{"id":1775,"date":"2019-04-30T18:41:56","date_gmt":"2019-04-30T17:41:56","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1775"},"modified":"2019-04-30T18:41:56","modified_gmt":"2019-04-30T17:41:56","slug":"kinder-ohne-computer-erziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/kinder-ohne-computer-erziehen\/","title":{"rendered":"Warum Programmierer aus dem Silikon Valley ihre Kinder ohne Computer erziehen"},"content":{"rendered":"<h1>Im Silicon Valley wird wieder analog gelernt<\/h1>\n<p>Die &#8222;Digitalisierung&#8220; wird ja als gro\u00dfer Fortschritt gefeiert. Und dieser Fortschritt soll auch an unseren Schulen Einzug halten. Ganz andere Priorit\u00e4ten setzten offenbar diejenigen, die es besser wissen sollten: Im Silicon Valley wird (wieder) analog gelernt. Es sind dort gerade die besser verdienenden Programmierer und IT-Spezialisten, die fest entschlossen sind, ihre Kinder ganz \u201eold scool\u201c in Schulen ohne Bildschirme zu schicken. Dass sie damit richtig liegen, zeigt die IQ-Entwicklung der letzten Jahre.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00dcber lange Jahre haben uns IQ-Tests immer h\u00f6here Leistungsf\u00e4higkeiten unserer Kinder bescheinigt. Doch \u201ezuf\u00e4llig\u201c mit dem Aufkommen und rasanten Ausbreitung der sozialen Medien wie Facebook, Twitter &amp; Co. knickt der erfreuliche Trend j\u00e4h nach unten ab.<\/p>\n<p>Der deutsche Hirnforscher Lutz J\u00e4ncke ist davon \u00fcberzeugt, dass unser Gehirn durch die schnellen Reiz\u00fcberflutungen desolat \u00fcberfordert ist, und der ehemalige Google-Ingenieur Tristan Harris gr\u00fcndete die Bewegung \u201e<a href=\"https:\/\/humanetech.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Time Well Spent<\/a>\u201c, um vor dem hohen Suchtpotenzial gerade von Smartphone-Apps eindringlich zu warnen.<\/p>\n<p>Die Apps sind bewusst so angelegt, dass Belohnungsmechanismen permanent die Dopamin-Rezeptoren im Gehirn ansprechen und so zu einer k\u00f6rperlichen wie auch psychischen Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchren. Der Bildungsforscher und Psychiater Manfred Spitzer spricht schon l\u00e4nger dar\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Schere zwischen Arm und Reich<\/h2>\n<p>Die sch\u00f6ne bunte Welt der neuen digitalen Medien l\u00e4sst sogar die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufklappen, was eine enorme gesellschaftliche Sprengkraft birgt. Hinzu kommt die sehr einfache totale Kontrollierbarkeit jedes einzelnen Menschen, ein Eldorado f\u00fcr jedes totalit\u00e4re Regime, das da mit Sicherheit eines Tages kommen mag, warum nicht auch mitten in Europa.<\/p>\n<p>Wer zum Beispiel das Bargeld abschaffen will, beteiligt sich aktiv an der auf uns alle zurollenden digitalen Verschw\u00f6rung. Geschichte wiederholt sich, weil sich die Struktur unseres Gehirns seit Jahrtausenden nicht ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Die meisten Bildungsminister der L\u00e4nder folgen dem aktuellen Mainstream, der da behauptet, der Frontalunterricht ist total antiquiert und geh\u00f6rt rigoros abgeschafft. Ergo stecken die Industrienationen jetzt ganz gezielt Milliarden in die Digitalisierung von Schulen und Universit\u00e4ten und schrecken nicht einmal vor den Kinderg\u00e4rten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In den Niederlanden waren die \u201eSteve-Jobs-Schulen\u201c ganz und gar hip, weil dort alle B\u00fccher durch iPads ersetzt wurden. Inzwischen geh\u00f6rt dieses Konzept aber schon der Vergangenheit an.<\/p>\n<p>Klammheimlich hat Google in den USA die Klassenzimmer mit Low-Cost-Laptops wie Chromebook und dem eigenen, Daten verschlingenden Betriebssystem erobert. Apple will dem in nichts nachstehen und unterst\u00fctzt weltweit ungef\u00e4hr 400 Bildungseinrichtungen (Tendenz steigend), die sogenannten \u201eApple Distinguished Schools\u201c, mit digitalen Lerntechnologien.<\/p>\n<p>Doch dort, wo der ganze Spuk mit Bill Gates und Steve Jobs seinen Anfang nahm, h\u00e4lt man jetzt inne und es macht sich sogar ein Umdenken breit. Die Mitarbeiter in den h\u00f6heren Etagen von Tech-Konzernen wie Apple, Google oder Yahoo schicken ihre Kinder auf Schulen, die bewusst auf technologiefreie Lernumgebung setzen.<\/p>\n<p>So nimmt es nicht Wunder, dass ausgerechnet Waldorf-Schulen im Silicon Valley boomen. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist die \u201eCanterbury Christian School\u201c in Los Altos. I<strong>n keinem Klassenzimmer findet man dort einen Laptop oder ein Smartphone<\/strong>, daf\u00fcr werden allmorgendlich Bibelverse zitiert.<\/p>\n<p>Ihre besorgten Eltern haben sich deshalb f\u00fcr diese Schule entschieden, weil sie wissen, dass digitale Technologien die Entwicklung und Konzentrationsf\u00e4higkeit ihrer Kinder nachhaltig sch\u00e4digen. Diese neue \u201eLow-Tech-Bewegung\u201c kommt nicht von ungef\u00e4hr.<\/p>\n<p>Keine Geringeren als Apple-Gr\u00fcnder Steve Jobs und Bill Gates (Microsoft) erzogen ihre Kinder bewusst technikfrei. Die T\u00f6chter von Bill Gates erhielten ihr erstes Handy erst mit 14 Jahren, w\u00e4hrend Steve Jobs seinen Kindern das neue iPad strikt verbot. Es sollte einem schon zu denken geben, dass ausgerechnet diese IT-Avangardisten ihre eigenen Kinder dem Teufelskreis entzogen haben.<\/p>\n<h2>Verbl\u00f6den uns die digitalen Medien?<\/h2>\n<p>Die oben erw\u00e4hnten IQ-Tests zeichnen f\u00fcr das gesamte 20. Jahrhundert eine stetig aufsteigende Kurve. F\u00fcr die Industrienationen bedeutete dies konkret, dass jede Folgegeneration stets etwas intelligenter war als deren Elterngeneration. Entdeckt und ver\u00f6ffentlicht (1987) hat dies der Wissenschaftler James Flynn und deshalb sprechen wir in diesem Zusammenhang vom Flynn-Effekt.<\/p>\n<p>Aller Begeisterung dar\u00fcber zum Trotz folgte die Trendwende auf dem Fu\u00df, denn seit Beginn der 1990er Jahre sinkt der durchschnittliche Intelligenzquotient wieder ab.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h3>Das Gehirn arbeitet langsamer<\/h3>\n<p>Anfang April 2019 pr\u00e4sentierte nun die deutsche Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c eine Erkl\u00e4rung des Ph\u00e4nomens. W\u00e4hrend die k\u00fcnstliche Intelligenz t\u00e4glich \u00fcber immer gr\u00f6\u00dfere Leistungen staunen l\u00e4sst, arbeitet das Gehirn der Menschen immer langsamer.<\/p>\n<p>Die digitale Reiz\u00fcberflutung lenkt uns st\u00e4ndig ab und durchst\u00f6\u00dft unsere Konzentrationsf\u00e4higkeit. Die meisten Menschen haben es schon selbst bemerkt, dass sie ein Buch ganz anders lesen als einen Artikel auf dem Bildschirm. Hinzu kommen noch die st\u00e4ndigen Werbeeinblendungen zum Beispiel mit animierten GIFs. Gewiss wird es dar\u00fcber eines Tages Studien geben, die dann belegen, bei wie vielen Menschen Nervenkrankheiten durch dieses \u201eGezappel am Rande\u201c ausgel\u00f6st wurden.<\/p>\n<p>Ebenfalls Einfluss auf den IQ hat unsere Schilddr\u00fcse. Sie braucht bekanntlich Jod, um Hormone zu produzieren. Wenn es einer schwangeren Frau an dem Halogen mangelt, kann das Gehirn des Kindes nicht richtig heranreifen. Daher wird Speisesalz hierzulande etwas mit Jod versetzt. Doch auf unsere Schilddr\u00fcse lauern noch andere Gefahren. In Pestiziden und Flammschutzmitteln sind hormonver\u00e4ndernde Substanzen enthalten, die einen sehr negativen Einfluss auf unsere Schilddr\u00fcse haben.<\/p>\n<h3>Was sagen Neuropsychologen dazu?<\/h3>\n<p>Der Neuropsychologe Lutz J\u00e4ncke lehrt und arbeitet an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Er h\u00e4lt nichts davon, zu sagen, die Menschen werden im Durchschnitt d\u00fcmmer oder intelligenter. Immerhin haben sich die IQ-Tests und deren Bewertungsgrundlagen \u00fcber die Jahrzehnte stark ver\u00e4ndert, sodass die dabei herauskommenden Zahlenwerte nicht wirklich vergleichbar sind. Insofern k\u00f6nnte der R\u00fcckgang der IQ-Werte einfach nur ein Messproblem sein. Die Auswirkungen von hormonaktiven Stoffen, das betrifft auch die Diskussionen um den Jodmangel, sind zurzeit noch reine Spekulation.<\/p>\n<p>Das Internet scheint mit seiner Flut von Reizen das gr\u00f6\u00dfte Problem darzustellen, denn es lenkt uns immerzu vom fokussierten Denken ab. Selbstdisziplin und Konzentration m\u00fcssen im Prinzip jeden Tag einge\u00fcbt werden. Schl\u00e4gt dies fehl, hat das einen enormen Einfluss auf das Ergebnis eines IQ-Tests.<\/p>\n<p>Menschen, die viel multimedial unterwegs sind, verlieren sogar ihre F\u00e4higkeit des Multitaskings. Man sollte bei all diesen Diskussionen immer bedenken, dass wir biologisch noch das gleiche Gehirn wie der Homo sapiens sapiens vor 45.000 Jahren in unseren K\u00f6pfen tragen. F\u00fcr Multitasking sind wir eigentlich nicht konstruiert. Wer sich dennoch dazu zwingt, \u00fcberfordert sich selbst.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Reiche schicken ihre Kinder heute in analoge Privatschulen<\/h2>\n<p>Es gibt gute Gr\u00fcnde, die Nutzung mobiler Endger\u00e4te zeitlich zu begrenzen. Der relativ hohe Blauanteil des Lichts des Displays sch\u00e4digt die Augen und hemmt die Aussch\u00fcttung des Schlafhormons Melatonin. Wie das Nervensystem von Kindern auf die \u201edigitale Revolution\u201c reagiert, dazu gibt es noch keine Langzeitstudien, gerade auch im Hinblick auf den \u201eElektrosmog\u201c so dicht am Kopf.<\/p>\n<p>Doch was gerade mit der Gesellschaft passiert, das zeichnet sich so langsam ab. Common Sense Media fertigte dazu n\u00e4mlich in den USA eine Studie an, die zu dem denkw\u00fcrdigen Ergebnis kam, dass Teenager aus einkommensschwachen Familien ihre Augen im Durchschnitt mehr als acht Stunden pro Tag auf Bildschirme richten. Bei den Jugendlichen aus wohlhabenderen Familien lag diese Zeit bei fast sechs Stunden.<\/p>\n<p>Und in der Tat ist Mediennutzung heute zum Billigprodukt f\u00fcr jedermann geworden. Dagegen ist Klavier-Einzelunterricht an einem echten mechanischen Fl\u00fcgel oder die aktive Mitgliedschaft in einem Sportverein schon fast zum Luxus geworden. So in etwa argumentiert auch der Politikwissenschaftler Andre Wilkens in seinem 2015 erschienenen Buch \u201eAnalog ist das neue Bio\u201c.<\/p>\n<p>Er spricht von einer neuen digitalen Schere, die sich zwischen den Normalos und jenen, die es sich leisten k\u00f6nnen, nicht st\u00e4ndig digital zu sein, auftut. Die Digitalisierung erf\u00e4hrt (wahrscheinlich schon l\u00e4ngere Zeit) eine soziale Dimension in der Form, dass das \u201edigitale Prekariat\u201c via Online-Kurse lernt, w\u00e4hrend sich die Elite-Kinder, so wie fr\u00fcher, analoge Privatschulen leisten.<\/p>\n<h3>Das Thema Chancengleichheit ist aktueller denn je zuvor<\/h3>\n<p>Wer sich das bisher Gesagte einmal auf der Zunge zergehen l\u00e4sst, kommt wahrscheinlich selbst auf die Idee, was alle Eltern tun k\u00f6nnen, um dieser traurigen Entwicklung entgegenzuwirken. Unsere Kinder sollen unbedingt lernen, sich stets auf das zu konzentrieren, was sie gerade tun. Daraus ergibt sich zwingend der zweite wichtige Schritt, n\u00e4mlich das Wesentliche von dem Unwichtigen klar zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Es gibt mehrere interessante Arbeiten, die aufzeigen, dass sich die Ergebnisse von Intelligenztests signifikant durch das \u00dcben der L\u00f6sung komplizierter Aufgaben steigern lassen. Wenn eines Tages die neuronalen Grundlagen der Intelligenz identifiziert sind, wird man daran gehen, das Ma\u00df der Intelligenz eines Menschen zu beeinflussen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man bislang immer davon ausging, dass die Intelligenz zu ungef\u00e4hr 70 Prozent vererbt und mit 30 Prozent durch die Umwelt bestimmt wird, ist das alles wahrscheinlich sehr viel komplexer. Wir wissen, dass die Ern\u00e4hrung, also zum Beispiel das Angebot an Proteinen, eine Rolle spielt und nat\u00fcrlich das Ausma\u00df und die Qualit\u00e4t, wie das kindliche Gehirn von au\u00dfen stimuliert wird.<\/p>\n<p>Das Gehirn braucht immerzu Anregungen, die d\u00fcrfen auch mal digital sein, aber ganz wichtig ist die haptische Einbeziehung unserer komplexen Sensorik und dazu geh\u00f6ren Riechen, Schmecken, Ber\u00fchren, F\u00fchlen, H\u00f6ren und Sehen.<\/p>\n<p><strong>Das gleichzeitige Bedienen von WhatsApp, YouTube und Music-Download ist dagegen auf Dauer kontraproduktiv f\u00fcr die Entwicklung der Konzentrationsf\u00e4higkeit.<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberdies hat das Ganze mit sozialer Aktivit\u00e4t eher wenig zu tun und mit sozialem Engagement schon gar nicht. Das Selfie auf Instagram ist absolut nicht vergleichbar mit einem physischen Treffen mit anderen Menschen, denn unser Gehirn und unsere Empfindungsebenen sind f\u00fcr den direkten Umgang miteinander konstruiert.<\/p>\n<p>Was an dieser Stelle unbedingt angesprochen werden muss: Die gesunde Gehirnentwicklung ist geradezu auf viel k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t angewiesen. Wer sich viel drau\u00dfen bewegt und Sport treibt, muss das planen und organisieren, den inneren Schweinehund \u00fcberwinden, seine Mahlzeiten und Schlafzeiten optimal danach ausrichten sowie die optimale Bekleidung danach ausw\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Das und viele andere kognitive Aktivit\u00e4ten werden durch das Stirnhirn geregelt. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch \u00e4u\u00dferst intelligente Menschen wie Steven Hawking, die sich extrem wenig bewegen, aber seine Geschichte ist eine ganz besondere.<\/p>\n<p>Dass wir alle schon lange dazu neigen, unser Ged\u00e4chtnis auf externe Festplatten auszulagern, die auch gern mal zum Crash neigen, ist eine fatale Entwicklung, die sich zunehmend r\u00e4chen wird. W\u00e4hrend die Kinder fr\u00fcher mit unz\u00e4hligen Gedichten \u201egequ\u00e4lt\u201c wurden, ihr Ged\u00e4chtnis zu trainieren, geschieht dies heute in den Schulen \u00fcberhaupt nicht mehr mit dem Hinweis darauf, dass doch jeder alles jederzeit im Internet \u00fcberaus bequem aufrufen kann.<\/p>\n<p>Allein, bei defektem Akku oder vergessenem iPhone kann kaum ein Kind seine Mutter anrufen, weil es nicht einmal diese eine Telefonnummer im Kopf hat.<\/p>\n<p>Befragt man Lehrer zu diesem Thema, die sich eingehend mit der Unterrichtung von Inklusionskindern besch\u00e4ftigen, also auch solchen Kindern, die mit besonderen Lernschwierigkeiten zu k\u00e4mpfen haben, erf\u00e4hrt man immer wieder diesen interessanten Hinweis:<\/p>\n<p>Diese Lehrer bevorzugen unisono die gute alte\u00a0 Kreidetafel, weil man komplexere Zusammenh\u00e4nge auf ihr ganz langsam entwickeln kann. Diesen Kindern den Schulstoff auf drei fertig durchgestylten PowerPoint-Folien an den Kopf zu knallen, ist v\u00f6llig sinnlos. Aber das Diagramm in jenem abgestimmten Tempo neu entstehen zu lassen, das der individuellen Auffassungsgabe ihres Sch\u00fclers entspricht, f\u00fchrt dazu, dass sich das Bild ins Ged\u00e4chtnis des Sch\u00fclers \u201eeinbrennt\u201c und jederzeit wieder abrufbar ist.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der Digitalisierungswahn in den Schulen ist nach den vorliegenden Erkenntnissen keine gute Idee und sollte dringend hinterfragt werden. Die Abnahme der Intelligenz ist f\u00fcr eine &#8222;Bildungsnation&#8220; wie Deutschland eine Katastrophe. Da frage ich mich, wo die Priorit\u00e4ten der Bildungsminister liegen?<\/p>\n<p>Klar: Die Abnahme der Intelligenz ist sicher nicht nur der Digitalisierung geschuldet. Da gibt es noch eine ganze Menge weiterer Faktoren, auf die ich bereits in meinem Beitrag &#8222;<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wir-werden-immer-duemmer\/\">Intelligenz: Wir werden immer d\u00fcmmer, oder: Die v\u00f6llig verbl\u00f6dende Bev\u00f6lkerung&#8220;<\/a> eingegangen bin.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Bild: 123rf.com &#8211; soleg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Silicon Valley wird wieder analog gelernt Die &#8222;Digitalisierung&#8220; wird ja als gro\u00dfer Fortschritt gefeiert. 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