{"id":1293,"date":"2017-05-24T09:41:45","date_gmt":"2017-05-24T08:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1293"},"modified":"2017-05-24T09:41:45","modified_gmt":"2017-05-24T08:41:45","slug":"supererreger-aus-pharmaindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/supererreger-aus-pharmaindustrie\/","title":{"rendered":"Supererreger aus der Pharmaindustrie &#8211; Toll!"},"content":{"rendered":"<p>Unglaublich, aber dennoch wahr, was der Bayerische Rundfunk und die ARD im Wonnemonat Mai dieses Jahres zu berichten haben.<\/p>\n<p>Es geht wieder einmal um das leidige Thema antibiotikaresistente Keime, deren Entstehung und den eingeschr\u00e4nkten Therapiem\u00f6glichkeiten der von ihnen hervorgerufenen Infektionen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich berichtete bereits zuvor in einigen Beitr\u00e4gen zu diesem Problem:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Antibio.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Fluch der Antibiotika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/mehr-antibiotika-fuer-mehr-infektionen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Antibiotika f\u00fcr mehr Infektionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/antibiotika-resistenzen-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antibiotika Resistenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/alte-antibiotika-neu-entdeckt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alte Antibiotika neu entdeckt<\/a> \u2013 ein Beitrag, bei dem es \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Natuerliche-pflanzliche-Antibiotika.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nat\u00fcrliche Antibiotika<\/a> geht, die kaum von der Resistenzbildung betroffen sind.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Resistenzen &#8211; Ein hausgemachtes Problem<\/h2>\n<p>Die Resistenzentwicklungen erkl\u00e4ren sich heute im Wesentlichen \u00fcber zwei Faktoren.<\/p>\n<p>Zum Einen werden Antibiotika in der Schulmedizin regelrecht \u201eunfachm\u00e4nnisch\u201c eingesetzt. Das hei\u00dft, dass sie entweder prophylaktisch gegeben werden, oder bei Indikationen, bei denen Antibiotika nicht wirksam sind. Denn nicht selten werden Antibiotika bei viral verursachten Infektionen verschrieben. Aber hier wirken Antibiotika nicht, da sie nur gegen Bakterien wirksam sind.<\/p>\n<p>Und auch nicht alle Antibiotika sind gegen alle Bakterien wirksam. Deswegen greifen \u00c4rzte nur zu gerne auf sogenannte Breitband-Antibiotika zur\u00fcck, um sicher zu gehen, durch die Therapie den richtigen Erreger zu erwischen, ohne zuvor eine Laboranalyse machen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Warum die Prophylaxe mit Antibiotika keine Prophylaxe ist, sondern ein Schuss ins eigene Knie, das habe ich im bereits oben zitierten Beitrag \u201emehr Antibiotika f\u00fcr mehr Infektionen\u201c erkl\u00e4rt. Zus\u00e4tzlich muss betont werden, dass im Beipackzettel der Antibiotika unter der Rubrik \u201eIndikationen\u201c bislang bei <strong>keinem<\/strong> Antibiotikum das Wort \u201eProphylaxe\u201c steht.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, dass selbst von Seiten der offiziellen Schulmedizin (Zulassung) und der Pharmaindustrie die Prophylaxe nicht als Indikation zugelassen, beziehungsweise vorgesehen ist. <strong>Die evidenzbasierte Praxis der Schulmedizin dagegen praktiziert das komplette Gegenteil.<\/strong><\/p>\n<p>Der zweite Faktor ist der Einsatz von Antibiotika bei der gro\u00df angelegten Massentierzucht, sei es H\u00fchner, Schweine, Rinder etc. Hier werden Antibiotika prophylaktisch gegeben, um Infektionen zu vermeiden, da die Tiere auf engstem Raum gepfercht vegetieren m\u00fcssen und eine Infektion von nur einem Tier sich in Windeseile auf den ganzen Bestand ausdehnt.<\/p>\n<p>Zeitweise wurden Antibiotika in subtherapeutischen Dosen verabreicht, weil sich gezeigt hatte, dass bei diesen Dosierungen das Wachstum der Tiere viel schneller erfolgte. Diese Praxis ist heute verboten. Das hat aber am Einsatz von Antibiotika in diesem Bereich kaum etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, da eine solche Tierzucht ohne Antibiotika unm\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Wir haben es also in der schulmedizinischen Behandlung und in der Tierzucht mit einem erweiterten Einsatz von Antibiotika zu tun, der f\u00fcr die betroffenen Bakterien ein mehr oder weniger dauerhaftes Milieu erzeugt, indem durch Mutation resistent gewordene Exemplare \u00fcberleben k\u00f6nnen, ihre genetischen Informationen zur Resistenz an ihre Nachkommen weitergeben k\u00f6nnen und auch \u00fcber einen horizontalen Transfer Resistenzgene an andere Bakterien weiterreichen k\u00f6nnen. Und je dauerhafter und ergiebiger dieses Milieu durch Antibiotika aufrecht erhalten wird, desto besser sind die Bedingungen f\u00fcr Resistenzentwicklungen.<\/p>\n<p><strong>Da k\u00f6nnte man meinen, dass diese Entwicklung ein Segen f\u00fcr die Pharmaindustrie ist, da sie mit ihren Produkten Infektionen bek\u00e4mpft, aber durch die Hintert\u00fcr resistente Infektionen produziert.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Resistenz im Pharma-Hinterhof<\/h2>\n<p>Die Beitr\u00e4ge, auf den ich weiter oben verwiesen hatte (<a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/tagesschau\/hyderabad-supererreger100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Supererreger aus Pharmafabriken<\/a> und der ARD-Beitrag auf Youtube: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mBog5xT5Ybk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der unsichtbare Feind \u2013 T\u00f6dliche Supererreger aus Pharmafabriken | Die Story im Ersten<\/a>) berichten \u00fcber eine selten diskutierte Quelle der Resistenzentwicklung, die Pharmaindustrie selbst, was diese nat\u00fcrlich schamhaft zu verschweigen wei\u00df. Und diese Resistenzentwicklung setzt bereits ein, ohne dass ein Patient oder ein Tier auch nur eine Kapsel Antibiotikum hat schlucken m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir wissen inzwischen, dass eine gro\u00dfe Zahl an Medikamenten \u00fcberhaupt nicht mehr in Deutschland oder Europa hergestellt werden. Die klassischen Herstellerl\u00e4nder heute sind China und Indien. Sogar Zulassungsstudien werden in Indien \u201egeschnitzt\u201c :<\/p>\n<p><a name=\"post-1934\"><\/a><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/pharmaskandal-gefaelschte-arzneimittelstudien-gkv-bio-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pharmaskandal \u2013 Gef\u00e4lschte Arzneimittelstudien durch GVK Bio?<\/a> Und wie es aussieht, werden in Hyderabad die Antibiotika ebenso verantwortungslos hergestellt wie die in dem Artikel angesprochenen Arzneimittelstudien.<\/p>\n<p>Ein Facharzt f\u00fcr Infektionskrankheiten und ein Reporter-Team des NDR reisten nach Hyderabad und inspizierten dort Fl\u00fcsse, Seen und Kanalisation. Der durch Hyderabad flie\u00dfende Fluss Musi war als Fluss kaum noch zu erkennen, da auf seiner Oberfl\u00e4che ein dichter Schaumteppich schwamm, der auf gro\u00dfe Mengen an Chemikalien schlie\u00dfen lie\u00df.<\/p>\n<p>Der dazugeh\u00f6rige absto\u00dfende Geruch zeigte, dass es sich hier nicht um einen nat\u00fcrlichen Prozess handeln kann. Das alles sagt nat\u00fcrlich noch nichts \u00fcber eine Belastung mit Antibiotika und resistenten Bakterien aus. Es sagt aber viel aus \u00fcber die Sorglosigkeit, mit der Industrieabf\u00e4lle in diesem Teil der Welt in die Natur gekippt werden.<\/p>\n<h2>Abf\u00e4lle (inklusive Antibiotika) werden in den Fluss gekippt<\/h2>\n<p>Damit war anzunehmen, dass die Pharmafirmen, die Antibiotika herstellen, ihre Abf\u00e4lle ebenfalls \u201esorgenfrei\u201c und ungefiltert in die Umwelt abgeben, ohne auch nur einen Gedanken an m\u00f6gliche Konsequenzen zu verschwenden. Ein weiteres Indiz f\u00fcr diese m\u00f6gliche Vorgehensweise gibt uns eine der f\u00fchrenden indischen Pharmafirmen, die in ihrer Werbung f\u00fcr sich selbst betonen, dass bei ihrem Unternehmen \u201eminimale Kontrolle &#8211; maximale F\u00f6rderung\u201c im Vordergrund stehen.<\/p>\n<p>Ich verstehe hier unter \u201eminimaler Kontrolle\u201c ein Signal der Firma an europ\u00e4ische und amerikanische Kunden, dass hier billig produziert wird, weil es keine Kontrollen gibt, wie zum Beispiel Umweltauflagen, die eine teure Entsorgung des chemischen Abfalls notwendig machen. Und wer billig produziert, der kann auch interessante Preise anbieten.<\/p>\n<h2>Kundschaft: Das Who-is-Who der Pharmaelite<\/h2>\n<p>Da ist es kein Wunder, wenn man hier das Who-is-Who der Pharmaelite als Kundschaft wieder trifft. F\u00fcr die Pharmafirmen ist die Produktion in Indien ein Segen. Denn man braucht selber keine Produktionsst\u00e4tten aufzubauen. Da hat man einiges gespart. Man braucht keine Angestellten zu bezahlen. Da hat man wieder einiges gespart.<\/p>\n<p>Und man hat keine Sorgen mit Umweltauflagen und anderen kostentreibenden Notwendigkeiten. Also, Indien wird immer interessanter. Und wenn man mal eine leicht gesch\u00f6nte Zulassungsstudie braucht, dann ist Indien auch nicht weit weg. Es lebe Indien!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde und resistente Keime aus dem Wasserhahn<\/h2>\n<p>Dieses verantwortungslose, billige und r\u00fccksichtslose Konzept ist nat\u00fcrlich nicht ohne Konsequenzen. Die Konsequenzen tragen weniger die Pharmafirmen oder die verehrte Kundschaft in Europa. Die Konsequenzen tragen erst einmal die Leute vor Ort.<\/p>\n<p>Denn das Team von Reportern und Infektionsmediziner konnte durch Probeentnahmen in verschiedenen Teilen rund um die Produktionsst\u00e4tten nachweisen, dass hohe Mengen an Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden im Wasser und dem Boden zu finden sind, und damit verbunden auch extrem hohe Mengen an bereits resistenten Bakterien.<\/p>\n<p>Damit war hier in der freien Natur das erreicht worden, was ich weiter oben bereits beschrieben hatte: Durch die langanhaltende und nachhaltige Freisetzung von Antibiotika-Abf\u00e4llen wurde in der Umwelt ein Milieu geschaffen, das, verbunden mit der lokal bedingten Hitze, beste Bedingungen bereitstellt, um Resistenzen zu erzeugen. Selbst das Wasser aus dem Wasserhahn eines Restaurants war bereits mit Beiden (Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden und resistenten Keimen) \u201egut versorgt\u201c.<\/p>\n<h2>Tod durch nicht mehr behandelbare Infektionen<\/h2>\n<p>Der Film zeigt auch die ersten Opfer, die in den Krankenh\u00e4usern in Hyderabad aufgrund nicht behandelbarer Infektionen sterben m\u00fcssen. Der Film zeigt auch die ersten Opfer in Deutschland, die in Krankenh\u00e4usern aufgrund von resistenten Infektionen behandelt werden m\u00fcssen. Man fragt sich nat\u00fcrlich, wie kommen diese resistenten Keime zu uns?<\/p>\n<p>Oder handelt es sich hier um andere resistente Keime, die vor Ort entstanden sind? Ich sch\u00e4tze beides ist m\u00f6glich. Denn der verantwortungslose Umgang mit Antibiotika vor Ort ist durchaus in der Lage, solche Resistenzen zu erzeugen. Aber die resistenten Erreger aus Hyderabad sind durchaus in der Lage, \u00fcber verschiedene Wege in Europa und anderen Teilen der Welt eingef\u00fchrt zu werden.<\/p>\n<p>Der Film verr\u00e4t uns, dass Untersuchungen von Touristen, die ihren Urlaub in Indien gemacht hatten, gezeigt hatten, dass diese bereits resistente Keime im Darm aus der Region nach Deutschland eingeschleppt hatten. Selbst die Antibiotikalieferungen aus Hyderabad an die deutschen Pharmafirmen oder Verteiler sind alles andere als keimfrei.<\/p>\n<p>Nur wenige resistente Keime m\u00fcssen \u00fcberleben, um in ihrem neuen \u201eHeimatort\u201c neue Kolonien zu gr\u00fcnden und Menschen und Tiere zu infizieren. Importierte Lebensmittel bieten ebenfalls ausreichend Gelegenheit f\u00fcr einen erfolgreichen Transport nach Europa (<a name=\"post-1294\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/gemuese-obst-aufgespritzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gem\u00fcse und Obst \u2013 Mit Silikon, Hormonen und Gift aufgespritzt<\/a>). Und sogar Zugv\u00f6gel k\u00f6nnen multiresistente Keime bei uns einschleppen und \u00fcber den Kot in der Umwelt verbreiten.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Schuldlosigkeit der heiligen Pharmaindustrie<\/h2>\n<p>Ein weiterer Vorteil, seine Produkte in Indien produzieren zu lassen, ist die Tatsache, dass unbequeme Fragen bez\u00fcglich Produktion und Industriestandard auf die Inder abgew\u00e4lzt werden k\u00f6nnen. Die deutsche Kundschaft = Pharmaindustrie wird die Verantwortung f\u00fcr das, \u201ewas da unten in Indien passiert\u201c, nicht \u00fcbernehmen wollen.<\/p>\n<p>Und die indische Pharmaindustrie reagiert wie die Pharmaindustrie immer reagiert: Sie wei\u00df von nichts, macht alles zum Wohle der Menschheit, h\u00e4lt die Umwelt in h\u00f6chsten Ehren und ist auch sonst immer toll drauf, wenn es um Selbstbeweihr\u00e4ucherung und Hochglanzmarketing geht.<\/p>\n<p>Hier in Deutschland reden sich nicht nur die Pharmafirmen heraus, sondern mit ihnen Arm in Arm auch die Politik. Denn die sendet ihre Pr\u00fcfer und Inspektoren nach Indien, um die Produktionsst\u00e4tten von innen zu begutachten. Was im Hinterhof der Firmen vor sich geht, dass d\u00fcrfen sie angeblich aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht mit in die Pr\u00fcfung eingehen lassen.<\/p>\n<p>Das zeigt also, dass das Recht so geschnitzt zu sein scheint, dass den indischen Pharmafirmen die Verantwortung f\u00fcr die massive Umweltvernichtung (Umweltverschmutzung w\u00e4re angesichts der Situation dort vor Ort eine unzul\u00e4ssige Verharmlosung) nicht angelastet werden kann\/darf.<\/p>\n<p>Und das ist nat\u00fcrlich ein netter Beitrag zur Kostensenkung f\u00fcr die Produktion von Antibiotika. Keine Frage, dass so ein Recht den Industriestandort Hyderabad enorm st\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Wenn man den Beteuerungen von hiesigen und indischen Pharmafirmen glauben darf, dann gibt es keine Ableitung von Industrieabf\u00e4llen in Hyderabad in die Umwelt. Dann stinkt auch der Fluss Muri nicht. Dann haben die Wasser- und Bodenproben des NDR-Teams keine Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde in hohen Mengen und entsprechend hohe Mengen an resistenten Keimen gezeigt.<\/p>\n<p>Dann gibt es auch keine Infektionskrankheiten auf den Intensivstationen. Dann haben wir das alles nur getr\u00e4umt. Oder welcher Schlingel hat dann die b\u00f6sen Keime und die Chemie in der Gegend verstreut, wenn nicht die, die t\u00e4glich diese Substanzen erzeugen? Komisch&#8230;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Nicht nur unsachgem\u00e4\u00dfer Einsatz von Antibiotika durch Schulmedizin und Massentierzucht ist verantwortlich f\u00fcr die Entstehung von multiresistenten Krankheitserregern.<\/p>\n<p>Die Pharmaindustrie leistet dazu einen weiteren signifikanten Beitrag, indem sie Produktionsbedingungen so gestaltet, dass Kosten gespart werden, indem die Entsorgung der Natur und Umwelt \u00fcberlassen wird. Unter der Sonne Indiens ist hier ein Brutofen f\u00fcr Keime entstanden, die unter hohen Konzentrationen von Antibiotika im Boden und im Wasser optimale Bedingungen f\u00fcr Resistenzentwicklungen gefunden haben.<\/p>\n<p>Das Groteske an der Situation ist, dass mit der Auslieferung der Antibiotika nach Deutschland zum Beispiel auch gleichzeitig multiresistente Keime mit Teil der Lieferung sind. Und es wird noch grotesker, wenn man die Stellungnahmen der Pharmaindustrie dazu vernimmt, die wieder einmal von nichts wei\u00df und alles abstreitet, obwohl der tote Gaul stinkend vor ihrer Haust\u00fcr liegt.<\/p>\n<p>Stattdessen lenkt man lieber ab und sch\u00fcrt\u00a0die Angst zum Beispiel vor Kinder-Infektionskrankheiten.\u00a0So kann man uns geschickt eine\u00a0Impfpflicht aufdr\u00fccken, mit Argumenten und Zahlen, die (ebenfalls) mehr als fragw\u00fcrdig sind. Aber mit Kindern und deren Krankheiten kann man ja sch\u00f6n polarisieren.\u00a0Millionen von Menschen glauben aber lieber einem Industriekomplex der mehrfach bewiesen hat, das F\u00e4lschungen, Leid, Tod\u00a0und L\u00fcge&#8230;<\/p>\n<p>Ich schreibe hier mal lieber nicht weiter&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Bild: (c) fotolia &#8211; j\u00fcrgen fl\u00e4chle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unglaublich, aber dennoch wahr, was der Bayerische Rundfunk und die ARD im Wonnemonat Mai dieses Jahres zu berichten haben. 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