René Gräber mit Hinweis auf Fragen, Beiträge und Hilfe bei der Suche nach naturheilkundlichem Rat.

Ich erhalte täglich zahlreiche E-Mails, Nachrichten und Anrufe zu Beschwerden, Krankheiten, Laborwerten, Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und naturheilkundlichen Therapieverfahren. Dazu kommen Anfragen nach einem Termin in meiner Praxis.

Für das Vertrauen, das Sie damit zum Ausdruck bringen, kann ich Ihnen gar nicht genug danken! Leider ändert dies allerdings nichts an einem Problem, welches ich seit vielen Jahren habe: eine ernsthafte gesundheitliche Frage lässt sich meist nicht mit drei Sätzen zwischen zwei Terminen beantworten.

Eine individuelle Beurteilung braucht eine gründliche Anamnese, Rückfragen und häufig auch Befunde. Eine schnelle Antwort per E-Mail wäre deshalb in vielen Fällen nicht nur oberflächlich, sondern schlicht unseriös.

Dennoch müssen Sie mit Ihrer Frage nicht allein bleiben. Auf dieser Seite hier zeige ich Ihnen, wie Sie am besten vorgehen können…

Wichtig: Bei akuten oder bedrohlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte sofort an den ärztlichen Bereitschaftsdienst, eine Notfallambulanz oder den Rettungsdienst. Diese Internetseite ist keine Notfallsprechstunde.

Also, hier mein Vorschlag:

  1. Suchen Sie zuerst in meinen Beiträgen

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte habe ich mehrere Tausend Beiträge zu Krankheiten, Beschwerden, Heilverfahren, Vitalstoffen, Medikamenten, Ernährung und Naturheilkunde veröffentlicht.

Ein großer Teil der Fragen, die mich erreichen, ist dort bereits relativ ausführlich beantwortet.

Dafür gibt es meine medizinische Suchmaschine:

Meine Beiträge mit Forestle durchsuchen

Geben Sie dort nicht nur den Namen Ihrer Beschwerde etc. ein. Suchen Sie dort auch nach einzelnen Beschwerden, Laborwerten, Medikamenten oder Therapieverfahren.

Statt nur nach „Schilddrüse“ zu suchen, könnten Sie beispielsweise auch Begriffe wie „TSH“, „Hashimoto“, „Selen“, „Jod“ oder „Schilddrüsenunterfunktion“ eingeben.

Manchmal liegt die gesuchte Antwort nicht unter dem Namen der Diagnose, sondern bei einer möglichen Ursache oder einem beteiligten Stoffwechselprozess.

Schauen Sie nicht nur auf die ersten drei Ergebnisse, denn manche Grundsatzartikel (die ihre Frage umfassender beantworten können), sind weiter hinten in den Ergebnissen zu finden.

ABER: die meisten Grundsatzartikel (die viele Fragen beantworten sollten), liegen auf der Naturheilt.com

Das bringt uns zu Punkt zwei:

  1. Lesen Sie die Grundsatzartikel

Die meisten meiner ausführlichen medizinischen Grundsatzartikel finden Sie auf:

Naturheilt.com – Naturheilkunde und Alternativmedizin

Dort behandle ich nicht nur einzelne Mittel oder Symptome. Ich versuche, die Zusammenhänge darzustellen:

  • Welche Ursachen kommen infrage?
  • Welche Untersuchungen können sinnvoll sein?
  • Welche Rolle spielen Ernährung, Darm, Leber, Hormone oder Vitalstoffe?
  • Welche naturheilkundlichen Verfahren bieten sich an?
  • Wo liegen die Grenzen einer Selbstbehandlung?

Gerade bei chronischen Beschwerden reicht es selten, nur nach einem Mittel zu suchen. Wer ausschließlich fragt: „Was kann ich dagegen nehmen?“, beginnt häufig bereits an der falschen Stelle.

Achten Sie darauf wann ich die Artikel letztmalig bearbeitet habe. Artikel die ich zum Beispiel seit 2022 aktualsiert habe befinden sich auf einem deutliche besseren Stand als Artikel aus dem Jahr 2008.

  1. Stellen Sie Ihre Frage in einem Forum

Für den Austausch mit anderen Betroffenen und naturheilkundlich Interessierten habe ich zwei Foren eingerichtet.

Yamedo-Forum für Naturheilkunde und Beschwerden

Dort können Sie Fragen zu Krankheiten, Laborwerten, Medikamenten, Heilmitteln und naturheilkundlichen Verfahren stellen.

Forum für Heilfasten, Ernährung und Diäten

Dieses Forum ist für Fragen zum Fasten, Heilfasten, Fastenaufbau, zur Ernährung und zu verschiedenen Diätformen gedacht.

Bitte schildern Sie Ihre Frage dort möglichst verständlich. Dazu gehören insbesondere:

  • Alter und Geschlecht
  • die wichtigsten Beschwerden
  • seit wann die Beschwerden bestehen
  • bekannte Diagnosen
  • wichtige Laborwerte
  • eingenommene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
  • bereits versuchte Behandlungen

Ein Satz wie „Was hilft gegen meine Müdigkeit?“ wird kaum zu einer brauchbaren Antwort führen. Je genauer die Ausgangslage beschrieben wird, desto eher können andere sinnvoll antworten. Und in den Foren sind eine Menge versierter Kollegen dabei…

Achtung: Veröffentlichen Sie dabei keine vollständigen Namen, Adressen oder andere persönliche Daten.

  1. So finden Sie einen guten Heilpraktiker

Ich werde häufig gefragt, ob ich einen guten Kollegen in Hamburg, München, Berlin oder irgendeinem anderen Ort empfehlen könne.

Das kann ich in den meisten Fällen leider nicht mehr. Ich kenne die Kollegen vor Ort nicht persönlich und kann ihre Arbeitsweise daher auch nicht seriös beurteilen. Ich bin ja auch schon in einem Alter, wo ich feststelle, dass viele Kollgen die ich kenne, bereits in Rente oder gar verstorben sind. Und von den jüngeren Kollegen kenne ich kaum welche (wirklich)…

Trotzdem gibt es einen vernünftigen Weg:

Überlegen Sie zuerst, welches Verfahren Sie suchen

„Ich suche einen guten Heilpraktiker“ ist ungefähr so präzise wie „Ich suche einen guten Handwerker“.

Wofür?

Ein Heilpraktiker kann sich beispielsweise auf klassische Homöopathie, Osteopathie, Akupunktur, Neuraltherapie, Pflanzenheilkunde, Darmtherapie, Labordiagnostik oder manuelle Verfahren spezialisiert haben.

Je besser Sie wissen, welches Verfahren Sie wünschen, desto gezielter kann man Ihnen einen geeigneten Kollegen nennen.

Informieren Sie sich deshalb zunächst in meinen Grundsatzartikeln und in den Foren. Dort können Sie auch fragen, welche Therapieansätze bei einem bestimmten Beschwerdebild grundsätzlich infrage kommen könnten.

Wenn Sie eine Entscheidung gefällt haben:

Rufen Sie bei den Geschäftsstellen der Fachverbände an

Ich halte es häufig für sinnvoller, nicht nur irgendein Internetverzeichnis zu durchsuchen, sondern direkt bei einer regionalen Geschäftsstelle eines Heilpraktikerverbandes anzurufen.

Schildern Sie dort kurz:

  • worum es gesundheitlich geht,
  • in welcher Region Sie suchen,
  • welches Therapieverfahren Sie wünschen,
  • und ob besondere Erfahrung mit Ihrem Beschwerdebild notwendig ist.

Die Geschäftsstellen kennen ihre Mitglieder und können häufig besser einschätzen, wer welche Schwerpunkte anbietet.

Mögliche Anlaufstellen sind unter anderem:

Bund Deutscher Heilpraktiker – Therapeutensuche

Fachverband Deutscher Heilpraktiker

Je nach Bundesland sind die Verbände unterschiedlich stark vertreten. Bundesweit ist der Fachverband Deutscher Heilpraktiker einer der größten beziehungsweise der mitgliederstärkste Verband. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz ist außerdem die Union Deutscher Heilpraktiker deutlich präsent. In NRW spielen zusätzlich die Freien Heilpraktiker und der Freie Verband Deutscher Heilpraktiker eine Rolle. In Niedersachsen ist auch der Verband Deutscher Heilpraktiker eine naheliegende Anlaufstelle. Im Saarland gibt es neben dem FDH auch noch regionale Berufsverbände, die ich gar nicht alle kenne…

Am besten rufen Sie in den Geschäftsstellen des Landesverbands an in dem Sie wohnen / suchen.

Eine Verbandsmitgliedschaft allein ist natürlich noch keine Garantie für eine gute Behandlung. Sie ist lediglich ein Ausgangspunkt für die weitere Suche.

  1. Woran erkenne ich einen guten Therapeuten?

Eine schöne Internetseite sagt wenig darüber aus, wie gründlich jemand arbeitet.

Achten Sie beim ersten Gespräch darauf, ob der Therapeut:

  • sich ausreichend Zeit für die Vorgeschichte nimmt,
  • nach Medikamenten, Befunden und bisherigen Behandlungen fragt,
  • seine Überlegungen verständlich erklären kann,
  • Möglichkeiten und Grenzen seiner Behandlung benennt,
  • keine Heilversprechen abgibt,
  • und nicht bereits nach wenigen Minuten ein großes Paket aus Diagnostik, Präparaten und Dauerbehandlungen verkauft.

Fragen Sie ruhig, wie häufig der Therapeut mit Ihrem Beschwerdebild arbeitet und welche Verfahren er dabei einsetzt.

Ein guter Therapeut muss nicht auf alles sofort eine Antwort haben. Er sollte aber wissen, welche Fragen gestellt werden müssen.

Und um es mal ganz einfach zu sagen: Ich sage meinen Patienten mit komplexen und auch sehr seltenen Erkrankungen, dass ich mir das gerne mal ansehe und dann genaueres sagen kann.

Damit wären wir beim nächsten Punkt:

  1. Terminanfragen an meine Praxis

Eine individuelle medizinische Beratung per E-Mail, über soziale Netzwerke oder über die Kommentarfunktion meiner Webseiten kann ich nicht anbieten.

Das gilt auch für umfangreiche Krankengeschichten, Laborbefunde oder Medikamentenlisten, die mir unaufgefordert zugesandt werden. Solche Unterlagen lassen sich ohne Anamnese und Untersuchung nicht seriös beurteilen.

In meiner Praxis kann ich neben meinen bestehenden Patienten nur eine begrenzte Zahl neuer Patienten aufnehmen.

Für eine Terminanfrage lesen Sie bitte meine Praxis-Infoseite dazu: Termine

Bitte senden Sie dieselbe Anfrage nicht zusätzlich per E-Mail, über Facebook, Instagram oder auf dem Postweg. Mehrere Nachrichten beschleunigen die Bearbeitung nicht. Sie erschweren sie.

Eine Online-Beratung oder eine Beurteilung einzelner Befunde per E-Mail biete ich derzeit nicht an.

Wer suchet, der findet

Dieser alte Satz klingt beinahe zu einfach. Dennoch gehört er zu den wichtigsten Erfahrungen, die ich in über 25 Jahren Praxis gemacht habe.

Viele Menschen geben zu früh auf. Sie haben einen Arzt gefragt, einen Therapeuten besucht oder einen Suchbegriff eingegeben und keine befriedigende Antwort erhalten. Also lautet das Ergebnis: „Da kann man nichts machen.“

Das ist oft kein medizinisches Ergebnis, sondern lediglich das Ende einer sehr kurzen Suche.

Chronische Beschwerden entstehen selten über Nacht. Ihre Ursachen liegen häufig nicht dort, wo es zuerst weh tut. Deshalb findet man die Lösung auch nicht immer beim ersten Versuch.

Lesen Sie. Vergleichen Sie. Stellen Sie Fragen. Versuchen Sie, die Zusammenhänge zu verstehen. Suchen Sie nicht nur nach einem Mittel, sondern nach möglichen Ursachen und einem Therapeuten, dessen Verfahren zu Ihrem Problem passt.

Die erste Suche liefert vielleicht noch keine Lösung. Sie führt aber meistens zu besseren Fragen.

Und bessere Fragen führen fast immer zu besseren Antworten.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute und viel Erfolg!

Ihr

René Gräber