Im Frühjahr 2013 legte die EU-Kommission eine neue Saatgutverordnung vor. Per Erlass sollte angeordnet werden, sämtliches Saatgut, das auf Feldern oder in Kleingärten ausgebracht wird, zu registrieren, nachdem es ein aufwändiges Prüfverfahren durchlaufen hat.

Die Kriterien der Genehmigung waren ausgerichtet auf eine Normierung aller Obst- und Gemüsesorten, die im EU-Raum angebaut werden. Eine Konsequenz wäre gewesen, dass Hobby-Gärtner sich strafbar machen, wenn sie selbstgezüchtetes Saatgut kultivieren oder ihrem Nachbarn schenken.

 

Die Absicht hinter dem monströsen Machwerk des EU-Gesundheits-Kommissars Tonio Borg war freilich eine andere: Mit der geplanten Vereinheitlichung wollte der maltesische Nationalist den Agrar-Konzernen in die Hände spielen. Denn nur für Unternehmen wie Monsanto oder Bayer lohnt sich das komplizierte und langwierige bürokratische Prozedere.

Kleine Saatgutzüchter, die auch seltene alte Sorten anbieten, können da nicht mithalten. Für den Verbraucher hätte dies bedeutet, dass das Angebot der Obst- und Gemüsesorten stark eingeschränkt worden wäre.

Umweltverbände reagierten darauf mit Protesten, aber auch vielen EU-Abgeordneten war die Regulierungs-Wut zu viel. EU-Kommissar Borg nahm die Regelung zumindest für Hobby-Züchter zurück. Auch Ausnahmen für althergebrachte Sorten sollte es nun geben.

Doch die Änderungen an der Gesetzesvorlage reichten dem EU-Agrar-Ausschuss noch nicht und die Abgeordneten empfahlen dem Straßburger Parlament die Ablehnung der neuen Saatgutverordnung.

Und tatsächlich siegte im Plenum die Vernunft und die Volksvertreter lehnten am 11. April 2014 die irrsinnige Verordnung mit überwältigender Mehrheit ab. Ein Jahr später verwarf auch der EU-Ministerrat die Vorlage, sodass das Projekt endgültig gescheitert ist.

Das Beispiel zeigt, wie der Trend zur Überregulierung in der EU gestoppt werden kann. Denn Umweltverbände hatten 1.000.000 Unterschriften gegen die Saatgutverordnung in einer Petition gesammelt.

Maßgeblich beteiligt waren die österreichischen Umwelt-Organisationen Arche Noah und Global 2000.

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Es gibt Philosophen, die behaupten, dass die Welt, die wir sehen wie wir sie sehen, nur ein Traum in einem Traum ist. Also das Reale ist in Wirklichkeit irreal – und das Irreale ist das Reale?

Aus Sicht der Naturwissenschaften ist dieser Gedanke nicht vollkommen von der Hand zu weisen. Ausgerechnet die Naturwissenschaften beschäftigen sich mit Phänomenen, die mit der realen, sichtbaren Welt nichts zu tun haben scheinen. Und das ist die Welt der Dunklen Materie.

Was ist so dunkel an Materie?

Der Begriff der Dunklen Materien kommt aus der Astrophysik und Kosmologie. Er beruht auf Beobachtungen von Vorgängen im Universum, die den gängigen Gesetzmäßigkeiten widersprechen. Denn man ist lange davon ausgegangen, dass die physikalischen Gesetze auf der Erde auch im Universum Geltung haben. Und das scheint nicht immer der Fall zu sein. Näheres zur Erklärung von Dunkler Materie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Materie.

Es scheint also eine Materie zu geben, die unsichtbar ist, aber dennoch Gravitations-Wechselwirkungen im Universum ausübt. Sehen kann man sie nicht, aber man kann ihre Existenz an ihren Auswirkungen festmachen. Wenn man den Ausführungen in Wikipedia folgen möchte, dann besteht unser Universum nur zu knapp 5 Prozent aus sichtbarer Materie. Rund 23 Prozent, also das Vierfache, ist Dunkle Materie und 72 Prozent (jetzt wird es noch unheimlicher) ist Dunkle Energie.

Mit einem Satz: In unserem Bestreben, die Welt/das Universum zu analysieren und evidenzbasiert zu erklären, adressieren wir gerade einmal 5 Prozent von dem, was erklärt werden müsste. Und selbst bei diesen 5 Prozent sind wir noch weit entfernt, alles schlüssig erfassen und erklären zu können.

Aber die Tatsache, dass man diese Materie nicht sehen kann und auch ein Nachweis im Labor noch nicht gelungen ist, hält die Astrophysiker nicht davon ab, ihre Existenz als gegeben zu betrachten. Man weiß heute nicht, woraus sich diese Materie zusammensetzt.

Aber ihre Effekte sind nicht von der Hand zu weisen. Oder anders herum: Es gibt Effekte, die sich nicht mit den gängigen physikalischen und astrophysikalischen Gesetzen erklären lassen und die auf die Existenz von einem Etwas hinweisen, das bislang unbekannt und unsichtbar für uns ist. Und dieses Etwas hat man in der Wissenschaft als Dunkle Materie getauft.

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Vom Makrokosmos in den Mikrokosmos

Wir kennen in der Medizin Phänomene, wo es sogenannte Spontanheilungen gibt, obwohl der Betroffene von der evidenzbasierten Schulmedizin schon aufgegeben worden ist. Sie sind selten, aber es gibt sie. Die komplette Diskussion um die Wirksamkeit der Homöopathie wird von der Schulmedizin auf ein Dosis-Wirkungs-Prinzip zurechtgestutzt.

Alles andere ist halt Placebo. Es ist richtig, dass es einen Zusammenhang zwischen Dosierung von Substanzen und deren Wirkungsstärke gibt. Aber selbst diesem „Erklärungsmodell“ sind Grenzen gesetzt, da eine ins Unendliche steigende Dosierung noch nie eine ins Unendliche steigende Wirkung mit sich gebracht habt.

Ab einem bestimmten Punkt gibt es trotz steigender Dosierung keine Zunahme der Wirkung (höchstens eine Zunahme von Nebenwirkungen). Wie kann man sich diesen Sachverhalt erklären, der nicht mit der mathematischen Gleichförmigkeit verläuft, wie die Schulmedizin immer gerne biologischen Systemen unterstellt?

Zu allem Überfluss gibt es jetzt mehr und mehr Hinweise, dass die Zahl unbekannter und unsichtbarer Phänomene im lebenden Organismus größer zu sein scheint als es selbst die Homöopathie erlaubt. In der Tat sind diese Phänomene noch rätselhafter als die vermeintlichen Placebo-Wirkungen der Homöopathie. Sie sind so rätselhaft, dass selbst die Erklärung „ist nur ein Placebo-Effekt“ zu nichts taugt.

Denn es gibt Hinweise, dass die Dunkle Materie nicht nur im Kosmos existiert, sondern auch in lebenden Systemen. Es gibt dazu einen interessanten Beitrag von der Süddeutschen Zeitung: Forscher untersuchen „dunkle Materie“ im Menschen.

Grund für diese Annahme entspricht in etwa dem Grund, den auch die Astrophysiker für die kosmischen Vorgänge äußern: Das, was wir kennen, ist nicht in der Lage, eine Reihe von Vorgängen zu erklären. Und damit meine ich nicht nur die Homöopathie und deren Wirkungen.

Es ist den Biologen schon seit geraumer Zeit klar geworden, dass es etliche Proteine und andere Biomoleküle gibt, die noch gar nicht bekannt sind. Wenn man die Veröffentlichungen in PubMed zum Beispiel anschaut und gezielt nach bestimmten medizinischen Pilzen sucht, dann wird man schnell feststellen, dass es etliche Veröffentlichungen gibt, die neuartige Substanzen in diesen Pilzen entdeckt haben, die zuvor noch nie beschrieben worden waren.

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Die Substanzen sind in der Regel Derivate von inzwischen gut bekannten Substanzen. Sie haben also einen bekannten „Vetter“. Aber derartige Substanzen müssen dann auf ihre Wirkung untersucht werden. Denn auch wenn man einen bekannten „Vetter“ hat, heißt das nicht, dass die neue Substanz genau die gleichen Eigenschaften besitzt.

Wir haben es hier noch nicht mit „Dunklen Substanzen“ zu tun. Es zeigt einfach, dass wir noch nicht alles wissen und auch im Bereich der sichtbaren Phänomene wesentliche Wissenslücken aufweisen. Neben den hier dargestellten, noch nicht entdeckten Substanzen scheint es Proteine zu geben, die sich nicht mit konventionellen Methoden beschreiben lassen. Sie sind auch nicht unter einem Mikroskop sichtbar zu machen.

Ein Hinweis dafür ist die Tatsache, dass es „sichtbare“ Proteine gibt, die nicht bestimmten Wirkungen zugeordnet werden können. Oder mit anderen Worten: Man weiß, dass es sie gibt. Aber niemand weiß, warum es sie gibt. Proteine können eine Reihe von sehr verschiedenen Wirkungen ausüben. Es gibt hier keine eins-zu-eins Regel, dass dieses Protein eine spezifische Wirkung ausübt und ein anderes Protein eine definierte andere Wirkung.

Der Artikel der Süddeutschen zitiert einen Proteomforscher der Technischen Universität München, der ein und dasselbe Protein mit einem Tausendsassa vergleicht:

Das ist vergleichbar mit einem Menschen, der an einem Tag als Fußballer auf dem Bolzplatz steht und am nächsten Geige in einem Orchester spielt.“

Grund für diese Vielfältigkeit liegt in etwas nicht Quantifizierbarem. Es ist die räumliche Anordnung der Proteinstruktur, die die Verschiedenartigkeit von ein und demselben Protein ausmacht. Hier spielen Konzentrationen nicht unbedingt eine Rolle, obwohl es denkbar ist, dass mit steigender Konzentration auch eine Veränderung der räumlichen Struktur einhergehen kann.

Diese Veränderung kann auch von anderen Faktoren ausgelöst werden, was eine Veränderung des Verhaltens des gleichen Proteins zur Folge haben kann (gestern Fußballer, heute Geiger).

Während wir für die meisten Proteine wissen, aus welchen Aminosäuren sie aufgebaut sind und welche Gene für diese Zusammensetzung verantwortlich sind, gibt es nur ein weniger als dürftiges Wissen über den Zusammenhang von Struktur und Funktion von Proteinen. Für viele der bekannten Proteine gibt es keine Daten zur 3-D-Struktur.

Alldieweil diese Struktur das entscheidende Steinchen im Puzzle ist, und es zudem noch etliche unbekannte Proteine gibt, haben wir hier einen Komplex, der als „Dunkle Proteine“ bezeichnet wird: Unbekannte Proteine und Proteine mit unbekannter Tertiärstruktur. Und so wie es aussieht, handelt es sich hier nicht um die Ausnahme, sondern um die Regel.

Der Artikel der Süddeutschen schreibt dazu: „Dunkle Proteine und dunkle Abschnitte sind alles andere als Exoten, sondern machen im Gegenteil einen beträchtlichen Anteil im Proteom – der Gesamtheit aller Proteine einer Zelle – von Eukaryoten aus.“

Man vermutet heute, dass rund 50 Prozent des Proteoms aus Dunkler Materie beziehungsweise Dunklen Proteinen besteht. Die Wissenschaftler sind sich jedoch einig, dass diese unbekannten Proteine und ihre unerschließbaren Moleküle so wichtige Funktionen im Organismus ausüben, dass ein Verzicht auf sie mit dem Leben nicht vereinbar wäre.

Zu dieser Auffassung kamen Wissenschaftler aus Australien, Deutschland und Portugal: Unexpected features of the dark proteome. Sie hatten 546 Tausend Proteine aus einer Schweizer Protein-Datenbank untersucht und waren zu dem Ergebnis gekommen, dass 44 bis 54 Prozent der Proteome von Eukaryoten und Viren dunkel sind. Bei den Bakterien und Archaeen („Urbakterien“) sind es nur rund 14 Prozent.

Die Autoren beschreiben weiter, dass die Hälfte der Dunklen Proteine eine Aminosäure-Sequenz aufweist, die keiner bekannten Struktur entspricht. Es scheint zwar Interaktionen mit bekannten Proteinen zu geben. Und es gibt Hinweise, dass sie in Zusammenhang stehen mit physiologischen Vorgängen, wie Sekretion, Einfluss auf spezifische Gewebe, endoplasmatisches Retikulum in Zellen, Disulfidbindungen von Molekülen, Proteolyse (Abbau von Proteinen durch Aufbrechen der Tertiärstruktur) und so weiter.

Der Rest ist dann Spekulation. Es gibt eine Reihe von nicht kategorisierbaren Proteinen, die anscheinend funktionslos sind und eher außerhalb der Zellen vorkommen. Dies spricht für eine Funktion als Kommunikationsträger bei der interzellulären Kommunikation.

Eine Vermutung, für die der Beweis noch aussteht. Die Wissenschaftler vermuten auch, dass diese Dunklen Proteine bei der Evolution der Spezies eine Rolle gespielt haben könnten. Denn die Dunklen Proteine unterscheiden sich signifikant von Spezies zu Spezies voneinander: Zeig mir deine Dunkle (Protein)-Seite und ich sage dir, ob du eine Maus bist…

Fazit

Das Dunkle Mittelalter ist noch längst nicht vorbei, wenigstens nicht in der Naturwissenschaft und der Astrophysik. Die Masse an nicht begreif- und erklärbaren Phänomenen lässt sich ad hoc zumindest mit der Dunklen Masse, Energie und Proteom beschreiben, wenn auch nicht erklären.

Ob hier auch die unerklärlichen Wirkungen der Homöopathie mit hineinpassen, das bleibt abzuwarten. Es liegt zumindest im Bereich der Möglichkeiten. Fest steht dafür aber umso sicherer, dass das aktuelle Wissen der Schulmedizin und der sich teilweise daraus ergebene Therapiewahnsinn die Fragestellung und die Relevanz der Dunklen Proteine kategorisch ausklammert. Und diese Denkweise erinnert mich gewaltig an die Denkweise im Dunklen Mittelalter.

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Unglaublich ist die folgende Nachricht für mich gar nicht, sondern nur eine logische Konsequenz dessen, was „die Pharmaindustrie“ seit Jahrzehnten versucht: nämlich die „kleinen“ Naturheilmittel-Hersteller und die Homöopathie vom Markt verschwinden zu lassen.

Und noch etwas gleich vorweg: Diesmal fordere ich Sie nicht nur zu einem Kommentar auf, sondern vor allem dazu, eine Petition mitzuzeichnen, die an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gerichtet ist:

Falls Sie in Eile sind: Klicken Sie den obigen Link an, geben Sie ihre Daten an. Ganz wichtig: Sie erhalten eine E-Mail, in der Sie einen Link finden, den Sie noch durch anklicken bestätigen müssen. Erst dann wird ihre Stimme auch gezählt!

Weiterlesen

Schon wieder ein Jahr rum. Es war doch gerade erst Sommer? 2015 war ein außergewöhnliches Jahr. Dies haben mir viele Freunde, Bekannte und Patienten bestätigt. Und ich meine nicht die Flüchtlingskrise oder andere „politische“ Ereignisse. Es geht mir um ganz andere Dinge, über die es sich nachzudenken lohnt…

 

Arbeit: Alle beklagen sich, aber alle machen mit

Seit Jahrzehnten klagt „die ganze Welt“ über Arbeitsstress, mangelnde Gleichberechtigung, die Kollegen, zu viel Arbeit, falsche Prioritäten und vieles mehr. Aber was hat sich daran wirklich geändert?

Einfach der „Stress“, denn der hat zugenommen. Die Diskussionen haben sich in dem Maße vermehrt, wie die Gleichberechtigung und Chancengleichheit immer noch keine Selbstverständlichkeit sind. Und die Prioritäten im gesellschaftlichen Leben sind immer noch die, die die Hippie-Generation der 60er und 70er Jahre mit Blumen, Songs und wenig effektiven Vorstellungen angeprangert hatten: Ein Leben um zu arbeiten und das Geld als oberster Lehnsherr.

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Wer arbeiten geht, der klagt über jeden Montagmorgen und freut sich über das kommende Wochenende. Denn Arbeit scheint bei den allermeisten Menschen nichts mehr mit Freude oder Erfüllung zu tun zu haben. Dazu gesellen sich dann noch Anforderungen, die den ohnehin schon hohen Stresspegel noch weiter erhöhen. Man arbeitet nicht aus eigenem Antrieb, so wie es jemand tut, der mit seinem Hobby sein Geld verdient. Man wird gezwungen, und das erfolgt auf einer vollkommen freiwilligen Basis.

Es klingt widersprüchlich, in der Tat. Aber diese freiwillige Unterwerfung unter den Zwang (arbeiten um seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen), ist ein typisches Merkmal einer Angestelltenarbeit. Wer nicht will, der kann gehen oder sich bei einem anderen „Verein“ freiwillig unter Zwang stellen lassen. So etwas kann man kaum als Alternative begreifen wollen.

Wer sein Leben lang acht und mehr Stunden am Tag etwas machen muss, an dem er eigentlich vollkommen uninteressiert ist, nur um sich zu reproduzieren (ich würde schon fast sagen prostituieren), sprich nur Geld zu verdienen, der wird kaum von den Konsequenzen des eigenen mentalen Raubbaus verschont bleiben: Burnout, Depressionen, Hoffnungslosigkeit, Zweifel am Sinn des Lebens etc. sind nicht vom Himmel gefallen, sondern haben einen engen Bezug zu dieser Situation.

Auswandern oder wenigstens der Gedanke „alles hinschmeißen“ wird immer beliebter. Nicht umsonst stand Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ über Monate auf Platz 1 der Verkaufslisten. Der Gedanke „alles hinschmeißen und nur weg von der Tretmühle der Zivilisation“ war vor 20 Jahren für viele nur ein Ausdruck für einen bestenfalls verwirrten Geisteszustand.

Heute wird dieses Thema als durchaus akzeptable Alternative diskutiert. Und es versteht sich wie von selbst, dass in der „linientreuen“ Presse immer wieder Berichte erscheinen, die reuige Heimkehrer porträtieren, die das beste aller Systeme auf das heftigste vermisst haben und es jetzt endlich zu schätzen wissen.

Genau! Wir dürfen alle froh und dankbar sein, unsere Arbeitskraft und alles, was damit zusammenhängt, für etwas zu verkaufen, was nicht nur (für uns) begrenzt ist, sondern auch so unpersönlich, dass es jeden von jedem entfremden hilft: Geld. Denn für Geld machen Menschen die sonderbarsten Dinge.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen nicht mehr arbeiten, sondern dem nachgehen können, was sie am meisten interessiert und was sie am besten tun können. So könnte der Beruf wieder zur Berufung werden.

Miteinander – Gegeneinander – Füreinander

Darwin soll einmal gesagt haben, dass nur der Stärkste gewinnt und sich durchsetzt (survival of the fittest). Das war vor mehr als 150 Jahren. Wer diese Annahme als Motto für seine Lebensanschauung und Arbeitsweise angenommen hat, der ist zumindest in wissenschaftlicher Hinsicht seit 150 Jahren hinter dem Mond.

Wer die Natur als Beleg für Konkurrenz und Niedertrampeln nimmt, der vergisst geflissentlich, dass die Symbiose in der Natur eine ebenso große, wenn nicht größere Rolle spielt als die Konkurrenz innerhalb der Spezies. Ohne Zusammenarbeit läuft in der angeblich ach so konkurrenzorientierten Natur überhaupt nichts. Ohne Symbiose ist Leben überhaupt nicht möglich. Das fängt mit der Symbiose von Bodenpilzen und Pflanzen an, die ohne diese Pilze überhaupt nicht existieren könnten. Und ohne Pflanzen, ohne Wälder… wo bleiben dann Tiere und Menschen?

Nur wir Menschen glauben immer noch als Krone der Schöpfung von den natürlichen Gesetzen ausgenommen zu sein, in nahezu jeder Beziehung. Und wer sich sozial engagiert, wird oft immer noch als „Idealist“ oder als  „nicht ernstzunehmend“ eingestuft. Wer dem Geld hinterherjagt, der hat keine Zeit für sich und seine Mitmenschen. Der wird seine Mitmenschen immer nur als Mittel für seine Jagd begreifen und bei erst bester Gelegenheit fallen lassen oder ruinieren.

Aber von Natur aus ist der Mensch ein soziales Wesen. Er braucht für eine gesunde Psyche den Kontakt mit anderen Menschen. Wie sieht der Kontakt heute aus, außer den erzwungenen Kontakten in der Arbeitsumgebung, die alles andere als natürlich sind?

Warum erfreuen sich wohl im Internet die verschiedensten „sozialen Plattformen“ (allen voran Facebook) so großer Beliebtheit?

Vielleicht auch, weil hier in mehr oder weniger anonymer Umgebung soziale Kontakte gedeihen, die von der „rauen Realität“ unbeeinflusst bleiben. Ich will damit nicht sagen, dass das schlecht ist. Aber es ist bezeichnend, dass man solche Plattformen benötigt, statt sich persönlich auszutauschen. Es ist aber auch sehr angenehm, über diese Plattformen mit Freunden und Verwandten in der Ferne in Kontakt zu bleiben, was vor 30 Jahren nur per Brief möglich gewesen ist.

Erschreckend finde ich allerdings, wie unkritisch, beziehungsweise „blauäugig“ Beiträge geteilt oder bewertet werden. Vor allem Beiträge, von denen keiner so genau weiß, wer da eigentlich etwas geschrieben hat… Ich sehe mein Gesicht ja auch nicht so gerne bei allen meinen Artikeln, aber: ich meine, man sollte gleich wissen , mit wem man es zu tun hat…

Bedeutung des Internets

Das bringt uns natürlich direkt zur Bedeutung des Internets. Das Internet verbindet, oft auch mit Menschen, die man im realen Leben noch nie gesehen hat.

Das Internet hat auch eine Reihe von neuen Berufen, Jobs, Arbeitsmodellen etc. geschaffen, was ein enormer Schritt vorwärts ist. Menschen mit gleichlaufenden Ideen und Interessen finden heute viel schneller zusammen als zu Zeiten ohne Internet.

Früher konnten Konzerne mit großem Budget Werbekampagnen aufziehen, die alle relevanten Bevölkerungsgruppen erreichten, und dort ihre Halbwahrheiten verbreiten, von denen sich bis heute etliche in den Gehirnen der Menschen verankert haben.

Es gab praktisch auf Seiten der Konsumenten kaum eine Möglichkeit, sich untereinander auf großer Basis auszutauschen, zu organisieren oder die Fehlinformationen als solche zu benennen und zu diskutieren. Das hat sich mit der Erfindung des Internets geändert. Wer heute etwas zu sagen hat, der kann dies tun.

Und es besteht die Möglichkeit, dass die ganze Welt seine Meinung liest – wenn sein Google-Ranking nicht allzu weit unter die Millionengrenze fällt. Aber das ist ein anderes Thema und möglicherweise auch ein Mittel, allzu kritische Stimmen nicht zu weit nach vorne drängen zu lassen. Die Konzerne haben das mittlerweile längst erkannt und investieren fleißig in das Medium Internet.

Wie das im Bereich der Pharmaindustrie aussehen kann, habe ich unter anderem in den Beiträgen „Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia“ oder „Die bösen Buben der Pharmaindustrie beim Schummeln erwischt“ gezeigt.

In meinem Beitrag zur Multiplen Sklerose warne ich auch davor, sich genau anzusehen, auf welcher Internetseite man sich befindet. Hier ein Auszug daraus:

Ich werde den Verdacht nicht los, dass wir es im Internet auch Vielfach mit „bezahlten“ Beiträgen zu tun haben, auch in entsprechenden Foren! Vergessen wir nicht: Die Multiple Sklerose ist ein riesiger Markt. Ein Markt mit Dauerpatienten, die einem 20 – 40 Jahre „erhalten“ bleiben.

Und man erkennt das auch gut im Internet. Wenn sich Firmen die Mühe machen zu diesem Thema eigene Webseiten zu erstellen (die man gar nicht auf den ersten Blick als „Pharma-Webseite erkennt), lässt das aufhorchen. Beispiele gefällig?

Aktiv-mit-MS.de – Teva Pharma GmbH (ja, das sind die, die Copaxane herstellen)

MSundICH.de – Motto: Richtig gut informiert bei MS. Mit freundlichen Grüßen von… (TUSCH, TARA…) – Novartis Pharma GmbH.

MS-Gateway.de – ein „Service“ von Bayer Vital GmbH. Weiter unten erfahren wir: Die Bayer Vital GmbH ist eine deutsche Vertriebstochter der Bayer HealthCare AG.

Leben-mit-MS.de – Merck Serono GmbH, wär hätte es gedacht?

MS-Begleiter.de – Genzyme GmbH (Biotech) und Atlantis Healthcare, der Auskunft der Webseite nach „ein weltweiter führender Anbieter von Patientenunterstützungsprogrammen, die dafür sorgen, dass der Patient durch Therapietreue ein besseres Behandlungsergebnis erzielt.“

Ja, da sollen wir also „begleitet“ werden, für bessere „Therapietreue“. Übrigens: Alle eben genannten Webseiten wurden von mir das letzte Mal am 29.4.2015 geprüft.

Ja, ja, es wird immer außergewöhnlicher. Und keiner merkt es anscheinend. Und am allerwenigstens die Jugendlichen, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Da bekomme ich doch tatsächlich oftmals die Antwort: „Aber das steht doch im Internet so…“. Um es mit Wilhelm Busch zu sagen: „Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe…“.

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Und das bringt mich gleich zum nächsten Wahnsinn, bei dem anscheinend auch jeder mitmacht:

Konsum

Mein Lieblingsbeispiel des totalen „Konsumwahnsinns“: Diese kaputten Jeans.

Vor noch nicht allzu langer Zeit galten Zeitgenossen mit kaputten Jeans als Landstreicher oder sonstige sozial anrüchige Vertreter. Heute kann man kaputte Jeans zu Preisen bekommen, die die von normalen intakten Jeans deutlich übersteigen beziehungsweise zumindest in nichts nachstehen. Da sage ich nur: Das Marketing-Genie, das sich das hat einfallen lassen, gebührt irgendeine Art Nobelpreis! Man bietet den Menschen kaputte Dinge an und diese zahlen auch noch Geld dafür!

Das ist aber nur ein Beispiel, wie Marketing bei uns wirkt. Was gestern anrüchig war, kann morgen schon der letzte Schrei sein, den man mitmachen muss, oder man ist out.

Und wer mitmacht, der braucht natürlich Geld. Und wer Geld braucht, der muss entweder geerbt haben oder sein Leben und seine Identität als sich selbst bestimmender Mensch zumindest für acht Stunden am Tag verkaufen und aufgeben. Damit wären wir wieder beim Arbeitsmodell, das Teil dieser „Maschinerie“ ist.

Auswandern ist eine inzwischen beliebte Alternative, die nicht nur Flucht vor einer repressiven Arbeitswelt ist, sondern auch eine Flucht vor dem Konsumzwang. Für ein soziales Wesen mit dem Wunsch zur Selbstbestimmung ist es ein Gräuel, von den Armeen von Marketingfirmen beherrscht zu werden, die darüber zu entscheiden glauben, wann ein Mitglied der Gesellschaft akzeptable (in) ist und wann nicht (out).

Und die „Urteilsbegründung“ liegt nicht im Wesen oder Charakter des Einzelnen, sondern darin, wie er sich dem Diktat des Marketings beugt – und wie viel Geld er für die Erfüllung des Diktats ausgibt. Je mehr Geld, desto höher das Ranking. Es ist so langweilig, wie es klingt. Und diese Zeitgenossen sind für mich die reinsten Zeitverschwender.

Ernährung – Gesundes Essen

So, jetzt kommen wir langsam zu den Themen, mit denen ich mich in der Praxis und hier im Internet das ganze Jahr über beschäftige. Im Prinzip ist das Thema ein Krankheit, Medizin oder Ernährung ein Dauerbrenner – und das seit Jahren. Und der Grund ist heute wie vor Jahren ein aktueller.

Denn die Attacken der Lebensmittelindustrie auf den gesundheitsfördernden Charakter unserer Nahrungsmittel haben eher zu- statt abgenommen: Gentechnik im Essen, Zucker ohne Ende, Süßstoffe als Schlankheitsverheißungen, Geschmacksverstärker auf chemisch, Konservierungsstoffe, die mit Ernährung nichts zu tun haben, andere chemische Beimengungen, die einfach nur so in die Lebensmittel gelangen – die Liste an Attacken auf unsere Gesundheit auf Ernährungsbasis ist nahezu endlos und (mit Verlaub) zum Kotzen.

Aber wer emsig damit beschäftigt ist, Geld zu erarbeiten, damit man sich die neuesten Trends bei Klamotten, Mobiltelefonen etc. auch leisten kann, der wird (völlig klar!) keine Zeit und kein Geld für eine gesunde Ernährung haben. Der wird noch nicht einmal die Zeit haben, sich zu informieren, was heute überhaupt eine gesunde Ernährung ausmacht.

So etwas hat letzte Priorität (das hatten wir schon mal weiter oben). Der wird alles das konsumieren, was das Marketing vordiktiert. Und das macht auch vor den Nahrungsmitteln nicht halt. Denn wer Cola trinkt, der ist glücklich und wenn der Cola-Truck in der Weihnachtswerbung über die Mattscheibe flimmert sogar vielleicht auch seelig… Es ist einfach nur gruselig.

Organisationen wie Foodwatch warnen nicht umsonst vor den Marketinglügen der Lebensmittelindustrie, die keine Ausnahme sind, sondern das einheitliche Konzept, mit dem man aus gesundheitlicher Sicht gesehen unverkäuflichen Mist zu Höchstpreisen an den Mann bringt. Selbstverständlich wird der Mist als „preiswert“ beworben und ist in der Regel auch billiger als biologisch-organisch erzeugte Lebensmittel.

Da bleibt dann auch Geld übrig für die neuesten Jeans mit den Löchern am Hintern und an den Beinen. Verzeihung, aber bei diesen Ausführungen wird mir schon wieder schlecht… Da fällt mir wieder das Zitat von Albert Einstein ein: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Tja… Wie kann man gesund essen? Heute ist es kaum noch nachvollziehbar, wo die Lebensmittel herkommen, wenn man nicht selbst einen eigenen Garten hat. Und ob alles biologisch ist, wo biologisch draufsteht, das wäre die nächste spannende Frage. Denn mit dem wachsenden Bewusstsein, dass die industriell gefertigten Lebensmittel nicht das sind, was sie vorgeben, kommt bei vielen Menschen der Wunsch auf, sich gesund zu ernähren, biologisch halt.

Und weil die Industrie das Lügen zuvor schon so erfolgreich praktiziert hat, kann man dieser Klientel den eigenen Mist auch als biologisch verkaufen, Hauptsache man kann überzeugen. Foodwatch weiß von etlichen Fällen, wo biologisch draufstand, aber synthetischer Schund drin war.

Aber auch dazu hatte ich bereits einige Beiträge verfasst. Kommen wir einmal zu einem Thema, zu dem ich bisher fast nichts geschrieben habe…

Zunehmende Spiritualität

Spiritualität ist doch Esoterik, oder? Sind das nicht die, die spinnen?

Weltverbesserer ohne Plan, Idealisten ohne Realitätsbezug, oder sowas?

Für die Anhänger der kaputten Jeans ist das die beste Erklärung. Nicht zuletzt deshalb die beste Erklärung, weil man danach das Thema als erledigt betrachten und sich noch mehr kaputten Jeans (oder wahlweise dem neuen Smartphone) zuwenden kann. Oder vielleicht der Frage, wie man die neue, noch kaputtere Jeans finanziert.

Spiritualität ist auch ein Ding, das man schlecht vermarkten kann, obwohl das einigen meiner Kolleginnen und Kollegen ganz gut gelingt. Es gibt zwar einen Markt für Räucherkerzen und anderen Accessoires. Aber dieses Beiwerk hat erst einmal mit Spiritualität nichts zu tun. Spiritualität ist etwas, was im Inneren des Menschen passiert. Dazu braucht man Ruhe, Geduld, Selbstwahrnehmung und vor allem ZEIT. Wer hat denn heute noch Zeit, wenn man Geld verdienen muss, um es dann für nutzlose Dinge zu verpulvern?

Aber Spiritualität ist nicht nur dumpfes vor sich hin Meditieren mit mysteriösem Gesichtsausdruck. Der Begriff umfasst auch den Drang nach neuer Erkenntnis. Und dazu gehört auch das Lernen, das sich Informieren.

Das Internet macht es wieder möglich, mit allen Facetten, die die Informationsbildung zu bieten hat. Aber dies benötigt Zeit, „graue Zellen“ und Hingabe, sich neue Ideen und Gedanken einzuverleiben und mental und intellektuell zu „verdauen“. Wer nur kaputte Jean im Kopf hat, der wird keins von allem aufweisen. Dessen Spiritualität ist bestenfalls mit einem der Löcher zu vergleichen, die in seinen neuen Jeans vorhanden sind.

Spiritualität ist leider, nein Gott Lob, keine Modeerscheinung. Es ist eine Lebenshaltung, ein Charakterzug, der zudem eine effektive Brücke zu anderen Menschen mit ähnlich gelagerter Spiritualität bildet. Solche Menschen haben einen leichten Zugang zueinander. Solche Menschen haben eine vollkommen andere Diskussionsbasis als Löcher in irgendwelchen Stoffen (vielleicht unterhält man sich über schwarze Löcher im Universum). Diskussionen mit solchen Menschen führen zu neuen Erkenntnissen und Ideen. Sie sind bereichernd. Und man selbst fühlt sich bereichert, wenn man selbst an diesem Prozess der Bereicherung einen Beitrag leisten kann.

Spiritualität kostet viel mehr als Geld. Es kostet Zeit, Hingabe, Nachdenken, Analysieren, Logik, Intuition, Gefühl und die Fähigkeit, Reales mit Möglichem zu verbinden, sei es nur in Gedanken als Idee oder Prognose. Wer ein hohes Maß an Spiritualität besitzt, der braucht zwar immer noch Geld für das tägliche Leben. Aber man braucht kein Geld, um jeden Monat eine Batterie der neuesten Produkten einzukaufen um „in“ zu sein. Und damit hat man auch Zeit, seine Persönlichkeit zu pflegen, ganz ohne Löcher…

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche und ruhige Feiertage. Für das Neue Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute, Erfolg, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit!

Und es ist auch einmal Zeit Danke zu sagen:
Danke für das Teilen meiner Beiträge und die ganzen Kommentare!
Und vor allem: Danke für Ihr Vertrauen und Ihre Geduld!

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Zu meinem Beitrag bezüglich der Bio-Kampfstoffe, kam ein Kommentar auf facebook, den ich hier noch einmal aufgreifen möchte:

„Ich weiß, Dich interessiert die politische Seite wenig, aber in einem besetztem Land ist alles erlaubt, auch solche Ungeheurlichkeiten. Bitte werde endlich wach! Man kann nicht gesund in einem kranken Land leben!“

Hm… – bei diesem Kommentar musste ich erst einmal etwas grübeln.

 

Ich kam dann zu der Überzeugung, dass ich gar nicht gesagt hatte, dass mich das nicht interessiert. Ich sagte, es ist nicht mein „Metier“.

Ich nehme mal die Medizin als Beispiel (weil ich meine, davon mehr zu verstehen): Alles was uns „offiziell“ seitens der Medizin „präsentiert“ wird, klingt plausibel. Und wenn ich mich nicht damit derart intensiv beschäftigen würde, würde ich auch glauben, dass die „klassischen Optionen“ (Operation, Medikamente usw.) DIE Lösung sind.

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Wer Beispiele dafür haben möchte, sollte sich nur einmal die Sache mit der Alzheimer-Erkrankung genauer ansehen. Oder die Sache mit dem Cholesterin-Wahnsinn, den ich für so absurd halte, dass ich dazu auch ein kleines Buch geschrieben habe.

Vor allem durch eigene leidvolle Erfahrungen (Krankheiten, Schmerzen usw.) bin ich ja erst darauf gekommen, dass der „klassische Weg“ (Schulmedizin) nur noch kränker macht… Wer davon etwas mehr wissen möchte: Ich führe das in meiner Beschreibung zur Heilfasten-Anleitung etwas genauer aus (ausserdem habe ich dann gleich mal wieder Werbung für meine Bücher gemacht) 🙂

Aber mal wieder im Ernst: Wenn ich das mit der Medizin auf andere Themen übertrage (Politik, Umwelt, Chemtrails usw.), dann muss ich gestehen, dass ich davon zwar eine „Ahnung“ habe, aber überhaupt kein „Wissen“ und auch keine Erfahrungen. Deswegen schreibe ich dazu auch nichts. Nicht, weil mich das nicht interessiert, sondern weil ich davon überzeugt bin, nicht annähernd alle Fakten zu kennen.

Gut, die Fakten kenne ich in der Medizin auch nicht immer alle, aber ich meine zu bestimmten Themen so viel Erfahrung und „Wissen“ zu haben, dass ich dazu Empfehlungen geben kann, die meinen „Ansprüchen“ standhalten. Zahlreiche Kollegen, zu denen ich auch viele Ärzte zähle, lesen hier ja auch mit und bestätigen vieles und pflichten mir auch bei. Klar: nicht alle schreien HURRA und glauben alles was ich sage oder schreibe. Das sollte sowieso niemand tun! Jeder (auch Du!) sollte sich ein eigenes Urteil bilden.

Manchmal schieße ich auch über das ein oder andere Ziel hinaus — das ist mir bewusst. Aber da darf ich sagen, dass das hier kein Wissenschaftsjournal ist und ich keine „Redaktion“ mit zig Mitarbeitern habe. Hier „kocht der Chef noch selbst“, wie es so schön heißt – wenn auch mit Hilfe.

So, jetzt aber wieder zurück zum Beitrag mit dem Milzbrand. In den Kommentaren dazu kam ja einiges zum „Vorschein“, unter anderem:

„Hallo Herr Gräber, danke für den Artikel. Sie werden langfristig nicht darum herum kommen sich mit der Ecke der „Verschwörungstheoretiker“ auseinander zu setzen, nur so ist unsere und die von Ihnen kritisierte Gesundheitspolitik (und vieles mehr) zu verstehen.“

Ja, ich fürchte das könnte zutreffen. Ich HOFFE aber, dass es nicht zutrifft!

Teilweise lese ich aber auch, dass mein Beitrag „schlecht“ recherchiert sei. Tja, das ist ein wunder Punkt, denn ich stütze mich ja ausschließlich auf andere Medienberichte. Diese sind aber durch mehrere (aus meiner Sicht) stichhaltige Quellen verifiziert, was mich ja auch dazu bewog das Thema aufzugreifen.

Ich hoffe ich konnte einmal ein wenig meine „Interessenlage“ verständlich machen.
Gerade diese Sache mit der Interessenlage ist ganz schwierig!
Wer hat denn ein Interesse WELCHE Informationen zu verbreiten?
Das ist sehr schwierig zu beurteilen!

Mir werden auch auf facebook & Co. zu viele Beiträge von Webseiten geteilt, die noch nicht einmal ein vernünftiges Impressum haben.
In meinem Forum gehe ich im Beitrag „Angeblich neutrale Diät-Tests und Abnehmmittel“ auf diese Problematik etwas genauer ein – mit Beispielen.

Das ist übrigens auch ein Grund, warum man auf allen meinen Webseiten mein Foto und mittlerweile auch fast überall meinen Namen sofort sieht. Ich selbst sehe das gar nicht so gerne, aber ich meine es soll gleich jeder „sehen“ mit wem er oder sie es zu tun hat…

So. wie kriege ich jetzt wieder die Kurve zur Medizin…?

Hm… am besten wohl durch einen Verweis auf einen Beitrag den ich auch häufiger an Leser und Patienten sende die mir schreiben:

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