{"id":590,"date":"2021-02-11T17:51:57","date_gmt":"2021-02-11T16:51:57","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=590"},"modified":"2021-02-11T17:51:57","modified_gmt":"2021-02-11T16:51:57","slug":"politiker-entdecken-herbizide-sind-doch-gesund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/politiker-entdecken-herbizide-sind-doch-gesund\/","title":{"rendered":"Politiker entdecken: Herbizide sind doch gesund"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Roundup&#8220; von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer &#8222;Monsanto&#8220; ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8222;<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen\/\">Monsanto &#8211; Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen<\/a>&#8222;). &#8222;Roundup&#8220; wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig Geld damit verdienen. Heute gibt es andere Pr\u00e4parate, die dem &#8222;Roundup&#8220; \u00e4hnlich sehen, da der Hauptwirkstoff des Herbizids der Gleiche ist: Glyphosat.<\/p>\n<p>Dies ist ein nicht-selektives Blattherbizid, das \u00fcber chlorophyllhaltige Pflanzenteile aufgenommen wird. Es wirkt aber nicht nur gegen Unkr\u00e4uter verschiedenster Natur, sondern leider auch gegen die Nutzpflanzen, die mit dem Mittel in Kontakt kommen. In der Pflanze blockiert das Glyphosat ein spezifisches Enzym, das f\u00fcr die Synthese von aromatischen Aminos\u00e4uren zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Au\u00dferdem beg\u00fcnstigt die Substanz den Befall mit Wurzelpilzen. Und zuletzt wird die Entwicklung von Kn\u00f6llchenbakterien eingeschr\u00e4nkt, sodass das Angebot an Mangan und Stickstoff f\u00fcr die betroffene Pflanze deutlich reduziert ist. Dieser ganze Wirkkomplex bedeutet f\u00fcr die betroffene Pflanze den sicheren Untergang.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-858\" src=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/glyphosat-gift.jpg\" alt=\"glyphosat-gift\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/glyphosat-gift.jpg 510w, https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/glyphosat-gift-300x198.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n<p>In der Vergangenheit und Gegenwart wurde und wird Glyphosat als umweltfreundlich, ungiftig, sicher oder kurz als \u201eTraum\u201c verkauft: Das b\u00f6se Unkraut wird zerschmettert, auf dass das gute Kraut noch besser gedeiht. Und die Konsumenten und Bauern werden vom Einsatz der Chemikalie \u00fcberhaupt nicht betroffen.<\/p>\n<p>Diese Aussage klingt so toll, dass sie aus einem Marketingb\u00fcro stammen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dann gibt es da noch die Wissenschaft, die Hand in Hand mit Monsanto damals die Unbedenklichkeit der Substanz nachgewiesen hatte. Kein Wunder also, wenn die Beh\u00f6rden der verschiedenen L\u00e4nder dieses Zeugs ihren Bauern und Kleing\u00e4rtnern nicht vorenthalten wollten.<\/p>\n<p>Es regten sich aber die ersten Zweifel, als die Marketingwissenschaft und ihre parteiischen Ergebnisse durch unabh\u00e4ngige Studien widerlegt wurden. Denn dass, was Monsanto als Wissenschaft ausgegeben hatte, waren im Grunde nichts anderes als gr\u00f6\u00dftenteils unver\u00f6ffentlichte Studien aus eigenem Haus, die zu irre positiven Ergebnissen kamen. Und es wurden dann ungl\u00fccklicherweise immer mehr Studien, die nicht zum gew\u00fcnschten Monsanto-Ergebnis kamen.<\/p>\n<h2>Studien gegen Legoland<\/h2>\n<p>Diese Studie (<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/12765238\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The teratogenic potential of the herbicide glyphosate-Roundup in Wistar rats.<\/a> Dallegrave et al.; Department of Pharmacology, Instituto de Ci\u00eancias B\u00e1sicas da Sa\u00fade, Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS), Porto Alegre, Brazil) wurde 2003 ver\u00f6ffentlicht. Sie beschreibt den Einfluss von Glyphosat bei schwangeren Ratten auf die Nachkommenschaft. Die Weibchen wurden mit Trinkwasser versorgt, das mit 500, 750 und 1000 Milligramm pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht Glyphosat versetzt war.<\/p>\n<p>Sie wurden aber nur vom 6. bis zum 15. Tag der Schwangerschaft der Chemikalie ausgesetzt. Am 21. Tag der Schwangerschaft wurde ein Kaiserschnitt durchgef\u00fchrt und die F\u00f6ten einer Untersuchung unterzogen. Es zeigte sich eine Mortalit\u00e4tsrate von 50 Prozent bei den Muttertieren bei der Behandlung mit 1000 Milligramm. Bei den F\u00f6ten wurden Ver\u00e4nderungen in der Skelettstruktur festgestellt und zwar 15,4 Prozent bei der Behandlung mit 500 Milligramm, 33,1 Prozent bei 750 Milligramm und 57,3 Prozent bei 1000 Milligramm.<\/p>\n<p>Die Autoren wagten darauf hin zu behaupten, dass Glyphosat-Roundup f\u00fcr schwangere Muttertiere toxisch ist und f\u00fcr die Entwicklung von Skelettver\u00e4nderungen bei den F\u00f6ten verantwortlich zu machen ist.<\/p>\n<p>Nur 4 Jahre sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten die gleichen Autoren einen \u201eNachschlag\u201c: Diesmal (<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/17634926\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pre- and postnatal toxicity of the commercial glyphosate formulation in Wistar rats<\/a>) ging es nicht um morphologische Ver\u00e4nderungen bei F\u00f6ten, sondern um die Effekte von Glyphosat auf das weibliche und m\u00e4nnliche Fortpflanzungssystem bei Ratten.<\/p>\n<p>Die schwangeren Tiere wurden wieder \u00fcber das Trinkwasser mit Glyphosat versorgt, diesmal deutlich niedriger mit 50, 150 und 450 Milligramm pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht. Die Dauer w\u00e4hrend der Schwangerschaft betrug 21 bis 23 Tage und dann 21 Tage w\u00e4hrend der Stillzeit der Neugeborenen. Da die Dosierungen nicht mit den Dosierungen korrespondierten, die f\u00fcr den Menschen zutreffen, wurden auch keine toxischen Effekte auf die Muttertiere beobachtet.<\/p>\n<p>Aber sie waren in der Lage, bei den m\u00e4nnlichen Nachkommen ung\u00fcnstige Ver\u00e4nderungen der Sexualorgane zu bewirken. Es zeigte sich eine reduzierte Spermienzahl und -produktion nach Erreichen der Geschlechtsreife. Weiter wurden erh\u00f6hte Prozentzahlen an abnormalen Spermien beobachtet und eine dosisabh\u00e4ngige Verminderung von Serumtestosteron w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t.<\/p>\n<p>Bei den weiblichen Nachkommen wurden keine nachteiligen Vorkommnisse beobachtet. Die Autoren schlossen daraus, dass Glyphosat das reproduktive System m\u00e4nnlicher Ratten signifikant in der Pubert\u00e4t und w\u00e4hrend des Erwachsenenalters beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<p>Eine weitere Studie von Carrasco aus dem Jahr 2010, also noch fast ofenfrisch, untersuchte Fr\u00f6sche und Glyphosat (<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20695457\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glyphosate-Based Herbicides Produce Teratogenic Effects on Vertebrates by Impairing Retinoic Acid Signaling<\/a>. Carrasco et al.; Laboratorio de Embriologia Molecular, CONICET-UBA, Facultad de Medicina, Universidad de Buenos Aires, Argentina).<\/p>\n<p>Die Forscher beobachteten bei Frosch- und H\u00fchnerembryos bei der Dosis von 1\/5000 eines handels\u00fcblichen Glyphosats eine negative Ver\u00e4nderung von morphologischen Parametern: Verkleinerte Gehirne, neurale Entwicklungsst\u00f6rungen und Verkleinerung der Anlagen f\u00fcr den optischen Apparat.<\/p>\n<p>Weitere detaillierte Ver\u00e4nderungen von Frosch- und H\u00fchnerembryos werden in der Arbeit diskutiert. Auch diese Arbeit zeigt, dass Glyphosat \u2013 in diesem Fall nicht zwingend f\u00fcr den Menschen, aber f\u00fcr die Umwelt &#8211; nicht als unbedenklich einzustufen ist.<\/p>\n<h2>Eure Wissenschaft, unsere Politik<\/h2>\n<p>Nachdem jetzt nachhaltig Hinweise bzw. Beweise eingehen, dass Glyphosat alles andere als ein harmloses W\u00e4sserchen ist, das selbige nicht tr\u00fcben kann, w\u00e4re es an der Zeit, auf politischer Ebene und der Gesundheit der Betroffenen zuliebe einige Ver\u00e4nderungen durchzusetzen. Aber das deutsche Ministerium f\u00fcr Verbraucherschutz kam zu vollkommen gegens\u00e4tzlichen Ergebnissen in ihren Untersuchungen: F\u00fcr sie stellt sich die Substanz immer noch als ein Idealprodukt dar, dass ohne Einschr\u00e4nkungen eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Jetzt stellt sich f\u00fcr mich eine Frage: Seit wann sind Politiker in der Lage, wissenschaftliche Erhebungen durchzuf\u00fchren? Von daher vermute ich jetzt einmal, dass sie Kraft ihres Amtes auf alte Unterlagen zur\u00fcckgreifen, die ganz klar belegen, dass Glyphosat wunderbar ist.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bleibt dem Politiker auch hier verborgen, oder er will es einfach nicht sehen, dass diese Unterlagen aus der Monsanto eigenen Produktion stammen. Und die werden einen Teufel tun, ihr eigenes Produkt zu zerrei\u00dfen. Aber auf das Thema: \u201eMonsanto und Wissenschaft\u201c komme ich gleich noch kurz zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ersteinmal habe ich hier noch ein Video bei dem es um &#8222;Roundup&#8220; und das Versagen deutscher Zulassungsbeh\u00f6rden geht. Die Sendung \u201eKontraste\u201c stellt dar\u00fcber hinaus einen Bericht des Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung vor. Demnach ist m\u00f6glicherweise der Chemikaliencocktail f\u00fcr die bei Landwirten auftretenden Haut- und Lungenerkrankungen verantwortlich&#8230;<\/p>\n<p>Obwohl man es gerne m\u00f6chte &#8211; aber diese unangenehmen Studien, die zur Sch\u00e4dlichkeit von Glyphosat ver\u00f6ffentlicht werden, kann man auf die Dauer dann doch nicht ignorieren. Die EU-Kommission selbst schaffte es dann doch, dies alles geschickt zu umgehen, indem sie sich auf einen Bericht aus Deutschland bezog. Und dies ist der oben erw\u00e4hnte Bericht des deutschen Ministeriums f\u00fcr Verbraucherschutz.<\/p>\n<p>Aber warum sollte es bei uns auch anders sein als in den Vereinigten Staaten, wo bereits Gentechnik-Lobbyisten als Obamas Berater t\u00e4tig sind? Ich hatte ja zu diesem Thema bereits den einen oder anderen offenen Brief an das Verbraucherschutzministerium geschrieben, aber raten Sie mal? Genau, keine Antwort.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Es passiert etwas! Aber wann?<\/h2>\n<p>Angesichts dieser Kluft zwischen alten Wissenschaftsm\u00e4rchen von Monsanto und den neuen Ergebnissen unabh\u00e4ngiger Wissenschaftler versprach man so was wie eine neue Risikobeurteilung. Gesagt, getan, die Kommission wurde dann auch sofort aktiv und verschob die Untersuchung \u00fcber sch\u00e4dliche Wirkungen auf 2015.<\/p>\n<p>Prima! So mach ich das auch immer. Immer wenn bei meinem Auto die Bremsen versagen, dann verschiebe ich die Inspektion bis nach Weihnachten. Denn in der Bedienungsanleitung des Autoherstellers steht, dass das Fahrzeug mit tadellosen Bremsen ausgeliefert wurde. Und der muss es doch schlie\u00dflich wissen, oder?<\/p>\n<p>Aber es kommt dann noch toller: Nachdem man nun schon seit Anfang der 90er Jahre von den m\u00f6glichen toxischen, gensch\u00e4digenden usw. Wirkungen von Glyphosat wei\u00df, kann es gut m\u00f6glich sein, dass man diesen Zustand sogar bis 2030 pflegen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Denn vielleicht wissen diese Politiker doch irgendwie, dass die Monsanto-wissenschaftliche Argumentationsbasis f\u00fcr das Produkt auf hauchd\u00fcnnem Eis steht. Um hier nicht einzubrechen, versucht man Zeit zu schinden und das Eis erst gar nicht zu betreten, und je l\u00e4nger, desto besser.<\/p>\n<p>Damit haben Monsanto und Co allen Grund aufzuatmen. Ihre Lobbyarbeit hat sich bezahlt gemacht. Und der deutsche Normalverbraucher und Steuerzahler zahlt immer mehr Steuern, von denen Politiker, die sie in die Pfanne hauen, gro\u00dfz\u00fcgig monatliche Di\u00e4ten erhalten. Wer hier noch glaubt, dass diese Leute um die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung besorgt sind, sollte nach Legoland auswandern.<\/p>\n<h2>Monsanto-Spitzen<\/h2>\n<p>Es ist nicht nur bekannt, dass Monsanto seine eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse beeinflusst (manche sagen auch &#8222;f\u00e4lscht&#8220;). Sie machen auch\u00a0irref\u00fchrende Werbung f\u00fcr ihr Gift. So wurden\u00a0die Firma\u00a01996 vom New Yorker Staatsanwalt strafrechtlich verfolgt, da sie bewusst irref\u00fchrende Werbeaussagen zu ihren Produkten gemacht hatten. In Frankreich wurden sie 2007 verurteilt, da sie in der Werbung behaupteten, dass Glyphosat umweltfreundlich sei und biologisch abbaubar.<\/p>\n<p>Wenn man aber jetzt glaubt, dass in Sachen M\u00e4rchenstunde keine Steigerung mehr m\u00f6glich ist, dann kennt man die Inspiration von Monsanto noch nicht. Denn die behaupteten zudem, dass Roundup nach Gebrauch den Boden sauber zur\u00fcck l\u00e4sst. Umweltsch\u00fctzer und Verbrauchersch\u00fctzer brachten 2001 den Fall vor das franz\u00f6sische Gericht mit der Begr\u00fcndung, dass Glyphosat ein gef\u00e4hrliches Umweltgift ist und besonders giftig f\u00fcr im Wasser lebende Organismen. Monsanto wurde zur Zahlung von 15,000 Euro verurteilt (http:\/\/ www.organicconsumers. org\/articles\/article_4114.cfm (Link existiert nicht mehr)).<\/p>\n<p>In Sachen Pseudowissenschaft hat es Monsanto zu hohem Ansehen gebracht. So wurden ihre \u201eWissenschaftler\u201c bei\u00a0zei Gelegenheiten \u00fcberf\u00fchrt, als sie bewusst Testergebnisse zu Glyphosat aus angeheuerten Vertragslabors f\u00e4lschten.<\/p>\n<p>Im ersten Fall handelte es sich um das Industrial Biotest Labor (IBT). Hier berichtete ein Mitarbeiter der amerikanischen Umweltbeh\u00f6rde von routinem\u00e4\u00dfigen F\u00e4lschungen. Aberwitzig wird es dann, wenn man in den gef\u00e4lschten Reports zu lesen bekommt, dass man mit Proben aus dem \u201eUterus von m\u00e4nnlichen Hasen\u201c gearbeitet hatte.<\/p>\n<p>Da hat wohl einer damals in Biologie nicht aufgepasst oder er h\u00e4lt den Rest der Welt f\u00fcr so bl\u00f6d, dass die nicht M\u00e4nnchen und Weibchen auseinander halten k\u00f6nnen. F\u00fcr die w\u00e4re Glyphosat gerade richtig.<\/p>\n<p>Im zweiten Fall ging es um gef\u00e4lschte Wissenschaft in den Craven Labors. 1991 wurden der Besitzer und 3 Angestellte schuldig befunden, an 20 Kapitalverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Der Besitzer des Labors wurde zu 5 Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt und musste 50.000 Dollar zahlen. Das Labor wurde zu einer Zahlung von 15,5 Millionen Dollar verurteilt. Dieses Labor hatte f\u00fcr eine Reihe von Pestizidherstellern Studien durchgef\u00fchrt, einschlie\u00dfliche Monsanto. (http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Glyphosate#cite_ref-88)<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Ich frage mich, was muss noch passieren, damit die Welt aufwacht und erkennt, dass m\u00e4nnliche Hasen keinen Uterus haben. Auch M\u00e4nner haben keinen Uterus, werden aber doch in jungen Jahren gegen HPV geimpft. Wird hier heuchlerisch die Gesundheit der (m\u00e4nnlichen) Bev\u00f6lkerung ins Fadenkreuz geschoben, damit man noch mehr Kasse macht? \u00c4hnlich wie beim \u201eImpfseren-Umsatz\u201c (Beispiel <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/tag\/schweinegrippe\/\">Schweinegrippe<\/a> oder Geb\u00e4rmutterhalskrebs-Impfung).<\/p>\n<p>Und dort, beim Glyphosat: Ist es nicht mehr als deutlich, dass es gar nicht um die Gesundheit geht? Warum k\u00f6nnen sich Firmen wie Monsanto scheinbar die tollsten \u201eKlopfer\u201c leisten, f\u00fcr die man \u201eOtto Normalverbraucher\u201c vielleicht in die Irrenanstalt (Verzeihung: in die Psychiatrie) oder ins Gef\u00e4ngnis stecken w\u00fcrde? Davon tr\u00e4umt wahrscheinlich Peter Hauk, der Minister f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrttemberg (MLR).<\/p>\n<p>Der amtliche Verbrauchersch\u00fctzer f\u00fchlt sich den Verbrauchern nicht sonderlich verbunden. In einer hinterher mit einem emotionalen Anfall entschuldigten \u00c4u\u00dferung sprach er den B\u00fcrgern das Recht ab, \u00fcber die Herbizid-Ausbringung Bescheid wissen zu d\u00fcrfen. Der NABU hatte 2018 nach Ver\u00f6ffentlichung des Pestizid-Berichtes anonymisierte Angeben \u00fcber die Gift-Mengen gefordert. Hauk entgegnete, dies gehe den B\u00fcrger nichts und bezeichnete die NABU-Forderung als Bauern-Mobbing.<\/p>\n<p>Tja, da hoffen wir mal auf weitere emotionalen Ausbr\u00fcche von Politikern, damit wir mal erfahren, was sie wirklich denken. Wenn dann Agrar-Politiker nicht an sich halten k\u00f6nnen, outen sie sich alle als Glyphosat-Lobbyisten, die bewusst Leben und Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel setzen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite aber werden von Seiten der gleichen Beh\u00f6rden und Politiker heuchlerisch besorgte Mienen kamerawirksam aufgesetzt, wenn ein paar E. coli Bakterien aus dem Ruder laufen\u2026 (siehe mein Beitrag zum <a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/ehec-heckmeck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EHEC \u2013 Heckmeck<\/a>). Sind denn die EHEC-Toxine so viel giftiger als das Glyphosat?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 06.11.2011 erstellt und letztmalig am 11.02.2021 aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Roundup&#8220; von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer &#8222;Monsanto&#8220; ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8222;Monsanto &#8211; Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen&#8222;). &#8222;Roundup&#8220; wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. 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