{"id":1086,"date":"2015-12-23T16:44:25","date_gmt":"2015-12-23T15:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1086"},"modified":"2015-12-23T16:44:25","modified_gmt":"2015-12-23T15:44:25","slug":"2015-ein-aussergewoehnliches-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/2015-ein-aussergewoehnliches-jahr\/","title":{"rendered":"2015 war ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Jahr &#8211; aber keiner \u00e4ndert was"},"content":{"rendered":"<p>Schon wieder ein Jahr rum. Es war doch gerade erst Sommer?\u00a02015 war ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Jahr. Dies haben mir viele Freunde, Bekannte und Patienten best\u00e4tigt. Und ich meine nicht die Fl\u00fcchtlingskrise oder andere &#8222;politische&#8220; Ereignisse. Es geht mir um ganz andere Dinge, \u00fcber die es sich nachzudenken lohnt&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Arbeit: Alle beklagen sich, aber alle machen mit<\/h2>\n<p>Seit Jahrzehnten klagt &#8222;die ganze Welt&#8220; \u00fcber Arbeitsstress, mangelnde Gleichberechtigung, die Kollegen, zu viel Arbeit, falsche Priorit\u00e4ten und vieles mehr. Aber was\u00a0hat sich daran wirklich ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Einfach der &#8222;Stress&#8220;, denn der hat zugenommen. Die Diskussionen haben sich in dem Ma\u00dfe vermehrt, wie die Gleichberechtigung und Chancengleichheit immer noch keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sind. Und die Priorit\u00e4ten im gesellschaftlichen Leben sind immer noch die, die die Hippie-Generation der 60er und 70er Jahre mit Blumen, Songs und wenig effektiven Vorstellungen angeprangert hatten: Ein Leben um zu arbeiten und das\u00a0Geld als oberster Lehnsherr.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Wer arbeiten geht, der klagt \u00fcber jeden Montagmorgen und freut sich \u00fcber das kommende Wochenende. Denn Arbeit\u00a0scheint bei den allermeisten Menschen nichts\u00a0mehr mit Freude oder Erf\u00fcllung zu tun zu haben. Dazu gesellen sich dann noch Anforderungen, die den ohnehin schon hohen Stresspegel noch weiter erh\u00f6hen. Man arbeitet nicht aus eigenem Antrieb, so wie es jemand tut, der mit seinem Hobby sein Geld verdient. Man wird gezwungen, und das erfolgt auf einer vollkommen freiwilligen Basis.<\/p>\n<p>Es klingt widerspr\u00fcchlich, in der Tat. Aber diese freiwillige Unterwerfung unter den Zwang (arbeiten\u00a0um\u00a0seinen Lebensunterhalt verdienen zu m\u00fcssen), ist ein typisches Merkmal einer Angestelltenarbeit. Wer nicht will, der kann gehen\u00a0oder sich bei einem anderen \u201eVerein\u201c freiwillig unter Zwang stellen lassen. So etwas kann man kaum als Alternative begreifen wollen.<\/p>\n<p>Wer sein Leben lang acht und mehr Stunden am Tag etwas machen muss, an dem er eigentlich vollkommen uninteressiert ist, nur um sich zu reproduzieren (ich w\u00fcrde schon fast sagen prostituieren),\u00a0sprich nur\u00a0Geld zu verdienen, der wird kaum von den Konsequenzen des eigenen mentalen Raubbaus verschont bleiben: Burnout, Depressionen, Hoffnungslosigkeit, Zweifel am Sinn des Lebens etc. sind nicht vom Himmel gefallen, sondern haben einen engen Bezug zu dieser Situation.<\/p>\n<p>Auswandern oder wenigstens der Gedanke &#8222;alles hinschmei\u00dfen&#8220;\u00a0wird immer beliebter. Nicht umsonst stand Hape Kerkelings Buch &#8222;Ich bin dann mal weg&#8220; \u00fcber Monate auf Platz 1 der Verkaufslisten. Der Gedanke \u201ealles hinschmei\u00dfen und nur weg von der Tretm\u00fchle der Zivilisation\u201c war vor 20 Jahren f\u00fcr viele nur ein Ausdruck f\u00fcr einen bestenfalls verwirrten Geisteszustand.<\/p>\n<p>Heute wird dieses Thema als durchaus akzeptable Alternative diskutiert. Und es versteht sich wie von selbst, dass in der \u201elinientreuen\u201c Presse immer wieder Berichte erscheinen, die reuige Heimkehrer portr\u00e4tieren, die das beste aller Systeme auf das heftigste vermisst haben und es jetzt endlich zu sch\u00e4tzen wissen.<\/p>\n<p>Genau! Wir d\u00fcrfen alle froh und dankbar sein, unsere Arbeitskraft und alles, was damit zusammenh\u00e4ngt, f\u00fcr etwas zu verkaufen, was nicht nur (f\u00fcr uns) begrenzt ist, sondern auch so unpers\u00f6nlich, dass es jeden von jedem entfremden hilft: Geld. Denn f\u00fcr Geld machen Menschen die sonderbarsten Dinge.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass die Menschen nicht mehr arbeiten, sondern dem nachgehen k\u00f6nnen, was sie am meisten interessiert und was sie am besten tun k\u00f6nnen. So k\u00f6nnte der Beruf wieder zur Berufung werden.<\/p>\n<h2>Miteinander &#8211; Gegeneinander &#8211; F\u00fcreinander<\/h2>\n<p>Darwin soll einmal gesagt haben, dass nur der St\u00e4rkste gewinnt und sich durchsetzt (survival of the fittest). Das war vor mehr als 150 Jahren. Wer diese Annahme als Motto f\u00fcr seine Lebensanschauung und Arbeitsweise angenommen hat, der ist zumindest in wissenschaftlicher Hinsicht seit 150 Jahren hinter dem Mond.<\/p>\n<p>Wer die Natur als Beleg f\u00fcr Konkurrenz und Niedertrampeln nimmt, der vergisst geflissentlich, dass die Symbiose in der Natur eine ebenso gro\u00dfe, wenn nicht gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt als die Konkurrenz innerhalb der Spezies. Ohne Zusammenarbeit l\u00e4uft in der angeblich ach so konkurrenzorientierten Natur \u00fcberhaupt nichts. Ohne Symbiose ist Leben \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich. Das f\u00e4ngt mit der Symbiose von Bodenpilzen und Pflanzen an, die ohne diese Pilze \u00fcberhaupt nicht existieren k\u00f6nnten. Und ohne Pflanzen, ohne W\u00e4lder\u2026 wo bleiben dann Tiere und Menschen?<\/p>\n<p>Nur wir Menschen glauben immer noch als Krone der Sch\u00f6pfung von den nat\u00fcrlichen Gesetzen ausgenommen zu sein, in nahezu jeder Beziehung. Und wer sich sozial engagiert, wird oft immer noch als \u201eIdealist\u201c\u00a0oder als \u00a0&#8222;nicht ernstzunehmend&#8220; eingestuft. Wer dem Geld hinterherjagt, der hat keine Zeit f\u00fcr sich und seine Mitmenschen. Der wird seine Mitmenschen immer nur als Mittel f\u00fcr seine Jagd begreifen und bei erst bester Gelegenheit fallen lassen oder ruinieren.<\/p>\n<p>Aber von Natur aus ist der Mensch ein soziales Wesen. Er braucht f\u00fcr eine gesunde Psyche den Kontakt mit anderen Menschen. Wie sieht der Kontakt heute aus, au\u00dfer den erzwungenen Kontakten in der Arbeitsumgebung, die alles andere als nat\u00fcrlich sind?<\/p>\n<p>Warum erfreuen sich wohl im Internet die verschiedensten\u00a0&#8222;sozialen Plattformen&#8220;\u00a0(allen voran\u00a0Facebook) so gro\u00dfer Beliebtheit?<\/p>\n<p>Vielleicht auch, weil hier in mehr oder weniger anonymer Umgebung soziale Kontakte gedeihen, die von der \u201erauen Realit\u00e4t\u201c unbeeinflusst bleiben. Ich will damit nicht sagen, dass das schlecht ist. Aber es ist bezeichnend, dass man solche Plattformen ben\u00f6tigt, statt sich pers\u00f6nlich auszutauschen. Es ist aber auch sehr angenehm, \u00fcber diese Plattformen mit Freunden und Verwandten in der Ferne in Kontakt zu bleiben, was vor 30 Jahren nur per Brief m\u00f6glich gewesen ist.<\/p>\n<p>Erschreckend finde ich allerdings, wie unkritisch, beziehungsweise &#8222;blau\u00e4ugig&#8220; Beitr\u00e4ge geteilt oder bewertet werden. Vor allem Beitr\u00e4ge, von denen keiner so genau wei\u00df, wer da eigentlich etwas geschrieben hat&#8230; Ich sehe mein Gesicht ja auch nicht so gerne bei allen meinen Artikeln, aber: ich meine, man sollte gleich wissen , mit wem man es zu tun hat&#8230;<\/p>\n<h2>Bedeutung des Internets<\/h2>\n<p>Das bringt uns nat\u00fcrlich direkt zur Bedeutung des Internets. Das Internet verbindet, oft auch mit Menschen, die man im realen Leben noch nie gesehen hat.<\/p>\n<p>Das Internet hat auch eine Reihe von neuen Berufen, Jobs, Arbeitsmodellen etc. geschaffen, was ein enormer Schritt vorw\u00e4rts ist. Menschen mit gleichlaufenden Ideen und Interessen finden heute viel schneller zusammen als zu Zeiten ohne Internet.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher konnten Konzerne mit gro\u00dfem Budget Werbekampagnen aufziehen, die alle relevanten Bev\u00f6lkerungsgruppen erreichten, und dort ihre Halbwahrheiten verbreiten, von denen sich bis heute etliche in den Gehirnen der Menschen verankert haben.<\/p>\n<p>Es gab praktisch auf Seiten der Konsumenten kaum eine M\u00f6glichkeit, sich untereinander auf gro\u00dfer Basis auszutauschen, zu organisieren oder die Fehlinformationen als solche zu benennen und zu diskutieren. Das hat sich mit der Erfindung des Internets ge\u00e4ndert. Wer heute etwas zu sagen hat, der kann dies tun.<\/p>\n<p>Und es besteht die M\u00f6glichkeit, dass die ganze Welt seine Meinung liest \u2013 wenn sein Google-Ranking nicht allzu weit unter die Millionengrenze f\u00e4llt. Aber das ist ein anderes Thema und m\u00f6glicherweise auch ein Mittel, allzu kritische Stimmen nicht zu weit nach vorne dr\u00e4ngen zu lassen. Die Konzerne haben das mittlerweile l\u00e4ngst erkannt und investieren flei\u00dfig in das Medium Internet.<\/p>\n<p>Wie das im Bereich der Pharmaindustrie aussehen kann, habe ich unter anderem in den Beitr\u00e4gen &#8222;<a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/pharmaindustrie-mafia-2015\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia<\/a>&#8220; oder &#8222;<a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/boese-buben-pharmaindustrie-beim-schummeln-erwischt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die b\u00f6sen Buben der Pharmaindustrie beim Schummeln erwischt<\/a>&#8220; gezeigt.<\/p>\n<p>In meinem Beitrag zur Multiplen Sklerose warne ich auch davor, sich genau anzusehen, auf welcher Internetseite man sich befindet. Hier ein Auszug daraus:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Ich werde den Verdacht nicht los, dass wir es im Internet auch Vielfach mit &#8222;bezahlten&#8220; Beitr\u00e4gen zu tun haben, auch in entsprechenden Foren! Vergessen wir nicht: Die Multiple Sklerose ist ein riesiger Markt. Ein Markt mit Dauerpatienten, die einem 20 &#8211; 40 Jahre &#8222;erhalten&#8220; bleiben.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Und man erkennt das auch gut im Internet. Wenn sich Firmen die M\u00fche machen zu diesem Thema eigene Webseiten zu erstellen (die man gar nicht auf den ersten Blick als &#8222;Pharma-Webseite erkennt), l\u00e4sst das aufhorchen. Beispiele gef\u00e4llig?<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Aktiv-mit-MS.de &#8211; Teva Pharma GmbH (ja, das sind die, die Copaxane herstellen)<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>MSundICH.de &#8211; Motto: Richtig gut informiert bei MS. Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen von&#8230; (TUSCH, TARA&#8230;) &#8211; Novartis Pharma GmbH.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>MS-Gateway.de &#8211; ein &#8222;Service&#8220; von Bayer Vital GmbH. Weiter unten erfahren wir: Die Bayer Vital GmbH ist eine deutsche Vertriebstochter der Bayer HealthCare AG.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Leben-mit-MS.de &#8211; Merck Serono GmbH, w\u00e4r h\u00e4tte es gedacht?<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>MS-Begleiter.de &#8211; Genzyme GmbH (Biotech) und Atlantis Healthcare, der Auskunft der Webseite nach &#8222;ein weltweiter f\u00fchrender Anbieter von Patientenunterst\u00fctzungsprogrammen, die daf\u00fcr sorgen, dass der Patient durch Therapietreue ein besseres Behandlungsergebnis erzielt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Ja, da sollen wir also &#8222;begleitet&#8220; werden, f\u00fcr bessere &#8222;Therapietreue&#8220;. \u00dcbrigens: Alle eben genannten Webseiten wurden von mir das letzte Mal am 29.4.2015 gepr\u00fcft.<\/em><\/p>\n<p>Ja, ja, es wird immer au\u00dfergew\u00f6hnlicher. Und keiner merkt es anscheinend. Und am allerwenigstens die Jugendlichen, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Da bekomme ich doch tats\u00e4chlich oftmals die Antwort: &#8222;Aber das steht doch im Internet so&#8230;&#8220;. Um es mit Wilhelm Busch zu sagen: &#8222;Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe&#8230;&#8220;.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Und das bringt mich gleich zum n\u00e4chsten Wahnsinn, bei dem anscheinend auch jeder mitmacht:<\/p>\n<h2>Konsum<\/h2>\n<p>Mein Lieblingsbeispiel des totalen &#8222;Konsumwahnsinns&#8220;: Diese kaputten Jeans.<\/p>\n<p>Vor noch nicht allzu langer Zeit galten Zeitgenossen mit kaputten Jeans als Landstreicher oder sonstige sozial anr\u00fcchige Vertreter. Heute kann man kaputte Jeans zu Preisen bekommen, die die von normalen intakten Jeans deutlich \u00fcbersteigen beziehungsweise zumindest in nichts nachstehen. Da sage ich nur: Das Marketing-Genie, das sich das hat einfallen lassen, geb\u00fchrt irgendeine Art Nobelpreis! Man\u00a0bietet den Menschen kaputte Dinge an und diese zahlen auch\u00a0noch Geld daf\u00fcr!<\/p>\n<p>Das ist aber nur ein Beispiel, wie Marketing bei uns wirkt. Was gestern anr\u00fcchig war, kann morgen schon der letzte Schrei sein, den man mitmachen muss, oder man ist out.<\/p>\n<p>Und wer mitmacht, der braucht nat\u00fcrlich Geld. Und wer Geld braucht, der muss entweder geerbt haben oder sein Leben und seine Identit\u00e4t als sich selbst bestimmender Mensch zumindest f\u00fcr acht Stunden am Tag verkaufen und aufgeben. Damit w\u00e4ren wir wieder beim Arbeitsmodell, das Teil dieser \u201eMaschinerie\u201c ist.<\/p>\n<p>Auswandern ist eine inzwischen beliebte Alternative, die nicht nur Flucht vor einer repressiven Arbeitswelt ist, sondern auch eine Flucht vor dem Konsumzwang. F\u00fcr ein soziales Wesen mit dem Wunsch zur Selbstbestimmung ist es ein Gr\u00e4uel, von den Armeen von Marketingfirmen beherrscht zu werden, die dar\u00fcber zu entscheiden glauben, wann ein Mitglied der Gesellschaft akzeptable (in) ist und wann nicht (out).<\/p>\n<p>Und die \u201eUrteilsbegr\u00fcndung\u201c liegt nicht im Wesen oder Charakter des Einzelnen, sondern darin, wie er sich dem Diktat des Marketings beugt \u2013 und wie viel Geld er f\u00fcr die Erf\u00fcllung des Diktats ausgibt. Je mehr Geld, desto h\u00f6her das Ranking. Es ist so langweilig, wie es klingt. Und diese Zeitgenossen sind f\u00fcr mich die reinsten Zeitverschwender.<\/p>\n<h2>Ern\u00e4hrung &#8211; Gesundes Essen<\/h2>\n<p>So, jetzt kommen wir langsam zu den Themen, mit denen ich mich in der Praxis und hier im Internet das ganze Jahr \u00fcber besch\u00e4ftige. Im Prinzip ist\u00a0das Thema ein Krankheit, Medizin oder Ern\u00e4hrung ein\u00a0Dauerbrenner &#8211; und das seit Jahren. Und der Grund ist heute wie vor Jahren ein aktueller.<\/p>\n<p>Denn die Attacken der Lebensmittelindustrie auf den gesundheitsf\u00f6rdernden Charakter unserer Nahrungsmittel haben eher zu- statt abgenommen: Gentechnik im Essen, Zucker ohne Ende, S\u00fc\u00dfstoffe als Schlankheitsverhei\u00dfungen, Geschmacksverst\u00e4rker auf chemisch, Konservierungsstoffe, die mit Ern\u00e4hrung nichts zu tun haben, andere chemische Beimengungen, die einfach nur so in die Lebensmittel gelangen \u2013 die Liste an Attacken auf unsere Gesundheit auf Ern\u00e4hrungsbasis ist nahezu endlos und (mit Verlaub) zum Kotzen.<\/p>\n<p>Aber wer emsig damit besch\u00e4ftigt ist, Geld zu erarbeiten, damit man sich die neuesten Trends bei Klamotten, Mobiltelefonen etc. auch leisten kann, der wird (v\u00f6llig klar!) keine Zeit und kein Geld f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung haben. Der wird noch nicht einmal die Zeit haben, sich zu informieren, was heute \u00fcberhaupt eine gesunde Ern\u00e4hrung ausmacht.<\/p>\n<p>So etwas hat letzte Priorit\u00e4t (das hatten wir schon mal weiter oben). Der wird alles das konsumieren, was das Marketing vordiktiert. Und das macht auch vor den Nahrungsmitteln nicht halt. Denn wer Cola trinkt, der ist gl\u00fccklich und wenn der Cola-Truck in der Weihnachtswerbung \u00fcber die Mattscheibe flimmert sogar vielleicht auch seelig&#8230; Es ist einfach nur gruselig.<\/p>\n<p>Organisationen wie Foodwatch warnen nicht umsonst vor den Marketingl\u00fcgen der Lebensmittelindustrie, die keine Ausnahme sind, sondern das einheitliche Konzept, mit dem man aus gesundheitlicher Sicht gesehen unverk\u00e4uflichen Mist zu H\u00f6chstpreisen an den Mann bringt. Selbstverst\u00e4ndlich wird der Mist als \u201epreiswert\u201c beworben und ist in der Regel auch billiger als biologisch-organisch erzeugte Lebensmittel.<\/p>\n<p>Da bleibt dann\u00a0auch Geld \u00fcbrig f\u00fcr die neuesten Jeans mit den L\u00f6chern am Hintern und an den Beinen. Verzeihung, aber bei diesen Ausf\u00fchrungen wird mir schon wieder schlecht&#8230; Da f\u00e4llt mir wieder das Zitat von Albert Einstein ein: &#8222;Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.&#8220;<\/p>\n<p>Tja&#8230; Wie kann man gesund essen? Heute ist es kaum noch nachvollziehbar, wo die Lebensmittel herkommen, wenn man nicht selbst einen eigenen Garten hat. Und ob alles biologisch ist, wo biologisch draufsteht, das w\u00e4re die n\u00e4chste spannende Frage. Denn mit dem wachsenden Bewusstsein, dass die industriell gefertigten Lebensmittel nicht das sind, was sie vorgeben, kommt bei vielen Menschen der Wunsch auf, sich gesund zu ern\u00e4hren, biologisch halt.<\/p>\n<p>Und weil die Industrie das L\u00fcgen zuvor schon so erfolgreich praktiziert hat, kann man dieser Klientel den eigenen Mist auch als biologisch verkaufen, Hauptsache man kann \u00fcberzeugen. Foodwatch wei\u00df von etlichen F\u00e4llen, wo biologisch draufstand, aber synthetischer Schund drin war.<\/p>\n<p>Aber auch dazu hatte ich bereits einige Beitr\u00e4ge verfasst. Kommen wir einmal zu einem Thema, zu dem ich bisher fast nichts geschrieben habe&#8230;<\/p>\n<h2>Zunehmende Spiritualit\u00e4t<\/h2>\n<p>Spiritualit\u00e4t ist doch Esoterik, oder? Sind das nicht die, die spinnen?<\/p>\n<p>Weltverbesserer ohne Plan, Idealisten ohne Realit\u00e4tsbezug, oder sowas?<\/p>\n<p>F\u00fcr die Anh\u00e4nger der kaputten Jeans ist das die beste Erkl\u00e4rung. Nicht zuletzt deshalb die beste Erkl\u00e4rung, weil man danach das Thema als erledigt betrachten und sich noch mehr kaputten Jeans (oder wahlweise dem neuen Smartphone) zuwenden kann. Oder vielleicht der Frage, wie man die neue, noch kaputtere Jeans finanziert.<\/p>\n<p>Spiritualit\u00e4t ist auch ein Ding, das man schlecht vermarkten kann, obwohl das einigen meiner Kolleginnen und Kollegen ganz gut gelingt. Es gibt zwar einen Markt f\u00fcr R\u00e4ucherkerzen und anderen Accessoires. Aber dieses Beiwerk hat erst einmal mit Spiritualit\u00e4t nichts zu tun. Spiritualit\u00e4t ist etwas, was im Inneren des Menschen passiert. Dazu braucht man Ruhe, Geduld, Selbstwahrnehmung und vor allem ZEIT. Wer hat denn heute noch Zeit, wenn man Geld verdienen muss, um es dann f\u00fcr nutzlose Dinge zu verpulvern?<\/p>\n<p>Aber Spiritualit\u00e4t ist nicht nur dumpfes vor sich hin Meditieren mit mysteri\u00f6sem Gesichtsausdruck. Der Begriff umfasst auch den Drang nach neuer Erkenntnis. Und dazu geh\u00f6rt auch das Lernen, das sich Informieren.<\/p>\n<p>Das Internet macht es wieder m\u00f6glich, mit allen Facetten, die die Informationsbildung zu bieten hat. Aber dies ben\u00f6tigt Zeit, \u201egraue Zellen\u201c und Hingabe, sich neue Ideen und Gedanken einzuverleiben und mental und intellektuell zu \u201everdauen\u201c. Wer nur kaputte Jean im Kopf hat, der wird keins von allem aufweisen. Dessen Spiritualit\u00e4t ist bestenfalls mit einem der L\u00f6cher zu vergleichen, die in seinen neuen Jeans vorhanden sind.<\/p>\n<p>Spiritualit\u00e4t ist leider, nein Gott Lob, keine Modeerscheinung. Es ist eine Lebenshaltung, ein Charakterzug, der zudem eine effektive Br\u00fccke zu anderen Menschen mit \u00e4hnlich gelagerter Spiritualit\u00e4t bildet. Solche Menschen haben einen leichten Zugang zueinander. Solche Menschen haben eine vollkommen andere Diskussionsbasis als L\u00f6cher in irgendwelchen Stoffen (vielleicht unterh\u00e4lt man sich \u00fcber schwarze L\u00f6cher im Universum). Diskussionen mit solchen Menschen f\u00fchren zu neuen Erkenntnissen und Ideen. Sie sind bereichernd. Und man selbst f\u00fchlt sich bereichert, wenn man selbst an diesem Prozess der Bereicherung einen Beitrag leisten kann.<\/p>\n<p>Spiritualit\u00e4t kostet viel mehr als Geld. Es kostet Zeit, Hingabe, Nachdenken, Analysieren, Logik, Intuition, Gef\u00fchl und die F\u00e4higkeit, Reales mit M\u00f6glichem zu verbinden, sei es nur in Gedanken als Idee oder Prognose. Wer ein hohes Ma\u00df an Spiritualit\u00e4t besitzt, der braucht zwar immer noch Geld f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben. Aber man braucht kein Geld, um jeden Monat eine Batterie der neuesten Produkten einzukaufen um \u201ein\u201c zu sein. Und damit hat man auch Zeit, seine Pers\u00f6nlichkeit zu pflegen, ganz ohne L\u00f6cher\u2026<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich Ihnen besinnliche und ruhige Feiertage. F\u00fcr das Neue Jahr w\u00fcnsche ich Ihnen alles Gute, Erfolg, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit!<\/p>\n<p>Und es ist auch einmal Zeit Danke zu sagen:<br \/>\nDanke f\u00fcr das Teilen meiner Beitr\u00e4ge und die ganzen Kommentare!<br \/>\nUnd vor allem: Danke f\u00fcr Ihr Vertrauen und Ihre Geduld!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder ein Jahr rum. Es war doch gerade erst Sommer?\u00a02015 war ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Jahr. Dies haben mir viele Freunde, Bekannte und Patienten best\u00e4tigt. Und ich meine nicht die Fl\u00fcchtlingskrise oder andere &#8222;politische&#8220; Ereignisse. Es geht mir um ganz andere Dinge, \u00fcber die es sich nachzudenken lohnt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1089,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[75],"class_list":["post-1086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-weihnachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}