{"id":1733,"date":"2020-08-07T14:26:10","date_gmt":"2020-08-07T13:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1733"},"modified":"2020-08-07T14:26:10","modified_gmt":"2020-08-07T13:26:10","slug":"ich-kanns-auch-schon-nicht-mehr-hoeren-aber-es-ist-zum-kotzen-glyphosat-und-die-mauschelbande","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/ich-kanns-auch-schon-nicht-mehr-hoeren-aber-es-ist-zum-kotzen-glyphosat-und-die-mauschelbande\/","title":{"rendered":"Ich kann\u00b4s auch schon nicht mehr h\u00f6ren, aber es ist zum KOTZEN: Glyphosat und die Mauschelbande"},"content":{"rendered":"<p>Man hat es angeblich immer wieder festgestellt und es uns immer wieder einzutrichtern versucht: Glyphosat ist angeblich ganz wunderbar, unsch\u00e4dlich, unbedenklich, einfach unverzichtbar. Wie \u201ewunderbar, unbedenklich und unverzichtbar\u201c es ist, das habe ich in den letzten Jahren mehrmals versucht in einigen Beitr\u00e4gen zu \u201ebelegen\u201c:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/glyphosat-gift-und-gentechnik-ausser-kontrolle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glyphosat \u2013 Gifte und Gentechnik au\u00dfer Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/glyphosat-sicher-unsicher-2014\/\">Glyphosat \u2013 sicher unsicher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/blog\/glyphosat-gift-im-bier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glyphosat-Gift im Bier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/glyphosat-im-broetchen-unser-taegliches-gift-gib-uns-heute\/\">Glyphosat im Br\u00f6tchen \u2013 Unser t\u00e4gliches Gift gib uns heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/genpflanzen-sollen-pestizideinsatz-reduzieren\/\">Genpflanzen sollen Pestizideinsatz reduzieren \u2013 Wahnsinn mit Methode?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/politiker-entdecken-herbizide-sind-doch-gesund\/\">Politiker entdecken: Herbizide sind doch gesund<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Glauben Sie wirklich noch, dass man &#8222;uns&#8220; die Wahrheit erz\u00e4hlt? Von Giftmischern? Die auch noch Milliarden damit verdienen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>EFSA und die Geheimstudien<\/h2>\n<p>Die EU-Lebensmittelbeh\u00f6rde (EFSA) hatte Studien veranlasst, die sich etwas intensiver mit Glyphosat auseinandergesetzt hatten. Diese Studien sind nie ver\u00f6ffentlicht worden, und &#8211; was umso bedenklicher ist &#8211; sollen auch nie das Licht der \u00d6ffentlichkeit erblicken.<\/p>\n<p>Solche Praktiken sind ja eigentlich nicht neu. Ich hatte bereits einige Male dar\u00fcber informiert, wie zum Beispiel hier:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/boese-buben-pharmaindustrie-beim-schummeln-erwischt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die &#8222;b\u00f6sen Buben&#8220; der Pharmaindustrie beim Schummeln erwischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/pfizer-verweigert-studienergebnisse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pfizer verweigert Studienergebnisse<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Geheimhaltung durch die Regierungsbeh\u00f6rde, erinnert an die Praktiken der Pharmaindustrie. Die Begr\u00fcndung, warum Erkenntnisse \u00fcber Glyphosat nicht an die \u00d6ffentlichkeit gelanden sollten, lautete lapidar, dass eine Ver\u00f6ffentlichung die \u201eGesch\u00e4fts- und Finanzinteressen der Hersteller\u201c gef\u00e4hrden w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Aber es kam noch besser: Laut \u201eSpiegel\u201c-online hatte die Bundesregierung kr\u00e4ftig mitgeholfen, die Glyphosat-Studien geheim zu halten.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> In dem Beitrag vom Dezember 2017 berichtete der \u201eSpiegel\u201c, dass die EFSA Glyphosat als vollkommen unbedenklich erkl\u00e4rt hatte, aber dennoch die dazu erarbeiteten Studien nicht publizierte.<\/p>\n<p>Was man zu diesem Zeitpunkt lediglich wusste, war, dass die Studien vom Hersteller Monsanto selbst verfasst worden waren. Oder mit anderen Worten: Hier durfte der Hersteller eine Selbstbeweihr\u00e4ucherung in Form von Studien zelebrieren, wovon nur die Selbstbeweihr\u00e4ucherung, nicht aber die Studien an die \u00d6ffentlichkeit weitergereicht wurden.<\/p>\n<p>Und es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Verhinderung der Ver\u00f6ffentlichung dieser Studien deshalb unternommen wurde, weil eine Ver\u00f6ffentlichung den Selbstbeweihr\u00e4ucherungscharakter der Studien offenlegen und damit die Grundlage f\u00fcr die Zulassung auf \u00e4u\u00dferst wackeligem Fundament stehen w\u00fcrde. Denn ohne Zulassung kein Verkauf, kein Gesch\u00e4ft &#8211; und damit eine Beschneidung von \u201eGesch\u00e4fts- und Finanzinteressen\u201c.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt gab es 4 Gr\u00fcne Europa-Abgeordnete, die auf eine Herausgabe der Studien beim Europ\u00e4ischen Gerichtshof geklagt hatten. Der Europ\u00e4ische Gerichtshof lie\u00df die Hersteller (Monsanto und Cheminova) als sogenannte \u201eStreithelfer\u201c im Verfahren zu.<\/p>\n<p>Als solche durften sie ihre Version einbringen, warum ihre Studien von der EFSA unter Verschluss gehalten werden sollten. Wie es aussieht, gab es hier die Benennung von Zeugen, die als Unterst\u00fctzer der EFSA benannt wurden. Und einer dieser Zeugen war: die deutsche Bundesregierung! Ach was?<\/p>\n<p>Auf Befragung, warum die Bundesregierung diese Geheimhaltung unterst\u00fctzt, gab das Bundeslandwirtschaftsministerium eine \u00e4u\u00dferst \u201eerhellende\u201c Erkl\u00e4rung: \u201e<em>\u00dcber die Hintergr\u00fcnde f\u00fcr einzelne prozessuale Schritte gibt die Bundesregierung grunds\u00e4tzlich keine Auskunft.<\/em>\u201c Ja, ist klar! UNd warum Sie das nicht tut ist mir noch klarer.<\/p>\n<p>Zuvor hatte der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU im EU-Ministerrat zu einer Verl\u00e4ngerung der Glyphosat-Zulassung zugestimmt und sie damit erst erm\u00f6glicht, obwohl eine ausdr\u00fcckliche Weisung bestand, sich beim Votum zu enthalten.<\/p>\n<p>Die 4 Gr\u00fcnen, die die Klage angestrengt hatten, argumentierten, dass es sich bei den Studien um umweltrelevante Themen handele, bei denen das \u00f6ffentliche Interesse h\u00f6her einzusch\u00e4tzen sei als private Gesch\u00e4ftsinteressen. Und einer der 4 Gr\u00fcnen Abgeordneten, Sven Giegold, brachte das Verhalten der Bundesregierung auf den Punkt: \u201e<em>Die Bundesregierung stellt den Schutz von Lobbyinteressen \u00fcber den Schutz von Gesundheit und Umwelt.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Game over!? Europ\u00e4ischer Gerichtshof entscheidet, dass geheime Studien herausgegeben werden m\u00fcssen&#8230;<\/h2>\n<p>Der Europ\u00e4ische Gerichtshof hatte entschieden, dass die EFSA die geheim gehaltenen Studien herausgeben muss. Die Richter begr\u00fcndeten ihre Entscheidung damit, dass das \u00f6ffentliche Interesse in diesem Fall \u00fcber das industriell-private Interesse einzuordnen ist.<\/p>\n<p>Deshalb reiche es nicht aus, einfach nur Studienergebnisse zu ver\u00f6ffentlichen. Vielmehr habe die \u00d6ffentlichkeit das Recht, die Details der Studien zu erfahren und damit den Erkenntnisprozess innerhalb der Studien nachzuvollziehen. Bei der Urteilsbegr\u00fcndung ist auch interessant, dass das Gericht die Emissionen durch Glyphosat in die Umwelt als \u201ereal\u201c betrachtet.<\/p>\n<p>Glyphosat-R\u00fcckst\u00e4nde w\u00e4ren praktisch \u00fcberall zu finden, in Pflanzen, im Wasser und auch in Lebensmitteln. Von daher habe die \u00d6ffentlichkeit ein Recht, Informationen \u00fcber die Langzeitwirkung dieser Emissionen zu erhalten.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: <strong>Der Europ\u00e4ische Gerichtshof hat im Wesentlichen den Eingaben der 4 Gr\u00fcnen Abgeordneten entsprochen. Man darf also gespannt sein, wann die Ver\u00f6ffentlichung erfolgt und was die Studien offen legen werden.<\/strong><\/p>\n<p>Da die Preu\u00dfen bekannterweise so schnell nicht schie\u00dfen, gibt es hier auch den obligatorischen Wermutstropfen. Der besteht in diesem Fall darin, dass die EFSA ein Einspruchsrecht hat und innerhalb von 2 Monaten gegen das Urteil Einspruch erheben durfte.<\/p>\n<h2>Glyphosat und Krebs<\/h2>\n<p>Bei den Gr\u00fcnen und deren Unterst\u00fctzern freute man sich nat\u00fcrlich \u00fcber dieses Urteil &#8211; zu Recht wie ich meine. Denn es ist keine demokratische Gepflogenheit, Dinge, die im \u00f6ffentlichen Interesse stehen beziehungsweise jeden einzelnen betreffen beziehungsweise sch\u00e4digen k\u00f6nnten, zu verheimlichen.<\/p>\n<p>Und auch die Einsch\u00e4tzung, dass f\u00fcr die EFSA Gesch\u00e4ftsinteressen \u00fcber die Gesundheit und Umwelt Vorrang genie\u00dfen, kann ich nur voll und ganz teilen. Daher ist es ersch\u00fctternd zu sehen, dass Regierungsbeh\u00f6rden anscheinend bereits so korrupt sind, dass sie bedenkenlos Umwelt und Gesundheit der Bev\u00f6lkerung an die Industrie verkaufen.<\/p>\n<p>Die versuchte Geheimhaltung der Studien l\u00e4sst f\u00fcr mich keine andere Interpretation zu! Denn wenn die Offenlegung der Studien mit einer Gesch\u00e4ftssch\u00e4digung verbunden ist, dann ist dies ein fast direktes Eingest\u00e4ndnis, dass die Ergebnisse der Studien gesch\u00e4ftssch\u00e4digend sind.<\/p>\n<p>Welche \u201egesch\u00e4ftssch\u00e4digenden\u201c Ergebnisse dies sind, wird sich noch zeigen m\u00fcssen. Im Moment liegt der Fokus der Diskussion auf der Frage, ob Glyphosat Krebs erzeugt oder nicht.<\/p>\n<p>Der \u201eSpiegel\u201c zitiert in seinem weiter oben angegebenen Beitrag eine Reihe von Institutionen, die davon ausgehen, dass Glyphosat in Bezug auf Krebs vollkommen bedenkenlos ist. Das sind dann so Institutionen wie das BfR, die EFSA nat\u00fcrlich, die amerikanische EPA, und noch andere Beh\u00f6rden aus Australien, Japan, Neuseeland, sowie eine Agentur (JMPR &#8211; Joint Meeting on Pesticide Residues) der WHO und die Europ\u00e4ische Chemikalienagentur!<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Wenn so viele sagen, dass Glyphosat unbedenklich ist, dann muss das auch stimmen. Vor 500 Jahren hatten auch so viele Autorit\u00e4ten behauptet, die Erde sei eine Scheibe und stehe im Zentrum des Weltalls. Dann muss damals die Erde wirklich eine Scheibe gewesen sein und hat sich im Laufe der letzten 500 Jahre zu einer Kugel verformt.<\/p>\n<p>Die andere Frage ist, wenn die EFSA sich bereits korrumpieren l\u00e4sst, wer garantiert uns, dass die anderen Organisationen und Institutionen nicht \u00e4hnlich korrupt sind, wenn es um die Bewahrung von Gesch\u00e4ftsinteressen der Industrie geht?<\/p>\n<p>Und da kam die Diskussion um das krebserzeugende Potenzial von Glyphosat gerade recht. Denn es gibt Argumente daf\u00fcr und dagegen, die man dann nach Herzenslust und hoffentlich noch sehr lange thematisieren und diskutieren darf. Denn eine solche Diskussion ist gesch\u00e4ftsf\u00f6rdernd. Warum? Weil man \u00fcber Glyphosat spricht, was ein guter Werbeeffekt ist. Und weil die Diskussion alleine nicht verhindert, dass Glyphosat weiterhin in dem Umfang eingesetzt wird, der das Gesch\u00e4ft mit dem Herbizid aufrecht erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Eine andere Diskussion dagegen, die sich mit anderen Gesundheitsst\u00f6rungen durch Glyphosat auseinandersetzt, ist da potenziell sch\u00e4dlicher. Eine australische Arbeit<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> aus dem Jahr 2016 zum Beispiel spricht davon, dass Glyphosat und sein Haupt-Metabolit AMPA ein toxisches Potenzial besitzen, da beide in der Lage sind, sich in der Nahrungskette anzureichern und damit sukzessive die Konzentrationen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Arbeiten zur akuten Toxizit\u00e4t sind nicht in der Lage\/nicht geeignet, diese Ph\u00e4nomene zu erfassen und zu beurteilen. Wie es aussieht sind aber gerade diese Arbeiten die Grundlage f\u00fcr die Zulassung und damit den intensiven und extensiven Einsatz der Substanz.<\/p>\n<p>Eine Arbeit<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> aus den USA aus dem Jahr 2018 gibt zu bedenken, dass Glyphosat und sein Metabolit die \u00d6kologie von Mikroorganismen in Boden und Gew\u00e4ssern nachhaltig st\u00f6rt, was wiederum indirekt einen negativen Einfluss auf die Pflanzenwelt aus\u00fcbt. Diese Verschiebung in der \u00d6kologie der Mikroorganismen in der Umwelt scheint ein treibender Faktor zu sein, der die Proliferation von pflanzlichen und tierischen (damit auch menschlichen) Krankheitserregern unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Damit ist es auch denkbar, dass ein direkter Einfluss auf die Gesundheit des Menschen gegeben ist. Denn mit dem Verzehr von mit Glyphosat verseuchten Nahrungsmitteln muss es in entsprechender Weise auch zu einer Beeinflussung des Darmmilieus kommen. Das Resultat w\u00e4re eine Verschiebung des Gleichgewichts, welches den entsprechenden Raum f\u00fcr pathogene Varianten zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Erste Arbeiten dazu scheint es bereits zu geben, die aber bislang nur wenig bis \u00fcberhaupt nicht diskutiert werden. Eine Arbeit<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> aus dem Jahr 2013 gibt zu bedenken, dass Z\u00f6liakie und Glutenintoleranz in Verbindung mit Glyphosat stehen. Die Begr\u00fcndung:<\/p>\n<p>Glyphosat ist bekannt daf\u00fcr, Cytochrom P450 zu blockieren. Dieses Enzymsystem ist im Organismus daf\u00fcr verantwortlich, eine Reihe von Umweltgiften zu eliminieren. Au\u00dferdem aktiviert es Vitamin D3 und ist f\u00fcr eine Reihe von weiteren physiologischen Funktionen verantwortlich.<\/p>\n<p>Z\u00f6liakie ist charakterisiert durch eine mangelnde Funktion dieses Cytochroms auf der einen Seite und einer Verschiebung des Darmmilieus auf der anderen Seite. Die Autoren behaupten an dieser Stelle, dass die Zunahme von Z\u00f6liakie voll und ganz mit dem Einsatz von Glyphosat erkl\u00e4rt werden kann.<\/p>\n<p>Glyphosat scheint also nicht nur Cytochrom P450 zu blockieren (was bereits mehr als bedenklich sein sollte!), sondern auch, \u00e4hnlich wie in der Umwelt, die Mikroorganismen im Darm zu ver\u00e4ndern &#8211; ein Effekt, den man sonst nur von Antibiotika her kennt.<\/p>\n<p>Das gleiche Autoren-Team ver\u00f6ffentlichte 2015 eine Arbeit<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>, die zeigte, dass Glyphosat direkt mit einem Mangan-Mangel verbunden ist. Dieser wiederum steht in einem engen Zusammenhang mit Autismus und Morbus Alzheimer. Durch den Einsatz von Glyphosat kommt es zu einer Minderung von Lactobacillus in der Darmflora, was zu einer Verbreitung von Salmonellen f\u00fchrt, die gegen Glyphosat resistent sind. Dieses Ungleichgewicht hat Auswirkungen auf eine Reihe von weiteren neurologischen Komplikationen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Der Sinneswandel<\/h2>\n<p>Die Ergebnisse solcher Studien und die \u00f6ffentliche Diskussion konnten weder Bayer noch die Beh\u00f6rden l\u00e4nger ignorieren. 2019 hatte die mexikanische Regierung den Import von 1.000 Tonnen Glyphosat verboten, mit der Begr\u00fcndung, die Chemikalie sei f\u00fcr Mensch und Umwelt zu gef\u00e4hrlich. Ab 2024 soll das Herbizid in Mexiko ganz verboten werden. Deutschland und Thailand hatten sich dieser Entscheidung angeschlossen. Die kanadische Regierung untersagte jedwede Verwendung von Glyphosat-Hafer ab 2021.<\/p>\n<p>In den USA wurde es f\u00fcr Bayer\/Monsanto 2020 eng. Ein Rechtsstreit zwischen Bayer und 125.000 Einzelkl\u00e4gern\u00a0 sollte mit einem Vergleich enden. Bayer wollte die Antragsteller mit insgesamt rund 10 Milliarden Dollar entsch\u00e4digen. Anw\u00e4lte von 20.000 Kl\u00e4gern waren damit zun\u00e4chst nicht einverstanden. Bei den Kl\u00e4gern hatte der Umgang mit Glyphosat Lymphdr\u00fcsenkrebs verursacht.<\/p>\n<p>Zankapfel des Vergleichs war auch die Einrichtung eines unabh\u00e4ngigen Gremiums, dass die Frage kl\u00e4ren sollte, ob Glyphosat krebserregend ist. Dies sollte k\u00fcnftige Gerichtsverfahren dann erleichtern. Das Gremium sollte aus 5 Wissenschaftlern bestehen, von denen 2 von Bayer und 2 von den Kl\u00e4geranw\u00e4lten berufen werden sollten.<\/p>\n<p>Der f\u00fcnfte Entscheidungstr\u00e4ger sollte von den 4 anderen Wissenschaftlern gew\u00e4hlt werden. Doch die Kl\u00e4geranw\u00e4lte, die bereits Erfolge gegen Bayer erzielt hatten, sahen ein solches Gremium zun\u00e4chst kritisch. Der zust\u00e4ndige Richter des Verfahrens hatte verfassungsrechtliche Bedenken.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Lange wurde von offizieller Seite alles unternommen, Glyphosat von jedem Makel zu befreien. Dazu z\u00e4hlten Selbstbeweihr\u00e4ucherungsorgien, Geheimhaltung von an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit belastendem Material und das Anzetteln von fruchtlosen Diskussionen (krebserregend &#8211; ja oder nein), gefolgt von der Ignorierung von relevanten Studien, die auf ganz anderen Gebieten als der Krebsforschung zu verheerenden Ergebnissen gekommen sind.<\/p>\n<p>Glyphosat ist nur eine von Millionen Chemikalien, die unsere Gesundheit tagt\u00e4glich bedrohen. Leider m\u00fcssen wir erkennen, wie lange es dauert und wie viele Anstrengungen erforderlich waren, in nur diesem einen Fall eine Wende herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/glyphosat-efsa-muss-glyphosat-studien-veroeffentlichen-a-1256685.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Glyphosat: Efsa muss Glyphosat-Studien ver\u00f6ffentlichen &#8211; SPIEGEL ONLINE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/glyphosat-bundesregierung-hilft-vor-eugh-bei-studien-geheimhaltung-a-1182223.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Glyphosat: Bundesregierung hilft\u00a0vor EuGH bei Studien-Geheimhaltung &#8211; SPIEGEL ONLINE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/27541149\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Glyphosate: environmental contamination, toxicity and potential risks to human health via food contamination. &#8211; PubMed &#8211; NCBI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/29117584\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Environmental and health effects of the herbicide glyphosate. &#8211; PubMed &#8211; NCBI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24678255\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Glyphosate, pathways to modern diseases II: Celiac sprue and gluten intolerance. &#8211; PubMed &#8211; NCBI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/25883837\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> \u00a0\u00a0\u00a0 Glyphosate, pathways to modern diseases III: Manganese, neurological diseases, and associated pathologies. &#8211; PubMed &#8211; NCBI<\/a><\/li>\n<li>Bild: 123rf.com Leonid Eremeychuk<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Beitrag wurde am 15.03.2019 erstellt und am 07.08.2020 letztmalig erg\u00e4nzt und \u00fcberarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man hat es angeblich immer wieder festgestellt und es uns immer wieder einzutrichtern versucht: Glyphosat ist angeblich ganz wunderbar, unsch\u00e4dlich, unbedenklich, einfach unverzichtbar. 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