{"id":1921,"date":"2019-12-04T10:46:21","date_gmt":"2019-12-04T09:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1921"},"modified":"2019-12-04T10:46:21","modified_gmt":"2019-12-04T09:46:21","slug":"weitergabe-krankendaten-kassenpatienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/weitergabe-krankendaten-kassenpatienten\/","title":{"rendered":"Mir &#8222;Spahnt&#8220; \u00dcbles: Spahn will Daten aller Kassenpatienten ohne Einwilligung f\u00fcr Forschung freigeben"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt wieder Neuigkeiten von und \u00fcber Bundeskrankenminister Spahn, frei nach dem Motto: \u201eMir spahnt \u00dcbles.\u201c Und es sieht so aus, als wenn uns dabei aber auch nichts \u201eerspahnt\u201c bleibt. Was also \u201espahnt\u201c sich da an?<\/p>\n<p>Das Internet ist voll von diesen alarmierenden Neuigkeiten: \u201e<em>Spahn will Daten aller Kassenpatienten ohne Einwilligung f\u00fcr Forschung freigeben<\/em>\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u00dcberraschung? Vielleicht nicht ganz\u2026<\/p>\n<p>Es ist kein Geheimnis, dass Herr Spahn in der Gesundheitspolitik ordentlich aufr\u00e4umen will, weniger zugunsten der Betroffenen, also der Patienten, sondern eher f\u00fcr bessere Konditionen der Industrie zu sorgen scheint. Seine Industrien\u00e4he ist ebenfalls kein Geheimnis.<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie weiter! Am Ende des Beitrags finden Sie auch noch einen Link zu einer Petition an den Deutschen Bundestag zu diesem Thema!<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Da ist zum Beispiel das Masernimpfgesetz, welches er gerne rigoros durchgesetzt sehen m\u00f6chte, wobei die Gr\u00fcnde f\u00fcr ein solches Gesetz jeder wissenschaftlichen Logik entbehren. F\u00fcr die Pharmaindustrie jedoch w\u00e4re ein solches Gesetz (welches die Freiwilligkeit und eigene Entscheidung der B\u00fcrger f\u00fcr oder gegen eine Impfung unter Strafe stellt und damit eliminiert), eine weitere Goldgrube:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/blog\/masern-infektionen-jens-spahn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Masern-Infektionen: Die verdrehte Wahrheit des Ministers Jens Spahn<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und was mit dieser Impfpflicht auf uns zukommen wird, das habe ich hier diskutiert:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/masern-impfpflicht-aerzte-ueben-kritik\/\">Masern-Impfpflicht &#8211; \u00c4rzte \u00fcben massive Kritik an &#8222;Spahns Gesetz&#8220;<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jetzt aber, nachdem jeder gegen Masern geimpft werden soll, folgt der n\u00e4chste Streich, der vorsieht, dass jeder hinnehmen soll, dass seine Krankendaten \u00f6ffentlich gemacht werden. Unter \u201e\u00f6ffentlich\u201c verstehe ich nat\u00fcrlich nicht eine Ver\u00f6ffentlichung in den Medien oder im Internet. Vielmehr werden diese Daten \u00f6ffentlich f\u00fcr bestimmte Institutionen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h3>Die Vorgeschichte<\/h3>\n<p>Vor genau einem Jahr brachte ich diesen Beitrag: <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/die-elektronische-gesundheitskarte\/\">Die elektronische Gesundheitskarte und das elektronische Gesundheitskartell<\/a>.<\/p>\n<p>Verkauft wurde uns die elektronische Gesundheitskarte mit den \u00fcblichen Marketing-L\u00fcgen von einer Verbesserung der Behandlung der Patienten, wenn nur alle eine elektronische Gesundheitskarte haben, anstelle einer konventionellen Krankenakte auf Papier.<\/p>\n<p>Warum eine elektronische Krankenakte die Behandlung verbessern soll, das kann ich mir bis heute nicht erkl\u00e4ren. Erkl\u00e4ren kann ich mir aber die damit verbundenen Konsequenzen.<\/p>\n<p>Denn wie es aussieht, werden die personenbezogenen Krankheitsdaten nicht auf dieser elektronischen Karte gespeichert. Vielmehr ist diese Karte als eine Art \u201eSchl\u00fcssel\u201c zu sehen, der den Benutzer\/Besitzer bef\u00e4higt, seine Gesundheits- oder Krankheitsdaten aufzurufen, die auf einer sogenannten \u201eCloud\u201c abgespeichert sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Benutzer ist dies insofern angenehm, weil er seine kleine Karte problemlos immer bei sich f\u00fchren kann und er gleichzeitig immer auf seine Daten zur\u00fcckgreifen kann, vorausgesetzt er hat einen Anschluss ans Internet.<\/p>\n<h5>Soweit der \u201eunermessliche Vorteil\u201c!<\/h5>\n<p>Gleichzeitig wurden aber auch kritische Stimmen laut, die sich Sorgen um die Sicherheit der abgespeicherten Daten machten.<\/p>\n<ol>\n<li>gibt es einen Beschluss vom europ\u00e4ischen Gerichtshof, der diese Art der Datenspeicherung f\u00fcr rechtswidrig erkl\u00e4rt, was die Bundesregierung aber nicht davon abgehalten hat, sich hier entsprechend rechtswidrig zu verhalten.<\/li>\n<li>scheint es keine ISO Zertifizierung zu geben, die die Sicherheit dieser Daten garantiert. Auch das scheint niemanden in der Gesundheitspolitik weiter zu st\u00f6ren.<\/li>\n<li>wurde ausgerechnet eine Firma (Arvato<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>) mit der Organisation der Datensammlung beauftragt, von der manche Experten behaupten, dass diese es mit dem Datenschutz nicht so genau n\u00e4hme und schon mal Daten bedenkenlos und unkritisch an Dritte weitergeben soll.<\/li>\n<\/ol>\n<p>In der Tat scheinen all diese Punkte gegenstandslos zu sein, wenn man sich die jetzige Planung vom Bundes-Industrie-Gesundheitsminister anschaut.<\/p>\n<h3>Die L\u00f6sung des Problems<\/h3>\n<p>Mit dem Vorhaben der Zug\u00e4nglichmachung der Gesundheitsdaten von rund 73 Millionen gesetzlich Versicherten braucht es keine Sicherheitsstandards mehr.<\/p>\n<p>Und auch die Klagen \u00fcber Arvato und deren laxen Umgang mit der Datensicherheit sind hiermit gegenstandslos. Denn wenn diese Daten praktisch \u00f6ffentlich werden, wozu dann noch Sicherheitsstandards, ISO Zertifizierung und all dieser Unfug, der den Zugriff der Industrie auf diese Daten nur unn\u00f6tig erschwert?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Was wird wie und f\u00fcr wen ver\u00f6ffentlicht?<\/h2>\n<p>Wenn das Gesetz durch ist, dann m\u00fcssen die gesetzlichen Krankenkassen alle pers\u00f6nlichen Daten inklusive Behandlungsdaten aller Versicherten dem Spitzenverband der Kassen zug\u00e4nglich machen. Dieser stellt diese Daten dann \u201eder Forschung zur Verf\u00fcgung\u201c.<\/p>\n<h2>Kann man sich als Versicherter dagegen wehren?<\/h2>\n<p>Nein! Es gibt keine M\u00f6glichkeit, die Weitergabe der eigenen Daten zu verhindern. Es ist gerade so, als wenn die Versicherten vom Besitz ihrer eigenen Daten zwangsenteignet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Und das passt ja wieder wie die Faust aufs Auge im Zusammenhang mit der Zwangsenteignung der freien Entscheidung f\u00fcr oder gegen eine Masernimpfung.<\/p>\n<p>Die Kontinuit\u00e4t dieser Politik wird hier besonders deutlich, die darauf abzielt, Grundrechte des B\u00fcrgers zu unterminieren und dann zu eliminieren. Und die Regierung ist sich nicht zu schade dazu, sogar rechtswidrige Mittel daf\u00fcr einzusetzen. Hierbei beziehe ich mich noch einmal auf den Entscheid des europ\u00e4ischen Gerichtshofs, dass diese Form der Datenspeicherung laut europ\u00e4ischem Gesetz rechtswidrig ist. Um wie viel mehr ist dann die Weitergabe dieser Daten ohne die Zustimmung der Betroffenen als rechtswidrig anzusehen!<\/p>\n<p>Um diese Rechtswidrigkeit zu legalisieren, braucht es ein neues Gesetz. Und schon ist die Welt wieder in Ordnung!<\/p>\n<h2>Was soll mit diesen Daten genau passieren?<\/h2>\n<p>Die Kassen beliefern ihren Spitzenverband mit den Daten der Versicherten. Der Spitzenverband \u201epseudonomisiert\u201c diese Daten, die dann so, aber nicht verschl\u00fcsselt (man will dem Empf\u00e4nger ja nicht unn\u00f6tige Unannehmlichkeiten bereiten) an ein geplantes \u201eForschungsdatenzentrum\u201c weitergereicht werden.<\/p>\n<p>Wer darf dann auf diese Daten im \u201eForschungsdatenzentrum\u201c, die mundgerecht unverschl\u00fcsselt vorliegen, zugreifen?<\/p>\n<p>Der Gesetzentwurf sieht vor (Achtung, Achtung), dass Beh\u00f6rden, Forschungseinrichtungen oder Universit\u00e4tskliniken hier Zugriff haben werden. Der Gesetzentwurf nennt nicht die Industrie, sagt aber auch nicht explizit, dass die Industrie hier keinen Zugriff haben darf.<\/p>\n<p>Ich denke, dass die Industrie hier auch nicht explizit genannt werden muss. Denn auch dies ist ein offenes Geheimnis, dass die Industrie bei den Beh\u00f6rden, Forschungseinrichtungen und Universit\u00e4tskliniken ein und ausgeht, basierend auf gro\u00dfz\u00fcgigen finanziellen Zuwendungen, Spenden, Unterst\u00fctzungen oder auch mal einen lukrativen Posten in der Industrie f\u00fcr verdiente Ex-Politiker etc., mit deren Hilfe sich die Industrie ihre Einflusssph\u00e4ren sichert.<\/p>\n<p>Mit derartigen Aktionen d\u00fcrfte sich Spahn bereits jetzt einen aussichtsreichen Posten in der Industrie gesichert haben, falls nach der n\u00e4chsten Bundestagswahl die Position eines Ministers oder gar Bundeskanzlers keine Option mehr sein wird.<\/p>\n<p>Die Zeche f\u00fcr diese Verg\u00fcnstigungen zahlt nat\u00fcrlich wieder einmal der gebeutelte Bundesb\u00fcrger, der sich gegen seinen Willen impfen lassen muss und gegen seinen Willen pers\u00f6nlichkeitsbezogene Daten an Unbefugte \u00fcberlassen muss. Es ist noch nicht ganz so weit. Denn all dies ist noch in der Planung.<\/p>\n<p>Von Seiten der Politik scheint es diesmal etwas Widerstand zu geben. Der Bundesrat sieht eine Verletzung der Pers\u00f6nlichkeitsrechte der Versicherten. Die Gr\u00fcnen bem\u00e4ngeln, dass die Weitergabe der Daten \u201eohne gesellschaftliche Diskussion\u201c beschlossen werden soll.<\/p>\n<p>Oder mit anderen Worten: Die Gr\u00fcnen kritisieren, dass sie nicht mit von der Partie sind, diese Sache durchzusetzen. Anscheinend ist dieses Unternehmen f\u00fcr die Gr\u00fcnen kein gro\u00dfes Problem, wenn ihre eigenen Forderungen nach bestimmten Kriterien entsprochen wird, wie zum Beispiel gesetzliche Vorgaben zur Pseudonymisierung der Daten, Regelung der L\u00f6schfristen, Widerspruchsm\u00f6glichkeiten der Versicherten etc.<\/p>\n<p>IT-Experten haben dieses Vorhaben scharf kritisiert. Und der Bundesdatenschutzbeauftragte \u201ehat Bedenken\u201c. Ach was?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>All the way USA \u2013 wieder einmal<\/h2>\n<p>Ich hatte im Beitrag \u00fcber die elektronische Gesundheitskarte bereits anklingen lassen, dass man in den USA in diesem Bereich m\u00f6glicherweise einen Schritt weiter ist.<\/p>\n<p>Denn Daten in eine \u201eCloud\u201c hochladen und von dort zugreifen, dies ist eine Spezialit\u00e4t von unter anderem Google. Seit bereits 2015 gibt es Berichte, dass Google und Sanofi eine Kooperation eingegangen sind, um \u201e<em>Blutzuckerwerte von Diabetespatienten zu analysieren, damit Insulin besser verabreicht werden kann<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Diese kleine \u201eTrainingseinheit\u201c scheint sich jetzt erweitert zu haben, und zwar massiv. Besonders massiv scheint sich das Sammeln von Daten seitens Google ausgeweitet zu haben. Das \u201eWall Street Journal\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> berichtete im November 2019, dass gesundheitsbezogene Daten systematisch gesammelt werden, in 21 Staaten der USA und dass dies erfolgt, ohne dass die Betroffenen davon unterrichtet worden sind.<\/p>\n<p>In der \u201eNew York Times\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> erfahren wir, dass Google wieder mal eine Kooperation eingegangen ist. Diesmal ist es die zweitgr\u00f6\u00dfte Krankenhauskette, die sich \u201eAscension\u201c nennt, mit 150 Krankenh\u00e4usern in 20 Bundesstaaten. Hier stehen Google Millionen von Patientendaten zur Verf\u00fcgung, die man nach Herzenslust sammeln und analysieren kann.<\/p>\n<p>Weiter erfahren wir, das Google und sein neuer Krankenhaus-Partner dabei sind, spezielle Software zu testen, die es Krankenh\u00e4usern und Therapeuten erlaubt, Patientendaten und Krankengeschichten nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen und daraus zeitbezogene Grafiken zu erstellen. Zum Beispiel bei einem Diabetiker kann dann jeder mit Zugriff einen Verlauf der Blutzuckerwerte von Datum A bis Datum B erstellen und auswerten.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung f\u00fcr dieses Unterfangen ist, dass angeblich die medizinischen Fachleute einen besseren Zugriff auf Patientendaten bekommen, der dann sicherstellt, dass die Versorgung der Patienten sich verbessert. Und schlussendlich erh\u00e4lt man angeblich mehr Informationen aus diesen Daten, um die Therapie zu verbessern.<\/p>\n<p>Hei\u00dft dies also, dass die Zunahme von <a href=\"https:\/\/www.diabetiker-experte.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diabetes<\/a>, um bei diesem Beispiel zu bleiben, auf der Tatsache beruht, dass die behandelnden \u00c4rzte keine Informationen \u00fcber ihre Patienten haben? Was steht in den elektronischen Daten f\u00fcr Patient A, was nicht auch in seiner auf Papier geschriebenen Krankenakte steht? Und wieso gab es vor 50 und mehr Jahren, wo es noch kein Internet und \u201eClouds\u201c nur am Himmel gab, signifikant weniger Diabeteserkrankungen als heute?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Kx\" data-webform-id=\"pL1Kx\"><\/script><\/p>\n<h2>Es geht gar nicht um Heilung<\/h2>\n<p>Noch abstruser wird die Logik der \u201eNew York Times\u201c und\/oder Google, wenn behauptet wird, dass Google die k\u00fcnstliche Intelligenz so weit entwickeln will, dass diese elektronische Krankenkarten auslesen, interpretieren und dann zum Schluss den Krankheitsverlauf des Patienten voraussagen kann.<\/p>\n<p>Also es geht \u00fcberhaupt gar nicht um Heilung. Denn dazu br\u00e4uchte ich qualifizierte Empfehlungen jenseits pharmakologischer Produkte. Denn Diabetes (und andere Erkrankungen) ist\/sind nicht entstanden, weil die Patienten es vers\u00e4umt hatten, rechtzeitig und prophylaktisch Pharmaprodukte zu schlucken. Zur Heilung von Diabetes brauche ich keine Voraussage \u00fcber den Krankheitsverlauf, sondern Behandlungsstrategien, die die Selbstheilungskr\u00e4fte des Organismus ankurbeln und verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Nachdem wir also erfahren haben, dass es ja so vorteilhaft f\u00fcr den Patienten und seine medizinische Versorgung ist, wenn seine Daten f\u00fcr Befugte und Unbefugte zug\u00e4nglich sind, kommt die \u201eNew York Times\u201c mit der sehr viel wahrscheinlicheren Motivation f\u00fcr diese Kooperation: Das Gesch\u00e4ft!<\/p>\n<p>Google arbeitet mit Ascension zusammen, um einen gr\u00f6\u00dferen Marktanteil vom riesigen Medizinmarkt zu bekommen. Denn die anderen \u00e4hnlich aufgestellten Unternehmen wie Google, also Apple, Microsoft, Amazon etc. sind hier ebenfalls in sehr \u00e4hnlicher Weise t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft mit anderen Worten, dass die Wahrscheinlichkeit gro\u00df ist, dass bei all diesen Bem\u00fchungen, Herr von Patientendaten zu werden, der Datenschutz in den USA eine l\u00e4stige H\u00fcrde f\u00fcr das Gesch\u00e4ft ist und damit abgeschafft werden soll.<\/p>\n<p>Immerhin gibt der Beitrag zu, dass Google und seine Angestellten uneingeschr\u00e4nkten Zugriff auf unverschl\u00fcsselte und nicht anonymisierte Patientendaten haben, die Namen, Geburtsdatum, ethnische Zugeh\u00f6rigkeit, Erkrankungen, Behandlungen etc. preisgeben.<\/p>\n<p>Da kann man sich als Google Angestellter vielleicht mal schlau machen, was der Nachbar von gegen\u00fcber alles an Erkrankungen und Medikamenten sein Eigen nennt. Solche pers\u00f6nlichen Indiskretionen w\u00e4re noch relativ harmlos. Es besteht jedoch die M\u00f6glichkeit, ganze Datens\u00e4tze meistbietend an wenig geeignete Empf\u00e4nger zu verkaufen, die diese Daten f\u00fcr ihre eigenen mehr oder weniger unlauteren Zwecke benutzen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird von Google und seinem Partner behauptet, dass alles legal und rechtskonform sei. Die Daten w\u00e4ren nur zug\u00e4nglich beziehungsweise verwendbar f\u00fcr die Entwicklung von Hilfssoftware f\u00fcr das medizinische Personal von Ascension.<\/p>\n<p>Verschwiegen wird, dass diese Daten ohne das Wissen der Betroffenen weitergereicht und verarbeitet werden. Unl\u00e4ngst wurde Google zu einer Strafzahlung<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> von 170 Millionen USD verurteilt, da \u00fcber YouTube kinderbezogene Daten gesammelt und dann f\u00fcr gezielte Werbung f\u00fcr Kinder herangezogen wurden.<\/p>\n<p>Dies sind aber nicht die einzigen Verfehlungen von Google. Im Jahr 2017 wurden Daten<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> ohne das Einverst\u00e4ndnis der betroffenen Patienten von einem britischen Gesundheitsdienst an eine zu Google geh\u00f6rende Firma weitergeleitet.<\/p>\n<p>Im Juni 2018 wurden Google, die Universit\u00e4tsklinik und die Universit\u00e4t von Chicago verurteilt, da hier hunderttausende von Patientendaten weitergereicht wurden, ohne dass diese ausreichend anonymisiert und die Eintr\u00e4ge der \u00c4rzte entfernt wurden.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Mit der fast widerstandslosen Weitergabe von Krankendaten von Versicherten erschlie\u00dft sich ein neues Gesch\u00e4ftsmodell. Big Brother wird bald Realit\u00e4t sein.<\/p>\n<p>Dann werden die Beh\u00f6rden auf elektronischem Wege in der Lage sein, festzustellen, welche Medikamente Sie nehmen, welche Erkrankungen Sie haben oder gehabt haben, ob Sie sich den obligatorischen Impfungen unterzogen haben, ob Sie Hom\u00f6opathie in Anspruch nehmen oder Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, und viele andere Sachen mehr.<\/p>\n<p>Es ist unglaublich mit welcher Dreistigkeit wir mit angeblichen Datenschutz-Ma\u00dfnahmen \u00fcberzogen werden, aber im gleichen Atemzug der Datensammelwut und Durchleuchtung jedes B\u00fcrgers Vorschub geleistet wird.<\/p>\n<p>Da kann ich nur dazu raten zu protestieren und so gesund wie m\u00f6glich zu bleiben!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>UND:<\/h2>\n<p>Es gibt bereits einige \u00c4rzte, die eine Petition an den Deutschen Bundestag initiiert haben. Diese wurde bereits frei geschaltet:<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/content\/petitionen\/_2019\/_09\/_02\/Petition_98780.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KLICKEN SIE HIER f\u00fcr die Petition<\/a><\/h3>\n<p>Auf der Seite des Bundestags sehen Sie einen Button: &#8222;Petition mitzeichnen&#8220;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche der Sache viel Erfolg! WIR alle m\u00fcssen uns mehr Geh\u00f6r verschaffen, sonst wird das alles durchgezogen, was sich die &#8222;Industrie&#8220; und deren Lobbyisten ausdenken!<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/kassenpatienten-jens-spahn-will-daten-ohne-einwilligung-fuer-forschung-freigeben_id_11302621.html?fbclid=IwAR1W9w1jzRyOKU22MWafngaNHFaFBKtWBvWwH1pyVT9KTBu2As08u8vgeJI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Spahn will Daten Kassen-Patienten ungefragt f\u00fcr Forschung freigeben &#8211; FOCUS Online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arvato\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Arvato \u2013 Wikipedia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a><a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/articles\/google-s-secret-project-nightingale-gathers-personal-health-data-on-millions-of-americans-11573496790\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Google\u2019s \u2018Project Nightingale\u2019 Gathers Personal Health Data on Millions of Americans &#8211; WSJ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Google to Store and Analyze Millions of Health Records &#8211; The New York Times<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Google Is Fined $170 Million for Violating Children\u2019s Privacy on YouTube &#8211; The New York Times<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Royal Free &#8211; Google DeepMind trial failed to comply with data protection law | ICO<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt wieder Neuigkeiten von und \u00fcber Bundeskrankenminister Spahn, frei nach dem Motto: \u201eMir spahnt \u00dcbles.\u201c Und es sieht so aus, als wenn uns dabei aber auch nichts \u201eerspahnt\u201c bleibt. Was also \u201espahnt\u201c sich da an? Das Internet ist voll von diesen alarmierenden Neuigkeiten: \u201eSpahn will Daten aller Kassenpatienten ohne Einwilligung f\u00fcr Forschung freigeben\u201c.[1] \u00dcberraschung? 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