Anthrax oder Milzbrand wird durch ein Bakterium verursacht, den Bacillus anthracis. Der Bacillus produziert ein hoch potentes Gift, das auch für Menschen gefährlich werden kann. Anthrax-Sporen zeigen eine außerordentliche Resistenz. Denn sie können über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern und dann wieder aktiv werden.

 

Obwohl der Milzbrand eine Tiererkrankung ist (Rinder, Schweine, Ziegen etc.), können auch Menschen von der Infektion betroffen werden. Tiere infizieren sich, indem sie mit Sporen verseuchte Pflanzen fressen. Die Sporen beginnen dann, sich im Organismus des Tieres zu vermehren. Verendet das Tier und bewirkt somit eine für den Erreger ungünstige Situation für das Überleben und die Vermehrung, dann schaltet er um auf das Sporenstadium.

Daher dürfen an Milzbrand verendete Tiere nicht beerdigt, sondern müssen verbrannt werden. Menschen infizieren sich durch den Genuss von verseuchtem Fleisch beziehungsweise durch die Inhalation von Sporen, die auch im Fell von Tieren vorkommen oder durch direkten Hautkontakt.

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Aufgrund des Erfindungsreichtums des Menschen gibt es seit geraumer Zeit Bemühungen, Anthrax als biologische Waffe zu perfektionieren. Unter Milzbrand gibt es in Wikipedia eine kurze Darstellung, welche Anstrengungen früher und heute unternommen worden sind, um andere Menschen mit einem qualvollen Tod zu „beglücken“.

Es versteht sich von selbst, dass eine Reihe von Armeen dieser Welt unter dem Siegel der „Selbstverteidigung“ an dieser Waffe laboriert. Wie aus dem Wikipedia-Artikel ersichtlich wird, haben die Russen und Amerikaner momentan die Nase vorn bei der „Selbstverteidigung“ gegen Anthrax-Angriffe. Und damit das so bleibt, wird anscheinend fleißig weiter geforscht.

Denn unlängst sickerte durch, dass die US-Armee ein Labor in Rheinland-Pfalz unterhält, in dem Anthrax-Sporen über den Labortisch gehen, natürlich nur zu „Selbstverteidigungszwecken“.

Es sickerte weiter durch, dass diese Sporen entgegen aller Sicherheitsbestimmungen nicht inaktiviert worden waren. Oder mit anderen Worten: Die Sporen waren infektiös. Diese Informationen stammen von der „Bild“-Zeitung, die sich auf einen E-Mail-Wechsel zwischen der deutschen Botschaft in Washington und dem US-Militär beruft.

Die Sporen waren aus den USA nach Rheinland-Pfalz geliefert worden. Aber das waren offensichtlich nicht die einzigen „Lieferungen“. In den Jahren zuvor gab es solche Lieferungen (laut eines Spiegel-Berichts) in fast schöner Regelmäßigkeit (2007, 2009 und 2010). Angeblich sollen sie bei „Nato-Übungen“ eingesetzt worden sein.

Es entzieht sich völlig meinem Verständnis, wie man biologische Kampfstoffe bei Übungen so einsetzen kann, dass es bei einer Übung bleibt und kein Ernstfall daraus entsteht?

Laut „Spiegel“ soll mit ihnen „die Identifizierung chemischer, biologischer und nuklearer Kampfstoffe“ geübt worden sein. Wie man mit Milzbrand-Bazillen chemische und nukleare Kampfstoffe identifizieren kann, dafür finde ich auch keine Erklärung. Wie soll das denn gehen? Aber für den doofen „Otto Normalverbraucher“ müssen solche hirnrissigen Erklärungen ausreichen. Man geht wahrscheinlich davon aus, dass der in Chemie und Biologie nicht aufgepasst hat – oder wie soll ich das interpretieren?

Und, nicht zu vergessen, für die „Selbstverteidigung“ und vor allem die „Verteidigung der Freiheit“ müssen halt auch schon mal Opfer in Kauf genommen werden. All the way USA!

Und weil man in den Vereinigten Staaten von Disneyland ganz fest an Märchen glaubt (weshalb es so etwas wie Hollywood und Disneyland gibt), braucht man nicht nur diese wunderschöne Waffe zur Verteidigung der Freiheit, sondern sich auch keine Gedanken zu machen, dass diese Waffe sich auch einmal gegen einen selbst richten könnte.

Denn die Realität von Disneywood und Hollyland ist gekennzeichnet durch ein immer wiederkehrendes, eingebautes Happy-End. Darum scheint es den Verteidigern von Freiheit und Weltenordnung nicht in den Sinn zu kommen, mit gefährlichen Stoffen sorgfältiger umzugehen.

Denn: Erst Anfang Juni kam die Kunde aus dem Verteidigungsministerium der Amerikaner, dass insgesamt 51 Labore in den Staaten mit lebenden Sporen beliefert worden seien.

Damit nicht genug. Die Amerikaner wollen sich nicht alleine verseuchen. Damit die Freiheit auch nachhaltig in der ganzen Welt durchgesetzt wird, wurde lebendes Material auch nach Australien, Kanada und Südkorea verschickt. Die amerikanische CDC (das ist die Institution mit der selbst gefälschten MMR-Impfungen-und-Autismus-Studie: siehe MMR-Impfung und Autismus – Also doch!) musste ein Labor schließen (andere Quellen berichten von zwei Laboren), weil die Mitarbeiter Anthrax-Sporen nicht ausreichend unwirksam gemacht hatten.

Zu allem Überfluss trugen die Wissenschaftler auch keine sonst vorgeschriebene Schutzanzüge (Schlamperei im Labor: Anthrax-Alarm bei der US-Gesundheitsbehörde CDC ). All the way USA!

Fazit

Für die Freiheit, und vor allem für die Freiheit der Amerikaner, nehmen sich die Amerikaner die Freiheit, lebensgefährliches Biomaterial in fremde Länder zu verschicken. Der Umgang mit den freiheitlichen und Freiheit garantierenden Substanzen ist anscheinend von Sorglosigkeit geprägt, weil man in Disneyland und Hollywood alles im Griff hat.

Und wer sich dagegen ausspricht, dem wird dann Kommunismus oder Vaterlandsverrat in die Schuhe geschoben. All the way USA! Was das heißt? Für mich ist das die neue Variante: Am amerikanischen Wesen soll die Welt genesen.

Ansonsten kann ich mich nur dem Kommentar der Netzfrauen (Doro Schreier) anschließen:

Wo sind wir denn, wenn hier jede Armee machen kann, was sie will – wir sind keine Versuchskaninchen und wollen es auch nicht werden. […]

Es reicht Frau Merkel – dass wir durch die ??NSA? abgehört und überwacht werden, daran hat sich die Deutsche Bevölkerung gewöhnt – aber dass wir anscheinend als Versuchskaninchen für ?Biokampfmittel?, in diesem Fall? Anthrax? benutzt werden, das geht zu weit… […]

Was macht unser ??Verteidigungsministerium?? Warum haben wir eigentlich eins? Wir bitten um sofortige Klärung und Maßnahmen durch die Bundesregierung.

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Beitragsbild: fotolia.com – nipol

1971 – ein Lied geht um die Welt und schleift eine Getränkemarke zum Welterfolg. Oder man könnte auch „Durchbruch“ sagen.

Es handelt sich hier um die sogenannte „Hilltop“ Werbung, in der inmitten von unberührter Landschaft eine Gruppe von ausschließlich jungen Leuten aus allen Nationen zusammen steht und ein Liedchen trällert – jeder mit einer Flasche Coca-Cola in der Hand.

 

Der Text ist einfach, harmlos und träumerisch:

I’d like to build the world a home and furnish it with love,

Grow apple trees and honey bees, and snow white turtle doves.

I’d like to teach the world to sing in perfect harmony,

I’d like to buy the world a Coke and keep it company.

[Repeat the last two lines, and in the background:]

It’s the real thing, Coke is what the world wants today.

Ich würde der Welt gerne ein Zuhause bauen und es mit Liebe einrichten,

Apfelbäume anbauen und Bienen und schneeweiße Tauben züchten.

Ich würde der Welt gerne beibringen, in perfekter Harmonie zu singen,

ich würde gerne der Welt eine Cola kaufen und ihr Gesellschaft leisten.

Das ist das wahre Ding, Cola ist, was die Welt heute will …

Heute nach mehr als 40 Jahren ist es zwar aus mit dem Hit der alten Tage. Dafür sind Coca-Cola und dazu andere vergleichbare Getränkehersteller bekannter als je zuvor. Die Welt schluckt nicht nur ihre verzuckerten Produkte, sondern gleich die Illusion mit, dass der Genuss dieser Getränke genau das macht, was im Lied von 1971 behauptet wird: Glück, Harmonie, Idylle, Frieden und so weiter.

Aber Werbung hat nichts mit der Realität zu tun. Man könnte sie auch als „Märchenstunde für Erwachsene (und Kinder)“ nennen. Es gibt keine Multi-Kulti-Jugendlichen mit Cola Flaschen in den Händen, die in Reih und Glied auf einem Hügel stehen und singen. Wozu auch? Wem soll das nützen, außer der Firma, die gefärbtes Zuckerwasser für teures Geld an den Mann und Frau bringen will?

Die Realität sieht anders aus. Die Hügelspitze ist menschenleer. Die damals Jugendlichen sind ältere Herrschaften geworden. Heute singen andere den gleichen Song mit einem völlig anderen Text: Change of Tune – https://www.youtube.com/watch?v=3F1U95v0JPs

Es sind Diabetiker, Hypertoniker, Übergewichtige, junge Leute mit Zahnersatz, da die Karies die eigenen Zähne „weggefressen“ hatte und Ärzte und ihre Assistenten, die diese Patienten betreuen müssen. Und der Song endet mit den Worten, dass das alles nichts mit Glücklichsein zu tun hat.

Am Schluss dieser „Werbung gegen Cola und Co.“ erfahren wir, dass diese Art der Zuckergetränke die Hauptquelle für Kalorien in der amerikanischen Ernährung darstellt. Mit ein Grund für diese fatale Entwicklung ist nicht nur das Liedchen von 1971, sondern ein inzwischen auf über eine Milliarde Dollar angeschwollenes Werbeetat, das für die Verbreitung von Zuckerwasserprodukten jährlich zum Einsatz kommt.

Der Spot mit alter Melodie und neuem Text wurde von der US-Verbraucherorganisation CSPI (Center for Science in the Public Interest) hergestellt.

Cola, Zucker und einige andere Inhaltsstoffe hatte ich bereits in mehreren Beiträgen unter die Lupe genommen:

Dazu gibt es weiterführende Links zu Beiträgen, die sich mit den katastrophalen Effekten von Zucker auf den Organismus beschäftigen:

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Ich danke Ihnen ganz herzlich dafür, dass ich Sie 2014 auf einem Stück Ihres Weges begleiten durfte.

Ihre Glückwünsche zu Weihnachten und die Vielzahl der Kommentare zu meinen Beiträgen, die vielen e-Mails und Briefe, die ich erhalten habe, haben mich sehr gefreut, bewegt und zum Teil auch betroffen.

Leider konnte ich nicht immer auf alles so Antworten, wie sich das „gehört“. Ich bitte daher auch für 2015 um Verständnis – ich (und auch meine Frau) versuchen unser Bestes…

Für den heutigen Silvester-Abend und das Neue Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in das Neue Jahr 2015!

Und falls Sie noch kein Party-Mitbringsel für heute Abend haben: Hier ist es.

Konfetti 2014 - Auslochen - Hochwerfen - Fertig.

Konfetti 2014 – Auslochen – Hochwerfen – Wild feiern!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich wünsche mir zu Weihnachten, dass die Kranken wieder gesund werden und dass die Sorgen von Euch abfallen. Mögen wir Alle in diesen Tagen vor allem den inneren Frieden und zu uns selbst finden.

Ich danke Ihnen sehr für Ihr Vertrauen, den Zuspruch und die Anregungen.

Es scheint so weit zu sein. Denn es gibt erste Zeichen, dass es den Bienen nicht mehr so gut geht wie früher. Das scheint in den USA noch ernsthafter zu sein, als hierzulande oder in Europa allgemein. Das Problem ist seit Jahren bekannt. Aber was passiert? Genau: Nichts. Die Bienen sterben also. Na Und?

 

Dass die Bienen sterben scheint sich inzwischen herumgesprochen zu haben. Es gibt reihenweise Artikel zu diesem Thema im Internet und auch Reportagen im Fernsehen.

Besonders beeindruckend fand ich die Tatsache, dass sogar die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ sich dieses Themas intensiv und extensiv annahmen (Rätselhaftes Bienensterben alarmiert US-Regierung ). Aber der Grund wurde hier schnell klar. Es war der gleiche Grund, warum auch die amerikanische Regierung urplötzlich die armen Bienchen so lieb zu haben scheint: Geld. Was sonst?

Denn diesen Leuten liegt die Artenvielfalt überhaupt nicht am Herzen. Diese Leute werden nur dann hellhörig, wenn finanzielle Verluste drohen. Da laut „Spiegel“ die amerikanischen Imker jedes vierte Bienenvolk verlieren, droht dort ein immenser finanzieller Schaden (USA: Obama-Regierung will massenhaftes Bienensterben stoppen).

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„Spiegel“ und „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ wissen zu berichten, dass Bienen in den USA für die Bestäubung von einem Viertel aller dort erzeugten Früchte zuständig sind. Mandeln zum Beispiel sind das zweitwichtigste Erzeugnis der amerikanischen Agrarindustrie. Und die werden so gut wie ausschließlich von Bienen bestäubt.

Vor lauter Bestäubung haben sich dann die Wirtschaftsrechner der amerikanischen Regierung einmal hingesetzt und den Wert dieser Bestäubung errechnet, und sind dabei auf 15 Milliarden Dollar gekommen. Dazu kommen dann noch einmal 9 Milliarden Dollar Bestäubungsleistung von wilden Hummeln. Diese Zahlen gelten nur für die USA. Weltweit wird die Bestäubungsleistung der Bienen auf über 260 Milliarden Euro geschätzt.

Ursachenforschung – honigsüß

Bei 24 Milliarden Dollar möglichen Verlusten hört natürlich der Spaß auf. Die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ wissen zu berichten, dass bei einem weiteren Bienensterben es bald einige Produkte nicht mehr geben wird. Dies sind Kirschen, Wassermelonen, Kiwis und Avocados (Studie: Bienen-Sterben in Europa ist alarmierend). Insgesamt sind rund 35 Prozent aller Nahrungsmittel auf die Arbeit der Bienen angewiesen.

Da werden laut „Spiegel“ auch die Pestizide als mögliche Ursache diskutiert. Aber, so argumentiert das Blatt weiter, die „genauen Ursachen des Bienensterbens sind bislang unklar. Vermutet werden mehrere Faktoren, darunter Parasiten, wie die Varroa-Milbe, Krankheiten, der Verlust der genetischen Vielfalt, falsche Fütterung und Pestizide.

Dabei stelle ich mir die Frage, warum man beim „Spiegel“ Parasiten und Krankheiten voneinander trennt? Sind etwa Krankheiten schlimm und  Parasiten ein ungesundes Hobby der Bienen? Gibt es einen Verlust der genetischen Vielfalt und was ist hier die Ursache dafür? Wer füttert die wilden Bienen, wenn die sich nicht selbst füttern?

Warum sind auf einmal Milben eine Gefahr für die Bienen? Hat es die nicht neben den Bienen schon seit Urgedenken gegeben, ohne die Bienen zu gefährden? Das Einzige in dieser Auflistung, das neu und nicht ungefährlich ist, das sind die Pestizide. Denn die zeichnen sich ja dadurch aus, auch Insekten wie den Bienen den Garaus zu machen.

Umso erstaunlicher ist der Standpunkt der „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“, die im oben zitierten Beitrag eine Studie zitieren, die herausgefunden hat, dass „Insektizide und Fungizide die Grundlage für das Massensterben der Bienen bilden.“ Also doch!? Und fast noch bemerkenswerter ist der darauf folgende Satz: „Dabei kommt es auf die Wechselwirkung dieser chemischen Produkte an, die noch immer nicht hinreichend untersucht werden konnten.“ Aber Hallo!

Es gibt also Wechselwirkungen bei Pestiziden, die bis heute niemand interessiert hat. Also wieder einmal wurde die Sicherheit nicht bewiesen, sondern als bewiesen unterstellt – die Hypothese als Beweis oder die Quadratur des Kreises der chemischen Industrie. Mich stört hier das Wörtchen „konnten“.

Da fliegen die Jungs zum Mond, sind aber nicht in der Lage, Wechselwirkungen, die man in der pharmazeutischen Industrie sehr wohl, sehr gut beschreiben kann, auch in der Ökologie zu erforschen. Das glaub´ ich nicht. Solche Wechselwirkungen zu erforschen ist mühsam und kostspielig, wovor der tüchtige Geschäftsmann sich scheut. Denn Umsatz ist sein Ziel, nicht Sicherheit für Bienen und Ökologie.

Beim Weiterlesen des Artikels kommt noch eine andere Dimension des „Nicht-Könnens“ hinzu. Und die heißt: „Nicht-Dürfen“. Denn die oben zitierte Studie wollte besonders den Gründen für den „winterlichen Massentod“ nachgehen. Daraus wurde aber nichts. Warum? Die „WirtschaftsWoche“ gibt die Erklärung in Fettdruck dazu:

Die Autoren der Studie hatten ursprünglich einen starken Fokus auf Pestizide legen wollen, was jedoch durch die Regierungen der betroffenen Länder untersagt wurde.

Zusammenhänge nicht sehen können, weil man nicht das Fachwissen oder allgemein nicht die intellektuellen Kapazitäten dazu hat, das ist eine Sache. Aber Zusammenhänge sehen und sie bewusst ausblenden, das hat mit mangelndem Intellekt und fehlendem Wissen nichts zu tun, sondern ist einfach nur kriminell.

Die Ursache für diese Bemühungen der Verschleierung und Wissenschaftsbeugung sind schnell klar, wenn wir den „Spiegel“-Artikel weiter verfolgen. Denn hier können wir lesen, dass die Herstellerfirmen von Pestiziden zu rechtlichen Mitteln gegriffen haben, um ein Verbot der Pestizide zu unterbinden.

Trotzdem gibt es in der EU seit vergangenem Jahr Verbote für bestimmte Pestizide. Syngenta, BASF und Bayer sind mit einigen ihrer Produkte davon betroffen. Folgerichtig haben alle drei Firmen geklagt. Die EU-Kommission hatte das Verbot beziehungsweise einen eingeschränkten Einsatz mit den Problemen bei den Honigbienen begründet.

Und nur mal so nebenbei: die geplanten Handelsabkommen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) sollen ja die „Investorenschutzklausel“ als wichtigsten Bestandteil haben. Das bedeutet, dass dann Firmen wie Bayer etc. Schadenersatz für das Pestizidverbot einklagen könnten.

Fazit

Wenn man die Ursachen für das Bienensterben nicht mehr leugnen kann, dann muss man die Erforschung und Klarstellung dieser Ursachen verwässern und notfalls sogar verbieten, damit die „armen“ Pestizid-Hersteller nicht um ihre wohlverdienten Pfründe kommen.

Als Begleitmusik dazu dient so lange eine heuchlerische Diskussion um Krankheiten, Parasiten, genetische Viel- oder Einfalt und andere irrelevante Themen, die hoffentlich von den eigentlichen Ursachen ablenken helfen.

Bei den Zigaretten war das Vorgehen und die Reaktion der Zigarettenhersteller damals genau so. Die Amerikaner sagen dazu: „History repeats itself.“ Auf Deutsch: Eher fangen die Bienen das Rauchen an, als dass die Pestizid-Hersteller einen Zusammenhang zwischen ihren Produkten und dem Bienensterben zugeben – auch wenn er noch so klar auf der Hand liegt.

Ergänzung 26.9.2014

Eine Sendung des SWR zum Thema Bienensterben verdeutlicht die dramatische Problematik. Die Sendung ist in der ARD Mediathek noch abrufbar unter: Warum sterben die Bienen? Imker schlagen Alarm.

Um es auf den Punkt zu bringen: Man stelle sich einmal vor, was in Deutschland los wäre, wenn jedes Jahr 30% der Kühe, der Schweine oder der Hühner „einfach verenden“ würden? Und jetzt kommt das ABER: Das Fleisch und die Milch brauchen wir zum überleben NICHT. Aber zwei Drittel unserer Gemüse und Obstsorten? Das bedeutet: Keine Erdbeeren, keine Äpfel. Wie die Ernährung dann überhaupt sichergestellt werden könnte ist überhaupt nicht abzuschätzen. Einige Experten warnen: „Dann können wir uns kaum noch verpflegen.

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