{"id":257,"date":"2021-12-01T08:57:47","date_gmt":"2021-12-01T07:57:47","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=257"},"modified":"2021-12-01T08:57:47","modified_gmt":"2021-12-01T07:57:47","slug":"lachsfieber-wwf-sterben-der-meere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/lachsfieber-wwf-sterben-der-meere\/","title":{"rendered":"Zuchtlachs aus Aquakultur \u2013 aus manchen L\u00e4ndern bedenklich, in der EU akzeptabel"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man in die Regale in den Superm\u00e4rkten schaut, findet mal abgepackten Lachs. Auf der R\u00fcckseite steht dann die Produktionsmethode: Aquakultur. Durch diese Mastbetriebe in unseren Ozeanen konnte der Verkauf von Fisch derart in die H\u00f6he getrieben werden, dass inzwischen mehr Lachs als Rindfleisch produziert wird. Die Folgen f\u00fcr Gesundheit und Umwelt sind indes bedenklich.<\/p>\n<p>Was das bedeutete, hatte der WDR bereits 2010 in einer Reportage gezeigt: Lachsfieber. Eigentlich ist es eher ein Thriller\u00a0von <a href=\"http:\/\/www.wilfried-huismann.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wilfried Huismann<\/a> und Arno Schumann. Ebenso beeindruckend zeigt der Dokumentarfilm \u201eFillet-Oh!-Fish\u201c von <a href=\"https:\/\/thoughtmaybe.com\/fillet-oh-fish\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicolas Daniel<\/a> den Skandal rund um die Lachszucht auf.<\/p>\n<p>Bei Lachsfieber geht es um das Gesch\u00e4ft mit Lachsen. Vermutlich deswegen auch die Analogie zum Goldfieber, bzw. Goldrausch des 19. Jahrhunderts in Amerika.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Lachs: fr\u00fcher eine Delikatesse, heute in jedem Supermarktregal zu finden \u2013 selbst bei Aldi. Und nat\u00fcrlich ist der Preis \u201eganz unten\u201c. Und nat\u00fcrlich geht das anscheinend nur mit Massentierhaltung. In den Lachsfarmen tummelten sich bis zu 2 Millionen Tiere in einer Dichte, wie sie unter \u00f6kologischen Bedingungen nie vork\u00e4me. Parasiten und Viren hatten\u00a0 bei solchen Verh\u00e4ltnissen leichtes Spiel. F\u00fcr Mensch, Tier und Umwelt war\u00a0 die Produktion des Billiglachses eine einzige Katastrophe.<\/p>\n<p>Jede Form der Massentierhaltung oder \u2013zucht stand in einem fundamentalen Widerspruch zu \u00f6kologischen und nat\u00fcrlichen Prinzipien. Dementsprechend viele Probleme traten unter diesen Umst\u00e4nden auf. Die kommerziell betriebene Lachszucht war da keine Ausnahme.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Marine Harvest \u2013 ein Lachszucht-Imperium<\/h2>\n<p>John Frediksen ist der Chef einer norwegischen Firma, die neben einem Tankerimperium eine industrielle Fischzucht betreibt: die Marine Harvest. Seine Firma z\u00fcchtet weit \u00fcber 100 Millionen Zuchtlachse pro Jahr, in Norwegen und besonders in Chile.<\/p>\n<p>Sein Absatzmarkt ist die ganze Welt. Das besondere Augenmerk in Sachen Produktion liegt dabei auf Chile. Hier gibt es wenig Umweltgesetze, die man zu befolgen hat. Lachsfarmen k\u00f6nnen auf relativ engem Raum nebeneinander platziert werden. Die Fisch-K\u00e4fige k\u00f6nnen mit doppelt so vielen Lachsen best\u00fcckt werden. Und Tonnen von Antibiotika k\u00f6nnen unkontrolliert ins Meerwasser gekippt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_1607\" style=\"width: 520px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1607\" class=\"wp-image-1607 size-full\" src=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Lachs-Herkunft-510px-e1594537126464.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Lachs-Herkunft-510px-e1594537126464.jpg 510w, https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Lachs-Herkunft-510px-e1594537126464-300x191.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><p id=\"caption-attachment-1607\" class=\"wp-caption-text\">So kann das auf den Verpackungen aussehen: Produktionsmethode Aquakultur.<\/p><\/div>\n<h2>Ohne Antibiotika geht es nicht<\/h2>\n<p>Ohne die Antibiotika ging fr\u00fcher gar nicht \u2013 nur so konnten die gef\u00e4hrlichen Keime bek\u00e4mpft werden. Nat\u00fcrlich werden die Antibiotika auch von den Fischen aufgenommen. So wurden bei Kontrollen in chilenischem Lachs regelm\u00e4\u00dfig R\u00fcckst\u00e4nde von Nitrofuran und Chloramphenicol nachgewiesen. Hinzu kommt eine unheilvolle Mixtur anderer Chemikalien und Farbstoffen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Zur Bek\u00e4mpfung der parasitierenden Seel\u00e4use kippen die Fischfarmer in Nordamerika und Afrika bis heute noch Millionen Liter Wasserstoffperoxid (Paramove 50) ins Meer. Obwohl die Verbindung noch das harmloseste aller in der Fischmast verwendeten Chemikalien zu sein scheint, kennt bisher niemand die genauen Folgen. Die Idee zu dem Verfahren kam auf, als die Seel\u00e4use gegen Antibiotika zunehmend resistent wurden.<\/p>\n<h2>Toxine im Lachs<\/h2>\n<p>Zudem speichern die Fische in vielen L\u00e4ndern Toxine aus dem Futter im Fettgewebe. Unter den mindestens 13 kritischen Chemikalien sind Verbindungen wie Polychlorierte Biphenyle (PCB),Dioxin und Chlorkohlenwasserstoffe wie Toxaphen und Dieldrin, mit denen das Trockenfutter belastet ist.<\/p>\n<p>Wissenschaftler ermittelten in einer US-Studie \u00fcber 700 Lachsproben 8 mal h\u00f6here PCB-Werte als in Wildlachs. Besorgniserregend ist auch der Einsatz des antioxidativen <a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/blog\/gift-im-fisch-ethoxyquin-in-lachs-und-co\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konservierungs-Stoffes Ethoxyquin<\/a>. Im Sojamehl, das die Fische (nicht artgerechterweise) fressen m\u00fcssen, wird die Chemikalie auch als Schutz vor Selbstentz\u00fcndung verwendet.<\/p>\n<p>Als Pflanzenschutzmittel ist das Monsanto-Produkt in der EU schon seit 2011 verboten, wird aber Tierfutter im au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland weiterhin zugesetzt. Tierversuche liefern Hinweise auf eine krebserregende Wirkung von Ethoxyquin, das die DNA angreift und dar\u00fcber hinaus Nieren und Leber sch\u00e4digt sowie eine Unterfunktion der Schilddr\u00fcse hervorrufen kann. <strong>Nachgewiesen ist auch, dass die Chemikalie die Blut-Hirn-Schranke passieren kann<\/strong>.<\/p>\n<p>In Zuchtlachsen wurden 20 mal h\u00f6here Ethoxyquin-Werte festgestellt als in Fleisch oder Gem\u00fcse und Obst. Und da wundern wir uns noch \u00fcber die Zunahme \u201eneurologischer Erkrankungen\u201c und \u201epsychischer St\u00f6rungen\u201c? Was zahlreiche Gifte im Nervensystem anrichten ist eigentlich hinl\u00e4nglich bekannt\u2026<\/p>\n<p>Ein anderes Nervengift, das parasitische Krebse abt\u00f6ten soll, ist Emamectin von der Firma <strong>Merck<\/strong>. Die Verbindung blockiert Rezeptoren im Synapsenspalt der Tierchen und wom\u00f6glich auch im Menschen. In Gro\u00dfbritannien, Chile und Kanada darf Emamectin ausgebracht werden, nicht aber in den USA. Spitzenreiter in der Verwendung sind die schottischen Fischfarmen, die den Verbrauch des Pestizids innerhalb einiger Jahre verdoppelten.<\/p>\n<h2>Wie die Fischmast den N\u00e4hrstoffgehalt ver\u00e4ndert<\/h2>\n<p>Aufgrund des zu fettreichen Futters enthalten Fische aus Lachsfarmen bis zu 30 % mehr Fett als Wildlachse. Durch die gro\u00dfe Menge an Sojaschrot bedingt lagern die gem\u00e4steten Lachse auch zu viel Omega-6-Fetts\u00e4uren ein.<\/p>\n<p>In Wildlachsen \u00fcbersteigt der Anteil der gesunden Omega-3-Fetts\u00e4uren den der Omega-6-Fetts\u00e4uren um das Zehnfache.<\/p>\n<p>Deswegen galt Lachs lange Zeit als ein ideales Nahrungsmittel. Farmfische hingegen haben nur rund 2\u00bd mal soviel Omega-3-Fetts\u00e4uren wie Omega-6-Fetts\u00e4uren. Insgesamt liefert der Verzehr der Farmlachse fast 6 mal mehr Omega-6-Fetts\u00e4uren als die Wildtiere.<\/p>\n<p>Mehr zur Bedeutung der Omega-Fetts\u00e4uren finden Sie \u00fcbrigens in meinen Beitr\u00e4gen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/omega-3-fettsaeuren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/omega-3-fettsaeuren.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>und<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/omega-6-fettsaeuren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/omega-6-fettsaeuren.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Meeresboden unbewohnbar<\/h2>\n<p>Die Verdauungsprodukte und das \u201eFutter\u201c f\u00fcr die Fische fallen gro\u00dfz\u00fcgig auf den Meeresboden und machen diesen f\u00fcr andere Meeresbewohner unbewohnbar. Wie viel von den ins Meer geschaufelten Pellets ungefressen zu Boden sinken, wei\u00df niemand.\u00a0\u00a0 In norwegischen Fjorden hat sich mittlerweile eine 15 Meter dicke Schicht von Abf\u00e4llen unter den Lachsfarmen angesammelt. Der Unrat ist verseucht mit R\u00fcckst\u00e4nden von Medikamenten, Pestiziden und Mikroben, die in dieser H\u00e4ufigkeit und Zusammensetzung nicht zu diesem \u00d6kosystem geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Nicht selten kommt es vor, dass benachbarte Muschelfarmer aufgrund der Kontamination durch Antibiotika, Krankheitserreger der Fische und Fischkot ihre eigene Existenz ruiniert sehen.<\/p>\n<p>Wenn dann schlie\u00dflich die marine Umwelt auch f\u00fcr die Lachszucht zu verpestet ist, dann zieht man einfach weiter auf der Suche nach intakten Biotopen und saubereren Gew\u00e4ssern.<\/p>\n<p>Sind die erst einmal gefunden, dann wiederholt sich der ganze Reigen. Auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, Zug um Zug das \u00f6kologische Gleichgewicht einer ganzen Region nachhaltig gest\u00f6rt wird.<\/p>\n<h2>5 Kilo Fisch f\u00fcr einen Kilo Lachs<\/h2>\n<p>Dass dann noch f\u00fcr 1 kg Zuchtlachs 5 kg Frischfisch gefangen und verf\u00fcttert werden m\u00fcssen (was der \u00dcberfischung in die H\u00e4nde spielt), ist so nur noch das T\u00fcpfelchen auf dem i.<\/p>\n<h2>Atlantische Lachse im Pazifik<\/h2>\n<p>Bedenklich f\u00fcr das \u00d6kosystem in den Gew\u00e4ssern Chiles: Atlantische Lachse sind Raubfische, die in diesen Breitengraden gar nicht zuhause sind. Entkommene Lachse k\u00f6nnen so das biologische Gleichgewicht der einheimischen Fischarten zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>In n\u00f6rdlichen Breiten k\u00f6nnen sich gez\u00fcchtete Atlantische Lachse mit Wildtieren einkreuzen, wenn sie aus den Farmen entkommen. Dies kommt regelm\u00e4\u00dfig vor und birgt die Gefahr, dass sich der Genpool der Wildlachse ung\u00fcnstig ver\u00e4ndert. M\u00f6glicherweise sind die Tiere dann weniger konkurrenzf\u00e4hig, weil die \u201cZuchtgene\u201c nicht auf das \u00dcberleben in freier Wildbahn ausgerichtet sind. Der US-Bundesstaat Washington hat Fischfarmen deswegen bereits verboten. Der Betrieb der Anlagen muss bis 2025 eingestellt werden.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem sind die aus den Fischfarmen ausgehenden Schw\u00e4rme von Fischl\u00e4usen. Die Parasiten bedrohen die Wildlachse ohnehin, doch wird auch hier erheblich in das nat\u00fcrliche Gleichgewicht eingegriffen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<h2>Das Lachsfieber und der WWF<\/h2>\n<p>Nachdem man also so viel \u201eSchmutz\u201c im chilenischen Meerwasser finden kann, sollte man meinen, dass \u00f6kologisch verantwortungsbewusste Organisationen mit Nachdruck die Finger in diese Wunde legen.<\/p>\n<p>Der WWF hat dann auch (gem\u00e4\u00df WDR Reportage) in ver\u00f6ffentlichten Unterlagen angeblich auf die \u201ebedrohliche Situation\u201c des Zuchtlachses aus Chile hingewiesen. Sie weisen auch darauf hin, dass die Gesetze f\u00fcr den Naturschutz verbessert werden sollten und deren Einhaltung st\u00e4rker durchgesetzt werden muss.<\/p>\n<p>Auch der tonnenweise Einsatz von Chemikalien und Antibiotika kommt zur Sprache. Sie sprechen sich daf\u00fcr aus, mit den \u201efortschrittlichen Produzenten, NGOs und Regierungsvertretern den <a href=\"http:\/\/www.worldwildlife.org\/what\/globalmarkets\/aquaculture\/WWFBinaryitem8841.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Salmon Aquaculture Dialogue<\/a> zu initiieren, wo \u201einternationale Standards f\u00fcr \u00f6kologische, sozial gerechte und \u00f6konomische Lachszucht entwickelt\u201c werden.<\/p>\n<p>So weit, so gut. Seit 2008 steht allerdings die Wasserwelt auf dem Kopf \u2013 zumindest teilweise. Die WWF und der weltweit gr\u00f6\u00dfte Produzent von Zuchtlachs, Marine Harvest (der f\u00fcr einen Gro\u00dfteil dieses \u00f6kologischen Desasters verantwortlich zeichnet), haben sich anscheinend irgendwie \u201everm\u00e4hlt\u201c. Diese \u201eHeirat\u201c wird (gem. WDR Report) nach au\u00dfen dokumentiert mit dem WWF G\u00fctesiegel, dem Panda-B\u00e4ren, auf den Harvest Produkten.<\/p>\n<p><strong>Daf\u00fcr hat Marine Harvest angeblich gro\u00dfz\u00fcgigerweise 100.000 Euro an Spenden pro Jahr an die WWF flie\u00dfen lassen. <\/strong>Berichten des WWF zufolge waren das aber keine Spenden, sondern Beratungshonorare, wie die Aquakultur verbessert werden k\u00f6nne. Warum aber gibt es dann den Panda-Aufkleber?<\/p>\n<p><strong>Hat die WWF f\u00fcr eine l\u00e4cherliche Summe ihren Ruf (oder das was davon \u00fcbrig geblieben ist), an die Raubfische verf\u00fcttert? <\/strong><\/p>\n<p>Die betroffenen chilenischen Fischer und Muschelz\u00fcchter f\u00fchlen sich jedenfalls vom WWF (gem. WDR Bericht) verkauft. Und der Endverbraucher in Europa und den Staaten zahlt ein Heidengeld f\u00fcr einen Lachs, der rezept- und kostenfrei nebenbei noch eine Antibiotikatherapie f\u00fcr den vermeintlichen Feinschmecker bereit h\u00e4lt.<\/p>\n<h2>Die Meeresverschmutzer werden von den Beh\u00f6rden gesch\u00fctzt<\/h2>\n<p>In Schottland soll Marine Scotland den \u00f6kologischen Zustand der Meere \u00fcberwachen. Als die staatlichen Umweltsch\u00fctzer 2018 eine Lachsfarm auf den Hebriden kontrolliert hatten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Zust\u00e4nde dort akzeptabel waren. 14 Tage sp\u00e4ter musste Marine Scotland die Bewertung komplett revidieren. Grund war ein Video, das die gequ\u00e4lten Fische in den Netzen der Meeresfarm zeigt und das bei Youtube ver\u00f6ffentlicht wurde. Zu sehen sind Lachse mit grauenhaften Haut-Defekten: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2kYflFqw_rU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unhealthy almon at scottish fishfarm<\/a>.<\/p>\n<p>Die kranken Fische h\u00e4tten die Mitarbeiter von Marine Scotland eigentlich schon vorher sehen m\u00fcssen. Es braucht also privates Engagement und die \u00d6ffentlichkeit, damit der Missstand auch nur bekannt wird.<\/p>\n<p>Auf die staatlichen Stellen ist hier wohl kein Verlass.\u00a0 Da liegt die Vermutung nahe, dass \u2013 wie wir es kennen \u2013 \u00d6konomie vor \u00d6kologie geht. Wahrscheinlich haben Lobbyisten der Pharma-Produzenten auch daf\u00fcr gesorgt, dass das Verbot von Emamectin in Schottland verhindert wurde. Die R\u00fccknahme der Zulassung stand eigentlich schon so gut wie fest.<\/p>\n<h2>Der Lachs in deutschen Superm\u00e4rkten ist heute zum Verzehr geeignet<\/h2>\n<p>Wegen dieser Missst\u00e4nde beobachtet \u00d6ko-Test seit vielen Jahren das Lachsangebot in Deutschland sehr genau. W\u00e4hrend in der Vergangenheit katastrophale Untersuchungsergebnisse herauskamen, zeichnet sich seit 2021 eine Trendwende ab. Die beauftragten Chemiker fanden in 15 Proben kein Ethoxyquin und keine Antibiotika.<\/p>\n<p>Die Schwermetall-Belastung hielt sich in unkritischen Grenzen und Salmonellen wurden ebenfalls nicht nachgewiesen. 3 Proben enthielten tote Nematoden, die allerdings \u2013 auch in lebendem Zustand \u2013 nicht gef\u00e4hrlich, aber auch nicht appetitanregend sind.<\/p>\n<p>Ein Hersteller hatte das Verfallsdatum allerdings etwas zu gro\u00dfz\u00fcgig eingesch\u00e4tzt (Irish Sea Spray Irischer Bio Lachs). Schon vor dem offiziellen Stichtag stellten die Tester eine erh\u00f6hte Keimzahl fest. Auch die Beschaffenheit des Fischs ging bereits in eine mazerierte Konsistenz \u00fcber. Kritik \u00fcbte \u00d6ko-Test auch an der Besatzdichte der Tiere in den Zuchtnetzen einiger Halter. Der Wert muss von den Produzenten angegeben werden und betrug zwischen 12 und 33 kg pro Kubikmeter. Unter 10 kg pro Kubikmeter waren es bei den Bio-M\u00e4stern.<\/p>\n<p>Vollends zufrieden war \u00d6ko-Test aber nur mit 6 Lachs-Produkten. So benoteten die Tester Friedrichs Kodiak Wildlachs mit \u201csehr gut\u201c und Followfish Sockeye Wildlachs sowie Fjord Krone Sockeye Wildlachs mit \u201cgut\u201c. Dieselbe Note erhielt auch ger\u00e4ucherter Lachs aus Zuchtfarmen, und zwar Norfisk Bio R\u00e4ucherlachs, Bio Mare Ger\u00e4ucherter Biolachs und Gut Bio R\u00e4ucherlachs.<\/p>\n<p>Ein \u201cmangelhaft\u201c, also praktisch nicht essbar, wurde 2021 nicht vergeben. Wer beim Kauf auch die \u00f6kologischen Folgen der M\u00e4stung im Blick hat, sollte besser zum Wildlachs greifen oder zumindest auf Artikel aus Bio-Betrieben. Lachs aus Chile und China, falls er noch in Deutschland erh\u00e4ltlich sein sollte, ist in keinem Fall empfehlenswert.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Der Beitrag wurde im Juni 2010 erstellt und letztmalig am 01.12.2021 aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man in die Regale in den Superm\u00e4rkten schaut, findet mal abgepackten Lachs. Auf der R\u00fcckseite steht dann die Produktionsmethode: Aquakultur. Durch diese Mastbetriebe in unseren Ozeanen konnte der Verkauf von Fisch derart in die H\u00f6he getrieben werden, dass inzwischen mehr Lachs als Rindfleisch produziert wird. Die Folgen f\u00fcr Gesundheit und Umwelt sind indes bedenklich. 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