{"id":1758,"date":"2020-03-22T19:57:01","date_gmt":"2020-03-22T18:57:01","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1758"},"modified":"2020-03-22T19:57:01","modified_gmt":"2020-03-22T18:57:01","slug":"genf-verbietet-bau-von-5g","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/genf-verbietet-bau-von-5g\/","title":{"rendered":"Schweizer Kanton Genf verbietet den Bau von 5G &#8211; dennoch: b\u00fchnenreife Tricks der Schweizer Mobilfunk-Industrie"},"content":{"rendered":"<p>Was ich letztes Jahr noch nicht f\u00fcr m\u00f6glich hielt: Es wird endlich \u00fcber die Auswirkungen der 5G Mobilfunktechnologie diskutiert!<\/p>\n<p>Im ersten Beitrag (August 2018) schrieb ich noch: <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/5g-mobilfunk-gesundheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5G Mobilfunk &#8211; Alle jubeln, aber kaum jemand wei\u00df wirklich Bescheid<\/a>.<\/p>\n<p>Im Oktober 2018 hatte ich dann einen Beitrag nachgelegt, in dem ich zu meiner gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung feststellen und mitteilen konnte, dass jetzt sogar Schulmediziner erhebliche gesundheitliche Bedenken der neuen 5G-Mobilfunk-Technologie entgegenbringen und deshalb einen Baustopp fordern: <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/aerzte-fordern-baustopp-fuer-5g\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c4rzte fordern Baustopp f\u00fcr 5G Mobilfunk-Technologie<\/a>.<\/p>\n<p>So etwas fordern, auch wenn es sich hier um etablierte Schulmediziner handelt, ist eine Sache. Die andere ist das Tandem von Politik und Industrie, deren Aufgabe es zu sein scheint, die Gesch\u00e4ftsinteressen der Konzerne durchzusetzen. Es w\u00e4re nicht das erste Mal, dass gesundheitliche Belange vollkommen ausgeblendet werden, weil &#8222;das Gesch\u00e4ft&#8220; oberste Priorit\u00e4t genie\u00dft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Das 5G Bauverbot im Kanton Genf (Schweiz)<\/h2>\n<p>Jetzt scheint es ersten praktischen Widerstand seitens der Politik gegen den Bau von 5G-Antennen zu geben &#8211; aber nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Dieser Widerstand begrenzt sich momentan noch auf den Kanton Genf, der ein \u201e5G-Verbot\u201c ausgesprochen hat.<\/p>\n<p>Das Parlament vom Kanton Genf hat auf einer Abstimmung mit 58 gegen 28 Stimmen beschlossen, einen Baustopp auszusprechen. Die Genfer wollen erst einmal unabh\u00e4ngige wissenschaftliche Erkenntnisse geliefert bekommen, die nachweisen, dass unter 5G gesundheitliche Sch\u00e4den auszuschlie\u00dfen sind.<\/p>\n<p>Interessant ist hier, dass man in der Schweiz zu wissen scheint, dass wissenschaftliche Erkenntnisse alleine keine Garantie f\u00fcr Objektivit\u00e4t sind. Daher die Forderung nach unabh\u00e4ngigen wissenschaftlichen Erkenntnissen! Und um genau diese Studien zu erhalten, hat sich die Genfer Regierung an die WHO gewendet. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da der Hauptsitz der WHO in Genf zu suchen ist. Da bietet es sich an, Hilfe beim \u201eNachbarn\u201c zu suchen. Ob das dann der richtige Ansprechpartner ist, das sei einmal dahingestellt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Zumindest in Fragen \u201eunabh\u00e4ngige wissenschaftliche Studien\u201c gibt es Gr\u00fcnde f\u00fcr Zweifel. Warum? Weil die WHO selbst nicht unabh\u00e4ngig ist. Dies hatte ich bereits in diesem Beitrag ausf\u00fchrlich diskutiert:<\/p>\n<p><a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/who-pandemie-und-ebola-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die WHO, die Pandemie und Ebola<\/a>. Das Verhalten der WHO bei der Schweinegrippe im Jahr 2009, wo sie zur Freude der Industrie (oder auf deren Veranlassung?) eine f\u00fcr die Industrie eintragsreiche Pandemie ausrief, ist die Spitze des Eisbergs von WHO-Aktivit\u00e4ten, die nicht gerade vertrauensf\u00f6rdernd sind: <a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/schweinegrippe-skandal-danach\/\">Schweinegrippe &#8211; Der Skandal danach<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schweizer Mobilfunkbetreiber ist dies erst einmal eine bittere Pille. Wie es aussieht haben sie einen gewissen Anteil an dieser Entwicklung, bedingt durch selbst produzierte Werbel\u00fcgen. So scheinen zu wenige im Genfer Parlament die Angaben der Betreiber zu schlucken, dass 5G dasselbe sei wie 4G. Wenn es dasselbe ist, warum wird dann so viel Geld in diese neue Technologie investiert, die ja dann doch nicht zu neu ist?<\/p>\n<p>Das Genfer Parlament geht davon aus, dass die Umwelt unter 5G speziell aber auch im Allgemeinen immer st\u00e4rker belastet wird, weshalb es entsprechende Studien ben\u00f6tigt, die das Ausma\u00df und die Wirkungen dieser Belastungen (auch bei Tieren!) beschreiben.<\/p>\n<h2>B\u00fchnenreife Tricks der Schweizer Mobilfunk-Industrie<\/h2>\n<p>Die \u201eNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201c vom 7. Februar 2020 berichtet von einem \u201eZaubertrick\u201c der Schweizer Mobilfunk-Industrie. Denn die Zahl der 5G-Antennen war im neuen Jahr pl\u00f6tzlich auf rund 2300 hochgeschnellt, obwohl es in einigen Kantonen ein Moratorium f\u00fcr diese neue Technologie gibt (5G Mobilfunk &#8211; 180 Wissenschaftler aus 36 L\u00e4ndern fordern einen Stopp des Ausbaus).<\/p>\n<p>Und das, wo die Schweiz praktisch als ein \u201e5G-freies\u201c Land galt, wie die 5G-Gegner im November letzten Jahres verk\u00fcnden konnten.<br \/>\nJetzt stellt sich die Frage, wieso trotz Moratorium und massenhaftem Einspruch der Schweizer Eidgenossen so viele 5G-Antennen aufgetaucht sind?<\/p>\n<p>Verursacher dieses \u201eWunders\u201c war die Swisscom, der gr\u00f6\u00dfte Schweizer Telekom-Konzern. Der hatte einen kleinen Trick im \u00c4rmel: Man installierte die \u00fcbliche Form der Antennen (f\u00fcr 4G) und machte diese und die alten, schon installierten Antennen \u00fcber ein Software-Update \u201e5G-f\u00e4hig\u201c. Und Abrakadabra &#8211; die Schweiz hat die von der Swisscom versprochene 90-prozentige Abdeckung mit 5G zur Jahreswende.<\/p>\n<p>Aber die neuen Antennen sind doch verboten, oder vielleicht doch nicht? Die Aufl\u00f6sung des Geheimnisses: Aufgrund des Software-Updates waren keine neuen 5G-Antennen notwendig, f\u00fcr die eine Baubewilligung h\u00e4tte eingeholt werden m\u00fcssen und deren Installation bislang nicht genehmigt ist. Da taucht nat\u00fcrlich sofort die Frage auf, warum m\u00fcssen 5G-Antennen installiert werden, wenn man 5G \u00fcber Software-Updates mit Hilfe der alten Antennen platzieren kann?<\/p>\n<p>Antwort: Weil dieses 5G anscheinend kein echtes 5G ist. Ich hatte bereits erw\u00e4hnt, dass die Frequenzen von 5G einen viel geringeren Abstand der jeweiligen Antennen notwendig machen und somit den Antennenwald signifikant vergr\u00f6\u00dfern. Dieses neue \u201eFake-5G\u201c wird vom Konzern als \u201e5G-wide\u201c verkauft und suggeriert, dass es sich hier um ein echtes 5G handelt.<\/p>\n<p>Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Erweiterung von 4G (4G+)<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/LTE-Advanced\" name=\"_ftnref1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">[2]<\/a> , bei dem angeblich h\u00f6here Daten\u00fcbertragungsraten erm\u00f6glicht werden. Aber laut Beitrag der \u201eNeuen Z\u00fcrcher Zeitung\u201c sind die Unterschiede in der Geschwindigkeit im Vergleich zum alten 4G kaum der Rede wert.<\/p>\n<p>Um 5G landesweit zu platzieren, m\u00fcssen nicht nur die dazu notwendigen Antennen dichter aneinander r\u00fccken, sondern mit der daraus sich ergebenden Mobilfunkstrahlung, die signifikant zunehmen wird, m\u00fcssen auch die bislang g\u00fcltigen Grenzwerte erh\u00f6ht werden. Allein dieser Sachverhalt zeigt, dass hier ein gewaltiges Mehr an gesundheitlichen Komplikationen zu erwarten ist, falls 5G und erh\u00f6hte Grenzwerte durchgesetzt werden.<\/p>\n<p>Naja, wenn die Swisscom behauptet, bereits jetzt 5G in der Schweiz zu 90 Prozent eingef\u00fchrt zu haben, was ja das Ziel zum Jahresende war, dann gibt es also keinen Grund mehr, das \u201erichtige\u201c 5G einzuf\u00fchren, oder? Jedenfalls d\u00fcrfte ein Ausbau in dieser Richtung jetzt erst recht mit etlichen f\u00fcr die Mobilfunk-Industrie unangenehmen Fragen verbunden sein.<\/p>\n<h2>Das Moratorium in Genf<\/h2>\n<p>Der \u201eSchweizer Bauer\u201c<a href=\"https:\/\/www.schweizerbauer.ch\/politik--wirtschaft\/agrarpolitik\/genf-beschliesst-5g-moratorium-55926.html\" name=\"_ftn1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">[3]<\/a> berichtete am 28. Februar 2020, dass Genf jetzt ein 5G-Moratorium beschlossen hat. Dieses soll drei Jahre dauern und schlie\u00dft neben 5G auch 4G+ mit ein. Beschlossen wurde dies vom gro\u00dfen Rat am 27. Februar 2020 mit 60 Ja-Stimmen und 35 Nein-Stimmen (eine Enthaltung). So sch\u00f6n dieses Ergebnis erscheinen mag, scheint es hier einen Pferdefu\u00df zu geben.<\/p>\n<div>Denn ein Ratsmitglied gab zu bedenken, dass man jetzt zwar mit diesem Beschluss in der Lage sei, f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Jahre die Genehmigung f\u00fcr Antennenumr\u00fcstung und Antennenbau f\u00fcr 5G (und 4G+) zu verweigern, aber dass das Ganze ohne rechtliche Grundlage erfolgt. Das hei\u00dft, dass unter Umst\u00e4nden ein Gericht dieses Moratorium aufheben kann.<\/div>\n<p>Oder aber die Schweizer Mobilfunk-Industrie findet neue Tricks, wie bereits oben beschrieben, mit denen diese H\u00fcrde au\u00dfer Kraft gesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/gesundheitsschaedliche-wellen-kanton-genf-verbietet-bau-von-5g-antennen-vorerst?fbclid=IwAR3OPAm11zG6_xfTvSXexcXB5-AZ_5a6dF4nUu0NrNWoE7TE7vExLgGk1FY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gesundheitssch\u00e4dliche Wellen? &#8211; Kanton Genf verbietet Bau von 5G-Antennen \u2013 vorerst &#8211; News &#8211; SRF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/LTE-Advanced\" name=\"_ftn1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">[2]<\/a><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/gesundheitsschaedliche-wellen-kanton-genf-verbietet-bau-von-5g-antennen-vorerst?fbclid=IwAR3OPAm11zG6_xfTvSXexcXB5-AZ_5a6dF4nUu0NrNWoE7TE7vExLgGk1FY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/LTE-Advanced\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0 LTE-Advanced-Wikipedia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201017031917\/https:\/\/www.schweizerbauer.ch\/politik--wirtschaft\/agrarpolitik\/genf-beschliesst-5g-moratorium-55926.html\" name=\"_ftn1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">[3] Genf beschlie\u00dft 5G Moratorium<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ich letztes Jahr noch nicht f\u00fcr m\u00f6glich hielt: Es wird endlich \u00fcber die Auswirkungen der 5G Mobilfunktechnologie diskutiert! Im ersten Beitrag (August 2018) schrieb ich noch: 5G Mobilfunk &#8211; Alle jubeln, aber kaum jemand wei\u00df wirklich Bescheid. 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