{"id":1084,"date":"2024-01-02T09:00:26","date_gmt":"2024-01-02T08:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1084"},"modified":"2024-01-02T09:00:26","modified_gmt":"2024-01-02T08:00:26","slug":"cola-gekaufte-gesundheitsstudien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/cola-gekaufte-gesundheitsstudien\/","title":{"rendered":"Gekaufte &#8222;Gesundheitsstudien&#8220; und &#8222;EU-Sponsoring&#8220; bei Coca Cola"},"content":{"rendered":"<p>Zu viel Zucker f\u00fchrt zu \u00dcbergewicht und damit zu Krankheiten wie Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist ja nichts Neues, aber anscheinend interessiert es einfach kaum jemanden. Und wenn das Zeug auch noch in\u00a0enormen Mengen\u00a0in Limonaden, S\u00e4ften (Nektar!) oder gar Cola aufgel\u00f6st ist, nimmt der Mensch das kaum als S\u00e4ttigung wahr und trinkt\u00a0es oft bedenkenlos.<\/p>\n<p><!--more-->Dazu hatte ich ja auch bereits einige Beitr\u00e4ge verfasst, wie zum Beispiel: <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/zucker-kassenschlager\/\">Zucker, der s\u00fc\u00dfe Kassenschlager<\/a>. Und auch klar:\u00a0viele Getr\u00e4nkehersteller sind in die Kritik geraten, wie zum Beispiel Coca-Cola.<\/p>\n<p>An der Cola hatte ich auch kein gutes Haar gelassen, siehe: <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/cola-die-brutale-wahrheit\/\">Cola, die brutale Wahrheit<\/a> oder <a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/cola-und-seine-dunklen-geheimnisse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Cola und seine dunklen Geheimnisse<\/a>. Wissenschaftliche Studien \u00fcber den fl\u00fcssigen Zucker-Konsum kommen den Cola-Konzernen ungelegen.<\/p>\n<p>Deswegen bem\u00fcht man sich um entsprechende &#8222;Darstellungen&#8220;. Im ersten Halbjahr 2019 f\u00f6rderte Coca Cola wohl die EU-Ratspr\u00e4sidentschaft Rum\u00e4niens.\u00a0 Das war genau zu dem Zeitpunkt, als EU die Einf\u00fchrung einer Limo-Steuer diskutiert. Eine Unversch\u00e4mtheit und &#8222;Lobby-Arbeit&#8220; erster G\u00fcte!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Aber das war ja nur die Spitze des Eisbergs, die anscheinend bereits l\u00e4nger vorbereitet worden war. Coca-Cola hatte vor Jahren bereits sogenannte \u201eGesundheitspartnerschaften\u201c ins Leben gerufen. Verbraucher-Organisationen wie Foodwatch bem\u00e4ngelten, dies sei eine finanzielle Einflussnahme auf Forschungseinrichtungen.<\/p>\n<p>Ein konkretes Beispiel war u.a. die Zusage von Prof. James Hill an Coca-Cola, eine Studie zu verfassen, deren Tenor das Gesundheits-Risiko des Zuckers klein reden sollte. Nicht das Kohlenhydrat, sondern Bewegungsmangel sollte als Hauptursache von \u00dcbergewicht propagiert werden.<\/p>\n<p>Hill arbeitet an der Universitiy of South Carolina und deren Foundation hatte von Coca-Cola 1 Millionen Dollar an Spendengeld erhalten. Das umstrittene Global Energy Balance Network konnte nur gegr\u00fcndet werden, weil Coca Cola sich mit 1,5 Millionen Dollar beteiligte. Insgesamt hat der Getr\u00e4nke-Gigant von 2010 bis 2015 120 Millionen Dollar in die Gesundheitspartnerschaften \u201einvestiert\u201c.<\/p>\n<p>Die Kritik schadet dem Konzern inzwischen mehr als ihm die Gesundheitspartnerschaften nutzen. Darauf hat Coca-Cola im September 2015 bereits reagiert und in den USA offen gelegt, welche Organisationen gesponsert wurden und welche Summen sie erhalten haben.<\/p>\n<p>In Europa sollte dies nun auch geschehen. Bemerkenswerterweise hat das Global Energy Balance Network seine Arbeit eingestellt \u2013 wohl aus der Bef\u00fcrchtung heraus, als Marketing-Abteilung des Getr\u00e4nkeriesen zu gelten. Aber auch die US-amerikanischen Universit\u00e4ten haben einen Ruf zu verlieren. So hat die University of Colorado die Coca-Cola-Spenden zur\u00fcck gegeben.<\/p>\n<p>Aber nicht nur Universit\u00e4ten, Stiftungen und vergleichbare Einrichtungen \u201everkaufen ihre Seele\u201c meistbietend an die Zucker-Industrie. Die amerikanische CDC genie\u00dft inzwischen ebenfalls den zweifelhaften Ruf, nicht das zu sein, was sie vorgibt. Die Gesundheitsbeh\u00f6rde \u2013 das Zentrum f\u00fcr Krankheitskontrolle und Pr\u00e4vention \u2013 soll eigentlich den Schutz der \u201e\u00f6ffentlichen Gesundheit\u201c gew\u00e4hrleisten. In gewisser Weise entspricht diese Beh\u00f6rde dem Robert-Koch-Institut in unseren Landen, allerdings mit weiterreichenden Befugnissen als das RKI hier.<\/p>\n<p>Unl\u00e4ngst gelangte die CDC zu negativem \u201eRuhm\u201c, als Insider und Whistleblower offenlegten, dass eine CDC-Studie zur Frage nach Zusammenh\u00e4ngen zwischen MMR-Impfungen und Autismus als manipuliert entlarvt wurde: <a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/mmr-impfung-autismus-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MMR-Impfung und Autismus <\/a><a href=\"http:\/\/naturheilt.com\/blog\/mmr-impfung-autismus-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2013 Also doch! <\/a>Hier galt die sogenannte de-Stefano-Studie jahrelang als Beleg f\u00fcr einen fehlenden Zusammenhang und damit gleichzeitig als Widerlegung der Hypothesen von Dr. Wakefield.<\/p>\n<p>Im Nachhinein jedoch stellte sich heraus, dass ein Gro\u00dfteil der Autisten aus dem Datenpool der Studie gestrichen worden waren, sodass sich das gew\u00fcnschte, g\u00fcnstige Ergebnis einstellte. Eine Auswertung mit den kompletten Daten ergab dagegen, dass diese Studie genau das \u201ebewies\u201c, was auch Dr. Wakefield postuliert hatte \u2013 den positiven Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus.<\/p>\n<p>Seit Anfang Juli 2016 kommt der n\u00e4chste \u201eAusrutscher\u201c der CDC ans Tageslicht. Dr. Bowman, die Direktorin der CDC Abteilung f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall Pr\u00e4vention hat fast \u00fcber Nacht ihre K\u00fcndigung eingereicht. Nur Tage zuvor wurde bekannt, dass die Direktorin ein \u201eintimes Verh\u00e4ltnis\u201c mit Lobbyisten der Lebensmittelindustrie hat \u2013 und das seit Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Laut Job-Beschreibung auf der CDC-Seite besch\u00e4ftigte sich Dr. Bowman mit Ern\u00e4hrungsfragen und Diabetes. Es stellt sich sofort die Frage, zu welchen Ergebnissen die Dame gekommen sein muss, dass sie der Industrie versuchte zu helfen, die Zielvorgaben und Empfehlungen in Bezug auf den t\u00e4glichen Zuckerkonsum seitens der WHO zu unterminieren.<\/p>\n<p>Die WHO schlug auf ihrer Webseite (<a href=\"http:\/\/www.who.int\/mediacentre\/news\/notes\/2014\/consultation-sugar-guideline\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WHO opens public consultation on draft sugars guideline<\/a>) vor, dass die t\u00e4gliche Energiezufuhr nur zu 10 Prozent durch Zucker erfolgen soll. Eine Reduktion von Zucker auf 5 Prozent sieht die Organisation als einen zus\u00e4tzlichen Plusfaktor an. Diese 5 Prozent entsprechen rund 25 Gramm oder 6 Teel\u00f6ffeln Zucker am Tag f\u00fcr einen Erwachsenen mit einem \u201enormalen BMI\u201c.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Kx\" data-webform-id=\"pL1Kx\"><\/script><\/p>\n<p>Diese Limitierung gilt f\u00fcr die Summe aller Monosaccharide, wie Glukose und Fruktose, und Disaccharide wie Haushaltszucker, die in allen m\u00f6glichen (und unm\u00f6glichen) Nahrungsmitteln enthalten sind. Mit eingeschlossen in diese 5 Prozent ist auch der Zucker aus Honig, Sirup, Fruchts\u00e4ften und Fruchtkonzentraten.<\/p>\n<p>Bemerkenswerterweise unterstreicht die WHO die Tatsache, dass viele Zucker heute \u201eversteckt\u201c in industriell gefertigten Esswaren zu finden sind. Sie bringt das Beispiel vom Ketschup, der ja eigentlich in Sachen Zucker unverd\u00e4chtig sein sollte. Aber laut WHO enth\u00e4lt ein Essl\u00f6ffel Ketchup 4 Gramm oder 1 Teel\u00f6ffel Zucker.<\/p>\n<p>Eine Dose verzuckerte Cola und \u00e4hnliche Getr\u00e4nke enthalten 40 Gramm oder 10 Teel\u00f6ffel Zucker. Damit h\u00e4tte der gl\u00fcckliche Genie\u00dfer einer Dose Cola schon die von der WHO empfohlene H\u00f6chstmenge von 6 Teel\u00f6ffeln Zucker pro Tag mehr als \u00fcberschritten \u2013 und das, ohne etwas anderes gegessen zu haben.<\/p>\n<h2>Der Dorn im Auge und was man dagegen tun kann<\/h2>\n<p>Nur 10 und schlimmer noch nur 5 Prozent! Wer sich als Verbraucher konsequent an diese Empfehlung h\u00e4lt, der wird letztendlich ganz auf Colas und seine Ableger verzichten wollen. Aus einem Beitrag von Dr. Mercola (CDC Executive Resigns After Being Caught Colluding With Coca-Cola to Salvage Soda Market (Link existiert nicht mehr)) k\u00f6nnen wir erfahren, dass in den USA bereits ein Umdenken eingesetzt haben muss, zumindest was den Konsum von Colas und Co. angeht.<\/p>\n<p>Denn seit 1998 sind die Ums\u00e4tze der Limonadenhersteller um 25 Prozent gesunken. Da kann es kaum als \u00dcberraschung gelten, wenn die Industrie die entsprechenden Gegenma\u00dfnahmen eingeleitet hatte.<\/p>\n<p>Eine dieser Ma\u00dfnahmen war die Infiltration von Regierungsstellen mit \u201elinientreuen\u201c Meinungsbildnern und \u201eWissenschaftlern\u201c (<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/uk\/2003\/jan\/09\/foodanddrink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WHO &#8218;infiltrated by food industry&#8216;<\/a>). Einer der aktivsten Organisationen hier war das ILSI (International Life Sciences Institute).<\/p>\n<p>Dieses Institut wurde 1978 von einer Reihe von Mitgliedern der Lebensmittelindustrie gegr\u00fcndet, unter anderen von Coca-Cola, Pepsi-Cola, Kraft, Procter&amp;Gamble etc. Ein gewisser Alex Malaspina war bis 1991 der Vorsitzende des ILSI. Zuvor war er ein f\u00fchrender Manager bei Coca-Cola.<\/p>\n<p>Die \u201eHuffington Post\u201c besch\u00e4ftigt sich mit dem Abgang der CDC-Direktorin und ihrer Verbindung zu dem industriefreundlichen ILSI in zwei ausf\u00fchrlichen Artikeln (<a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/carey-gillam\/cdc-official-exits-agency_b_10760490.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CDC Official Exits Agency After Coca-Cola Connections Come to Light<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/carey-gillam\/beverage-industry-finds-f_b_10715584.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beverage Industry Finds Friend Inside U.S. Health Agency<\/a>).<\/p>\n<p>Die hier gef\u00fchrte Darstellung beruht auf einer Offenlegung eines Email-Austauschs zwischen Bowman und Malaspina. Hier wird deutlich, dass die CDC-Direktorin sich mehr als gl\u00fccklich zeigte, der Industrie helfend zur Seite zu stehen. Sie gab Empfehlungen von bestimmten Gespr\u00e4chspartnern in einschl\u00e4gigen Organisationen, wie der WHO, wo industriefreundliche Mitglieder zu finden sind.<\/p>\n<p>Denn Malaspina hatte sich dar\u00fcber beklagt, dass die WHO kein Interesse mehr zeigte, mit dem ILSI zusammenzuarbeiten. Auch die Strategie von Coca-Cola, \u00dcbergewicht und Diabetes auf den Lebensstil und weniger auf einen exorbitanten Zuckerkonsum zur\u00fcckzuf\u00fchren, wurde von Bowman und Malaspina unterst\u00fctzt und nach m\u00f6glichen weiteren \u201eBundesgenossen\u201c gefahndet.<\/p>\n<p>Prof. Robert Lustig (Facharzt f\u00fcr p\u00e4diatrische Endokrinologie an der Universit\u00e4t von Kalifornien) bezeichnet das ILSI als eine \u201ebekannte Speerspitze der Industrie\u201c (<a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fruchtzucker-und-fruktose\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe auch Fruchtzucker und Fruktose \u2013 alles andere als gesund<\/a>)Weiter bem\u00e4ngelt er, dass ausgerechnet die CDC es bislang vers\u00e4umt hat, die Empfehlungen der WHO nach einer Einschr\u00e4nkung des Zuckerkonsums \u00f6ffentlich zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<p>Aber wie es aussieht, kann die CDC nicht etwas \u00f6ffentlich unterst\u00fctzen, wogegen sie hinter den Kulissen ank\u00e4mpft. Es ist jetzt einfach nur Pech und peinlich, dass Madame Bowman sich hat erwischen lassen.<\/p>\n<p>Denn ihre Chefin, Ursula Bauer, benachrichtigte ihre Mitarbeiter \u00fcber das freiwillige Ausscheiden von Bowman nach dem Bekanntwerden ihrer Verflechtungen mit Malaspina: <a href=\"https:\/\/www.usrtk.org\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Barbara-Bowman-retirement-emails.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barbara Bowman retirement emails<\/a>. In diesen Mails wird Bowman \u00fcber den gr\u00fcnen Klee gelobt und der eigentliche Grund f\u00fcr den Ausstieg tunlichst verschwiegen. Angeblich sind auf einmal Familie und Privatleben die Priorit\u00e4ten, die zu diesem Schritt gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Bauer geht auf die \u201eVerflechtungspanne\u201c nur insofern ein, als sie die Mitarbeiter warnt, dass solche Aktionen ein schlechtes Bild auf die Organisation werfen, sollte man sich pl\u00f6tzlich auf der Titelseite der Presse wiederfinden. Bauer scheint sich in keinster Weise von der nachgewiesenen Verflechtung und dem daraus entstandenen Interessenskonflikt zu distanzieren.<\/p>\n<p>Was hier nur st\u00f6rt, das ist, dass Frau Bowman sich hat erwischen lassen. Und auch die CDC-Sprecherin, Kathy Harben, bezeichnete die Emails zwischen Bowman und Malaspina nicht als Beleg f\u00fcr einen Interessenskonflikt oder sonst ein Problem.<\/p>\n<p>Muss man sich da noch wundern, wenn auch Studien ala de-Stefano von der CDC-Spitze so frisiert und gef\u00f6hnt werden, dass daraus industriefreundliche M\u00e4rchen werden, die aber angeblich Lichtjahre von Interessenskonflikten entfernt sind? Und wenn das alles wirklich keinen Interessenskonflikt darstellt, warum pl\u00e4diert Chefin Bauer dann an ihre Mannen, nicht auf der Titelseite der Presse zu erscheinen?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Was man Gutes f\u00fcr die Industrie tun kann<\/h2>\n<p>Bei den sicherlich lukrativen Beziehungen zur ILSI und Coca-Cola versuchte Bowman die alten Empfehlungen und Leitlinien zu re-etablieren, die zuvor die Herstellung von zuckerhaltigen Getr\u00e4nken organisierten. Zur Frage des Einflusses von Zucker auf die Gesundheit unterst\u00fctzt sie die Ansicht, dass der von untergeordneter Rolle, aber Fragen des Lebensstils von erster Priorit\u00e4t zu sein haben. Ein eindrucksvolles Beispiel daf\u00fcr:<\/p>\n<p>Ein Programm, das sie unter dem Namen \u201e<a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/wisewoman\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wisewoman<\/a>\u201c durchgef\u00fchrt hat und das inzwischen auf 21 Programme ausgedehnt wurde, bietet Frauen mit geringem Einkommen, ohne oder mangelhafter Krankenversicherung Risikountersuchungen, Aufkl\u00e4rung und Diabeteskontrollen. Das h\u00f6rt sich sehr gut an. Die Webseite dazu unterstreicht explizit, dass die angebotenen Ma\u00dfnahmen von Programm zu Programm unterschiedlich ausfallen. Aber allen gemeinsam ist die Betonung auf der Ver\u00e4nderung des Lebensstils.<\/p>\n<p>Auch das mag nicht unvern\u00fcnftig klingen. Aber inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Ern\u00e4hrung und Lebensstil zusammen einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit haben. Hier hat die Ern\u00e4hrung einen Anteil von rund 70 Prozent und \u201enur\u201c 30 Prozent Lebensstil, wie Sport und k\u00f6rperliche Bet\u00e4tigung. Wer diese These als g\u00fcltige Arbeitsgrundlage anerkennt, der kommt an einer Verdammung von Zucker als Teil der Ern\u00e4hrung nicht vorbei.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Hersteller der gef\u00e4rbten Zuckerwasser ist diese Annahme genau der Dorn im Auge, den es auszumerzen gilt. Daher die \u00dcberbetonung der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t, daher die F\u00f6rderung von Sportveranstaltungen. Die Botschaft ist: Wer viel Sport treibt, der lebt gesund, egal wie viel Liter Zuckerwasser er jeden Tag in sich rein kippt. Oder mit anderen Worten: Ern\u00e4hrung z\u00e4hlt wenig, k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t alles. Wer Diabetiker wird, der hat sich einfach zu wenig bewegt. Da kann ich nur sagen: Bl\u00f6der geht\u2019s nimmer. Und solchen Leuten m\u00fcssen wir unsere Gesundheit anvertrauen.<\/p>\n<p><strong>Warum ein promovierter Ern\u00e4hrungswissenschaftler zu so einem irren Ergebnis kommt oder vielleicht kommen muss, das erfahren wir zum schlechten Schluss: Bowman hatte vor ihrer CDC-Zeit als Ern\u00e4hrungswissenschaftlerin bei Coca-Cola gearbeitet (sieh an!).<\/strong><\/p>\n<p>Sie war zudem Koautorin eines Buchs \u00fcber den aktuellen Stand der Ern\u00e4hrungswissenschaft, das als eine Ver\u00f6ffentlichung des ILSI ausgegeben wurde. Und das war 2003, als sie schon in Diensten der CDC stand (da schau her!).<\/p>\n<p>Ich bin jetzt auch \u00fcberzeugt, dass solche Verbindungen \u00fcberhaupt keinen Interessenskonflikt darstellen. Wann kann ich bei der CDC anfangen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 21.12.2015 erstellt und letztmalig am 02.01.2024 bearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu viel Zucker f\u00fchrt zu \u00dcbergewicht und damit zu Krankheiten wie Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist ja nichts Neues, aber anscheinend interessiert es einfach kaum jemanden. 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