{"id":2481,"date":"2020-10-13T12:11:10","date_gmt":"2020-10-13T11:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=2481"},"modified":"2020-10-13T12:11:10","modified_gmt":"2020-10-13T11:11:10","slug":"klima-dilemma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/klima-dilemma\/","title":{"rendered":"Das Klima-Dilemma in Deutschland seit 2018: Neun Monate deutlich zu feucht und 23 Monate viel zu trocken"},"content":{"rendered":"<p>Dass unsere Sommer in den letzten Jahren deutlich w\u00e4rmer und trockener wurden, hat fast jeder am eigenen Leibe gesp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Am 19. August 2020 war der Meteorologe Sven Pl\u00f6ger zu Gast bei Markus Lanz und erl\u00e4uterte eindringlich, was noch alles auf uns zukommen wird und warum nicht einmal nennenswerte Regenf\u00e4lle die Situation entsch\u00e4rfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Sommer 2020 ist der dritte Trockensommer in Folge. Deutschland befindet sich gerade in der gr\u00f6\u00dften D\u00fcrre seit 254 Jahren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Sven Pl\u00f6ger f\u00fcgte dem hinzu, dass es dagegen andere Phasen gibt, die wiederum viel zu nass sind. Die Statistik weist aus, dass von den 32 Monaten seit Januar 2018 insgesamt neun Monate deutlich zu feucht und 23 Monate viel zu trocken waren. Gerade im letzten Februar 2020 fiel um 150 Prozent mehr Niederschlag als \u00fcblich.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Unsere politischen Klimaziele sind nur Makulatur<\/h2>\n<p>Was da w\u00e4hrend jener neun Monate an Zuviel Wasser vom Himmel kam, kann die zunehmende Trockenheit nicht ansatzweise ausgleichen. Die tieferen Bodenschichten sind aufgrund der letzten aufeinanderfolgenden D\u00fcrrejahre extrem trocken. Niederschl\u00e4ge dringen nicht mehr so weit in die Tiefe vor, dass diese Schichten wieder Feuchtigkeit aufnehmen und speichern k\u00f6nnen. Zurzeit fehlt die Wassermenge eines gesamten Jahres.<\/p>\n<p>Lanz blendete sogleich eine ganze Reihe verst\u00f6render Bilder \u00fcber staubige Felder, v\u00f6llig verk\u00fcmmerte Maispflanzen, kaputte W\u00e4lder und ausgetrocknete Fl\u00fcsse ein, die Pl\u00f6ger mit den eindringlichen Worten kommentierte: Das ist jetzt Deutschland, das Ergebnis nach nur drei zu trockenen Jahren.<\/p>\n<p>Das wesentliche Ziel des Pariser Klimaabkommens besteht darin, die globale Erderw\u00e4rmung zu begrenzen. Von zwei Grad ist da die Rede, wobei die Optimisten die Messlatte eher bei 1,5 Grad ansetzen wollen. Pl\u00f6ger kommentierte dies so, dass bei einer Steigerung der globalen Durchschnittstemperatur um 1,5 Grad drei D\u00fcrrejahre hintereinander der Normalfall sein werden.<\/p>\n<p>Falls der Temperaturanstieg aber st\u00e4rker ausf\u00e4llt, was das wahrscheinlichere Szenario ist, sieht die Prognose des Meteorologen ziemlich d\u00fcster aus. Sofern die zus\u00e4tzliche Erw\u00e4rmung drei bis vier Grad betragen wird, m\u00fcssen wir in Mitteleuropa sogar mit zehnj\u00e4hrigen D\u00fcrreperioden rechnen, dann ist hier so richtig Schluss mit lustig.<\/p>\n<p>Zuweilen hilft ja ein Blick in die Vergangenheit, um sich Szenarien zu vergegenw\u00e4rtigen. Vor circa 11.000 Jahren endete die letzte Eiszeit. Damals war es auf unserem Planeten im Durchschnitt um ungef\u00e4hr vier Grad k\u00fchler. Die Alpen waren noch komplett mit Eis bedeckt, \u00fcber Berlin t\u00fcrmten sich 500 Meter Eis auf und ganz Skandinavien wurde von bis zu 3.000 Meter m\u00e4chtigen Eisschilden in den Erdmantel gedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite des Atlantiks lagen New York und Boston unter einem 1.500 Meter m\u00e4chtigen Eispanzer. Ist das nicht ein drastisch anderes Outfit unserer Lebensregion? Vier Grad Temperatur\u00e4nderung in die andere Richtung w\u00fcrde ebenso \u201eirre Folgen\u201c haben, denken wir nur mal an die Konsequenzen des damit verbundenen Meeresspiegelanstieges. Die K\u00fcstenverl\u00e4ufe w\u00fcrden (beziehungsweise werden) g\u00e4nzlich andere Formen annehmen.<\/p>\n<h2>Welche konkreten Ma\u00dfnahmen sollten wir heute ergreifen?<\/h2>\n<p>Au\u00dfer intellektuelle Reden zu schwingen auf Weltkongressen, zu denen die Speaker aus allen Herren L\u00e4ndern angeflogen kommen, schl\u00e4gt Pl\u00f6ger vor, das Wasser der Niederschl\u00e4ge zu sammeln, unsere St\u00e4dte viel intensiver zu begr\u00fcnen, indem unter anderem hitzeresistente B\u00e4ume angepflanzt werden, und vor allem m\u00fcssen wir alle beherzt Wasser sparen.<\/p>\n<p>Parallel dazu m\u00fcssen die Emissionen viel konsequenter heruntergefahren werden und \u00fcberhaupt sollten wir endlich damit anfangen, wirklich das zu tun, wor\u00fcber wir immer nur so viel diskutieren. Letztlich ist alles, was wir tun, eine Frage der Priorit\u00e4tensetzung.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: 123rf.com &#8211; G\u00fcnther Albers<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass unsere Sommer in den letzten Jahren deutlich w\u00e4rmer und trockener wurden, hat fast jeder am eigenen Leibe gesp\u00fcrt. Am 19. August 2020 war der Meteorologe Sven Pl\u00f6ger zu Gast bei Markus Lanz und erl\u00e4uterte eindringlich, was noch alles auf uns zukommen wird und warum nicht einmal nennenswerte Regenf\u00e4lle die Situation entsch\u00e4rfen k\u00f6nnen. 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