{"id":464,"date":"2011-03-29T09:00:31","date_gmt":"2011-03-29T08:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=464"},"modified":"2025-08-21T18:55:18","modified_gmt":"2025-08-21T18:55:18","slug":"die-genetik-und-der-medizinische-fortschritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/die-genetik-und-der-medizinische-fortschritt\/","title":{"rendered":"Die Genetik und der medizinische Fortschritt"},"content":{"rendered":"<p>Wie so h\u00e4ufig wird das Wohl und \u00dcbel der Menschheit in Abh\u00e4ngigkeit gesetzt von der Allmacht der Wissenschaft und deren der Natur \u00fcberlegenen Wirkweisen. So wurde dann auch vollmundig vor 10 Jahren verk\u00fcndet, dass die Genetik sp\u00e4testens heute, also nach 10 Jahren, in der Lage sein werde, alle Gen-Codes zu entschl\u00fcsseln, die entsprechenden Erbkrankheiten vollst\u00e4ndig zu verstehen und die entsprechenden Therapien anzubieten.<\/p>\n<p>Politiker der 90er Jahre (u.a. Bill Clinton) und zahlreiche Wissenschaftler waren sich einig: Das Gesundheitswesen von 2010 wird mit dem von 2000 kaum noch etwas gemeinsam haben &#8211; Dank der \u201egenetischen Revolution\u201c. Die Ernsthaftigkeit dieses Optimismus wurde dann durch einen 3 Milliarden Dollar Einsatz unterstrichen.<\/p>\n<p>Heute im Jahr 2011 nach \u00fcber 10 Jahren l\u00e4sst sich r\u00fcckblickend sagen, dass man von der Gen-Code-Entschl\u00fcsselung weiter entfernt ist als die Erde vom Mond. Eine Therapierbarkeit von Erbkrankheiten ist soweit entfernt wie die Milchstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Pharmazeutische Firmen und Saatgut-Hersteller, wie <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen\/\">Monsanto<\/a>, haben zwar mit Genmanipulationen gearbeitet, was aber nicht immer den Erfolg gebracht hat, den man sich gew\u00fcnscht hat.<\/p>\n<p><strong>Der Optimismus, dass alles einfach aufzuschl\u00fcsseln sei, musste der realistischeren und ern\u00fcchternden Erkenntnis Platz machen, dass die Genetik der Lebewesen, gleichg\u00fcltig ob Pflanzen, Insekten oder Menschen, ein kompliziertes Informationsgebilde ist, wo die unbekannten Gr\u00f6\u00dfen schwerer wiegen als das, was bis heute bekannt ist. <\/strong><\/p>\n<p>Zum 10. Geburtstag der optimistischen Proklamation ver\u00f6ffentlichten jetzt eine Reihe von Zeitschriften und Zeitungen, wie die New York Times und die JAMA, Artikel, in denen sie Bilanz zogen. Auch hier war das Resum\u00e9 eher ern\u00fcchternd.<\/p>\n<p>Diese Situation wird auch deutlich in einer Bostoner Studie, die versuchte, anhand von <a href=\"http:\/\/jama.ama-assn.org\/content\/303\/20\/2032.1.extract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">101 bekannten genetischen Konstellationen das Risiko f\u00fcr das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/a> zu bestimmen.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler gingen immer davon aus, dass bestimmte genetische Konstellationen dazu beitr\u00fcgen, dass Herr X eine Herz-Kreislauf-Erkrankung kontraktierte, Herr Y von nebenan dagegen nicht (sondern vielleicht eine andere Krankheit). So w\u00fcrde das Wissen um diese Konstellationen eine fast prophetische Kompetenz zukommen.<\/p>\n<p>Untersucht wurden nun \u00fcber 19.000 wei\u00dfe Frauen \u00fcber 12 Jahre hinweg, die auf <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/herzkrankheiten\/herzinfarkt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herzinfarkt<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/gefaesserkrankung\/apoplex-schlaganfall.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlaganfall<\/a> und kardiovaskul\u00e4rer Tod beobachtet wurden. Nach diesen 12 Jahren gab es 777 kardiovaskul\u00e4re &#8222;Episoden&#8220;, was sich letztlich als v\u00f6llig unzureichend f\u00fcr einen Vorhersagewert gezeigt hat. Der postulierte genetische Risikowert und die tats\u00e4chlichen Ereignisse waren in keiner Weise miteinander assoziiert und damit der Aussagewert der genetischen Indikatoren so gut wie Null.<\/p>\n<p>Das soll aber nun nicht hei\u00dfen, dass die Genetik keinen Schuss Pulver wert sei. Es ist nicht die Schuld der Genetik, wenn sie falsch zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p><strong>Es l\u00e4sst sich auch nicht aus diesen Ergebnissen unbedingt ableiten, dass es \u00fcberhaupt keine genetischen Einfl\u00fcsse auf die Ausbildungen von Erkrankungen gibt.<\/strong> Die altbew\u00e4hrten Familienanamnesen zeigen hier nicht nur ein viel verl\u00e4sslicheres Bild mit einer deutlich h\u00f6heren Aussagekraft in Bezug auf das genetische Risiko, sondern sind auch in der Lage, ihre Verl\u00e4sslichkeit in Studien zu untermauern.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie so h\u00e4ufig wird das Wohl und \u00dcbel der Menschheit in Abh\u00e4ngigkeit gesetzt von der Allmacht der Wissenschaft und deren der Natur \u00fcberlegenen Wirkweisen. 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