektive Mikroorganismen…

Wissen Sie was? Wenn ich nicht diese Tendenzen sehen, hören und spüren würde: ich würde alle Internetseiten und Bücher einstampfen und nur noch meine Praxis und das Sportzentrum betreiben. Es gibt mehr als nur Hoffnung. Sehr viele Menschen lassen sich nicht mehr für blöd verkaufen und erkennen das „Spiel“ – das „Spiel“ mit dem ich ja (unter anderem) hier „abgerechnet“ habe: https://renegraeber.de/blog/eine-abrechnung-mit-2013/

2014 wird sehr interessant. Über viele Themen habe ich ja schon geschrieben – oftmals merke ich schon, dass ich mich wiederhole oder einzelne Artikel nur aktualisieren muss. Aber um ein Thema (zum Beispiel Schmerzen) umfassender zu behandeln, muss ich ausführlicher dazu schreiben, vielleicht auch Videos drehen und Seminare anbieten. Insofern freue ich mich schon auf das Neue Jahr. Vielleicht ist ja eine „Lösung“ für Sie dabei…

Ich wünsche Ihnen Alles Gute, viel Erfolg und Gesundheit und den Mut neue Wege zu gehen – und das nicht nur in 2014.

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WEG DAMIT! Meine Abrechnung mit 2013. Die Bilanz eines Jahres. Was ich in der Medizin und im “Gesundheitswesen” so schnell nicht mehr sehen, schmecken, riechen, hören oder fühlen möchte.

Weil ich es grafisch hier im Blog nicht so schön darstellen konnte, finden Sie meine diesjährige “Abrechung” hier: https://renegraeber.de/weg-damit-2013.html

Weiterlesen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich wünsche mir zu Weihnachten, dass die Kranken wieder gesund werden und dass die Sorgen von Euch abfallen. Mögen wir Alle in diesen Tagen vor allem den inneren Frieden finden.

Über die Sicherheit des genmanipulierten Sicherheitskonsenses

Die Befürworter der Gentechnik werden nicht müde, uns hypnotisierungsartig zu versichern, dass die Produkte der Gentechnik absolut unbedenklich sind – und noch dazu ein Segen der Menschheit. Ähnlich wie bei der Kritik der Homöopathie, bei der mit einem Wisch diese Therapieform vom Tisch gefegt wird, wird bei der Gentechnik mit einer ähnlichen Wischbewegung diese Form der Lebensmittelerzeugung als eine neue und sichere Alternative auf den Tisch gezaubert.

 

Während die Befürworter, Politiker und Lobbyisten sich alle Mühe geben, ihr „Big Business“ zu etablieren, rührt sich Widerstand in der „gemeinen“ Bevölkerung. Aber die sind ja bekannt dafür, dass es sich hier in der Regel um „dumme Bauern handelt, die nicht essen, was sie nicht kennen“.

Für diesen Bauerntyp der Bevölkerung ist dann die Beschwörungsformel gedacht, mit der man diesen Leuten unterschwellig die Idee der Gentechnik schmackhaft macht: Gentechnik ist gut, Gentechnik löst das Hungerproblem, Gentechnik ist sicher, Gentechnik rettet die Menschheit vor dem Untergang und so weiter.

Wie weit diese Industrie geht mit ihren skrupellosen Lügen und Behauptungen, das habe ich bereits in einigen Beiträgen zu verdeutlichen versucht, wie zum Beispiel unter:

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Die wissenschaftliche Ablehnung der wissenschaftlichen Sicherheitsbeweise

Am 21. Oktober 2013 gab es eine Stellungnahme der „European Network of Sientists for Social und Environmental Responsibility“ (ENSSER – http://www.ensser.org/increasing-public-information/no-scientific-consensus-on-gmo-safety/), in der merkwürdige Dinge zu lesen waren.

Da gab es zuerst die niederschmetternde Überschrift zu lesen, die lautete: „Kein wissenschaftlicher Konsens über die Unbedenklichkeit gentechnisch veränderter Organismen“.

Wie bitte? Kein Konsens?

Wenn man sich die Liste der Wissenschaftler, die diese Stellungnahme unterzeichnet haben, ansieht, dann darf man überzeugt sein, dass es sich hier nicht um Kunst-, Geschichts- oder ähnliche Wissenschaftler handelt. Nichts gegen diese Wissenschaftler. Aber deren Expertise liegt eindeutig nicht auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

Dagegen sind die Unterzeichnenden allesamt Leute „vom Fach“. Wer also meint oder versucht, diesen Leuten irgend eine politische oder ideologische Verstrickung anzudichten und deren Kompetenz in Zweifel zieht, wird sich schnell eines anderen belehren lassen müssen. Hier sprechen genau die Experten, die laut offizieller Ideologie die Gentechnik als sicher definiert haben sollen. Nur hier sprechen diese Experten selber und werden nicht von Politik und Interessenverbänden (falsch) zitiert.

Und was meinen diese Experten, wenn sie sagen, dass es diesen (erfundenen) Konsens nicht gibt? Der einführende Satz zerschlägt den erfundenen Konsens und die Ideologie der gentechnischen Sicherheit:

Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte und Experten aus Disziplinen, die relevant sind für die wissenschaftliche, rechtliche, soziale Bewertung gentechnisch veränderter Organismen und deren Sicherheitsaspekte, weisen wir die Behauptungen von Entwicklern von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen und einigen Wissenschaftlern, Kommentatoren und Journalisten entschieden zurück, es gebe einen ´wissenschaftlichen Konsens´ über die Unbedenklichkeit von gentechnisch veränderten Organismen.

Sie bezeichnen die Behauptung, es gebe diese einhellige Meinung einer sicheren Gentechnik, als irreführend und gefährliche Verharmlosung der realen und kontroversen Diskussion dieses Themas. Eine solche Verharmlosung fördert den laschen Umgang mit gentechnischen Produkten und deren gesetzlichen Bestimmungen.

Ohne es direkt auszusprechen, deuten die Wissenschaftler hier an, dass dies ein nicht unerwünschter Effekt einer solchen Behauptung seitens der Befürworter der Gentechnik ist: Je mehr alle glauben, dass die Gentechnik sicher ist, umso schneller und unproblematischer werden die gentechnischen Produkte abgesegnet und zugelassen. Und wenn man die anderen Bauern noch dazu bringen kann, an die genmanipulierte Heilsbotschaft zu glauben, dann kann dem Milliardengeschäft nichts mehr im Wege stehen.

Aber die Studienlage zeigt doch eindeutig den Wert der Technologie, oder?

In den oben genannten Beiträgen von mir habe ich ein paar Studien zitiert, die das genaue Gegenteil von dem zeigten, was die genetischen Wissenschaftler behaupteten. In der hier vorliegenden Stellungnahme der ENSSER-Wissenschaftler schlagen die Unterzeichnenden ähnliche Töne an.

Sie schreiben, dass Fütterungsstudien häufig als Nachweis für die Sicherheit beziehungsweise Unbedenklichkeit der genmanipulierten Futtermittel dienen sollten. Nur bei genauerem Hinsehen muss man feststellen, dass es signifikante Unterschiede gibt zwischen normal versorgten Versuchstieren und mit gentechnisch verändertem Futter versorgten Tieren.

Die mit genetisch veränderten Nahrungsmitteln versorgten Tiere zeigten signifikante Anomalien auf, die von den Befürwortern der Gentechnik jedoch immer wieder als nicht relevant interpretiert werden. Schon oder spätestens hier fängt die Frage nach dem wissenschaftlichen Konsens an zu bröckeln.

Dazu kommt, dass es stringente Studien mit sauberen Design fast nicht gibt. Das heißt, dass eine Studie gemacht wird, zum Beispiel als Fütterungsstudie, bei der eine Gruppe von Versuchstieren mit gentechnisch modifiziertem Futter versorgt wird und eine weitere Gruppe von Tieren als Kontrollgruppe gentechnikfreie Nahrung erhält.

Die wenigen Studien, die so ausgelegt sind, zeigen zu allem Überfluss signifikante Vergiftungserscheinungen bei den Gen-Futter-Tieren. Das war jedoch kein Grund, dieser Beobachtung gezielt nachzugehen und deren Ursache zu klären. Statt dessen verschwanden die Ergebnisse in der Schublade X und man sang weiter das Legolandlied vom der schönen, sicheren Gentechnik.

Epidemiologische Studienlage

Es gibt keine epidemiologische Studien, die die möglichen Effekte solcher Nahrungsmittel auf die menschliche Gesundheit untersucht hätte. Die einzige „pseudo-epidemiologische“ Erkenntnis ist, dass „Billionen von Mahlzeiten“ in den USA, dem Mutterland der genetischen Veränderungen, verzehrt worden seien und noch keiner tot vom Stuhl gefallen wäre.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ähnlich ausgerichtete Aussagen über Heilpflanzen und Heilpilze  jedoch nicht gelten (siehe auch „Heilpilze auf der Abschussliste der Pharmaindustrie„), obwohl diese nicht erst seit Erfindung der Gentechnik verzehrt werden, und nicht nur in den USA, sondern seit Jahrtausenden in der gesamten Welt. Aber ein Trillionen-facher Verzehr von alternativen Medikamenten = gesunden Nahrungsmitteln seit Menschengedenken bleibt dennoch suspekt, weil die nämlich der direkte Konkurrent der gentechnisch veränderten Nahrungsmittel sind.

Dazu kommt noch, dass die amerikanische Art der praktischen Epidemiologie überhaupt keine Aussagen zulässt, da hier keine einheitliche Ernährung mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln erfolgt, sondern es auch in den USA Gentechnik-Gegner gibt, die versuchen, sich gen-frei zu ernähren.

Ein weiterer Punkt ist, dass es keine Kennzeichnungspflicht in den Staaten gibt und somit keinen Anhaltspunkt, ob man sich nun konservativ-genfrei oder fortschrittlich-gentechnisch ernährt. Die Ergebnisse aus den Beobachtungen eines solchen „Versuchskollektivs“ ist bestenfalls Spekulation. Das Lesen aus dem Kaffeesatz oder würfeln scheint hier genau so zuverlässig zu sein. Die ENSSER-Wissenschaftler verwehren diesen Aussagen jedenfalls jede wissenschaftliche Grundlage.

Auch die Behauptungen, dass offizielle Institutionen und anerkannte Fachgremien sich für die Sicherheit der Gentechnik ausgesprochen haben, lässt sich oft schnell relativieren. Ein Expertenkreis der Royal Society of Canada kritisierte in ihrem Bericht die Haltung der kanadischen Regierung bezüglich Gentechnik und gentechnisch veränderter Ernährung. Also auch hier ist nichts vom vielbeschworenen Konsensus zu sehen… Die Experten hier befürchteten mit der Einführung neuer Gene eine drastische Zunahme an neuartigen Allergien – als ob wir davon nicht schon genug hätten.

Ein besonders vernichtendes Beispiel aus dieser Stellungnahme ist die Veröffentlichung des Vorstandes der American Association for the Advancement of Science (AAAS). Diese Veröffentlichung stellte die Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen fest und lehnt eine Kennzeichnungspflicht strikt ab. Dies war allerdings nur die Meinung des Vorstands.

Die Mehrheit der Mitglieder sah anders aus. In der Folge wurde diese Stellungnahme von 21 Wissenschaftlern, die meist langjährige Mitglieder der AAAS waren, scharf kritisiert. Sieht so ein Konsens aus?

100 Studien können nicht irren

Zurück zu den vielen Studien, die die Sicherheit der Gentechnik bewiesen haben (sollen). Dies ist eine häufig zitierte Behauptung. Bei genauerem Hinsehen jedoch entpuppen sie sich nur als des „Kaisers neue Kleider“. Denn die zitierten Studien hatten nie zum Ziel, die Sicherheit der Gentechnik zu beweisen oder zu überprüfen. Viele liefern sogar Hinweise für das komplette Gegenteil.

Die meisten zitierten Studien sind keine toxologischen Studien, die gefordert sind, um eine zuverlässige Aussage über die Sicherheit einer Substanz oder eines Produkts machen zu können. Statt dessen werden Parameter getestet, die für die Lebensmittelindustrie oder Agrarwirtschaft von Interesse sind, wie Milchleistung, Gewichtszunahme der Tiere und so weiter. Im Verlauf solcher Studien kam es zu toxischen Effekten bei den Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter versorgt worden waren.

Eine Aufarbeitung dieser Beobachtungen jedoch steht noch aus. Ein weiterer Kritikpunkt an den angeblichen Befürworter-Studien ist, dass die meisten dieser Studien im Vergleich zur Lebensdauer der beteiligten Tiere viel zu kurz ausfielen, als dass man in der Lage gewesen wäre, hier negative Einflüsse identifizieren zu können. Oder mit anderen Worten:

Wenn man bei gentechnisch veränderten Futtermitteln nach zum Beispiel zwei Jahren negative Auswirkungen erwartet, dann legt man die Studie so aus, dass sie nur über anderthalb Jahre läuft, keine negativen Nebenwirkungen auftauchen lässt und somit als Beleg für die Sicherheit des Futtermittels verkaufen kann.

Gentechnik und die Umwelt – kein schöner Land zu dieser Zeit

Laut Einschätzung der Unterzeichner des ENSSER-Statements geht von gentechnisch veränderten Pflanzen eine erhebliche Bedrohung der Umwelt aus. Denn auch hier fehlt der unterstellte Konsens hinsichtlich der Umweltrisiken. Publizierte Daten zu Bt-Pflanzen deuten auf nachteilige Effekte auf „Nicht-Zielorganismen und Nützlinge“ hin.

Und diese negativen Effekte werden bei der Zulassung dieser Pflanzen überhaupt nicht mit in Betracht gezogen. Resultat: Schädlinge, die durch das Bt-Toxin vernichtet werden sollten, bauen Resistenzen auf. Ähnliche Resistenzentwicklungen wurden auch bei zuvor nicht Glyphosat-resistentem „Unkraut“ beobachtet. Folge: Ein dramatisch erhöhter Einsatz der Pestizide und Herbizide, um den Schädlingen und Unkraut Herr zu werden.

Fazit

100 Studien irren nicht in der Annahme, dass gentechnisch veränderte Pflanzen eine Bedrohung sind. Denn es fehlt eine ausreichende Dokumentation für die Sicherheit und Unbedenklichkeit solcher Produkte. Alles, was man bislang auf den Tisch bekommen hatte, spricht für eine Vergewaltigung der Natur, die uns teuer zu stehen kommen wird.

Ich bin froh, dass es aus der Welt der Naturwissenschaft und Medizin wenigstens über 90 Wissenschaftler gibt, die nicht einfach das gentechnisch veränderte Glaubensbekenntnis von Politik und Industrie nachbeten. Es könnte sein, dass noch Hoffnung besteht.

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In Oregon, USA, ist ein genetisch manipulierter Weizen aufgetaucht, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Die Betonung liegt bei „eigentlich“. Und die Forscher testeten es mehrmals. Sie testeten bis es keinen Zweifel mehr gab: Das Weizen-Gen ist da, das Gen, das es da gar nicht geben dürfte.

 

Ein Farmer in Oregon entdeckte unlängst, dass ein Teil seines Weizens, trotz Behandlung seiner Felder mit dem Monsanto Breitbandherbizid „Roundup“, keinerlei Schaden genommen hatte. Wissenschaftliche Untersuchungen stellten dann fest, dass der Farmer, ohne es zu wissen, genetisch veränderten Weizen auf seinen Feldern hatte.

Das Besondere hierbei ist, dass es auch in den USA keinen solchen Weizen geben sollte. Denn genetisch veränderter Weizen wurde nie für den kommerziellen Einsatz freigegeben.

Monsanto betrieb zwar ein Forschungsprogramm mit GM-Weizen, das aber schon vor mehr als neun Jahren aufgegeben wurde. Da erhebt sich zurecht die Frage: Woher kommt dieser Weizen?

Die FDA hatte zwar, wie nicht anders zu erwarten, 2004 den Gen-Weizen für den menschlichen Verzehr als sicher eingestuft. Monsanto stampfte kurz darauf die Entwicklung und Produktion ein, da die Nachfrage zu gering ausfiel, als dass hier Profite zu erwarten gewesen wären.

Inzwischen haben eine Reihe von asiatischen Ländern den Import von USA-Weizen gestoppt, da sie Verunreinigungen mit Gen-Weizen befürchten. Vorreiter des Importstopps sind Süd-Korea und Japan. Diese Reaktion ist verständlich, da man in den USA und bei Monsanto selbst nicht versteht, wie der Weizen plötzlich in Oregon auftauchen konnte.

Laut Angaben gab es zwischen 1998 und 2004 eine Reihe von verschiedenen GM-Weizensorten, die in 17 verschiedenen US-Bundesstaaten, unter anderem auch in Oregon, getestet worden waren. Aber dann wurde das Projekt gestoppt und angeblich alle Pflanzen vernichtet.

Da es keinen kommerziellen Anbau gab, kein Saatgut zum Verkauf freigegeben worden war, sollte theoretisch jede Form von GM-Weizen eliminiert worden sein. Nun taucht, wie von Zauberhand, dieser Weizen auf freier Fläche auf und kontaminiert Felder und Bestände.

Die Firma Monsanto, die selbst zugeben musste, dass sie keine Erklärung für das Auftauchen ihres alten Gen-Weizens haben, beeilten sich abwiegelnd zu erklären, dass das ja alles nicht sein kann. Denn Weizensamen kann angeblich maximal nur 2 Jahre in der Erde überleben. Und 99 Prozent der Weizenpollen werden nur maximal 10 Meter vom Winde fortgetragen.

Damit sollte das Thema „Kontamination“ als Ursache vom Tisch sein. Natürlich bleibt hier die Frage: Was ist mit dem 1 Prozent der Pollen, die weiter als 10 Meter getragen werden? Und kann es nicht sein, dass die Genmanipulation den Weizensamen befähigt, mehr als nur 2 Jahre im Boden auszuharren? Haben die Herren Monsanto das einmal überprüft? Während ich bei den beiden ersten Fragen auch keine Antwort weiß, bin ich mir bei der dritten Frage sicher, dass die Antwort lauten nur lauten kann: Nein, es wurde nichts überprüft. Meine Vermutung stütze ich auf folgende Beiträge:

Unter dem Strich kann man festhalten, dass die Gen-Experten von FDA und Monsanto keine Erklärung haben für das urplötzliche Auftauchen einer fast 10 Jahre verschwundenen Gen-Pflanze.

Damit sollte es auch dem Letzten klar geworden sein, dass dieses unkontrollierte Auftauchen mit der vielbeschworenen „Sicherheit“ der GMOs rein gar nichts zu tun hat. Denn es fehlte nicht an Warnungen, dass ein Aussähen von GMOs zu einer unkontrollierbaren Verbreitung derselben führen wird.

Erste Konsequenzen haben sich ja bereits ergeben, wo „gen-freie“ Farmer plötzlich GMOs von Nachbarfarmen auf ihrem Feld sichteten. In der Folge wurden die so Geschädigten von Monsanto zusätzlich als „Samendiebe“ zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt. Heute kann die Firma niemanden verfolgen, da es offiziell keinen kommerziellen Weizensamen aus dem genmanipulierten Haus gibt.

Da es niemanden zu geben scheint, der dieses Mysterium entwirren könnte, möchte ich einen Lösungsvorschlag unterbreiten: Da es dieses unkontrollierte sich Verbreiten ja gar nicht gibt, laut FDA und Monsanto, und alles so irre sicher ist, kann dieses plötzliche Auftreten von genverändertem Zombie-Weizen nur auf der Zauberkraft von David Copperfield beruhen. Denn der ist Amerikaner, lässt große Sachen verschwinden und nach einiger Zeit wieder auftauchen.

Fazit

Es ist eingetreten, was (fast) niemand für möglich gehalten hat: Genmanipulierte Pflanzen tauchen unkontrolliert nach etlichen Jahren wieder auf und verbreiten ihre Herbizidresistenz auf die Felder von nichtsahnenden Farmern. Wer da noch von „Sicherheit“ und „Unbedenklichkeit“ redet, der glaubt auch, dass Copperfield dafür verantwortlich ist.

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