Wir leben im Zeitalter der Hochleistungsmedizin – und gleichzeitig sinkt in vielen Industrieländern die Lebenserwartung. Trotz Milliarden für Medikamente, Screeningprogramme und „Durchbrüche“ bleibt die entscheidende Frage offen: Verlängern Pillen tatsächlich unser Leben – oder verhindern sie nur, dass wir früher sterben?

Eine große Auswertung der UK Biobank mit rund 60.000 Teilnehmern deutet auf etwas hin, das deutlich weniger spektakulär ist als jede neue Spritze oder Tablette: fünf Minuten mehr Schlaf, zwei Minuten mehr Bewegung, eine halbe Portion Gemüse zusätzlich – und statistisch ein zusätzliches Lebensjahr.

Kein Wunder. Keine Gentechnik. Kein „medizinischer Meilenstein“. Sondern schlichte Lebensführung.

Aber wie belastbar sind solche Aussagen? Und geht es hier wirklich um eine Verlängerung der biologischen Lebensspanne – oder lediglich darum, das eigene Potenzial endlich auszuschöpfen? Genau hier beginnt die eigentliche Diskussion.

Die Schulmedizin rühmt sich ja fortwährend, dass ihre „Heilkunst“, in der es zudem noch von „medizinischen Durchbrüchen“ wimmelt, das Leben von Patienten retten würde und sogar deren Leben verlängern könnte.

Derartige Ansprüche halte ich für maßlos übertrieben bis falsch, wenn wir einmal die Notfallmedizin ausklammern, die derartige Ansprüche zu Recht geltend machen kann. Denn hier werden medizinische Maßnahmen durchgeführt, die Leben retten. Aber lebensverlängernde Maßnahmen im Sinne einer Veränderung des natürlichen Todeszeitpunkts in die Zukunft hinaus werden auch hier nicht durchgeführt.

Die medikamentöse Behandlung hat bis heute auch nicht einmal zeigen können, dass sie die Lebenserwartung verlängern könnte. Die Statine z.B. sollen angeblich die Plaques in den Arterien verhindern, was die Zahl der Herz- und Hirninfarkte verhindere, was sich dann wohl in einer Senkung der Todesfälle bemerkbar machen sollte. Macht es das? Nein, es gibt keine nachgewiesene Senkung der Mortalität bei den Statinen.

Und schlimmer noch: Trotz gewaltiger Propaganda, wie effektiv die Schulmedizin inzwischen sei, sieht die Lebenserwartung ziemlich „daneben“ aus. Schon 2009 gab es Grund für Aufmerksamkeit bezüglich der Lebenserwartung in Deutschland. [1]

Inzwischen gibt es eindeutige Hinweise, dass die Lebenserwartung sinkt: [2] [3]

Und als dann „Corona“ kam und uns mit einer „lebensrettenden“ Genspritze überraschte, gab es noch mehr Rückgang bei der Lebenserwartung. [4] [5]

Gibt es also keine Möglichkeit, nicht nur etwas für seine Gesundheit, sondern auch für eine höhere Lebenserwartung zu tun? Doch, die scheint es zu geben. Allerdings handelt es sich hier nicht um den Erwerb und Einsatz von Pillen: [6]

Oh, nein… das hört sich nach einem gewaltigen Aufwand an, den kaum jemand auf sich nehmen möchte, oder? Und Fasten ist ja auch „ungesund“, oder? Wie soll da die Lebenserwartung erhöht werden, wenn man ungesund lebt? Dann kann man gleich richtig ungesund leben und sich vollstopfen, rauchen und saufen. Dann hat man was vom Leben, oder?

Warum Fasten nicht ungesund ist: [7]

Aber nicht jeder sollte oder kann fasten. Wie jede medizinische Maßnahme gibt es auch hier Kontraindikationen, die, wenn sie übersehen werden, in der Tat zu ungesunden Konsequenzen führen können. Außerdem sollte, je nach Gesundheitszustand, das Fasten unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, am besten in einer auf Fasten spezialisierten Klinik: [8] [9]

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Die Wende

Fasten bzw. Kalorienrestriktion sind die einzigen Möglichkeiten, die Lebenserwartung zu erhöhen. Oder? Man hat es für Mäuse, Insekten, Würmer etc. nachgewiesen, nicht jedoch für den Menschen, wenn man es genau nimmt. Denn ein Experiment, das diesen Effekt beim Menschen versuchen würde nachzuweisen, wäre ethisch nicht zu vertreten.

Dazu kommt, dann man das Vollfasten auch nur über einen gewissen Zeitraum durchführen kann. Denn sonst verhungert man, was die Lebenserwartung signifikant verkürzt. Die Kalorienrestriktion dagegen lässt sich über einen sehr langen Zeitraum durchführen. Das wäre schon ein erster Ansatz.

Aber es gibt noch mehr. Statt sich auf nur eine mögliche Komponente zur Verbesserung von Gesundheit und Lebenserwartung zu konzentrieren, gibt es jetzt sogar eine Studie, die vorschlägt, viele kleine Verbesserungen in vielen Bereichen des Lebens durchzuführen. [10]

Was haben die australischen Autoren herausgefunden?

Die Forscher analysierten Daten von fast 60.000 Personen der UK Biobank, einer Datenbank mit medizinischen und Lebensstildaten von Hunderttausenden Erwachsenen in Großbritannien.

Das Team verknüpfte die dokumentierten Gewohnheiten der Teilnehmer mit ihrer theoretischen Lebenserwartung und ihrem Gesundheitszustand, berechnet mithilfe statistischer Modelle. Sie fanden heraus, dass Menschen, die täglich nur fünf Minuten länger schliefen, sich nur zwei Minuten länger mäßig bis intensiv körperlich betätigten und eine halbe Portion Gemüse mehr aßen, tendenziell deutlich länger lebten als die leistungsschwächsten Personen – also diejenigen, deren Schlaf-, Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten sie zu den 5 % der Gesamtgruppe mit den schlechtesten Werten zählten.

Laut dem statistischen Modell hatte die erste Gruppe im Vergleich zur zweiten ein zusätzliches Lebensjahr.

Das heißt aber nicht, dass ein paar Minuten mehr Bewegung oder Schlaf und kleine Ernährungsumstellungen ein zusätzliches Lebensjahr garantieren, erklären die Autoren.

„Diese Studie allein beweist nicht, dass diese Gewohnheiten die Gesundheit verbessern“, warnen sie. „Sie modelliert, was mit unserer Lebenserwartung passieren könnte, wenn die Veränderung dieser Faktoren die Gesundheit tatsächlich verbessert.“

Interessanterweise deuten die Daten darauf hin, dass Verbesserungen in verschiedenen Bereichen des Wohlbefindens „mehr als die Summe ihrer Einzelteile“ sind, so Studienleiter Nicholas Koemel, Diätologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der „ Universität Sydney“. Um beispielsweise allein durch Schlaf ein zusätzliches Lebensjahr zu gewinnen, müsste man laut der Studie 25 Minuten länger pro Nacht schlafen – ein Luxus, den sich viele nicht leisten können. Doch schon sehr kleine Verbesserungen bei Schlaf, Bewegung und Ernährung können in Kombination eine signifikante Wirkung haben.

Koemel erklärte, die Ergebnisse legten nahe, dass „gesunde Gewohnheiten als Gesamtpaket besser wirken. Jedes unserer Verhaltensweisen beeinflusst unser Handeln. Nach einer unruhigen Nacht verändern sich oft unsere Essgewohnheiten und unser Bewegungsverhalten. Und das sehen wir bei all diesen verschiedenen Verhaltensweisen.“

Dem Modell zufolge hatten die Studienteilnehmer mit der optimalen Kombination dieser Verhaltensweisen – mindestens 40 Minuten mäßig bis intensiv Sport, sieben bis acht Stunden Schlaf pro Tag und eine insgesamt gesunde Ernährung – im Vergleich zu den 3 % der Teilnehmer mit den schlechtesten Werten eine um neun Jahre längere Lebenserwartung und eine um neun Jahre längere Lebenserwartung bei guter Gesundheit.

Aber…

Studien wie diese, sogenannte Kohortenstudien, sind aufgrund ihres Designs mit Vorsicht zu genießen. Sie vergleichen zwei Gruppen rückwirkend, anstatt die Teilnehmer zu bitten, ihre Gewohnheiten zu ändern und die Auswirkungen dieser Änderung auf ihre Gesundheit zu beobachten. Daher können sie nie endgültig beweisen, dass eine bestimmte Veränderung einen bestimmten Effekt verursacht hat; sie können lediglich einen Zusammenhang zwischen beiden herstellen.

Beispielsweise wurden Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten in der UK Biobank-Kohorte nur bis zu einer Woche lang erfasst, und die Daten setzen voraus, dass die Teilnehmer diese Gewohnheiten langfristig beibehielten. Auch die Ernährung wurde nur zu Beginn der Studie erfasst und nicht über einen längeren Zeitraum beobachtet. Es ist also möglich, dass die Teilnehmer ihre Gewohnheiten nach diesen Erhebungen geändert haben, was die Wahrscheinlichkeit verringern würde, dass ihre Gewohnheiten ihre Lebenserwartung verbessert haben.

All dies lässt Raum für die Möglichkeit, dass nicht diese Unterschiede im Lebensstil, sondern ein anderer, nicht erfasster Faktor die Verbesserung der Lebenserwartung bewirkt hat.

Es könnte beispielsweise sein, dass eine Gruppe wohlhabender ist und es ihr dadurch leichter fällt, Sport zu treiben, gut zu schlafen und sich gesund zu ernähren. Letztendlich lässt sich dieser Unterschied aber nicht nur durch das Verhalten, sondern auch durch den Wohlstand erklären.

Wohlhabende Menschen könnten auch in einer weniger verschmutzten Gegend leben als ärmere, was zu dem Unterschied in der Lebenserwartung beitragen könnte. Allein anhand dieser Studie lässt sich das nicht beurteilen.

Neujahrsvorsätze scheitern oft, weil wir uns zu viel vornehmen. Und das bedingt das Scheitern der guten Vorsätze. Diese Arbeit legt nahe, dass es einen „anderen Weg von A nach Z“ geben könnte, indem man kleinere Veränderungen in verschiedenen Bereichen des Wohlbefindens vornimmt, die sich zu gesünderen Gewohnheiten entwickeln und gleichzeitig die allgemeine Gesundheit verbessern können.

Noch ein Aber…

Ob es sich hier um eine echte Verlängerung der Lebenserwartung handelt, wage ich erst einmal zu bezweifeln, was nicht abwertend gemeint ist. Eine Verbesserung der vielen kleinen Parameter wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass die Menschen ihre natürlich (biologisch) vorgegebene Lebenserwartung erreichen können, was heute aufgrund von chronischen Erkrankungen häufig nicht mehr der Fall ist. Die biologische Lebenserwartung noch einmal nach oben zu schrauben, ist eine andere Kategorie. Und hier soll als Einzige die Kalorienrestriktion effektiv sein, aber auch nur, wenn alle gesundheitlichen Parameter stimmen.

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Quellen:

Jahrzehntelang galt Getreide als Fundament gesunder Ernährung – und gesättigte Fette als Risiko mit Ansage. Nun stellen die USA dieses Dogma offen infrage.

Mit den neuen Ernährungsleitlinien 2025–2030 rücken Protein, vollfette Milchprodukte und natürliche Fette ins Zentrum – während Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel und raffinierte Kohlenhydrate deutlich zurückgedrängt werden.

Ist das eine radikale Kehrtwende? Oder eher die späte Korrektur eines jahrzehntelangen Irrwegs?

Die Diskussion ist brisant. Denn sie berührt nicht nur die amerikanische Gesundheitspolitik, sondern auch die Grundannahmen, auf denen viele westliche Ernährungsempfehlungen bis heute beruhen – inklusive der deutschen Leitlinien.

Ich las einen Beitrag in der „New York Post“, demzufolge die Trump Administration die Nahrungspyramide auf den Kopf gestellt haben soll – woran ich persönlich keinen Zweifel habe:

In der Tat hat sich hier einiges verändert. Und diese Veränderungen dürften eine harte Nuss für hiesige Nahrungsmittelexperten und deren Organisationen sein.

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Wie sah es bislang aus?

Die Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf der rechten Seite und die aus den USA auf der linken Seite sehen bzw. sahen bislang so aus:

Die Gemeinsamkeiten beider Vorlagen sind augenscheinlich. Süßigkeiten auf der Pyramidenspitze sollten nur ausnahmsweise konsumiert werden, eine Empfehlung, an der nichts auszusetzen ist. Anders dagegen sieht es mit dem Konsum von Kohlehydraten in Form von Getreideprodukten, die laut DGE sogar mehrmals täglich gegessen werden sollten.

Man fragt sich unwillkürlich, warum die Kohlehydrate aus den Süßigkeiten schlechter sein sollen als die aus den Getreideprodukten? Oder sollten die Getreideprodukte dann nicht auch an der Pyramidenspitze landen?

Proteine und Fette dagegen befinden sich ebenfalls weiter oben auf der Pyramide, was heißt, dass sie kaum oder sehr verhalten zum Einsatz kommen sollten. Auch in diesen Punkten gleichen sich die beiden Empfehlungen.

Und jetzt?

Die Trump-Regierung stellt jetzt die Ernährungspyramide mit neuen Richtlinien für Ernährungsprogramme auf den Kopf. Das behauptet die „New York Post“. Warum auf den Kopf? Könnte es nicht sein, dass die Pyramide auf die Füße gestellt wird?

Wie sehen die Veränderungen jetzt aus? Diese legen Wert auf einen hohen Anteil an Proteinen und gesättigten Fettsäuren und raten gleichzeitig vom Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln ab. Das hört sich allerdings danach an, dass man hier das alte Schema auf die Füße gestellt hat. Und dass die alten Empfehlungen über Jahrzehnte lang auf dem Kopf gestanden haben. Man hatte im Laufe der Zeit diesen Kopfstand als Normalität akzeptiert, ähnlich wie man heute Mikroplastik und Pestizide in den Nahrungsmitteln auch zu tolerieren scheint.

Das Weiße Haus veröffentlichte die überarbeiteten Ernährungsrichtlinien für Amerikaner am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins. Dabei wurden die potenziellen Vorteile für die Reduzierung chronischer Krankheiten für alle Amerikaner hervorgehoben.

„Wir beenden den Kampf gegen gesättigte Fettsäuren“, sagte Kennedy. Er bezog sich dabei auf Produkte, die bei Raumtemperatur in der Regel fest sind, wie Käse, Butter und Fleischfett. Diese sollen nun neben Fleisch und Gemüse wie Karotten und Brokkoli den Hauptbestandteil der Ernährung ausmachen.

Das ist besonders interessant, da bislang die gesättigten Fette als „böse Fette“ galten, die Arteriosklerose, Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachten: [1] [2]

Wie sieht die neue Pyramide dann aus?

In der Tat ist diese Darstellung verwirrend, weil die Pyramide in der Darstellung wirklich auf dem Kopf steht. Die Nahrungsmittel unten stellen die Ernährungsbasis dar, die in dieser Darstellung sehr schmal ausfällt. Und die Nahrungsmittel an der Spitze sollten spärlich konsumiert werden, was auch durch den spitzen Verlauf gekennzeichnet wurde. In dieser Darstellung jedoch ist die Spitze so breit wie die Basis in der alten Darstellung.

Die Webseite des „U.S. Department of Health and Human Services“ erklärt diese für mich etwas seltsame Darstellung folgendermaßen: [3]

„Die Leitlinien 2025–2030 stellen Lebensmittel – nicht Medikamente – wieder in den Mittelpunkt der Gesundheit und beleben die Ernährungspyramide als Instrument der Ernährungsberatung und -aufklärung.

Die Leitlinien betonen einfache, flexible Empfehlungen, die auf moderner Ernährungswissenschaft basieren:

    • Eiweiß sollte bei jeder Mahlzeit Priorität haben.
    • Vollfette Milchprodukte ohne Zuckerzusatz sollten konsumiert werden.
    • Gemüse und Obst sollten über den Tag verteilt verzehrt werden, vorzugsweise in Vollkornform.
    • Gesunde Fette aus Vollwertkost wie Fleisch, Meeresfrüchten, Eiern, Nüssen, Samen, Oliven und Avocados sollten in die Ernährung aufgenommen werden.
    • Vollkornprodukte sollten bevorzugt und raffinierte Kohlenhydrate stark reduziert werden.
    • Stark verarbeitete Lebensmittel, Zuckerzusatz und künstliche Zusatzstoffe sollten eingeschränkt werden.
    • Die richtige Menge an Nahrung sollte individuell auf Alter, Geschlecht, Größe und Aktivitätsniveau abgestimmt sein.
    • Wasser und ungesüßte Getränke sollten zur Flüssigkeitszufuhr bevorzugt werden.
    • Alkoholkonsum sollte für eine bessere allgemeine Gesundheit eingeschränkt werden.

Die Leitlinien bieten zudem maßgeschneiderte Empfehlungen für Säuglinge und Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende, ältere Erwachsene, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Vegetarier und Veganer, um eine ausreichende Nährstoffversorgung in jeder Lebensphase zu gewährleisten.“

Warum die alten Lügen?

Hierzu hatte sich Robert Kennedy ebenfalls geäußert, und zwar in seltener Deutlichkeit:

„Die bittere Wahrheit ist, dass unsere Regierung uns belogen hat, um die Profite von Konzernen zu schützen, indem sie uns erzählte, diese lebensmittelähnlichen Substanzen seien gut für die öffentliche Gesundheit.

Heute ist Schluss mit den Lügen. Die neuen Richtlinien erkennen an, dass vollwertige, nährstoffreiche Lebensmittel der effektivste Weg zu besserer Gesundheit und niedrigeren Gesundheitskosten sind. Proteine ​​und gesunde Fette sind essenziell und wurden in früheren Ernährungsempfehlungen fälschlicherweise nicht empfohlen.“

Ein Hauptziel des sogenannten „Rahmenkonzepts für vollwertige Ernährung“ ist die Senkung der Gesundheitskosten. In den USA steigen die Raten von Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und anderen chronischen Krankheiten rasant an und kosten die Steuerzahler laut einem Informationsblatt des Weißen Hauses jährlich rund 600 Milliarden Dollar.

Mindestens 78 % der Teilnehmer des Programms für ergänzende Ernährungshilfe (SNAP) beziehen laut diesem Informationsblatt auch Medicaid. Regierungsbeamte gehen davon aus, dass die Rate chronischer Krankheiten im Land durch alternative Anreize deutlich gesenkt werden könnte.

Beamte erklärten, die Umstellung werde SNAP, das vom Kongress beaufsichtigt wird und mehr als 40 Millionen Amerikaner mit Lebensmitteln versorgt, nicht direkt betreffen, sondern zum Vorbild für über 100 staatliche Ernährungsprogramme in mehr als zehn Regierungsbehörden werden.

„Wir haben fünfmal höhere Fettleibigkeitsraten als jedes andere Land der entwickelten Welt“, sagte ein Beamter. „Das liegt an unserer Ernährung.“

Fazit

Die neuen amerikanischen Ernährungsempfehlungen reflektieren weitestgehend die Auffassung, die ich von einer gesunden Ernährung habe. Das ist vor allem der vermehrte Konsum von Protein, gesunden Fetten und ungesättigten Fetten. Denn Fett macht nicht fett. Das setzt sich fort im reduzierten Konsum von Kohlehydraten, die hiermit aufgehört haben, die Ernährungsgrundlage zu bilden, auf der sich dann alles andere in Richtung Spitze aufbaut.

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Quellen:

Die Darmspiegelung gilt als medizinischer Goldstandard. Sicher. Routiniert. Alternativlos.

Doch was, wenn ausgerechnet die Vorbereitung – das radikale „Durchspülen“ des Darms – mehr verändert, als bisher angenommen?

Eine aktuelle Studie in Cell Reports Medicine zeigt im Mausmodell: Die gängige Darmreinigung mit Polyethylenglykol schwächt vorübergehend die schützende Schleimschicht, reduziert nützliche Darmbakterien und senkt die Konzentration kurzkettiger Fettsäuren – also genau jener Moleküle, die Entzündungen regulieren und Krankheitserreger in Schach halten.

Das Ergebnis: Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und eine verstärkte Entzündungsreaktion – zumindest im Tiermodell.

Natürlich: Maus ist nicht Mensch.

Aber die zentrale Frage steht im Raum:

Was bedeutet es, wenn wir vor einem Eingriff 70 Prozent unseres Immunsystems – das im Darm sitzt – kurzfristig destabilisieren?

Und warum existieren dazu beim Menschen bislang kaum systematische Untersuchungen?

Genau hier beginnt die eigentliche Diskussion.

Worum es sich bei der Koloskopie genau handelt, hatte ich hier beschrieben:

Sie werden hier lesen, dass für die Vorbereitung auf die Darmspiegelung unter anderem am Vortag Abführmittel vom Patienten eingenommen werden. Grund: Herausspülen von Kot und Nahrungsresten aus dem Dickdarm, um dem Arzt, der die Untersuchung durchführt, eine klare Sicht auf die Darmschleimhäute zu gewährleisten. Die negativen Auswirkungen, die dadurch entstehen bzw. entstehen können, scheinen sich jetzt um eine weitere Variante erhöht zu haben.

Die Erkenntnis liegt bislang „nur“ als Studie vor, die an Mäusen durchgeführt wurde. [1]

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Erst spülen, dann spiegeln…

Die Vorbereitung des Darms ist ein entscheidender Prozess, der den Dickdarm vor medizinischen Eingriffen wie einer Darmspiegelung oder einer geplanten Operation entleert und reinigt. I

hr Hauptzweck ist es, sicherzustellen, dass der Dickdarm frei von Stuhl und unverdauten Nahrungsresten ist, damit Ärzte die Darmschleimhaut gut beurteilen und Polypen, Krebs oder andere Auffälligkeiten erkennen können. Eine unzureichende Vorbereitung kann zu unvollständigen Untersuchungen, wiederholten Eingriffen oder Terminverschiebungen führen.

Arten der Darmvorbereitung

Gängige Darmvorbereitungssets umfassen:

  • Polymerbasierte Formeln (z. B. Golytely, Colonlytely, Plenvu) – Am weitesten verbreitet; oft ist das Trinken großer Flüssigkeitsmengen erforderlich.
  • Kochsalzbasierte Lösungen (z. B. MoviPrep, Picolax, Picosalax) – Erhältlich als Tabletten oder Flüssigkeit; für manche besser verträglich.
  • Teildosierung – Bevorzugte Methode: Die Hälfte der Vorbereitung wird am Vorabend und die andere Hälfte 4–6 Stunden vor dem Eingriff eingenommen. Dies verbessert die Reinigungswirkung.

Nun hat besagte Studie (an Mäusen) festgestellt, dass dieses Prozedere ebenfalls mit Nebenwirkungen aufwarten kann, über die bislang nur wenige gesprochen haben. Die in „Cell Reports Medicine“ veröffentlichte Studie ergab, dass die Simulation der Darmvorbereitung bei Mausmodellen das Darmmilieu störte, wodurch die Mäuse anfälliger für Infektionen und Entzündungen wurden. [2]

Generell kann und sollte man Abführmitteln und -maßnahmen sehr kritisch gegenüber stehen. Warum? Weil diese Mittel und Maßnahmen mit ihren eigenen negativen Folgen einher kommen. [3]

In der neuen Studie verabreichten die Forscher Mäusen eine Lösung aus Polyethylenglykol (PEG), dem Wirkstoff von Abführmitteln zur Darmvorbereitung. PEG löste bei den Mäusen Durchfall aus und reduzierte vorübergehend die schützende Schleimschicht des Magen-Darm-Trakts sowie die dort ansässigen nützlichen Bakterien. Die Behandlung senkte zudem den Spiegel kurzkettiger Fettsäuren – kleiner Moleküle, die Darmbakterien zur Bekämpfung von Infektionen und Entzündungen produzieren. [4]

Obwohl sich die Mäuse innerhalb weniger Tage erholten, schien die Darmvorbereitung ein Zeitfenster geschwächter Abwehrkräfte gegen Krankheitserreger zu schaffen. Um dies genauer zu untersuchen, verabreichten die Forscher Mäusen entweder die PEG-Abführmittellösung oder Wasser und setzten sie anschließend Salmonella Typhimurium aus, einem Modellorganismus für Infektionserreger.

In der Wassergruppe zeigten sich keine Anzeichen einer Salmonella-Typhimurium-Infektion, während sich das Bakterium in der PEG-Gruppe im Darm stark vermehrte und in die Lymphknoten, die Milz und die Leber ausbreitete.

Das Team untersuchte anschließend, wie Krankheitserreger die besonderen Bedingungen der Darmvorbereitung nutzen könnten, um sich im Kontext von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zu vermehren. Menschen mit CED beherbergen häufig Pathobionten – Bakterien, die normalerweise harmlos sind, aber in einem gestörten Milieu als Krankheitserreger wirken können – als Teil ihrer Darmflora. [5]

Um das Szenario einer Darmspiegelung kurz nach einer Entzündungsphase zu simulieren, besiedelten die Forscher Mäuse mit Darmmikrobenproben von zwei Patienten mit Colitis ulcerosa, einer Form der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Sie behandelten die Mäuse mit einer entzündungsfördernden Substanz und führten anschließend bei einem Teil der Tiere die Darmvorbereitung durch.

Während sich die Kontrollgruppe schnell von der chemischen Entzündungsbehandlung erholte, zeigte die Gruppe mit Darmvorbereitung einen kurzfristigen Anstieg der Entzündungsaktivität und Veränderungen des Magen-Darm-Gewebes. In dieser Gruppe wurden zudem höhere Konzentrationen von CED-assoziierten Pathobionten, die mit einer Verschlimmerung der Entzündung in Verbindung gebracht werden, in Organen außerhalb des Darms festgestellt.

Was tun?

Die Ergebnisse rechtfertigen klinische Studien zu den Risiken der Darmvorbereitung für Risikopatienten. Derartige Untersuchungen scheint es bislang nicht zu geben, nicht zuletzt, weil die gesamte schulmedizinische Welt davon ausgeht, dass das Abführen vor der Darmspiegelung unproblematisch sei. Wozu dann noch Studien dazu?

Eine derartige Sichtweise zeigt jedoch, dass man in der Schulmedizin nur selten über den Tellerrand hinauszuschauen scheint. Eingriffe in einen Bereich, wo 70 % des Immunsystems zuhause ist, muss mit nachteiligen Konsequenzen verbunden sein, auch wenn sie nicht sofort sichtbar sind.

Die Autoren arbeiten nun mit dem Labor vom „BC Children’s Hospital Research Institute“ zusammen, um Umfragedaten von Personen zu sammeln, die sich einer Darmspiegelung unterziehen. Ziel ist es, fundiertere Daten zum Potenzial einer CED-Symptomverschlimmerung nach dem Eingriff zu gewinnen.

„Wenn die Ergebnisse am Menschen bestätigt werden, können wir unser Modell nutzen, um die Darmvorbereitung für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sicherer zu gestalten“, sagte Dr. Tropini, einer der Autoren der Studie.

Beispielsweise könnte eine Anpassung der Abführmittelzusammensetzung oder die gleichzeitige Gabe von nützlichen Darmbakterien, kurzkettigen Fettsäuren oder schleimhautschützenden Mitteln dazu beitragen, Nebenwirkungen zu mindern und so sichere und effektive Koloskopien zu ermöglichen.

Fazit

Die Darmreinigung vor der Darmspiegelung scheint bislang noch bei Mäusen einen sehr unvorteilhaften Effekt auf das Darmmilieu zu haben, indem dieses so unvorteilhaft verändert wird, dass es zu einem erhöhten Risiko für Entzündungen und Infektionen kommt.

Beim Menschen gibt es dazu, wen wundert es, keine Untersuchungen. Nicht zuletzt weil hier wieder einmal von Annahmen ausgegangen wird, die im Laufe der Zeit für die Schulmedizin zu unumstößlichen Gesetzen geworden sind. Die vorliegende Arbeit allein zeigt, wie tönern die Füße sind, auf denen diese Annahmen stehen.

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Quellen:

Kortison rettet Leben. Und es ruiniert sie – wenn es aus dem Ruder läuft.

Als Medikament unterdrückt es Entzündungen, stoppt allergische Reaktionen und wird in Notfällen nahezu reflexhaft eingesetzt. Doch das körpereigene Kortison – also das Stresshormon der Nebennieren – kann bei chronischer Überproduktion genau jene Systeme destabilisieren, die es eigentlich schützen soll.

Gewichtszunahme am Bauch, Muskelschwäche, Bluthochdruck, Schlafstörungen, ein aufgedunsenes Gesicht – vieles davon wird isoliert betrachtet. Hier ein paar Kilo mehr. Dort schlechter Schlaf. Ein wenig erhöhter Blutdruck.

Was aber, wenn all diese Symptome Ausdruck eines dauerhaft übersteuerten Stresssystems sind?

Die amerikanische Zeitschrift Prevention hat jüngst fünf Warnzeichen für erhöhte Kortisonspiegel zusammengetragen. Die spannende Frage ist jedoch nicht nur, woran man zu viel Kortison erkennt – sondern warum es in unserer Zeit so häufig chronisch erhöht bleibt.

Denn eines ist klar:

Ein Hormon, das evolutionär für akute Gefahr gedacht war, ist nicht dafür gemacht, dauerhaft im „Alarmmodus“ zu laufen.

Beginnen wir mit der Frage:

Was macht das Kotison eigentlich?

Kortison gilt als das klassische Stresshormon, welches unter anderem die Wirksamkeit des Immunsystems beeinträchtigt. Aus diesem Grund wird es gegen Allergien und Entzündungen eingesetzt. Das klingt erst einmal harmlos, ist aber bei einer Daueranwendung alles andere als das. [1] [2]

Im Januar 2026 veröffentlichte die amerikanische Medizinzeitschrift „Prevention“ einen interessanten Beitrag, der die fünf Anzeichen von erhöhtem Kortison beschreibt, die man im Auge behalten sollte. Hier spielt Stress als Ursache eine bedeutsame Rolle, ist aber nicht alleine verantwortlich. [3]

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Die Rolle der Hormone

Hormone steuern viele lebenswichtige Systeme und Prozesse. Eines der wichtigsten ist Kortison, dessen Spiegel, wenn er den Normalbereich überschreitet, eine Reihe von Problemen verursachen kann. Einige Symptome sind bekannt, doch Ärzte weisen auf überraschende Anzeichen eines erhöhten Kortisonspiegels hin, die Beachtung verdienen.

Kortison ist ein komplexes Molekül, das von den Nebennieren produziert wird und zahlreiche Stoffwechselfunktionen im Körper erfüllt. Es ist essenziell für die Steuerung unseres Wachstums, der Organentwicklung, der Immunfunktionen, der Entzündungsreaktion und vieler anderer zellulärer Aktivitäten. Dennoch ist Kortison vielen als „Stresshormon“ bekannt, dessen Spiegel in Stresssituationen ansteigt, damit wir wachsam bleiben und potenziellen Gefahren begegnen können.

Anzeichen für einen erhöhten Kortisonspiegel

Der vorübergehende Anstieg oder Abfall des Kortisonspiegels ist normal und findet täglich statt, da der Kortisonspiegel beim Aufwachen seinen Höhepunkt und kurz nach dem Zubettgehen wieder seinen Tiefpunkt erreicht. Der Kortisonspiegel kann jedoch dauerhaft erhöht bleiben, z.B. weil zu viel und zu lange stressige Situationen vorliegen, was zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen kann.

Gewichtszunahme

Stoffwechselstörungen aufgrund chronisch erhöhter Kortisonwerte stehen in direktem Zusammenhang mit Fetteinlagerung und Gewichtszunahme, insbesondere mit viszeralem Fett, also dem Fett, das sich im Bauchraum ansammelt. Ein hoher Kortisonspiegel beeinträchtigt auch die Insulinsensitivität.

Und so wird die Wahrscheinlichkeit einer Gewichtszunahme weiter erhöht. Bei erhöhten Kortisonwerten beginnt der Körper auf natürliche Weise, Fett im Bauchraum einzulagern. Dies ist ein Überlebensinstinkt, der die inneren Organe, insbesondere Leber, Nieren und Darm, vor einer Belastung, also dem wahrgenommenen Stress, schützen soll. Diese Gewichtszunahme tritt häufig auch ohne erkennbare Veränderungen der Ernährung oder des Bewegungsverhaltens auf.

Muskelschwäche

Kortison spielt eine Schlüsselrolle beim Abbau von Proteinen und Fetten zu energieverwertbaren Formen. Ein erhöhter Kortisonspiegel kann jedoch die Muskeln schädigen, da diese vom Abbau nicht notwendigerweise verschont bleiben. Chronisch erhöhte Kortisonwerte beschleunigen den Proteinabbau im Körper, was zu Muskelschwäche, dünner werdender Haut und verstärkter Neigung zu Blutergüssen führen kann.

Bluthochdruck

Eine übermäßige Kortisonproduktion führt typischerweise zu Bluthochdruck. Obwohl der genaue Zusammenhang zwischen Kortison und Blutdruck noch nicht vollständig geklärt ist, ergab eine Studie in der Fachzeitschrift „Hypertension“, dass Menschen mit hohen Kortison- und anderen Stresshormonwerten häufiger Bluthochdruck entwickeln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erleiden als Menschen mit niedrigeren Stresshormonwerten. [4]

Schlechter Schlaf

Der Kortisonspiegel sollte nachts im Schlaf am niedrigsten sein. Ist er chronisch erhöht, stört dies die natürliche Ausschüttung der Hormone, die für das Ein- und Durchschlafen verantwortlich sind. Schlafstörungen können zu einer Reihe weiterer Probleme führen, von Müdigkeit und Antriebslosigkeit bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Schwellungen im Gesicht

Es ist wichtig zu wissen, dass chronisch erhöhte Kortisonwerte nicht nur durch Stress verursacht werden. Das Cushing-Syndrom ist eine Erkrankung, bei der die Kortisonwerte erhöht sind und die eine ärztliche Behandlung zur Regulierung erfordert. Es ist auch die wahrscheinlichste Ursache für Schwellungen im Gesicht (auch bekannt als Kortisongesicht oder Mondgesicht), insbesondere im Bereich der Wangen und des Kiefers sowie unter den Augen. Dies sind weitere mögliche Anzeichen für einen erhöhten Kortisonspiegel.

Was verursacht einen hohen Kortisonspiegel?

Chronischer Stress und Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom können zwar zu erhöhten Kortisonwerten führen, sind aber nicht die einzigen möglichen Ursachen. Auch körperliche Erkrankungen, Fieber, Schlafmangel, Entzündungen, Schwangerschaft und emotionale Faktoren können den Kortisonspiegel beeinflussen.

Neben diesen inneren Faktoren können auch äußere Faktoren wie Ernährung, Alkohol, Koffein, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel den Kortisonspiegel beeinflussen. Der Beitrag weist außerdem darauf hin, dass die genannten Symptome auch andere Ursachen als ein Kortisonungleichgewicht haben können, insbesondere da der Bereich des „normalen“ Kortisonspiegels sehr breit ist.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Letztendlich, so die Autoren, „kann die Diagnose von Kortison-Anomalien schwierig und manchmal fehlerhaft sein. Die Werte können auffällig erscheinen, obwohl keine Erkrankung vorliegt. Und subtile Symptome können sich als Folge von Kortison-Anomalien herausstellen, nachdem häufigere Ursachen ausgeschlossen wurden.“ Wenn Sie eines der oben genannten Symptome zusammen mit größeren Veränderungen in Ihrem Alltag oder Ihrem Gesundheitszustand bemerken, sollten Sie Ihren Arzt nach Ihren Kortisonwerten fragen.

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Quellen:

Cholesterin gilt seit Jahrzehnten als stiller Killer. LDL runter, Risiko runter – so lautet die einfache Formel. Je niedriger, desto besser.

Doch was, wenn diese Gleichung in der Realität nicht aufgeht?

Trotz millionenfacher Verordnungen von Statinen und immer neuer Wirkstoffe bleibt ein Befund erstaunlich konstant: In der Primärprävention ist der absolute Nutzen oft gering, die Mortalität bleibt unbeeinflusst. Gleichzeitig kommen neue Medikamente wie Inclisiran auf den Markt – eine RNA-basierte Therapie, die gleich für ein halbes Jahr wirkt. Technologisch beeindruckend. Klinisch überzeugend?

Während Leitlinien immer niedrigere LDL-Zielwerte definieren, stellt selbst das traditionsreiche „Arznei-Telegramm“ unbequeme Fragen: Wo sind die belastbaren Belege für eine generelle Senkung? Wer profitiert wirklich? Und wer trägt das Risiko?

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Es geht nicht nur um Zahlen auf einem Laborzettel. Es geht um Nutzen, Nebenwirkungen – und um ein milliardenschweres Geschäftsfeld.

Im „Arzneitelegramm“ las ich vor Kurzem: Cholesterin senken und was gibt es da Neues zu berichten. [1]

Zunächst jedoch etwas „Altes“ zu diesem Thema. Und das nicht vom „Telegramm“, sondern aus meiner Feder: [2]

Worum es hier eigentlich geht, ist wieder mal das Geschäft mit der Gesundheit. Oder Krankheit…

Wie gesagt: das Thema ist ein Dauerbrenner.

Denn Cholesterin soll angeblich „böse“ Elemente enthalten, das LDL-Cholesterin, welches Arteriosklerose und kardiovaskuläre Erkrankungen verursacht. Und daran sind ja schon viele gestorben. Also muss man was tun, um dieses Elend zu verhindern: Cholesterin senken mit z.B. Statinen, die bereits seit den 1980er Jahren zum Kassenschlager geworden sind.

Und wie das ausgesehen hat und heute noch aussieht, habe ich in etlichen Beiträgen beschrieben: [3] [4] [5] [6] [7] [8]

Je niedriger, desto besser

„Je niedriger, desto besser“ – dieser Leitspruch bei der Behandlung von Cholesterinwerten ist mit Sicherheit die Zauberformel für die Statinhersteller. Denn diese Formel gilt (fast) immer, gleichgültig, wie tief der Wert liegt (nur bei Null dürfte Schluss sein, oder?).

Und da haben wir schon das „Neue“ in der neuen Diskussion. Laut „Arzneitelegramm“ gibt es jetzt einen neuen Wirkstoff, der sich „Inclisiran“ nennt und in Fortbildungen propagiert wird.

Es handelt sich hier um eine kleine aktive RNA, die alle 6 Monate injiziert wird (zu Beginn nach 3 Monaten). Der Patient wird also genetisch verändert, und zwar insofern, dass diese RNA jetzt über eine Reihe von Zwischenschritten dazu führt, dass viel weniger LDL-Rezeptoren abgebaut werden können. Und die erhöhte Menge an Rezeptoren wiederum bewirkt dann eine erhöhte Clearance von LDL aus dem Blut und führt damit zu den Spiegeln und Umsätzen, von denen Pharma und Schulmedizin träumen.

Nach dieser frohen Botschaft zeigt jedoch Drugs.com, dass es hier einiges an Nebenwirkungen zu „bejubeln“ gibt. [9]

Die Erhöhung von Leber-Transaminasen ist die Auffälligste, wenn auch entwarnt wird, dass diese Erhöhung klinisch nicht relevant und asymptomatisch sei.

Weniger asymptomatisch und unbedenklich ist diese Nebenwirkung: Diabetes mellitus in 11,6 % der Fälle. Das wiederum ist ausgezeichnet, da der Hersteller Novartis auch eine ausgedehnte Palette an Diabetes-Medikamenten anzubieten hat. Da lässt sich wieder mal doppelt Kasse machen.

Andere häufige Nebenwirkungen sind Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Blaseninfektionen, Durchfall, Bronchitis, Atemnot, Kopfschmerzen, Schwindel, Angina pectoris etc.

Die Überraschung

Wer jetzt glaubt, dass das „Arzneitelegramm“ in die gleiche Kerbe schlägt, der dürfte sich getäuscht sehen, sehr zu meiner (positiven) Überraschung.

Es beginnt damit, Behandlungsempfehlungen in Primär- und Sekundärprävention zu unterscheiden. Laut „Arzneitelegramm“ ist es sinnvoll, „ Patienten mit dokumentierten atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen medikamentös“ zu behandeln. Das sind also die Leute, die bereits geschädigt = krank sind, also an manifesten Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit leiden.

Jetzt kommen aber noch andere Diagnosekriterien dazu. Wenn nämlich beim Ultraschall auch noch Plaques in den Femoralarterien gesichtet werden können (bislang waren es nur 50 %ige Stenosen in mindestens zwei großen Koronargefäßen) und ein erhöhter koronarer Kalzium-Gehalt im CT beobachtet werden kann, dann „muss“ was getan werden. So die Europäische Gesellschaft für Kardiologie im neuen Update ihrer Leitlinien.

Das „Arzneitelegramm“ bringt dazu folgenden vernichtenden Kommentar:

„Randomisierte Studien, die den klinischen Nutzen einer medikamentösen Therapie belegen, wenn eine atherosklerotische Erkrankung allein durch Bildgebung dokumentiert ist, kann die Leitlinie weiterhin nicht bieten. So wenig wie Karotis-Plaques Personen pauschal zu „Hochrisikopatienten“ werden lassen, rechtfertigen unseres Erachtens weder Plaques der Femoralarterien noch erhöhte koronare Kalzium-Scores die Zuordnung zur Sekundärprävention.“

Also der Nutzen der Statine und anderer Cholesterinsenker, wenn es ihn gibt, scheint es nur in einer relativ kleinen Nische in der Sekundärprävention zu geben. Bei der Primärprävention, wo Pharma und Schulmedizin den meisten Umsatz erwarten, sieht es völlig anders aus. Und da wären wir wieder bei meinen Beiträgen weiter oben.

Sieht man das beim „Arzneitelegramm“ auch so?

Primärprävention mit Cholesterinsenkern

Das „Arzneitelegramm“ macht hier schnell Nägel mit Köpfen, indem es in dem Beitrag auf einen älteren „Arzneitelegramm“-Beitrag verweist, der schon im Juni 2023 veröffentlicht wurde. [10]

Hier bekommt der Leser zu lesen, dass aufgrund der Studienlage (teilweise sogar mit plazebokontrollierten Arbeiten) der absolute Nutzen der Cholesterinsenker gering war. Schlimmer noch: Ein derartiger Aufwand sollte ja eigentlich die Patienten vor tödlichen Plaques und Arteriosklerose schützen. Zumindest ist das der Anspruch der Befürworter. Das „Arzneitelegramm“ stellt jedoch fest, dass die Studienlage keinen Beleg für einen mortalitätssenkenden Effekt der prophylaktischen Gabe abliefern konnte.

Oder mit anderen Worten: Prophylaktisch Statine etc. einnehmen, weil man ein gewisses Alter oder bestimmte erhöhte Marker aufweist, bringt dem Patienten so gut wie nichts, aber den Herstellern guten Umsatz und dem Mediziner abrechnungsfähige Behandlungskosten.

Die neuen Leitlinien, die im neuen „Arzneitelegramm“ diskutiert werden, sehen jetzt vor, dass bei einem 10-Jahresrisiko von 20 % und einem LDL-Wert von 70 mg/dl eine prophylaktische Gabe von Cholesterinsenkern durchgeführt werden soll. Wie die Berechnung der 20 % ausgesehen haben, kann man nur vermuten. Denn sie basierte auf „Schätzungen anhand epidemiologischer Daten“. Toll, schätze ich!

Das „Arzneitelegramm“ selbst spricht hier von einer „Risikoabschätzung“, die die Kardiologen in ihrem unermesslichen Glauben an die eigene Schätzkraft durchgeführt hatten.

Aber es geht weiter: Bei 10 bis 19 % Risiko und einem LDL von 100 mg/dl muss auch zur Tablette gegriffen werden. Schön auch, dass die „Verordnungsfähigkeit“ von Lipidsenkern zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen von 20 auf 10 % Risiko herabgesetzt wurde. Da kann der Onkel Doktor viel mehr Patienten auf Statine und Co. einstellen, ohne dass es bei der Finanzierung Probleme gibt. Denn die Kassen zahlen den Unsinn.

Die Zielwertstrategie

Hier geht es darum, bei der Primärprävention und Sekundärprävention „gesunde“ Zielwerte für das LDL zu bestimmen. Laut „Arzneitelegramm“ hat sich hier wohl auch nichts geändert.

Bei der Sekundärprävention soll das LDL um mindestens 50 % des Ausgangswerts gesenkt werden oder unter 55 mg/dl. Bei der Primärprävention fast das Gleiche: mindestens 50%ige Reduktion des Ausgangswerts und unter 70 mg/dl.

Kommentar vom „Arzneitelegramm“:

„Zum Erreichen der Zielwerte scheinen ohne Rücksicht auf Zulassungsstatus und Datenlage alle Mittel recht, soweit sie in irgendeiner Studie die Reduktion vaskulärer Ereignisse gezeigt haben. Wir sehen weiterhin keine Belege für den Nutzen der Zielwertstrategie.“

Aber es geht noch bunter zu. Beim akuten Koronarsyndrom soll so richtig losgeballert werden. „the sooner, the lower, the better“ heißt es bei den Kardiologen im perfekten Medizindeutsch. Stationär soll die LDL-Senkung intensiviert werden durch die Gabe von hochdosierten Statinen (damit endlich die Patienten unter der Last der Nebenwirkungen zusammenbrechen?). Belege für dieses Vorgehen? Null! Laut „Arzneitelegramm“ gibt es keine Belege aus randomisierten Studien für diesen Unsinn.

Zudem wollen die Kardiologen auch nicht die HIV-Patienten vergessen. Ab dem Alter von 40 Jahren und höher wird therapiert, gleichgültig ob ein vaskuläres Risiko vorliegt oder nicht. Auch hier muss das LDL versenkt werden, koste es was es wolle. Die dazu erkorene Studie zeigte eine absolute Senkung der vaskulären Endpunkte (bestehend aus acht Komponenten) von 0,25 %. Super Ergebnis, gell?

Auch blieb die Mortalität unbeeinflusst. Wieder mal. Dafür nahmen die Diabeteserkrankungen unter der Therapie absolut um 0,3% zu. Toll!

Also: Therapieerfolg = 0,25 % — neue Diabetespatienten = 0,3 %. Aber das ist noch nicht alles. Muskelprobleme stiegen um 0,2 % pro Jahr.

Das „Arzneitelegramm“ dazu:

„Auf Basis dieser Daten bei HIV-Patienten unabhängig von vaskulärem Risiko und LDL eine IB-Empfehlung für Statine zur Primärprävention auszusprechen, erscheint uns nicht vertretbar.“

Fazit

Die neue Ausgabe des „Arzneitelegramm“ bestätigt fast wort- und ideengleich meine kritische Haltung gegenüber den Cholesterinsenkern, besonders wenn es darum geht, diese Art der Medikamente wie Bonbons im Kölner Karneval unter die Leute zu schmeißen.

Wie zu niedrige Cholesterinwerte die Mortalität erhöhen können, wovon niemand sprechen möchte, das habe ich hier diskutiert: [11]

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Quellen: