{"id":1623,"date":"2018-10-22T14:07:35","date_gmt":"2018-10-22T13:07:35","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1623"},"modified":"2018-10-22T14:07:35","modified_gmt":"2018-10-22T13:07:35","slug":"homoeopathie-in-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/homoeopathie-in-italien\/","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathie in Italien &#8211; Ein Studien-Streit um die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie"},"content":{"rendered":"<p>Ist Hom\u00f6opathie wirksam oder nicht? Dies ist eine der Lieblingsfragen der Schulmedizin, da sie in diesem Bereich glaubt, Heimvorteil zu haben. Warum Heimvorteil? Weil die Schulmedizin mit Medikamenten arbeitet, die nachweisbare Plasmaspiegel Konzentrationen erzeugen, auf deren Basis die Wirkung beruht. Das hei\u00dft mit anderen Worten: Substanzen, die keine ausreichende Plasmaspiegel (im Blut) erzeugen, sollen (d\u00fcrfen?) deshalb nicht wirksam sein.<\/p>\n<p>Was davon zu halten ist, und wie die Kritik an der Hom\u00f6opathie normalerweise von statten geht, hatte ich in einem ausf\u00fchrlichen Beitrag diskutiert: <a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/heilverfahren\/homoeopathie\/homoeopathie-leipzig-klinische-forschung.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hom\u00f6opathie Studien und Kritik an der Hom\u00f6opathie<\/a>.<\/p>\n<p>Jetzt gibt es einen Disput um eine neu erschienene Arbeit aus Indien<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-admin\/post-new.php#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, in den italienische Wissenschaftler verwickelt sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Studie hatte ein ultrahoch verd\u00fcnntes Extrakt des Eichenbl\u00e4ttrigen Giftsumachs (Toxicodendron pubescens) bei Ratten eingesetzt, um die Freisetzung von entz\u00fcndungsf\u00f6rdernden Zytokinen und oxidativen Stress bei neuropathischen Schmerzen bei Ratten zu untersuchen. Grund f\u00fcr die Wahl dieser Pflanze seitens der Wissenschaftler war, dass sie in der alternativen Medizin als wirksam gegen Entz\u00fcndungen und Schmerzen gilt.<\/p>\n<p>Im Verlauf der Untersuchungen sahen die Wissenschaftler eine Reihe von Reaktionen. Diese Reaktionen m\u00fcndeten in einer entz\u00fcndungshemmenden Wirkung, verbunden mit einer schmerzlindernden Wirksamkeit. Die Autoren vermuten deshalb, dass hom\u00f6opathische Dosen des Giftsumach-Extrakts neuroprotektive Wirkungen mit sich bringt, und dass die schmerzlindernde Wirkung auf einer Senkung von Entz\u00fcndungsprozessen und oxidativem Stress beruht.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDg4U\"><\/script><br \/>\n<strong>Vor allem wenn Sie f\u00fcr den Erhalt der Hom\u00f6opathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die &#8222;Politik&#8220; und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Hom\u00f6opathie zu verbieten und \/ oder abzuschaffen!<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die \u201eHom\u00f6opathie-Gemeinde\u201c stellt diese Studie nat\u00fcrlich einen \u201eBeweis\u201c f\u00fcr die Wirksamkeit von Hom\u00f6opathie dar. In Italien schl\u00e4gt diese Studie deswegen besonders hohe Wellen, da hier wohl momentan eine Neueinsch\u00e4tzung der Hom\u00f6opathie in Bezug auf ihren Stellenwert in der Medizin vorgenommen wird.<\/p>\n<p>Am 24. September 2018 hatten die Pr\u00e4sidenten von elf alternativmedizinisch ausgerichteten Verb\u00e4nden eine Presseerkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlicht, dass diese Studie der \u201ezum x-ten Male durchgef\u00fchrte Beweis\u201c f\u00fcr die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie ist, die von \u201eskrupellosen Leuten\u201c infrage gestellt w\u00fcrde und die die Beweise einfach nicht akzeptieren wollen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es italienische Wissenschaftler, die einige Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten und Ungereimtheiten in der Studie haben feststellen wollen. So gibt es identische Bilder von verschiedenen Experimenten. Es gibt widerspr\u00fcchliche Angaben zu den Verd\u00fcnnungsraten. Weiter gibt es identische Daten zu unterschiedlichen Untersuchungen.<\/p>\n<p>Darauf angesprochen antworteten die verantwortlichen Autoren der Studie, dass hier in der Tat Fehler gemacht wurden, die allerdings nicht auf Vorsatz beruhen. Sie sagten zu, dass in K\u00fcrze eine Korrektur dieser Fehler durchgef\u00fchrt wird. Und sie sagen auch, dass trotz dieser Fehler die Kernaussage ihrer Untersuchungsergebnisse nicht beeintr\u00e4chtigt oder signifikant ver\u00e4ndert wird.<\/p>\n<p>Weitere Einw\u00e4nde, wie zum Beispiel eine mit nur acht Ratten zu geringe Stichprobengr\u00f6\u00dfe, erwidern die Autoren mit dem Argument, dass derartig kleine Stichprobengr\u00f6\u00dfen in pharmakologischen Studien keine Seltenheit sind, was durchaus der Realit\u00e4t entspricht. Und auch eine 100 %ige Verblindung kann unter diesen Umst\u00e4nden nur eingeschr\u00e4nkt realisiert werden.<\/p>\n<h2>Meine Einsch\u00e4tzung<\/h2>\n<p>Es geht alles seinen geregelten Gang, beziehungsweise alles l\u00e4uft wie immer. Denn die Ergebnisse der Inder sind alles andere als uninteressant, beziehungsweise sollten es sein. Das schulmedizinische Establishment dagegen versucht hier mit allen Mitteln nach Fehlern zu suchen, die nicht den Inhalt der Ergebnisse, sondern deren formale Durchf\u00fchrung infrage stellen und damit das Gesamtergebnis infrage stellen.<\/p>\n<p>Das Fehler gemacht wurden, das steht au\u00dfer Frage. Die Autoren haben dies selbst zugegeben. Dass diese Fehler korrigiert werden m\u00fcssen, um zu einem \u201elupenreinen\u201c Ergebnis zu kommen, steht auch au\u00dfer Frage. Was mich an dieser Diskussion st\u00f6rt, das ist die Tatsache, dass wohl niemanden aus der Schulmedizin das Ergebnis interessiert, sondern nur ein Interesse zu bestehen scheint, diese Studie und vielleicht sp\u00e4ter seine Autoren zu diskreditieren.<\/p>\n<p>Ich gebe zu, dass diese Studie alles andere ist als ein \u201eBeweis\u201c. Wenn es ein Beweis ist, dann daf\u00fcr, dass die dogmatische Ansicht, dass nur hoch dosierte Substanzen wirksam sind\/sein k\u00f6nnen, nicht ganz der biologischen Realit\u00e4t zu entsprechen scheint. Es gibt in der Biologie eine Reihe von Beispielen, wo Substanzen mit Konzentrationen im \u201ehom\u00f6opathischen\u201c Bereich biologisch wichtige Reaktionen bewirken. Und hier scheint man auf ein weiteres Beispiel gesto\u00dfen zu sein.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-admin\/post-new.php#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/30202036?dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ultra-diluted Toxicodendron pubescens attenuates pro-inflammatory cytokines and ROS- mediated neuropathic pain in rats. &#8211; PubMed &#8211; NCBI<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Hom\u00f6opathie wirksam oder nicht? 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