{"id":201,"date":"2025-10-15T09:09:36","date_gmt":"2025-10-15T09:09:36","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=201"},"modified":"2025-11-05T12:25:53","modified_gmt":"2025-11-05T12:25:53","slug":"seele-wiegt-21-gramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/seele-wiegt-21-gramm\/","title":{"rendered":"Wiegt unsere Seele 21 Gramm?"},"content":{"rendered":"<p>Wohl jeder Christ hat sich schon einmal Gedanken \u00fcber die Seele gemacht: Woher kommt sie, ist sie wirklich unsterblich und kann man sie vielleicht sogar sichtbar machen?<\/p>\n<p>Auch Wissenschaftler und Mediziner besch\u00e4ftigen sich immer wieder mit der Seele, die im heutigen Sprachgebrauch oft mit der Psyche gleichgesetzt wird. W\u00e4hrend der ber\u00fchmte Psychoanalytiker Sigmund Freud allerdings von der unsterblichen Seele nichts wissen wollte, gab es immer auch Forscher, die versuchten, das Vorhandensein dieses unverg\u00e4nglichen Teils des Menschen zu beweisen.<\/p>\n<p>So versuchte zum Beispiel der US-amerikanische Arzt Duncan MacDougall Anfang des 20. Jahrhunderts das Gewicht der Seele zu bestimmen. Da er davon ausging, dass die Seele beim Tod eines Menschen den K\u00f6rper verl\u00e4sst, stellte er Sterbende mitsamt ihren Gitterbetten auf eine gro\u00dfe Balkenwaage.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Der Arzt aus Massachusetts protokollierte nun jede Ver\u00e4nderung und stellte genau im Moment des Todes eine Gewichtsabnahme fest, die bei den untersuchten sechs Testpersonen durchschnittlich 21 Gramm betrug. F\u00fcr MacDougall und viele andere Wissenschaftler war dieses Ergebnis revolution\u00e4r: Die Seele wiegt 21 Gramm!<\/p>\n<p>Um seine Untersuchungen zu untermauern, t\u00f6tete der Arzt 15 Hunde, wobei es zu keinerlei Abnahme des Gewichts kam. Dies passte genau in das religi\u00f6se Weltbild: Menschen haben eine Seele, Hunde nicht. (MacDougall, D.: Hypothesis concerning soul substance together with experimental evidence of the existence of such substance; American Medicine; 1907; 2; S. 240\u2013243).<\/p>\n<p>In den 30er Jahren wiederholt der Lehrer Harry LaVerne Twining dieses Experiment, allerdings weder mit Menschen noch mit Hunden. F\u00fcr seine Versuche benutzt er M\u00e4use, die er auf einer Balkenwaage mit Zyankali t\u00f6tet.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend Hunden nach MacDougall eine Seele verwehr ist, schlug die Balkenwaage bei den M\u00e4usen nach oben aus. Twining wiederholt seine Experimente, indem er die M\u00e4use in luftundurchl\u00e4ssige Glasr\u00f6hren steckt, wo sie qualvoll verenden. Doch diesmal \u00e4ndert sich das Gewicht \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p>Der Lehrer schloss hieraus, dass es im Moment des Todes zu einem geringen Fl\u00fcssigkeitsverlust kommt, der aber durch einen hermetisch abgeriegelten Glasbeh\u00e4lter oder ein dichtes Hundefell nicht ins Gewicht f\u00e4llt (Weighing the Soul: Scientific Discovery from the Brilliant to the Bizarre; S. 14-15).<\/p>\n<p>Was w\u00e4re denn mit der These, dass die Seele aus dem Glasr\u00f6hrchen nicht entweichen kann, weil sie &#8222;eingesperrt&#8220; ist. Ich erinnere mich noch an die alte Traditionen, dass wenn jemand verstirbt, die Fenster ge\u00f6ffnet werden sollten &#8211; damit der &#8222;Geist&#8220; entweichen kann. Liefert dieses Experiment etwa den Beweis daf\u00fcr?<\/p>\n<p>Vielleicht war MacDougalls Fehler nicht sein Experiment, sondern seine Annahme, dass die Seele Materie sei. Was, wenn sie stattdessen Beziehung ist \u2013 die unsichtbare Ordnung, die K\u00f6rper, Geist und Bewusstsein miteinander verbindet? Dann w\u00e4re ihr \u201eGewicht\u201c nicht messbar, weil sie nicht in der Waage liegt, sondern zwischen den Dingen: im Atem, im Blick, im Gef\u00fchl, im Bewusstsein, das erkennt, dass es lebt.<\/p>\n<p>Die Wissenschaft hat MacDougalls Ergebnisse l\u00e4ngst widerlegt \u2013 doch die eigentliche Frage bleibt offen: Nicht ob die Seele existiert, sondern wie wir mit ihr in Verbindung stehen. Vielleicht liegt das Geheimnis nicht in den 21 Gramm, sondern in dem Moment, in dem wir sp\u00fcren: Etwas verl\u00e4sst den K\u00f6rper \u2013 und bleibt dennoch gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Ich habe den Beitrag letztmalig am 15.10.2025 leicht erg\u00e4nzt,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohl jeder Christ hat sich schon einmal Gedanken \u00fcber die Seele gemacht: Woher kommt sie, ist sie wirklich unsterblich und kann man sie vielleicht sogar sichtbar machen? Auch Wissenschaftler und Mediziner besch\u00e4ftigen sich immer wieder mit der Seele, die im heutigen Sprachgebrauch oft mit der Psyche gleichgesetzt wird. 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