{"id":298,"date":"2017-09-05T09:35:23","date_gmt":"2017-09-05T08:35:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=298"},"modified":"2017-09-05T09:35:23","modified_gmt":"2017-09-05T08:35:23","slug":"genmais-und-monsanto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/genmais-und-monsanto\/","title":{"rendered":"Genmais und Monsanto"},"content":{"rendered":"<p>Monsanto ist ein b\u00f6rsennotierter Konzern in den USA, der Saatgut und Herbizide produziert. Der j\u00e4hrliche Umsatz betr\u00e4gt knapp 11,8 Milliarden US Dollar. Ein wichtiges Standbein des Konzerns ist das genetisch ver\u00e4nderte Saatgut, insbesondere das von Mais.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Warum es genetisch manipuliert sein muss<\/h2>\n<p>Monsanto verkauft ein genetisch manipuliertes Maissaatgut, das auf den Namen \u201eMON810\u201c h\u00f6rt. Laut Konzern liegen die Vorteile des Genmais in der F\u00e4higkeit der Pflanze, Insektengifte zu produzieren, die gegen den bedeutendsten Fressfeind des Mais, den \u201eMaisz\u00fcnsler\u201c, wirksam sind.<\/p>\n<p>Die Raupen des Z\u00fcnslers ern\u00e4hren sich von den St\u00e4ngeln der Maispflanze, was die Pflanze nach geraumer Zeit durchbrechen l\u00e4sst. Ergo: MON810 = Supermais + genetisch eingebautes Pestizid.<\/p>\n<h2>Warum die Genetik hoffnungslos wirksam ist<\/h2>\n<p>Wo die Farmer zuvor mit Pestiziden gegen den Maisz\u00fcnsler vorgingen, einige von ihnen bevorzugten eine biologische Variante mit Schlupfwespen, trat jetzt der Monsanto Mais auf den Plan.<\/p>\n<p>Und in der Tat verhinderte das genetische eingebaute Pestizid den sonst \u00fcblichen Larvenbefall. Was die Genetik aber nicht verhindern konnte, war, dass ein Fresskonkurrent des Maisz\u00fcnslers die Chance nutzte und das \u201eFressvakuum\u201c ausf\u00fcllte.<\/p>\n<p>Der \u201eWestern Bean Cutworm&#8220; war nun, aufgrund der Genetik von Monsanto, der einzige ungeladene Gast auf den amerikanischen Maisfeldern. Aufgrund der Konkurrenzlosigkeit konnten sich die \u201eCutworm\u201c Populationen in ungeahnten Ausma\u00dfen ausweiten. Bald waren ganz Iowa und Illinois erobert, mit Iowa als dem wichtigsten Maisproduzenten der USA an der Spitze.<\/p>\n<p>Dies ist umso interessanter, da speziell Iowa nicht nur gr\u00f6\u00dfter Maislieferant der USA ist, sondern so viel Mais produziert, dass es mit 8,2 Prozent der Weltproduktion mehr Mais produziert als die gesamte Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Wie man mit Genetik Probleme l\u00f6st, die durch Genetik entstehen<\/h2>\n<p>Der gefr\u00e4\u00dfige Maissz\u00fcnsler war also erfolgreich gebannt. Daf\u00fcr hatten die Farmer es jetzt mit einem ebenso gefr\u00e4ssigen Cutworm zu tun. Aber auch hier hatte Monsanto eine \u201eoriginelle\u201c Idee: Man entwickelte ein neues Saatgut, das Maispflanzen hervorbringt, die jetzt Pestizide gegen beide Sch\u00e4dlinge produzieren.<\/p>\n<p>Damit ist sichergestellt, dass der Endverbraucher kein von Hand aufgetragenes Pestizid mehr zu erdulden hat. Daf\u00fcr sieht er sich einer Flut von kaum kontrollierbaren genetisch von der Pflanze erzeugten Pestiziden ausgesetzt. Guten Appetit.<\/p>\n<h2>Mit Messer, Gabel, Schere, Licht \u2013 spielen kleine Kinder nicht<\/h2>\n<p>Was sich auf den Farmen Iowas und Illinois abspielte, erinnert an den Hexenmeister, der die Geister, die er rief, nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte. Bei dem jetzigen Stand der Genetik gleichen die Eingriffe in das Genom von Lebewesen oft russischem Roulette, denn man wei\u00df in den seltensten F\u00e4llen, was die Konsequenzen der Manipulation sein werden.<\/p>\n<p>Und selbst erfolgreiche Manipulationen, wie beim \u201egiftigen\u201c Mais von Monsanto, haben Konsequenzen f\u00fcr \u00f6kologische Bereiche, die mit noch mehr Genetik nicht auszub\u00fcgeln sind.<\/p>\n<h2>Alternativen<\/h2>\n<p>Aus Z\u00fcchtersicht ist die altbew\u00e4hrte Z\u00fcchtung mittels Hybridisierung die sicherste Methode, die auch \u00f6kologisch weitaus weniger Schaden, wenn \u00fcberhaupt, hervorruft. Es ist eine deutlich aufwendigere und l\u00e4ngere Methode, die keine schnellen Profite versprechen kann. Daf\u00fcr sind die Neuz\u00fcchtungen auf nat\u00fcrlicher Basis entstanden.<\/p>\n<p>Die genetischen Ver\u00e4nderungen, die hier erfolgt sind, sind nicht durch Genommanipulation erzwungen worden, sondern haben sich in einem \u00f6kologischen Umfeld herauskristallisiert. Die Chance, dass diese Varianten um ein Vielfaches \u00f6kologisch vertr\u00e4glicher sind, ist bedeutend h\u00f6her.<\/p>\n<h2>Ende?<\/h2>\n<p>Der Glaube an den Profit l\u00e4sst erst die Umwelt und jetzt auch die genetische Integrit\u00e4t der Individuen zum Gegenstand der Vernichtung werden.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: Fotolia.com &#8211; Adam Nixon<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monsanto ist ein b\u00f6rsennotierter Konzern in den USA, der Saatgut und Herbizide produziert. Der j\u00e4hrliche Umsatz betr\u00e4gt knapp 11,8 Milliarden US Dollar. 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