{"id":811,"date":"2016-06-20T09:18:27","date_gmt":"2016-06-20T08:18:27","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=811"},"modified":"2016-06-20T09:18:27","modified_gmt":"2016-06-20T08:18:27","slug":"gefahren-durch-fracking-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/gefahren-durch-fracking-2013\/","title":{"rendered":"Gefahren durch FRACKING?"},"content":{"rendered":"<p>Fracking ist nicht, wenn man sich einen Frack \u00fcberwirft, um damit in die Oper zu gehen. Unter dem neudeutschen Wort versteht man im Deutschen wie im Englischen das Aufbrechen (fracturing) von Gesteinsschichten mittels einer Fl\u00fcssigkeit, die unter hohem Druck in ein Bohrloch gepresst wird, welches zuvor in das Gestein eingetrieben worden ist.<\/p>\n<p>Durch diese Technik wird die Durchl\u00e4ssigkeit f\u00fcr Gase und Fl\u00fcssigkeiten in der Gesteinsschicht verbessert, was den Zufluss von zum Beispiel Erdgas oder Erd\u00f6l zum Bohrloch erleichtert. Dies erh\u00f6ht die Wirtschaftlichkeit, da die F\u00f6rdermengen pro Zeiteinheit deutlich erh\u00f6ht sind.<\/p>\n<p>Die Technik wird auch in der Geothermie eingesetzt, da hier die w\u00e4rmeren Gesteinsschichten besser mit dem eingesetzten Wasser in Kontakt kommen und somit mehr W\u00e4rme aufnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Soweit h\u00f6rt sich das Ganze nach wenig aufregenden Neuigkeiten an. Die USA sind wieder einmal Vorreiter in dieser Disziplin und \u201efracken\u201c schon seit den fr\u00fchen 1990er Jahren. Die erste Bohrung dieser Art wurde dort 1947 durchgef\u00fchrt. Die Bef\u00fcrworter dieser Technik erkl\u00e4ren dann auch stolz, dass der \u00f6konomische Nutzen zudem darin bestehe, dass auch enorme Mengen an zuvor unerreichbarem Erdgas und Erd\u00f6l durch diese Technik extrahierbar geworden sei.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Aber es gibt auch Gegner, die auf die m\u00f6glichen Umweltsch\u00e4den hinweisen, die von dem Einsatz des Fracking ausgehen, wie zum Beispiel die Verschmutzung des Grundwassers, Luftverschmutzung durch entweichende Gase, Verschmutzung durch den Einsatz von Chemikalien in der Fl\u00fcssigkeit, die f\u00fcr den Frackingvorgang eingesetzt werden und so weiter.<\/p>\n<p>Inzwischen ist die Debatte dar\u00fcber so heftig geworden, dass L\u00e4nder, wie zum Beispiel Frankreich, das Fracking verboten haben (<a href=\"http:\/\/www.businessweek.com\/magazine\/content\/11_15\/b4223060759263.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The French Public Says No to &#8218;Le Fracking&#8216;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.businessweek.com\/news\/2011-10-04\/france-to-keep-fracking-ban-to-protect-environment-sarkozy-says.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">France to Keep Fracking Ban to Protect Environment, Sarkozy Says<\/a>).<\/p>\n<h2>Der chemische Bohrer<\/h2>\n<p>Bei den mit Wasser durchgef\u00fchrten \u201eHydraulic Frackings\u201c kommen nicht nur gro\u00dfe Mengen an frischem Wasser zum Einsatz (circa 10 Millionen Liter pro Bohrung), sondern das eingesetzte Wasser wird mit Additiven versetzt, von denen jedes eine spezifische Aufgabe erledigen muss.<\/p>\n<p>Obwohl die Bohrfirmen versuchen, diese Additive geheimzuhalten, sind inzwischen eine Reihe der Substanzen publik geworden. Butyldiglycol zum Beispiel wird zum Wasser zugegeben, um die Tragkraft der Fl\u00fcssigkeit f\u00fcr Sand zu erh\u00f6hen. Cholinchlorid erh\u00e4lt den Porenraum im Schiefer.<\/p>\n<p>Weitere Additive k\u00f6nnen sein\u00a0 Polyethylenglycol-monohexylether, leichtes Paraffin\u00f6l, Octylphenolethoxylat, Magnesiumchlorid, Magnesiumnitrat, Tetramethylammoniumchlorid und Biozide (<a href=\"http:\/\/www.braunschweiger-zeitung.de\/lokales\/Braunschweig\/fracking-erste-probe-bohrungen-anfang-2014-id615285.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.braunschweiger-zeitung.de\/lokales\/Braunschweig\/fracking-erste-probe-bohrungen-anfang-2014-id615285.html<\/a>).<\/p>\n<p>Das \u201eAmerican Petroleum Institute\u201c brachte 2010 eine Brosch\u00fcre heraus, in der es das Fracking und eine Reihe von Additiven beschrieben hat: api.org\/policy\/exploration\/hydraulicfracturing\/upload\/<br \/>\nHYDRAULIC_FRACTURING_PRIMER.pdf.\u00a0Darin beschreibt das Bl\u00e4ttchen folgende Substanzen:<\/p>\n<ul>\n<li>S\u00e4uren, Salzs\u00e4ure oder Essigs\u00e4ure f\u00fcr das Pr\u00e4fracking, um die ersten Risse in unmittelbarer N\u00e4he des Bohrlochs zu erzeugen \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet als Reinigungssubstanzen f\u00fcr Schwimmbecken<\/li>\n<li>Kochsalz (Natriumchlorid) verz\u00f6gert den Abbau von Gel-Polymeren \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet als Tafelsalz<\/li>\n<li>Polyacrylamid und andere Substanzen, die Reibung verhindern, erlauben es den Pumpen, mit einer h\u00f6heren F\u00f6rderleistung zu arbeiten, ohne dabei entsprechend h\u00f6heren Druck aufbauen zu m\u00fcssen. &#8211; \u00fcbliches Einsatzgebiet: Wasseraufbereitung und Bodenkonditionierer<\/li>\n<li>Ethylenglycol verhindert die Ablagerung von Sedimenten und Plaques in den Rohren \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Haushaltsreiniger, Frostschutzmittel<\/li>\n<li>Borons\u00e4ure sichert die Flie\u00dfviskosit\u00e4t bei steigender Temperatur der Fracking-Fl\u00fcssigkeit \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Waschmittel, Handseifen, Keramiken<\/li>\n<li>Natrium- und Kaliumkarbonat kommt zum Einsatz, um die Effektivit\u00e4t von Vernetzungen der Polymere zu erh\u00f6hen \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Detergenzien, Seifen, Glas, Keramik<\/li>\n<li>Glutaraldehyd dient als Desinfektionsmittel \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Sterilisation von medizinischem und zahnmedizinischem Material<\/li>\n<li>Guaran, ein pflanzlicher Schleimstoff, und andere wasserl\u00f6sliche gelierende Substanzen erh\u00f6hen die Viskosit\u00e4t der Fracking-Fl\u00fcssigkeit, was das St\u00fctzmittel effektiver in die Formationen einbringen kann \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Dickungsmittel in Kosmetika, Backwaren, Eiscreme, Zahnpasta, So\u00dfen<\/li>\n<li>Citronens\u00e4ure verhindert Korrosion \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Nahrungsmittelzusatz, Zitronensaft<\/li>\n<li>Isopropylalkohol erh\u00f6ht die Viskosit\u00e4t der Fracking-Fl\u00fcssigkeit \u2013 \u00fcbliches Einsatzgebiet: Glasreiniger, Deodorant, Haarf\u00e4rbungsmittel<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aufgrund der Beschreibungen seitens der Brosch\u00fcre kann der Eindruck entstehen, dass die Additive kein Problem darstellen sollten, da sie ja fast \u00fcberall im t\u00e4glichen Leben so gut wie selbstverst\u00e4ndlich sind.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Keine Gefahr also, oder?<\/span><\/strong> Die Brosch\u00fcre protzt f\u00f6rmlich vor Umweltfreundlichkeit und ist gr\u00fcner als gr\u00fcn ausgelegt.<\/p>\n<p><strong>Da stellt sich die Frage, warum die Bohrfirmen dann die Additive als Betriebsgeheimnis betrachten?<\/strong> <strong>Kochsalz und Zitronensaft im Bohrloch \u2013 ein Geheimrezept? Wohl kaum.<\/strong><\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte sich hier vielleicht um ein geheimes Koch- oder Backrezept von Dr. R\u00f6ttger handeln. Aber hier geht es um die Verschleierung von Substanzen, die weitaus gef\u00e4hrlicher zu sein scheinen, als das, was man freiwillig preisgegeben hat.<\/p>\n<p>Denn es besteht immerhin die nicht auszuschlie\u00dfende M\u00f6glichkeit, dass der salzhaltige Zitronensaft der Bohrfirmen ins Grund- und damit ins Trinkwasser vordringt. Damit h\u00e4tten wir noch ein wenig mehr\u00a0 Chemie zus\u00e4tzlich im Kaffeewasser und im Kochkessel.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Fracking: Gesch\u00e4ft \u00fcber Gesundheit<\/h2>\n<p>Das Fracking kommt mit einer Reihe von weiteren negativen Einfl\u00fcssen daher, die sich nicht nur auf das verseuchte Fracking-Wasser im Millionen-Liter-Format beziehen. Das eingesetzte Wasser muss zum Bohrloch transportiert werden und nachher wieder entsorgt werden. LKWs oder Pipelines m\u00fcssen daf\u00fcr eingesetzt werden, was die entsprechenden Umweltbelastungen mit sich bringt.<\/p>\n<p>Durch das Fracking werden Gase freigesetzt, die die Luftqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen. Die Liste an negativen Folgen ist so lang, dass sie hier nicht mehr in diesen Artikel reinpasst. Aber \u00fcber die Umweltsch\u00e4den und dem Ausgesetztsein in mehr oder weniger unmittelbarer N\u00e4he zu solchen Unternehmungen scheint es direkte gesundheitliche Sch\u00e4digungen zu geben, die die Industrie nicht zugeben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Eine Studie vom Oktober 2012 untersuchte die Risiken f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit in Pennsylvania aufgrund von Gasbohrungen und den damit verbundenen Frackings (<a href=\"http:\/\/www.earthworksaction.org\/files\/publications\/Health-Report-Full-FINAL-sm.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.earthworksaction.org\/files\/publications\/Health-Report-Full-FINAL-sm.pdf<\/a>).<\/p>\n<p>Es zeigte sich, dass 70 Prozent der Betroffenen \u00fcber Halsschmerzen oder Irritationen im Hals klagten. 80 Prozent der umliegenden Anwohner solcher Anlagen zeigten vermehrt Probleme mit einer Sinusitis nachdem sie mit dem extrahierten Gas in Ber\u00fchrung gekommen waren.<\/p>\n<p>Auch hier war die Industrie sofort mit der f\u00fcr sie typischen Art der Hilfestellung vor Ort: Alle Klagen beruhen nur auf Einbildung, sind bestenfalls Einzelf\u00e4lle und damit gegenstandslos (<a href=\"http:\/\/www.ipsnews.net\/2012\/10\/shale-gas-extraction-brings-local-health-impacts\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ipsnews.net\/2012\/10\/shale-gas-extraction-brings-local-health-impacts\/<\/a>).<\/p>\n<p>Insgesamt wurde von den Betroffenen von 24 verschiedenen gesundheitlichen Probleme berichtet, die an Intensit\u00e4t zunahmen, je n\u00e4her die Betroffenen an der Bohranlage lebten. Zum Beispiel wenn die Anlage 460 bis 1200 Meter entfernt gelegen war, dann berichteten 27 Prozent der Anwohner \u00fcber Halsschmerzen.<\/p>\n<p>Diese Zahl erh\u00f6hte sich auf 63 Prozent, wenn der Abstand auf unter 460 Meter bis auf 150 Meter schrumpfte. Anwohner, die weniger als 150 Meter von der Anlage lebten, zeigten zu 74 Prozent die genannten Symptome.<\/p>\n<p>62 Prozent der Teilnehmer klagten \u00fcber verst\u00e4rkte Erm\u00fcdungserscheinungen. 58 Prozent zeigten neben den Sinusitis Problemen auch Atemwegserkrankungen. Die Studie entdeckte auch ein hohes Ma\u00df an Verhaltensver\u00e4nderungen und Gem\u00fctsver\u00e4nderungen bei den Beteiligten.<\/p>\n<p>Bamberger und Oswald f\u00fchrten eine Umfrage in sechs Staaten der USA durch (Colorado, Louisiana, New York, Ohio, Pennsylvania). Sie befragten Tierbesitzer in der Nachbarschaft zu Bohranlagen und befragten die zust\u00e4ndigen Tier\u00e4rzte. Ziel war, den Gesundheitszustand von Menschen und Tieren in diesen Zonen zu ermitteln.<\/p>\n<p><strong>Die Liste an Problemen bei den Tieren ist betr\u00e4chtlich:<\/strong> Schlechter Allgemeinzustand, Probleme bei Reproduktion, Milchproduktion, Wachstum, pl\u00f6tzlicher Tod, neurologische Ausfallserscheinungen, Probleme im Harnwegbereich, Gastrointestinaltrakt, Haut und so weiter.<\/p>\n<p>Bei den Menschen traten Augenbrennen, Beschwerden in den oberen Atemwegen, Kopfschmerzen, dermatologische und gastrointestinale Symptome auf (http:\/\/www.psehealthyenergy.org\/data\/Bamberger_Oswald_NS22_in_press.pdf).<\/p>\n<p><strong>Angesichts dieser Tatsachen, die nicht nur Resultat von Ger\u00fcchten oder \u201eAnekdoten\u201c sind, sondern gezielt durchgef\u00fchrten Beobachtungsstudien, muss es jeden verwundern, wenn die Industrie, die f\u00fcr diese gesundheitlichen Bedrohungen verantwortlich ist, einfach nur abwinkt und jeden Zusammenhang leugnet.<\/strong><\/p>\n<p>Aber hatten wir so etwas nicht schon einmal im gro\u00dfen Stil? Richtig &#8211; in den 1980er Jahren leugnete die Tabakindustrie auch den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs, von anderen Krebsformen ganz zu schweigen. Heute erntet man nur noch ein m\u00fcdes L\u00e4cheln, wenn man behauptet, das Rauchen krebserzeugend ist. Man k\u00f6nnte genauso gut behaupten, dass der Papst katholisch sei.<\/p>\n<p>Fracking und gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen durch verseuchte Luft und\/oder verseuchtes Wasser dagegen sollen urpl\u00f6tzlich nichts miteinander zu tun haben. Auch die Tatsache, dass die Menschen, die der Bohranlage am n\u00e4chsten wohnen, signifikant mehr Symptome aufweisen als die, die weit davon entfernt leben, ist kein Grund f\u00fcr auch nur den Verdacht eines Zusammenhangs.<\/p>\n<p>Seltsamerweise nutzen die Kollegen aus der Pharmaindustrie genau solche statistischen Beobachtungen, um zu zeigen, wie toll die Impfungen die Infektionskrankheiten in den Griff bekommen haben. Am Bohrloch voll mit Zitronensaft jedoch versagt urpl\u00f6tzlich diese Statistik, zum Wohle der Bohrer.<\/p>\n<p><strong>Haben wir damit alle Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten aufgez\u00e4hlt?<\/strong> Nein \u2013 haben wir nicht. <strong>Es kommt noch \u201edoller\u201c.<\/strong> Da Pennsylvania im Zusammenhang mit Fracking besonders h\u00e4ufig in den Berichten auftaucht, k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass hier besonders intensiv gebohrt wird, was auch die beiden oben erw\u00e4hnten Studien vermuten lassen. Und wie die Studien belegen, sind die erkrankten Menschen dort auch besonders h\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Da aber die vollkommen \u201eungef\u00e4hrlichen und unproblematischen\u201c Zus\u00e4tze zum Fracking-Wasser als geheim angesehen werden, haben die \u00c4rzte, die die Opfer der Bohr-Industrie behandelt m\u00fcssen, kein leichtes Spiel.<\/p>\n<p>Denn sie wissen nicht, welche Substanzen die Symptome beziehungsweise die organischen St\u00f6rungen verursachen. Folglich gab es eine Anfrage an die zust\u00e4ndigen Regierungsbeh\u00f6rden, die zum Ziel hatte, die Betreiber der Frackingbohrungen zu zwingen, alle eingesetzten Chemikalien zu offenbaren. Umweltsch\u00fctzer unterst\u00fctzten diese Forderung (<a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2012\/04\/13\/pennsylvania-fracking-disclosure_n_1422272.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2012\/04\/13\/pennsylvania-fracking-disclosure_n_1422272.html<\/a>).<\/p>\n<p>Resultat: Die Bohr-Industrie lenkte ein, aber unter der Bedingung, dass den behandelnden \u00c4rzten nur dann Einsicht gew\u00e4hrt wird, wenn die einen Vertrauensvertrag unterschreiben. In diesem Vertrag verpflichtet sich der Unterzeichnende, keine Angaben \u00fcber die Art und Natur der Chemikalie(n) zu machen, die den Patienten umbringt.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft f\u00fcr den Arzt, dass er in seiner Diagnose zwar wei\u00df, dass zum Beispiel die Chemikalie X Ursache f\u00fcr die Beschwerden des Patienten ist, kann aber in seinem Diagnosebericht diese Ursache nicht benennen, da er einen Vertrag mit der Bohr-Industrie abgeschlossen hat.<\/p>\n<p>Die Frage ist, wie kann er therapeutische Ma\u00dfnahmen ergreifen gegen die Chemikalie X, wenn er in seiner Diagnose nur den Wolf und die sieben Gei\u00dflein als Ursache angeben kann? Oder wenn er die Chemikalie X nicht nennen darf, was soll er sonst angeben?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p><em><strong>Er darf auch keine Therapie gegen Chemikalie X einleiten, denn dann m\u00fcsste er von Rechts wegen auch \u00fcber die Diagnosestellung begr\u00fcnden, warum er dies macht und nichts anderes.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Denn er darf nicht zum Beispiel Bronchitis als Diagnose angeben und dann mit einer Ausleitung beginnen. Hier w\u00fcrden Diagnose und therapeutische Ma\u00dfnahme nicht miteinander vereinbar sein. Solche Ungereimtheiten stellen eine Bedrohung f\u00fcr die Zulassung des Arztes da, wenn der Patient oder seine Angeh\u00f6rigen vor Gericht ziehen. Es bleibt in einem solchen Fall f\u00fcr den Arzt keine andere Wahl, als wissentlich und die Industrie sch\u00fctzend seinen Patienten vor die Hunde gehen zu lassen.<\/p>\n<p><strong>Wie weit im Land der schrankenlosen Unm\u00f6glichkeiten die Menschenverachtung geht, zeigen die zust\u00e4ndigen Regierungsvertreter.<\/strong><\/p>\n<p>Sie betrachten diese Regelung als einen Meilenstein. Die hei\u00dfgeliebte Industrie darf weiterhin ihre giftigen Geheimnisse unter Land und Leute streuen und die behandelnden \u00c4rzte, die die Opfer auflesen m\u00fcssen, bekommen einen Einblick, den sie nicht verwerten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Aber immerhin auf dem Papier macht die Industrie die Angaben, die sie eigentlich ohne Zwang h\u00e4tte machen sollen. Und damit die Fracking-Bohrer auch in Zukunft weiter giften k\u00f6nnen, sind angesetzte Forschungsgelder von 2 Millionen Dollar, die f\u00fcr Untersuchungen \u00fcber Krankheiten verursacht durch das Fracking eingesetzt werden sollten, ersatzlos gestrichen worden.<\/p>\n<p>Der zust\u00e4ndige Regierungsvertreter lieferte dann auch sofort eine zynische Alternative: \u00d6rtliche Gesundheits\u00e4mter und private Forschungsinstitute k\u00f6nnten sich ja um so unwichtige Dinge k\u00fcmmern.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Wenn der Zahnarzt nicht bohrt, dann ist das gut. Wenn die \u00d6lfirmen bohren, dann ist das sehr gut \u2013 f\u00fcr sie und nicht f\u00fcr die Leute, die in der N\u00e4he einer Bohranlage leben m\u00fcssen. Umweltsch\u00e4den von Boden, Luft und Wasser sind eher die Regel als die Ausnahme. Das Resultat ist, dass Menschen durch die eingeleiteten Gifte erkranken. Auch das Argument, dass die Mengen auf 10 Millionen Litern Wasser so verd\u00fcnnt werden, dass sie keine Rolle mehr spielen, ist ein Ablenkungsman\u00f6ver von den Realit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Die New York Times berichtete von Chemikalien, die auch bei geringsten Verd\u00fcnnungen noch ihr krebserzeugendes Potential bewahren, aber dennoch gro\u00dfz\u00fcgig als Additiv bei den Bohrungen eingesetzt wurden (B.T.E.X. Chemikalien &#8211; Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylolen). Dazu kommt noch, dass das benutzte Fracking-Wasser nicht von normalen Kl\u00e4ranlagen gereinigt werden kann. Da erhebt sich die Frage, wohin dann mit dem Zeugs?<\/p>\n<p>Amerika ist zwar weit weg, aber auch in Deutschland hat im bescheidenen Rahmen das Fracking begonnen. ExxonMobil hat eine Erdgasbohrst\u00e4tte bei S\u00f6hlingen in Niedersachsen. Auch hier gab es Umweltsch\u00e4den durch Quecksilberverseuchungen des Bodens. Und auch hier gab es die bekannten Dementis von Industrie und Beh\u00f6rden (<a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/exxon135.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/exxon135.pdf<\/a>).<\/p>\n<p>Seit Jahren soll \/ will die Bundesregierung andere, beziehungsweise neue Regeln f\u00fcr die Fracking-Technik festlegen. Doch es tat sich wenig und die Industrie hielt auch weitgehend still &#8211; schlie\u00dflich regte sich ja in der Bev\u00f6lkerung nicht unerheblicher Widerstand.<\/p>\n<p>Die Unternehmen hatten bisher (Juni 2016) auf F\u00f6rderungen verzichtet, doch so langsam verlieren diese die Geduld und wollen die Erd\u00f6lf\u00f6rderung mittels Fracking jetzt erzwingen. Und zahlreiche Landespolitiker scheinen die F\u00f6rderunternehmen unterst\u00fctzen zu wollen&#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr das n\u00e4chste Wochenende freue ich mich schon auf ein gut gezapftes Bier mit einer ordentlichen Prise Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylolen, Marke \u201eFrackingheimer\u201c. Denn man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde erstmalig am 26. M\u00e4rz 2013 erstellt und letztmalig am 20.6.2016 \u00fcberarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fracking ist nicht, wenn man sich einen Frack \u00fcberwirft, um damit in die Oper zu gehen. Unter dem neudeutschen Wort versteht man im Deutschen wie im Englischen das Aufbrechen (fracturing) von Gesteinsschichten mittels einer Fl\u00fcssigkeit, die unter hohem Druck in ein Bohrloch gepresst wird, welches zuvor in das Gestein eingetrieben worden ist. 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