{"id":601,"date":"2012-01-03T12:49:20","date_gmt":"2012-01-03T11:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=601"},"modified":"2012-01-03T12:49:20","modified_gmt":"2012-01-03T11:49:20","slug":"krebs-durch-masslosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/krebs-durch-masslosigkeit\/","title":{"rendered":"Wird Krebs durch Ma\u00dflosigkeit des modernen Lebens ausgel\u00f6st?"},"content":{"rendered":"<p>In den Industriel\u00e4ndern rangiert Krebs auf dem zweiten Platz der h\u00e4ufigsten Todesursachen. Doch das war nicht immer so.<\/p>\n<p>Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus England und den USA, als sie \u00e4gyptische Mumien untersuchten. Au\u00dferdem durchforsteten Michael Zimmerman und Rosalie David die medizinische Literatur der vergangenen Jahrtausende auf der Suche nach Beschreibungen von Tumoren oder Wucherungen. Auch hierbei stie\u00dfen sie auf vergleichsweise wenig Berichte \u00fcber Krebs, obwohl die alten Griechen dies bereits als eigenst\u00e4ndige Krankheit beschrieben und sogar zwischen gut- und b\u00f6sartigen Tumoren zu unterscheiden wussten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In ihrem Fachartikel \u201cCancer: an old disease, a new disease or something in between?\u201d (auf Deutsch: Krebs: Eine alte Krankheit, eine neue Krankheit oder irgendetwas dazwischen) stellen die Forscher ihre umfassenden Ergebnisse vor (David A. R. &amp; Zimmerman M. R.: Cancer: an old disease, a new disease or something in between?; Nature Reviews Cancer 10; 2010; S. 728-733).<\/p>\n<p>So untersuchten die Wissenschaftler winzige Gewebeschichten hunderter \u00e4gyptischer Mumien unter dem Mikroskop. Dabei konnten sie lediglich in einem Fall einen Tumor nachweisen, obwohl sich Krebsgewebe durch Einbalsamierung nachweislich sogar besser konservieren l\u00e4sst als gesundes Zellmaterial. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte das geringe Vorhandensein von Tumoren einfach die Folge davon sein, dass die Menschen im alten \u00c4gypten gar nicht alt genug wurden, um an Krebs zu erkranken.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie so etwas interessiert, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter<br \/>\n&#8222;Hoffnung bei Krebs&#8220; dazu an:<\/strong><\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Ki\" data-webform-id=\"pL1Ki\"><\/script><\/p>\n<p>Doch da die Mumien auch andere Alterserscheinungen \u2013 etwa Arteriosklerose \u2013 aufweisen, scheint dies nicht die Erkl\u00e4rung f\u00fcr das seltene Auftreten von Krebs zu sein. Antike \u00e4gyptische Texte liefern nur sehr vage Hinweise auf Krebserkrankungen in der Bev\u00f6lkerung. Teilweise ist es schwierig zu deuten, ob es sich bei den beschriebenen Krankheitszeichen wirklich um Krebs-\u00e4hnliche Erkrankungen oder beispielsweise um Lepra oder sogar nur um Krampfadern handelt.<\/p>\n<p>Ebenso wie bei den Mumien, findet man in tierischen Fossilien, laut der Studie, \u00e4u\u00dferst selten Krebsgeschw\u00fcre. In der gesamten wissenschaftlichen Literatur sind bisher nur einige Dutzend beschrieben, wobei in vielen F\u00e4llen umstritten ist, ob es sich wirklich um Tumoren handelt. Selbst die Untersuchung Tausender Neandertalerknochen ergab gerade einmal ein einziges Exemplar mit einer m\u00f6glichen Krebserkrankung.<\/p>\n<p>Bisher war unklar, ob die seltene Beschreibung von Krebs in historischer Literatur auf ein geringes Vorhandensein oder auf mangelndes medizinisches Wissen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>\u201eDas Besondere an unserer Studie ist, dass sie einen umfassenden historischen \u00dcberblick \u00fcber diese Krankheit bietet\u201c, nimmt Rosalie David Bezug auf die zusammenfassenden Forschungsergebnisse aus antiken Schriften, Fossilienfunden und mikroskopischen Untersuchungen der einbalsamierten Leichen. All diese Daten zusammengenommen zeigen deutlich: Krebs war in der Vergangenheit extrem selten!<\/p>\n<h2>Krebs als Erkrankung der Moderne?<\/h2>\n<p>Rosalie David kann sich die Ergebnisse nur folgenderma\u00dfen erkl\u00e4ren: \u201eIn der nat\u00fcrlichen Umwelt gibt es nichts, dass Krebs ausl\u00f6st.\u201c Die Professorin aus Manchester geht daher davon aus, dass Krebs eine von den Menschen verursachte Krankheit ist, die erst durch Umweltverschmutzung, unsere heutige Ern\u00e4hrungsweise und die modernen Lebensgewohnheiten hervorgerufen wird.<\/p>\n<p>Doch nicht erst seit Ver\u00f6ffentlichung der Studie weisen Wissenschaftler vermehrt darauf hin, dass eine gesunde Lebensf\u00fchrung, viel Bewegung und das Einhalten des Normalgewichtes vor Krebs sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dr. Rachel Thompson vom World Cancer Research Fund (WCRF) ist von den Ergebnissen der Studie fasziniert. \u201eWom\u00f6glich hat die Lebensf\u00fchrung unserer Vorfahren bei ihnen das Risiko, an Krebs zu erkranken, reduziert\u201c, so die Wissenschaftliche Programm-Managerin des global agierenden Netzwerks.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: fotolia.com &#8211; crevis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Industriel\u00e4ndern rangiert Krebs auf dem zweiten Platz der h\u00e4ufigsten Todesursachen. Doch das war nicht immer so. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus England und den USA, als sie \u00e4gyptische Mumien untersuchten. Au\u00dferdem durchforsteten Michael Zimmerman und Rosalie David die medizinische Literatur der vergangenen Jahrtausende auf der Suche nach Beschreibungen von Tumoren oder Wucherungen. 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