{"id":1722,"date":"2019-02-14T16:48:52","date_gmt":"2019-02-14T15:48:52","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1722"},"modified":"2019-02-14T16:48:52","modified_gmt":"2019-02-14T15:48:52","slug":"krebsforschung-durchbrueche-und-kampfansagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/krebsforschung-durchbrueche-und-kampfansagen\/","title":{"rendered":"Krebsforschung &#8211; Von &#8222;Durchbr\u00fcchen&#8220; und &#8222;Kampfansagen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Das Interview mit der Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung Anja Karliczek (kennt die jemand??), das ich in der \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c vom 29. Januar 2019 las\u00a0<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, war mal wieder alter Wein in neuen Schl\u00e4uchen.<\/p>\n<p>Nichts Neues war, dass oberste Forscherin der Bundesregierung in Deutschland zum Kampf gegen den Krebs aufruft. Diesen Aufruf im &#8222;Kampf gegen Krebs&#8220; h\u00f6re ich seit meiner Kindheit (ich stamme ja aus einer \u00c4rztefamilie). Als Jugendlicher glaubte ich tats\u00e4chlich noch an die st\u00e4ndigen Durchbr\u00fcche, Kampfansagen und Entwicklungen. Aber dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage ist doch zun\u00e4chst:\u00a0Warum ruft jemand zu etwas auf, dass sowieso schon andauernd aufgerufen wird?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Schon wieder ein &#8222;Aufruf gegen Krebs&#8220;<\/h2>\n<p>Der Aufruf ist nicht nur einfach ein Aufruf. Selbiger scheint der Zuckerguss zu sein, der \u00fcber ein Projekt gegossen werden soll, das sich \u201eNationale Dekade gegen Krebs\u201c schimpft, und welches unl\u00e4ngst in Berlin vorgestellt wurde. Das Interview in der \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c erkl\u00e4rt, beziehungsweise will erkl\u00e4ren, begr\u00fcnden, rechtfertigen etc., warum die Welt dieses Projekt dringend ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Die erste Aussage der Ministerin gibt die dringende Begr\u00fcndung daf\u00fcr ab, dass so ein Projekt noch dringender notwendig ist. Denn, so sagt sie, ist Krebs in Deutschland immer noch die zweith\u00e4ufigste Todesursache. Und dass Krebs ja Angst macht. Und dass das langfristige Ziel \u201eHeilung\u201c hei\u00dft.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie so etwas interessiert, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter<br \/>\n&#8222;Hoffnung bei Krebs&#8220; dazu an:<\/strong><\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Ki\" data-webform-id=\"pL1Ki\"><\/script><\/p>\n<p>Wenn das stimmt (leider besteht daran kein Zweifel, dass Krebs die zweith\u00e4ufigste Todesursache ist), dann frage ich mich, was hat die Forschung diesbez\u00fcglich in den letzten 50 Jahren auf die Beine stellen k\u00f6nnen? Bislang sind wir von \u201eDurchbr\u00fcchen\u201c ohne Ende \u00fcberschwemmt worden, mit dem Erfolg, dass diese Durchbr\u00fcche die Todesursache Krebs auf Platz zwei katapultiert haben?<\/p>\n<p>Und weil es so herrlich nicht funktioniert hat, brauchen wir ein neues Projekt, was nicht viel anders zu sein scheint, als all die anderen alten Projekte auch.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n auch zu lesen, dass in diesem Zusammenhang der Begriff \u201eHeilung\u201c f\u00e4llt. Alles relativiert sich nat\u00fcrlich dann, wenn man das W\u00f6rtchen \u201elangfristig\u201c dazu f\u00fcgt. Das soll dem Leser klarmachen, dass es so einfach dann doch nicht ist. Und weil es nicht so einfach ist, brauchen wir ein Projekt. Und das Projekt kostet Geld. Das Geld kommt vom Steuerzahler. Kapiert? Denn der zahlt gerne, wenn er das Wort \u201eHeilung\u201c h\u00f6rt. Schlie\u00dflich will jeder Heilung, oder etwa nicht? Wer also gegen dieses Projekt sein sollte, der ist dann wohl auch gegen \u201eHeilung\u201c\u2026<\/p>\n<p>Lieber Steuerzahler, du finanzierst hier ein Projekt, das praktisch genau das macht, was andere Projekte ebenfalls so herrlich erfolglos gemacht haben, nur diesmal etwas anders und vor allem langfristig.<\/p>\n<p>Ganz toll sehen dann die sogenannten \u201eZwischenziele\u201c aus. Sie machen gleichzeitig klar, dass das langfristige Ziel Heilung sehr wahrscheinlich irgendwann mal im Jahr 10.053 erreicht wird. Bis dahin m\u00fcssen wir halt lernen, \u201ebesser mit Krebs leben zu k\u00f6nnen, mehr Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Erkrankten und die Angeh\u00f6rigen zu erreichen\u201c. Richtig! Mit Krebs leben statt Krebs heilen (was erst im Jahr 10.053 m\u00f6glich ist) stellt man sicher, einen Dauerkunden\/Patienten zu kreieren, der f\u00fcr das Marketing der Pharmaindustrie besonders interessant ist.<\/p>\n<p>Damit wissen wir jetzt schon gleich nach der ersten Frage, was mit der \u201eVision zur Nationalen Dekade\u201c wirklich gemeint sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Vision und Vorgehensweise<\/h2>\n<p>Jetzt sollte man meinen, um Heilung in 10.053 zu erzielen, w\u00fcrde die Vision empfehlen, die Forschung in Richtung all dessen zu intensivieren, was bislang offensichtlich vers\u00e4umt worden ist. Dazu geh\u00f6rt auch die Tatsache, dass aus unerfindlichen Gr\u00fcnden der Organismus selbst in der Lage ist, maligne Zellen zu eliminieren.<\/p>\n<p>Bislang scheint niemand wirklich zu wissen, wie er dazu in der Lage ist. Bislang scheint auch niemand wirklich wissen zu wollen, warum er dazu in der Lage ist. Denn mit einem solchen Wissen w\u00fcrden nat\u00fcrliche Alternativen bei der Bek\u00e4mpfung von Krebserkrankungen einen ganz anderen Stellenwert erhalten. Und so etwas ist potenziell gesch\u00e4ftssch\u00e4digend. Damit d\u00fcrfen wir bei der neuen Vision davon ausgehen, dass nichts dergleichen in dieser Vision zu suchen hat. Und wir sollen auch nicht entt\u00e4uscht werden!<\/p>\n<h3>Was also sagt die Vision?<\/h3>\n<p>Sie sagt, dass man Heilung erzielt, wenn auch langfristig, wenn \u201ePatienten schneller von Forschungsergebnissen profitieren\u201c. Aber dabei bleibt es nicht. Dazu geh\u00f6rt noch, dass \u201eauch umgekehrt Informationen, die vom Patienten kommen, wieder in die Forschung \u00fcberf\u00fchrt werden\u201c.<\/p>\n<p>Oder mit anderen Worten: Die Patienten sterben an Krebs, weil sie nicht schnell genug von Forschungsergebnissen profitieren, und, weil zu wenig Patienten-Informationen in der Forschung zu finden sind. Da frage ich mich, wie kann man klinische Studien durchf\u00fchren, bei denen man nichts \u00fcber die Teilnehmer dieser Studie wei\u00df?<\/p>\n<p>Da kann man gleich klinische Studien ganz ohne Patienten durchf\u00fchren. Wenigstens wei\u00df man dann, dass die Studie ohne Teilnehmer durchgef\u00fchrt wird. Das sind dann sehr preiswerte Studien und man kann die Ergebnisse nach Lust und Laune gestalten. Ein Paradies f\u00fcr die Pharmaindustrie!<\/p>\n<p>Aber so war das dann doch nicht gemeint. Gemeint war, dass man noch viel zu wenig Daten von den Patienten erfasst, was sich mit dieser Vision jetzt signifikant \u00e4ndern soll. Dazu sollen Netzwerke aufgebaut werden, die \u201eDaten besser zusammenf\u00fchren und die heutigen M\u00f6glichkeiten der k\u00fcnstlichen Intelligenz noch besser nutzen\u201c.<\/p>\n<p>Krebs ist also ein Problem der Datenzusammenf\u00fchrung? Krebs ist also ein Problem der k\u00fcnstlichen Intelligenz? Ich f\u00fcrchte, dass im Jahr 10.053 unter diesen Voraussetzungen Heilung immer noch ein unerreichbares Ziel sein wird. Aber man wird daf\u00fcr die entsprechenden Ausreden parat haben.<\/p>\n<p>Das alles kostet nat\u00fcrlich Geld, wie bereits erw\u00e4hnt. Und zwar richtig Geld! 60 Millionen EUR sollen f\u00fcr die F\u00f6rderung von \u201egro\u00dfen klinischen Studien\u201c bereitgestellt werden. Toll! Weiter erfahren wir, dass seit 50 Jahren das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg ebenfalls mit viel Geld gef\u00f6rdert wird. Also jetzt noch mal viel Geld auf das bereits ausgegebene viele Geld!<\/p>\n<p>Oder mit anderen Worten: viel Geld f\u00fcr Todesursache Nummer 2 &#8211; und jetzt noch mehr Geld f\u00fcr was? Daf\u00fcr, dass Krebs Todesursache Nummer 1 wird? Wohl kaum. Aber die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Denn dieses marode Konzept, was j\u00e4hrlich 200 Millionen EUR als \u201eKrebsforschung\u201c verschlingt, wird jetzt um eine weitere kostspielige Variante erweitert, die weiterhin sicherstellt, dass die Ursachen f\u00fcr Krebserkrankungen bis mindestens zum Jahr 10.053 im Dunkeln bleiben.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Wie sieht die Verdunklungsstrategie bis zum Jahr 10.053 aus?<\/h2>\n<p>Krebsfr\u00fcherkennung<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> ist hier das Stichwort!<\/p>\n<p>Aber, es gibt Probleme mit Fehl- und \u00dcberdiagnosen etc. Das Problem liegt f\u00fcr die Ministerin nicht in der Natur der Fr\u00fcherkennung, sondern im Fehlen von \u201eK\u00fcnstlicher Intelligenz\u201c. Damit ist ein weiteres Zwischenziel erreicht. Und das ist das Hochhalten von Vorsorgeuntersuchungen, trotz aller berechtigter und gravierender Zweifel, und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Gesichtspunkt<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>.<\/p>\n<h3>Damit ist nicht Schluss&#8230;<\/h3>\n<p>Es kommen jetzt neue Technologien dazu, wie zum Beispiel Lasersysteme, \u201edie einzelne Krebszellen aufsp\u00fcren k\u00f6nnen\u201c. Das gibt doch Grund zur Hoffnung. Denn wir wissen ja alle, dass unser bl\u00f6des Immunsystem dazu \u00fcberhaupt nicht in der Lage ist. Denn, wenn Gott gewollt h\u00e4tte, dass Krebs heilbar w\u00e4re, dann h\u00e4tte er unseren K\u00f6rper mit einem Lasersystem versehen. Aber dazu ist ja jetzt die Bundesministerin da!<\/p>\n<p>Besonders bemerkenswert ist dann die Aussage, dass als Schwerpunkt die F\u00f6rderung gro\u00dfer klinischer Studien anvisiert wird und (jetzt der bemerkenswerte Teil) dass die Empfehlungen, die aus diesen Studien hervorgehen, \u201edirekt den Patienten zugute kommen\u201c. Oh ha! Ist das ein Eingest\u00e4ndnis, dass bislang die Ergebnisse und Empfehlungen von Studien NICHT den Patienten zugute kamen? Wem dann? Ist dies ein Eingest\u00e4ndnis, dass die bisherigen Studien an Wertlosigkeit kaum zu \u00fcbertreffen sind? Und ist dies eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum Krebs Todesursache Nummer 2 hat werden m\u00fcssen? Mich \u00fcberrascht inzwischen nichts mehr!<\/p>\n<h3>Nat\u00fcrlich war das nicht so gemeint!<\/h3>\n<p>Denn der Haken ist angeblich, dass es nur \u201eden Weg aus der Forschung zum Patienten\u201c gibt. Jetzt folgt wieder so ein bemerkenswerter Satz: \u201eAber die Ergebnisse am Patienten wieder zur\u00fcck zu spiegeln in die Forschung &#8211; was macht das Medikament? Wirkt es? All das soll schneller und effektiver werden, indem wir den Informationsaustausch st\u00e4rken\u201c.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Forschung ist das, die keine Qualit\u00e4tskontrolle durchf\u00fchrt? Die Frage nach der Wirkung von Medikamenten in einer Studie sollte integraler Bestandteil, wenn nicht die Basis jeder Studie sein. Denn ohne diese Frage l\u00e4sst sich keine Studie durchf\u00fchren. Und jetzt erfahren wir aus dem Mund der Bundesministerin f\u00fcr Forschung und Tollhausaktivit\u00e4ten, dass man daran denkt, endlich Studien durchzuf\u00fchren, die auch eine Qualit\u00e4tskontrolle zulassen. Warum wohl ist Krebs die Todesursache Nummer zwei? Aha&#8230; langsam beginne ich zu verstehen!<\/p>\n<h2>Nicht beschleunigen, sondern b\u00fcndeln<\/h2>\n<p>In diesem Tohuwabohu von dem, was die Ministerin als Argumente von sich zu geben glaubt, tauchen neue nobelpreisreife Ideen auf. Denn man will nicht beschleunigen, um mehr Therapien auf den Markt zu werfen (schade, die Pharmaindustrie h\u00f6rt das nicht gern). Vielmehr will die Ministerin Informationen b\u00fcndeln \u201eund dadurch eine h\u00f6here Wirksamkeit erzielen\u201c.<\/p>\n<p>Habe ich das richtig verstanden? Wenn ich Informationen b\u00fcndel, dann wird die Krebstherapie wirksamer? Also ist das Versagen von Chemotherapeutika darin begr\u00fcndet, dass nicht genug Informationen vorher geb\u00fcndelt worden sind?<\/p>\n<p>Danach wird die Frage er\u00f6rtert, warum genetische Analysen, die bei der Krebstherapie \u00fcber die Art der Chemotherapie mit entscheiden, bislang kaum einen Nutzen gezeigt haben und was ein Netzwerk hier bewirken kann?7<\/p>\n<p>Die Antwort ist die eines Politikers w\u00fcrdig, der zwar Forschungsminister ist, aber von Forschung keine Ahnung hat: anstatt die Ursache f\u00fcr die Wirkungslosigkeit der genetischen Analysen zu analysieren, veranstaltet der Politiker Voodoo Beschw\u00f6rung durch Vernetzung, die dann, wenn ausreichend vernetzt ist, die genetischen Analysen zur H\u00f6chstleistung treibt. Dazu ist das flei\u00dfige Sammeln von Patientendaten notwendig, die als Opfergaben auf den Altar dieser Politik-Wissenschaft gelegt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Langsam wird es eindeutig: Datenschutz durch Datenflut<\/h2>\n<p>Wie es aussieht will die Forschungsministerin mehr als das, was bereits existiert. Patientenakten, Krebsregister etc. scheinen noch nicht auszureichen. Was jetzt her muss, das ist eine \u201eForschungsakte f\u00fcr jeden Patienten\u201c. Es sollen Gelder f\u00fcr die Erhebung von noch mehr Daten und deren Verwaltung eingesetzt werden, was die L\u00f6sung des Problems im Gehirn dieser weltfremden Politikmanager darstellt. Oder mit anderen Worten:<\/p>\n<p>Wenn ich nichts \u00fcber die Ursachen von Krebs wei\u00df und ich deshalb nicht wei\u00df, wie ich die Erkrankung effektiv behandeln kann, dann muss ich mir keine Gedanken machen, wie ich dieses Nicht-Wissen beseitige. Vielmehr ist es wichtig, dass ich Daten sammle \u00fcber viele F\u00e4lle, \u00fcber die ich nichts wei\u00df. Und wenn ich dann gen\u00fcgend Daten dazu zusammen habe, dann habe ich die L\u00f6sung, auch wenn ich nichts wei\u00df.<\/p>\n<p>Und weil die Ministerin wei\u00df, das krebskranke Menschen verzweifelte Menschen sind, geht sie zynischer Weise davon aus, dass diese Menschen bereit sind, an diesem Irrsinn teilzunehmen. Aber nicht nur das. Auch die Daten von gesunden Menschen sollen in entsprechender Weise gesammelt und aufgearbeitet werden. Denn man macht ja \u201eProphylaxe\u201c.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich werden diese Daten nur zu \u201emedizinischen Forschungszwecken\u201c verwendet. Und sie werden nat\u00fcrlich entsprechend gesch\u00fctzt, klar! Solche Behauptungen h\u00f6ren wir immer an dieser Stelle! Wo vorher noch das Sammeln von Daten von krebskranken Menschen die L\u00f6sung des Problems war, ist auf einmal das Sammeln von Daten von gesunden Menschen ebenfalls ein Beitrag zu dieser L\u00f6sung. Ich frage mich hier allen ernstes, wie das Sammeln von Daten von gesunden Menschen einen Beitrag dazu leistet, Krebserkrankungen zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<h2>Die ultimative Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Diese tolle Sache muss unbedingt her, da ein Atlas gezeigt hat, \u201edass Patienten in Deutschland noch nicht die optimale Behandlung erhalten\u201c, der sogenannte \u201eKrebsatlas\u201c. Denn: \u201eJeder Patient soll k\u00fcnftig wissen, dass er als krebskranker in Deutschland am besten aufgehoben ist, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land\u201c.<\/p>\n<p>Jetzt war ich der Meinung, dass wir das beste medizinische System im gesamten Universum haben, und nun das! Jetzt, wo es gilt gediegenen Schwachsinn der Bev\u00f6lkerung schmackhaft zu machen, die die Kosten von 60 Millionen EUR dazu aus deren Tasche finanzieren muss, ist das Argument vom \u201ebesten medizinischen System weltweit\u201c wenig geeignet. Jetzt auf einmal finden wir Schwachstellen, die es mit 60 Millionen EUR auszub\u00fcgeln gilt. Und die Begr\u00fcndung daf\u00fcr ist abenteuerlich.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Wir haben eine Forschungsministerin, die nicht einen Tag in ihrem Leben in der Forschung gewesen zu sein scheint. Als Hotelfachfrau mit BWL-Fernstudium ist dies auch relativ unwahrscheinlich. Aber so sehen dann BWL-Hotelfach-L\u00f6sungen f\u00fcr mangelnde Kenntnis einer letalen Erkrankung aus.<\/p>\n<p>Wie es aussieht hat man hier die richtige \u201eFachfrau\u201c als Forschungsministerin erkoren, die mit ihrem Hintergrund nach L\u00f6sungen sucht, die nicht die Forschung von Krebs zum Ziel hat, sondern dieses Anliegen nur zum Anlass nimmt, um noch mehr Steuergelder bestimmten Institutionen in den Rachen zu schieben.<\/p>\n<p>Fazit vom Fazit: Krebs ist keine BWL-Veranstaltung. In der BWL mag das Sammeln von Daten ohne Ende von Nutzen sein. Die Erkenntnis zu Krebs, wie er entsteht und wie er zu bek\u00e4mpfen ist, wird dadurch nicht gef\u00f6rdert. Ganz im Gegenteil! \u00dcber 50 Jahre Krebsforschung und dann immer noch Todesursache Nummer 2 in der Statistik zeigen mir relativ deutlich, dass es auch gar nicht darum geht, Krebs zu bek\u00e4mpfen, sondern selbigen bis zum Jahr 10.053 gedeihen zu lassen. Denn nur so k\u00f6nnen marode Projekte wie dieses in die Welt gesetzt werden.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re schrecklich, wenn Krebs eine heilbare Krankheit w\u00fcrde. Kein Wunder also, warum alternativmedizinische Bem\u00fchungen derartig abartig ignoriert und verdammt werden.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie so etwas interessiert, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter<br \/>\n&#8222;Hoffnung bei Krebs&#8220; dazu an:<\/strong><\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Ki\" data-webform-id=\"pL1Ki\"><\/script><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/forschungsministerin-krebs-karliczek-hpv-ki-nationale-dekade-1.4307774\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nationale Dekade gegen Krebs &#8211; Wissen &#8211; S\u00fcddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/blog\/mammografie-untersuchungen-fragwurdig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mammografie-Untersuchungen fragw\u00fcrdig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/mammografie-geschaeft-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mammografie: Das gro\u00dfe\u00a0Gesch\u00e4ft<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bild: 123rf.com &#8211;\u00a0Yuiy Klochan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Interview mit der Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung Anja Karliczek (kennt die jemand??), das ich in der \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c vom 29. 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