{"id":585,"date":"2011-09-01T13:33:15","date_gmt":"2011-09-01T12:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=585"},"modified":"2011-09-01T13:33:15","modified_gmt":"2011-09-01T12:33:15","slug":"gentechnikkonzern-monsanto-patent-auf-wassermelonen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/gentechnikkonzern-monsanto-patent-auf-wassermelonen\/","title":{"rendered":"Gentechnikkonzern Monsanto erh\u00e4lt Patent auf Wassermelonen"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt wieder schlechte Nachrichten aus der Gentechnik: Der US-amerikanische Agrarkonzern Monsanto hat im Mai 2010 das Patent f\u00fcr eine Wassermelone erworben. Dies teilen Greenpeace und das B\u00fcndnis \u201eKeine Patente auf Saatgut!\u201c mit. Das w\u00e4re vielleicht noch legitim, wenn Monsanto sie selbst in ihren Laboren entwickelt h\u00e4tte, aber dem ist gar nicht der Fall: Indische Bauern hatten die Melone mit herk\u00f6mmlichen Verfahren gez\u00fcchtet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Diese neue Sorte Melonen ist gegen eine bestimmte Viruserkrankung resistent, die in weiten Teilen der Erde auf dem Vormarsch ist. Und nun geh\u00f6rt das Patent darauf Monsanto, \u00fcber die ich ja bereits geschrieben hatte: &#8222;<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen\/\">Monsanto &#8211; der Konzern mit der Lizenz zum herrschen<\/a>&#8222;. Die beiden o.g. Aktionsgruppen halten die Patentvergabe auf lebende Organismen in mehrerer Hinsicht f\u00fcr bedenklich, und ich schlie\u00dfe mich an, denn f\u00fcr mich ist das nur wieder ein Beweis f\u00fcr eine &#8222;<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/die-gruene-gentechnik-luege\/\">gr\u00fcne Gentechnik L\u00fcge<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Neuer Begriff: &#8222;Biopiraterie&#8220;<\/h2>\n<p>Christoph Then, Berater von Greenpeace und Spezialist in Patentangelegenheiten, erl\u00e4utert, dass es sich um einen Missbrauch des Patentrechts handelt. Wenn Landwirte in Indien das Saatgut einsetzen wollen, das sie \u00fcber Generationen selbst gez\u00fcchtet und angebaut haben, m\u00fcssen sie es nun teuer von Monsanto erwerben.<\/p>\n<p>Greenpeace spricht von Biopiraterie: Gro\u00dfe Konzerne beuten Wissen und Erfahrung von Drittstaaten aus. Die Herkunftsl\u00e4nder werden weder um ihre Zustimmung gebeten, noch am Gewinn beteiligt. Die betroffenen Pflanzen und Tiere d\u00fcrfen f\u00fcr weitere Z\u00fcchtungen nicht mehr eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Dadurch ist zuk\u00fcnftig auch die Artenvielfalt bedroht. Vereine wie <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/kokopelli-ueberlassen-saatgut-nicht-konzernen\/\">Kokopelli<\/a>, die sich f\u00fcr den Erhalt alter Obst- und Gem\u00fcsesorten einsetzen, sind den Konzernen daher ein Dorn im Auge.<\/p>\n<p>Nach Auffassung von Greenpeace k\u00f6nnen Pflanzen und Tiere keine Erfindungen, sondern nur Entdeckungen sein. Entsprechend kann es daf\u00fcr auch keine Patente geben. Tats\u00e4chlich gibt es eine Entscheidung der Gro\u00dfen Beschwerdekammer am Europ\u00e4ischen Patentamt aus dem Mai 2010.<\/p>\n<p>Die Entscheidung besagt, dass konventionelle Zuchtverfahren nicht patentierbar sind. Die Ergebnisse dieser Z\u00fcchtungen, also Pflanzen, Saatgut und Ernte werden gleichwohl f\u00fcr Patente zugelassen.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch ein moralisches Problem. Die Zahl der Patentantr\u00e4ge auf Leben steigt st\u00e4ndig an. Werden diese Patente erteilt, k\u00f6nnten zuk\u00fcnftig einige internationale gewinnorientierte Konzerne \u00fcber einen Gro\u00dfteil der Ern\u00e4hrungsgrundlage der Menschheit verf\u00fcgen. Lesen Sie meinen kostenlosen Report: &#8222;<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/die-gruene-gentechnik-luege\/\">Die gr\u00fcne Gentechnik-L\u00fcge<\/a>&#8222;, und wenn Sie genauso w\u00fctend sind wie ich, finden am Ende des Reports orschl\u00e4ge, was Sie konkret tun k\u00f6nnen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/gentechnik-report.pdf\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-88\" src=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/Genetchnik_470px.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/Genetchnik_470px.jpg 470w, https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/Genetchnik_470px-300x126.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt wieder schlechte Nachrichten aus der Gentechnik: Der US-amerikanische Agrarkonzern Monsanto hat im Mai 2010 das Patent f\u00fcr eine Wassermelone erworben. Dies teilen Greenpeace und das B\u00fcndnis \u201eKeine Patente auf Saatgut!\u201c mit. 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