{"id":183,"date":"2018-07-25T07:35:58","date_gmt":"2018-07-25T06:35:58","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=183"},"modified":"2018-07-25T07:35:58","modified_gmt":"2018-07-25T06:35:58","slug":"pharmastudien-wessen-brot-ich-ess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/pharmastudien-wessen-brot-ich-ess\/","title":{"rendered":"Pharmakonzerne zahlen \u00fcber 600 Millionen an deutsche \u00c4rzte"},"content":{"rendered":"<h2>Oder: Pharmastudien: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing<\/h2>\n<p>Das es ein Gesch\u00e4ft mit <a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/geschaeft-mit-wertlosen-studien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wertlosen und gekauften Medizinstudien<\/a> gibt, ist bereits l\u00e4nger bekannt. Langzeitbeobachtungen von verschiedenen Medizinstudien zeigen jetzt (wieder einmal), was die Lekt\u00fcre einzelner klinischer Pharmastudien in medizinischen Fachzeitschriften nicht vermag: <strong>Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing<\/strong>.<\/p>\n<h2>324 Studien: Ergebnisse differieren je nach Auftraggeber<\/h2>\n<p>Die amerikanischen Wissenschaftler <em>Paul M. Ridker <\/em>und <em>Jose Torres <\/em>von der <em>Harvard Medical School<\/em> in Bosten fanden anhand von 324 Studien, die zwischen 2000 und 2005 in den Zeitschriften &#8222;Jama&#8220;, &#8222;The Lancet&#8220; und &#8222;New England Journal of Medicine&#8220; erschienen sind, Verbl\u00fcffendes heraus&#8230;<\/p>\n<p><!--more-->Die ausgew\u00e4hlten Studien bewerteten neue Therapieformen f\u00fcr Herz-Kreislaufpatienten, wobei die Ergebnisse je nach Auftraggeber differierten.<\/p>\n<p>Studien, die von kommerziellen Organisationen beauftragt worden waren, favorisierten eindeutig das neue Medikament oder die neuen Behandlungsm\u00f6glichkeiten. 67,2% dieser Studien sprachen sich f\u00fcr die neue Therapie aus.<\/p>\n<p>Pharmastudien hingegen, die von nicht kommerziellen Auftraggebern geordert wurden beurteilten das neue Produkt weniger positiv. Hier wurden die neuen Behandlungen zu 49% positiv beurteilt und 51% negativ. Nachzulesen sind die detaillierten Ergebnisse der Bostoner Wissenschaftler in &#8222;<em>Reported Outcomes in Major Cardiovascular Clinical Trials Funded by For-Profit and Not-for-Profit Organizations: 2000-2005<\/em>&#8220; im &#8222;Journal of the American Medical Association&#8220; (Bd. 295, S. 2270-2274).<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Alle halten die Hand auf<\/h2>\n<p>Aber nicht nur die Forschungsinstitute bekommen ein Honorar von der Pharma-Industrie. Auch die Pr\u00fcf-\u00c4rzte machen ihre \u201eAnwendungsbeobachtungen\u201c (AWB) am Patienten nicht umsonst.<\/p>\n<p>Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA) nennt die Finanzierung dieser Studien eine \u201eunerl\u00e4ssliche\u201c \u201eZusammenarbeit zwischen \u00c4rzten und Unternehmen\u201c (vfa.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/pg-002-2016-forschende-pharma-unternehmen-setzen-transparenzkodex-um.html).<\/p>\n<p><strong>In Deutschland beteiligten sich 2015 etwa 13.000 Praxis-\u00c4rzte und 4.100 Krankenhaus-\u00c4rzte an 600 AWBs und 150 neue wurden initiiert.<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesamt-Volumen der Honorare wurde bisher immer so auf 50 bis 100 Millionen Euro gesch\u00e4tzt. Im Juni 2018 vermeldete dann das die &#8222;Freiwillige Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie (FSA) die Zahlen f\u00fcr 2017: <strong>605 Millionen Euro im Jahr.<\/strong> 2016 waren es &#8222;nur&#8220; 562 Millionen Euro. Und die Bereitschaft der \u00c4rzte und Kliniken dass deren Namen ver\u00f6ffentlicht werden sinkt immer weiter.<\/p>\n<p>Wie viele nicht-interventionellen Studien (NIS) es waren, unter die auch die AWBs fallen, kann nicht genau beziffert werden. Novartis zahlte 2015 die h\u00f6chste Summe f\u00fcr derartige Pseudo-Studien an \u00c4rzte: <strong>6 Millionen Euro<\/strong> bl\u00e4tterte die Marketing-Abteilung des Unternehmens daf\u00fcr hin. 2017 waren es 12 AWBs, die Novartis durchf\u00fchren lie\u00df, darunter war eine Datenerhebung \u00fcber die Wirksamkeit des Pr\u00e4parates Gilenya. Das Medikament ist bei Multipler Sklerose indiziert. Und mal nebenbei: Die MS kann geheilt werden &#8212; nach meiner Meinung. Gedanken dazu liefere ich im Beitrag dazu: <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/MS.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.naturheilt.com\/Inhalt\/MS.htm<\/a><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den AWB: Ziel der AWB ist ein Nachweis, dass bei Patienten, die zu Gilenya wechseln, eine deutliche Besserung der Beschwerden eintritt. F\u00fcr jeden der 1.500 Patienten, die die AWB erfasst, zahlt Novartis 2965 Euro an den behandelnden Arzt. Pfizer ist an diesem Punkt regelrecht geizig. Nur 650 Euro bekommt ein Pr\u00fcf-Arzt pro Patient, dem er das Antirheumatikum Enbrel verschreibt.<\/p>\n<p>Nicht nur der Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln soll auf diese Art gef\u00f6rdert werden. Auch frei verk\u00e4ufliche Medikamente werden \u00fcber den Umweg von NISn beworben. So betreibt STADA eine NIS zum Schlafmittel \u201c<a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/medikamente\/hoggar-night-wirkung-anwendung-und-nutzen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hoggar Night<\/a>\u201c und Omega Pharma bezahlt \u00c4rzte f\u00fcr die Empfehlung von GRANU FINK femina, nicht ohne offiziell Daten zu sammeln und dem Konzern zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n<h2>Die Taktik des &#8222;Verschleiern und Vermarkten&#8220;<\/h2>\n<p>Den effektivsten Kontakt zu \u00c4rzten bauen die Pharma-Referenten aus. Die &#8222;Klinkenputzer&#8220; werden von den Produzenten bekannterma\u00dfen f\u00fcrstlich bezahlt und k\u00f6nnen daher Zweifel an ihrem Tun gut verdr\u00e4ngen. Mit dem Koffer voller Werbegeschenke, worunter auch auch luxuri\u00f6se Weekend-Freizeiten f\u00fcr Mediziner sind, klappern die Pillenvertreter Praxen und Kliniken ab.<\/p>\n<p>Sie sind es, die die Mediziner auch mit Geldgeschenken k\u00f6dern und die Pr\u00e4parate in h\u00f6chsten T\u00f6nen loben. Neben- und Wechselwirkungen werden kaum erw\u00e4hnt, wenn \u00fcberhaupt kleingeredet oder ganz unter den Teppich gekehrt.<\/p>\n<h2>Gest\u00e4ndnisse eines &#8222;Medikamenten-Dealers&#8220;<\/h2>\n<p>Nur selten werden\u00a0Phamrareferenten\u00a0von Skrupeln gepackt und schmei\u00dfen den Job deswegen hin. Noch seltener gehen sie mit ihrem Insider-Wissen an die \u00d6ffentlichkeit. Eine davon ist die ehemalige Pharma-Referentin Gwen Olsen. In ihrem 2009 ver\u00f6ffentlichten Buch \u201eConfessions of an Rx Drug Pusher\u201c beschreibt sie die Verkaufs-Praktiken der Pharma-Branche und ihre Motivation den Job aufzugeben und statt dessen aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Das autobiografische Werk schildert detailliert auch den Leidensweg einer Nichte der Autorin. Es ist das Schicksal einer jungen Frau, die durch falsche Medikationen in den Tod getrieben wurde. Was mit einem <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/medikamente\/opioide-schmerzmittel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">opioiden Schmerzmittel<\/a> nach einem Unfall begann, endete in einer Sucht nach anderen Pharmaka.<\/p>\n<p>Die Psychiater behandelten Olsens Nichte allerdings wegen einer angeblichen bipolaren St\u00f6rung und dies \u201enat\u00fcrlich\u201c mit: Medikamenten. Immer tiefer geriet die Studentin in den Strudel von <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/medikamente\/psychopharmaka.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Psychopharmaka<\/a> (\u00fcber die ich ja bereits auch ausf\u00fchrlich berichtete!).<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bekam sie <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Depression.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Depressionen<\/a> und beging Selbstmord. Und das war Gwen Olsens Schl\u00fcsselerlebnis, das sie zu ihrem radikalen Neubeginn motivierte.<\/p>\n<p>Gwen Olsen zog aus der Trag\u00f6die in ihrer Familie den entscheidenden Schluss: wie n\u00e4mlich die Pharma-Branche \u00c4rzte dazu verleitet, falsche Diagnosen zu produzieren, um ihre Produkte zu verkaufen. Gerade im psychiatrischen Bereich sind die einzelnen Krankheitsbilder nur selten labortechnisch oder bildgebend klar herauszuarbeiten.<\/p>\n<p>Diese Grauzone ist das ideale Terrain f\u00fcr Manipulationen. Lohnt sich f\u00fcr den Psychiater die Verschreibung eines Pr\u00e4parates, kann er dies ohne Not mit einer klangvollen Diagnose rechtfertigen. Dadurch konnten die Anwendungen von Psychopharmaka bei Kindern in den letzten Jahren rasant zunehmen, wie Gwen Olsen beklagt.<\/p>\n<p>Freilich besch\u00e4ftigt sich die Autorin mit dem Ende der \u00f6konomischen Nahrungskette in der Pharma-Branche. Doch sie macht sich auch Gedanken um den Entwicklungsweg, den ein Arzneimittel bis zur Marktreife nimmt.<\/p>\n<p>Sie kritisiert, <strong>dass bei einem neuen Medikament nur etwa die H\u00e4lfte aller Nebenwirkungen bekannt seien<\/strong>. Das ist nur eine der Tatsachen, die gegen\u00fcber \u00c4rzten bewusst verschleiert werden soll. Gwen Olsen ist mittlerweile nicht mehr alleine, wenn sie die Praktiken der Medikamenten-Hersteller anprangert.<\/p>\n<p>Nicht nur Aussteiger wie sie beklagen den Missstand. International w\u00e4chst die Kritik an der Kumpanei zwischen Pharma-Branche und Medizinern. Im offiziellen Wortlaut ist die raffinierte Vermarktung nur eine Kooperation zwischen Medizinern und Herstellern, die letztlich dem Patienten-Wohl dienen soll.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>SPD-Experte: &#8222;&#8230; legale Form der Korruption&#8220;<\/h2>\n<p>Der SPD-Gesundheitspolitiker Dr. med. Karl Lauterbach findet f\u00fcr die \u201cunerl\u00e4ssliche Zusammenarbeit\u201c von \u00c4rzten und Pharma-Industrie andere Worte: Nach seiner Meinung seien die AWBs eine \u201elegale Form der Korruption\u201c. Denn f\u00fcr jeden Probanden kassiert der Arzt Geld und wird so eher geneigt sein, ein Medikament zu verschreiben.<\/p>\n<p>Lauterbach sieht in den vorget\u00e4uschten wissenschaftlichen Absichten eine Sch\u00e4digung der Patienten, die nicht sachgerecht versorgt werden. Zudem entst\u00fcnden den Krankenversicherungen ungerechtfertigte Kosten.<\/p>\n<p>Der Sozialdemokrat fordert daher schon l\u00e4nger eine Beschr\u00e4nkung der AWBs und eine Deckelung der Honorare. Seit 2017 kommen \u00e4hnliche Forderungen auch aus der Union. Die CDU-Gesundheitspolitikerin Maria Michalk beklagt, dass die freiwilligen Bestrebungen der Pharma-Industrie nach mehr Transparenz bisher nicht zufriedenstellend fruchteten.<\/p>\n<p>Gesetzliche Beschr\u00e4nkungen seien unerl\u00e4sslich. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen \u00c4rzteschaft, m\u00f6chte die AWBs vollends verbieten lassen. Eine Forderung der ich mich nur anschliessen kann!<\/p>\n<h2>Einladung zum Essen steigert den Pharma-Umsatz<\/h2>\n<p>Doch noch viel simpler kann die Einflussnahme der Marketing-Strategen sein: Schon eine Einladung zum Essen steigert die gew\u00fcnschte Verschreibungs-Quote. Das zeigt eine Untersuchung aus den USA an fast 300.000 \u00c4rzten (sueddeutsche.de\/wissen\/gesundheitswesen-wes-brot-ich-ess-1.3042404). Sogar die Qualit\u00e4t des verzehrten Men\u00fcs korreliert mit dem Umsatz, der mit den beworbenen Medikamenten gemacht wird.<\/p>\n<p>Den Image-Schaden wollen die Pharma-Unternehmen jetzt begrenzen. Die 54 VFA-Unternehmen haben sich zu einem \u201eTransparenzkodex\u201c durchgerungen und am 20. Juni 2016 erstmals Zahlen ver\u00f6ffentlicht. Demnach sind 2015 von allen 54 Produzenten gemeinsam 575 Mio. Euro an \u201e\u00c4rzte, Fachkreisangeh\u00f6rige sowie medizinische Organisationen und Einrichtungen\u201c geflossen.<\/p>\n<p>Wie viel davon auf die umstrittenen AWBs entfielen kann nur gesch\u00e4tzt werden. Wahrscheinlich sind es \u2013 wie oben bereits erw\u00e4hnt &#8211; zwischen 50 und 100 Millionen Euro. Alle Studien gemeinsam, die unter der Bezeichnung \u201cnicht-interventionellen Studien\u201c (NIS) zusammengefasst werden lie\u00dfen sich die Pharma-Konzerne\u00a0366 Mio. Euro kosten.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Es gibt ein B\u00fcndnis von \u00c4rzten, die sich dem kategorisch verweigern und ganz klar sagen: &#8222;<a href=\"https:\/\/mezis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mein Essen zahl ich selbst!<\/a>&#8222;. Sprechen Sie ihren Arzt einmal darauf an!<\/p>\n<h2>119 Millionen Euro f\u00fcr &#8222;Fortbildungen&#8220;<\/h2>\n<p>119 Mio. Euro spendierte die Arzneimittel-Industrie\u00a0f\u00fcr \u201eFortbildungen\u201c und 90 Mio. Euro gaben die Pharma-Firmen f\u00fcr \u201eVeranstaltungen, Spenden und Stiftungen\u201c aus. Zwischen dem 20. und 30. Juni 2016 ver\u00f6ffentlichen die einzelnen Arzneimittelhersteller noch eine genaue Aufschl\u00fcsselung ihrer Zahlungen f\u00fcr gute \u201eZusammenarbeit\u201c.<\/p>\n<p>Das zumindest hat der VFA angek\u00fcndigt. Erst an diesen Zahlen soll der Finanzfluss an \u201eeinzelne \u00c4rzte individuell nachvollziehbar\u201c sein. Eine Einschr\u00e4nkung wurde aber gleich hinzugef\u00fcgt: Die Erkl\u00e4rungen m\u00fcssen mit dem Datenschutz vereinbar sein (vfa.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/pg-002-2016-forschende-pharma-unternehmen-setzen-transparenzkodex-um.html).<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft das wohl jetzt: Der profitierende Arzt muss die Zustimmung zur Namensnennung geben. So bleiben extrem hohe Honorare wohl geheim, die den wahren Grund der Daten-\u00dcbermittlungen erkennbar machen k\u00f6nnten.\u00a0Die Erfahrungen zeigten sp\u00e4testens 2018, dass nur wenige \u00c4rzte der Weitergabe ihrer Vertrags-Daten zustimmen.\u00a0Das zeigt. wie man sich hier &#8222;Transparenz&#8220; vorzustellen hat!<\/p>\n<p>Ein Skandal ganz anderer Dimension wurde Anfang 2018 bekannt. Die griechische Justiz ermittelte schon seit einigen Jahren gegen Novartis wegen Korruption. Der Konzern soll Politiker und \u00c4rzte insgesamt mit einer dreistelligen Millionensumme bestochen haben, um Medikamenten-Preise zu erh\u00f6hen und Zulassungsverfahren f\u00fcr neue Pr\u00e4parate zu vereinfachen.<\/p>\n<p>Die Korruptions-Vorw\u00fcrfe beziehen sich auf die Jahre vor 2015 unter der konservativen Regierung von Premierminister Samaras. Der freilich hat alles sofort in Abrede gestellt und von Verleumdung gesprochen. Wenn das Parlament die Immunit\u00e4t der involvierten Abgeordneten aufhebt, k\u00f6nnen die Tatbest\u00e4nde hoffentlich vollst\u00e4ndig aufgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich wird sich der Ruf der ganzen Pharma-Branche dann nochmals verschlechtern (<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/griechenland-novartis-korruption-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/griechenland-novartis-korruption-103.html<\/a><u>)<\/u>.<\/p>\n<h4>Und wenn ihnen das noch nicht reicht, hier ein paar weitere Pharmaskandal-Leckerlis zum Thema:<\/h4>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/die-pharmaindustrie-wie-wir-patienten-belogen-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Pharmakartell \u2013 Wie wir Patienten belogen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/falschungsskandal-in-der-schmerzforschung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsskandale in der Schmerzforschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/bestechung-korruption-nobelpreis-medizin-200\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bestechung beim Medizin-Nobelpreis 2008?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/medikamentenskandal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medikamentenskandale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/medikamentenskandal\/gekaufte-aerzte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kauft die Pharma-Industrie niedergelasse \u00c4rzte?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde erstmalig am 8. Januar 2010 erstellt und letztmalig bearbeitet und erweitert am\u00a025.7. 2018.<\/p>\n<p>Bild: fotolia.com &#8211; BillionPhotos.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Pharmastudien: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing Das es ein Gesch\u00e4ft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien gibt, ist bereits l\u00e4nger bekannt. Langzeitbeobachtungen von verschiedenen Medizinstudien zeigen jetzt (wieder einmal), was die Lekt\u00fcre einzelner klinischer Pharmastudien in medizinischen Fachzeitschriften nicht vermag: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. 324 Studien: Ergebnisse differieren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1648,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[85,42,49],"class_list":["post-183","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-arzneimittel","tag-pharmakartell","tag-studien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=183"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1648"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=183"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}