{"id":1050,"date":"2015-06-05T21:13:32","date_gmt":"2015-06-05T20:13:32","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1050"},"modified":"2015-06-05T21:13:32","modified_gmt":"2015-06-05T20:13:32","slug":"zucker-kassenschlager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/zucker-kassenschlager\/","title":{"rendered":"Zucker \u2013 der s\u00fc\u00dfe Kassenschlager"},"content":{"rendered":"<p>Ist Zucker wichtig f\u00fcr unseren Organismus? Wer hier \u201enein\u201c sagt, der hat wohl damals im Biologieunterricht nicht aufgepasst. Denn ohne Zucker funktioniert unser K\u00f6rper nicht, an vorderster Front das Gehirn.<\/p>\n<p>Und genau deshalb brauchen wir die segensreichen Zuckerhersteller (die mit dem wei\u00dfen Haushaltszucker &amp; Co.), die unseren Organismus in Schwung halten. Oder?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Sch\u00f6ne Zuckerwerbung<\/h2>\n<p>Damit wir die Segnungen der Zuckerindustrie auch ordentlich zu sch\u00e4tzen wissen, haben die Zuckerhersteller\u00a0inzwischen auch das Internet entdeckt und eine ganz, ganz s\u00fc\u00dfe Webseite erstellt: mitzucker.de.\u00a0Dort erfahren wir so manches Neue \u00fcber die segensreichen Wirkungen des Zuckers &#8211; alles Sachen, die ich noch gar nicht wusste!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Kx\" data-webform-id=\"pL1Kx\"><\/script><\/p>\n<p>Zu aller erst einmal, dass \u201eein Fu\u00dfballfeld voller Zuckerr\u00fcben Sauerstoff f\u00fcr 60 Menschen produziert\u201c. Da sage ich nur: Toll! Dann sollten wir bald anfangen, diesen nutzlosen Wald in unserem Land zu f\u00e4llen und durch Zuckerr\u00fcbenfelder zu ersetzen (um Gottes willen nicht auch die Fu\u00dfballfelder, bitte!). Denn nur Zuckerr\u00fcben sind Sauerstoffproduzenten, B\u00e4ume k\u00f6nnen so etwas wohl nicht, oder doch?<\/p>\n<p>Zumindest wollen die Zuckermacher auf der weiterf\u00fchrenden Seite zu diesem Thema wissen wollen, dass B\u00e4ume nur 17 Menschen mit Sauerstoff versorgen (mitzucker.de\/fussballfeld-voller-zuckerrueben-produziert-sauerstoff-60-menschen). Man schaue sich das einmal an:<\/p>\n<p>Eine eigene Seite nur f\u00fcr diesen Hinweis? F\u00fcr die hier aufgestellte Behauptung sparen sich die Zuckermacher aber jedwede Quellenangabe. Denn der Leser soll glauben und nicht wissen und nachvollziehen k\u00f6nnen. Ja ich wei\u00df, ich belege auch nicht alles mit Quellen. Aber ich bin auch kein Verband und lasse meine Erfahrung und Meinung mit in Beitr\u00e4ge einflie\u00dfen&#8230;<\/p>\n<p>Ungl\u00e4ubig wie ich nun mal bin, habe ich mal nach der Sauerstoffkapazit\u00e4t der B\u00e4ume geforscht und ob die wirklich so mickerig ausf\u00e4llt wie die Zuckerbarone es gewusst haben wollen.<\/p>\n<p>Eine Quelle hat dann nachvollziehbar vorgerechnet: Unter <a href=\"http:\/\/de.scoutwiki.org\/Wieviele_B\u00e4ume_braucht_ein_Mensch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wieviele B\u00e4ume braucht ein Mensch<\/a> kamen die \u201eScouts\u201c zu dem Ergebnis, dass eine einzige 80 Jahre alte Rotbuche 1200 Liter Sauerstoff pro Stunde produziert. Wie lange muss die vereinsamte Rotbuche dann produzieren, um auf 15 Millionen Liter zu kommen, die vom Fu\u00dfballfeld voller Zuckerr\u00fcben ausgehen? Antwort: 12.500 Stunden oder 520 Tage = 1 Jahr und 5 Monaten entsprechend.<\/p>\n<p>Jeder kann sich vorstellen, dass eine Rotbuche nicht ein ganzes Fu\u00dfballfeld f\u00fcr sich beansprucht. Pflanzen wir also ein Fu\u00dfballfeld voll mit Rotbuchen, dann passen wie viele B\u00e4ume auf diese 90 mal 120 Meter Fl\u00e4che? Bei nur 2 B\u00e4umen h\u00e4tten wir schon ein Ergebnis von 9 Monaten Produktion, um 15 Millionen Liter zu erzeugen.<\/p>\n<p>Der Gedankenfehler in dieser Rechnung liegt nat\u00fcrlich in der Tatsache, dass B\u00e4ume in unseren Breiten nicht 12 Monate im Jahr gleich viel Sauerstoff produzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der blattlosen Zeit im sp\u00e4ten Herbst bis zum Fr\u00fchjahr kommt die Produktion fast vollst\u00e4ndig zum Erliegen. Aber unsere Zuckerr\u00fcben bl\u00fchen auch nicht 12 Monate im Jahr und werden nach Erreichen der Reife gnadenlos geerntet. Oder produzieren die Dinger dann immer noch Sauerstoff in der Zuckerfabrik? Manchmal fasse ich es einfach nicht, was f\u00fcr ein Unsinn publiziert wird&#8230;<\/p>\n<p>Aber nochmal zur\u00fcck zur Rotbuche: Eine realistische Berechnung f\u00fcr die Rotbuche bietet die oben genannte Webseite an, und geht von einer j\u00e4hrlichen Produktion aus, die 2,5 Menschen ein Jahr mit Sauerstoff versorgt, Ausfallzeiten mit ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Selbst unter dieser Pr\u00e4misse w\u00fcrden 24 Rotbuchen ausreichen, um 60 Menschen im Jahr mit Sauerstoff zu versorgen. Frage: Passen 24 Rotbuchen auf ein Fu\u00dfballfeld? Antwort: Nein, denn wer kann dann da noch Fu\u00dfball spielen? Damit w\u00e4re bewiesen, dass Zuckerr\u00fcben die eigentlichen Sauerstofflieferanten in der Welt sind. Amen!<\/p>\n<p>Und wer Sauerstoff liefert, der liefert auch Energie: Zucker \u2013 der nat\u00fcrliche Fitmacher (mitzucker.de\/zucker-der-natuerliche-fitmacher). Auch hier werden wieder Fakten geliefert, die man glauben muss. Denn die mitgelieferten Quellen sind ein Sportwissenschaftler, ein Triathlon-Europameister und der \u201eStern\u201c.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Argumente f\u00fcr das eigene Produkt sind \u00e4hnlich l\u00e4cherlich und unwissenschaftlich wie das Beispiel mit der Sauerstoffproduktion. Ich spare mir weitere Details dazu und fahre lieber fort, n\u00e4mlich in:<\/p>\n<h2>Die s\u00fc\u00dfe Welt der Zuckermacher<\/h2>\n<p>Wenn Sie (als geneigter Leser) jetzt glauben, dass ich mal wieder alleine am Baum r\u00fcttele und sch\u00fcttele, dann werden Sie gleich sehen, dass das gl\u00fccklicherweise nicht der Fall ist. Wie verheerend Zucker ist, das habe ich bereits in meinem Buch: <a href=\"https:\/\/www.rene-graeber-buecher.de\/der-zucker-report.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zucker &#8211; Wie wir unsere Gesundheit auf\u00b4s Spiel setzen<\/a> beschrieben.<\/p>\n<p><strong>Wer mag mich denn da in meiner unvorteilhaften \u201eMeinung\u201c zum Zucker unterst\u00fctzen?<\/strong><\/p>\n<p>Sehr wahrscheinlich mal wieder so eine alternativ angehauchte Webseite oder Alternativmediziner&#8230;<\/p>\n<p><strong>Diesmal jedoch ist die \u00dcberraschung auch auf meiner Seite:<\/strong> Die S\u00fcddeutsche Zeitung mit ihrer Online-Ausgabe \u2013 und das gleich mehrere Male.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Macht der Zuckerlobby<\/h2>\n<p>Der erste (und der zweite) Beitrag ist\/sind leider auf der Webseite der SZ nicht mehr zu finden, daf\u00fcr aber hier: <a href=\"http:\/\/sofies-verkehrte-welt.de\/die-macht-der-zuckerlobby\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Macht der Zuckerlobby<\/a>. Und hier erfahren wir nicht so sehr etwas \u00fcber die sch\u00e4dlichen Wirkungen des Zuckers, sondern etwas \u00fcber die sch\u00e4digende Politik, die die Zuckerindustrie betreibt, um ein so gesundes und wohltuendes Produkt vor der Verbannung zu retten beziehungsweise vermehrt auf unseren Tisch zu bugsieren.<\/p>\n<p>\u00dcber die Reaktionen aus dem Lager der Wissenschaftler handelt der zweite Artikel aus der SZ (\u201cZucker ist Gift\u201d \u2013 WHO erarbeitet neue Leitlinien). Hier treffen wir auf einen alten Bekannten aus meinen oben zitierten Beitr\u00e4gen: Dr. Robert Lustig, was f\u00fcr mich auch mehr als \u00fcberraschend ist, dass dieser Mann hier zitiert wird.<\/p>\n<p>Wir erfahren auch hier die Einsch\u00e4tzung, dass Zucker Krebs f\u00f6rdert, mit verantwortlich ist f\u00fcr alle \u201eZivilisationskrankheiten\u201c und Alzheimer, und dass Zucker Gift ist. Wir erfahren, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Diabetes gibt und dass 80 Prozent der amerikanischen Lebensmittel mit Zucker versehen (verseucht?) sind.<\/p>\n<h2>Die Belege f\u00fcr die krankmachende Wirkung sind da<\/h2>\n<p>Doch nun zur\u00fcck zum ersten Artikel der SZ: Wie es aussieht, sind die wissenschaftlichen Belege f\u00fcr eine krankmachende Wirkung des Zuckers so gewaltig, dass sich auch die sonst eher schreckhafte WHO dieser Sichtweise anschloss.<\/p>\n<p>Vor rund 10 Jahren entschloss sie sich zu einer Gesundheitskampagne gegen hohen Zuckerkonsum, was die Bush-Regierung zur sofortigen Gegenreaktion veranlasste. Die Zuckerindustrie machte mobil und konnte die Quadratur des Kreises beweisen: Zucker ist wahnsinnig gesund und ohne ihn geht die Welt in sich zu Grunde.<\/p>\n<p>Es gab sogar ein internes Papier seitens der Zuckerindustrie, das einen \u201eWHO War Plan\u201c beschrieb, also einen Kriegszug gegen die WHO mit ihren nicht so s\u00fc\u00dfen Einstellungen zum Zucker und seinen Auswirkungen. Und weil die WHO sich unbeirrt zeigte, drohte die amerikanische Regierung vollkommen freiheitlich und demokratisch, die Beitragszahlungen von 400 Millionen Dollar zu streichen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Die WHO blieb standhaft und senkte die empfohlene t\u00e4gliche Zuckermenge von 25 auf 10 Prozent des t\u00e4glichen Kalorienbedarfs, was ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber sich in der Folge auch nur als Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein erwiesen hat.<\/strong><\/p>\n<p>Um diese Empfehlungen beim Kunden vergessen zu machen, verpulvern die Lebensmittelhersteller Milliardenbetr\u00e4ge in Werbung und Marketing: 3 Milliarden Euro j\u00e4hrlich nur von der deutschen Nahrungsmittelindustrie, 25 Prozent des Betrags nur f\u00fcr S\u00fc\u00dfwaren und Schokolade. Denn Zucker ist billig und spricht den Geschmack der Verbraucher an.<\/p>\n<p>Coca-Cola, Nestl\u00e9 und so weiter zeigen bei Sportveranstaltungen und anderen Gelegenheiten, dass ihre zuckers\u00fc\u00dfen Produkte nur der Gesundheit dienen k\u00f6nnen \u2013 Marketing als Ersatz f\u00fcr wissenschaftliche Beweise. Kinder werden in Schulen schon mit einschl\u00e4giger Werbung angesprochen. Denn Kinder sind die Verdiener und Kunden von morgen. Und auch heute haben sie oft einen Einfluss auf die Einkaufsgewohnheiten der Eltern.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite w\u00e4re es ein nicht unwichtiger Schritt, wenn es keinen versteckten Zucker in den Nahrungsmitteln g\u00e4be, oder?<\/p>\n<h2>Versteckter Zucker?<\/h2>\n<p>Was ist denn das?<\/p>\n<p>Ganz einfach: Es gibt viele Produkte, in denen man keinen Zucker vermuten w\u00fcrde, die aber nichtsdestoweniger Zucker enthalten. Der SZ-Artikel sagt aus, dass sogar saure Gurken und Schinken Zucker enthalten, um so beim Kunden besser anzukommen.<\/p>\n<p>Oder auch das Ketchup &#8211; fast egal von welcher Marke. \u00dcbrigens darf <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/tomatenketchup-in-israel-verbannt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heinz Ketchup in Israel\u00a0sein Ketchup nicht Tomatenketchup nennen<\/a>. Grund: Das Gemisch enth\u00e4lt angeblich nur 21% Tomaten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1343\" src=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/heinz-ketchup-510px.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/heinz-ketchup-510px.jpg 510w, https:\/\/renegraeber.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/heinz-ketchup-510px-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n<p>Wenn man den Zucker nicht aus den Produkten nehmen will, dann sollte man doch dessen Gehalt aufs Etikett drucken. Da kann sich jeder entscheiden, ob er das Gift konsumieren und noch daf\u00fcr zahlen will oder nicht.<\/p>\n<p>Die Ampelkennzeichnung war ein gutes Konzept daf\u00fcr, da hier nicht nur abstrakte Zahlen auf das Etikett gedruckt wurden, sondern \u00fcber Rot, Gelb und Gr\u00fcn eine Beurteilung des Inhalts vorgenommen wurde. War zu viel Zucker enthalten, dann leuchte die Ampel rot. Worauf diese Beurteilung dann letztendlich beruht, das ist wieder eine andere Frage.<\/p>\n<p>Aber die Zucker- und Nahrungsmittelindustrie hat sich erst gar nicht darauf eingelassen, sondern erfolgreich die Ampelkennzeichnung verhindert. Die Angst der Giftmischer vor den drei Farben war so gro\u00df, dass sie f\u00fcr die erfolgreiche Verhinderung eine Milliarde Euro hat springen lassen.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir aber dennoch eine Kennzeichnung, mit der man aber kaum etwas anfangen kann und erm\u00fcdend un\u00fcbersichtlich ist. <strong>Ach ja, ich verga\u00df \u2013 wir sollen nicht wissen, sondern glauben und dann kaufen. Mitdenken ist nur etwas f\u00fcr Leute, die morgen auf dem Scheiterhaufen landen.<\/strong><\/p>\n<p>Und nach meiner Meinung absolut untypisch sind die folgenden S\u00e4tze f\u00fcr die SZ:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<i>Die Abwehrmechanismen der Industrie gleichen sich \u00fcber die Branchen hinweg. Das stellt auch Eric Wesselius von der lobbykritischen Organisation Corporate Europe Observatory fest. \u201eNegative Effekte werden geleugnet, kritische Studien als unwissenschaftlich abgetan\u201c, sagt er. Es sei immer das gleiche Muster. Egal, ob es nun um Zucker, Gentechnik oder Tabak gehe.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Respekt vor einer solch klaren Aussage, die ich nur unterschreiben kann.<\/p>\n<h3>Die &#8222;S\u00fcddeutsche&#8220;\u00a0im Zuckerrausch<\/h3>\n<p>Die beiden genannte Artikel erschienen 2014. Zwei weitere Artikel rund um das Thema Zucker gab es noch im selben Jahr. Im Februar 2014 berichtete die SZ, wie die Zuckerbarone sich zusammentaten und Preisabsprachen durchf\u00fchrten, damit ihr gesundheitlich so wertvolles Produkt einen entsprechend hohen Preis erzielte (<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/verbotene-preisabsprachen-der-hersteller-zucker-kartell-muss-mit-millionen-euro-buessen-1.1892187\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zucker-Kartell b\u00fc\u00dft mit 280 Millionen Euro<\/a>).<\/p>\n<p>280 Millionen Strafe, eine stattliche Summe f\u00fcr mich und Otto Normalverbraucher. Endlich wird der heilige Zorn (und das noch heiligere Verlangen) nach einer ordentlichen Strafe zufriedengestellt. Richtig! Und die Beschuldigten sind mit den 280 Millionen auch zufrieden, wetten das\u2026? Warum?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<i>Durch die Absprachen konnten die Produzenten h\u00f6here Preise erzielen, argumentiert die Beh\u00f6rde. Zucker kostet etwa 60 Cent pro Kilo, bei jedem einzelnen Paket geht es also um kleine Betr\u00e4ge. Weil aber jeder Deutsche im Schnitt 36 Kilo Zucker verbraucht, summiert sich der Jahresverbrauch auf knapp drei Millionen Tonnen. Teilweise sei es durch die Kartellrechtsverst\u00f6\u00dfe nach Aussagen von Industriekunden zu erheblichen Preissteigerungen und sogar zu Versorgungsengp\u00e4ssen gekommen, sagt das Kartellamt.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Wenn ein Kilo 0,60 Euro kostet, dann kosten 3 Millionen Tonnen 1,8 Milliarden Euro. 280 Millionen entsprechen 15,5 Prozent des gesamten Umsatzes \u2013 nicht gerade die Portokasse, aber auch kein allzu empfindlicher Verlust, wenn man diese Berechnung f\u00fcr nur ein Jahr gelten l\u00e4sst. Aber der SZ-Artikel spricht von einem \u201ejahrelangen sich Absprechen\u201c der Zuckerbarone.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Der zweite Artikel hie\u00df \u201e<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kampf-gegen-zucker-wie-bei-der-tabakindustrie-1.1906603\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie bei der Tabakindustrie<\/a>\u201c. Im vorigen Artikel kam es schon zur Sprache, dass die Verteidigungsmechanismen \u00fcberall die gleichen sind, in der <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/die-gruene-gentechnik-luege\/\">Gentechnik<\/a>, der Tabakindustrie und anderswo: Un\u00fcbersichtliche Kennzeichnungen, verdrehte Wissenschaft, Unterstellungen bez\u00fcglich des Nutzens des eigenen Produkts und so weiter. Wer Produkte der Lebensmittelindustrie vertilgt, der hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Menge an Zucker auf dem L\u00f6ffel, ohne es zu wissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/usa-dokumente-der-zuckerindustrie-belegen-einfluss-auf-die-politik-1.2386491\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Dokumente der Zuckerindustrie belegen Einfluss auf die Politik&#8220;<\/a> hei\u00dft SZ-Artikel des Jahres 2015 zum Thema Zucker und seinen Machern. Auch dieser Artikel macht da weiter, wo die anderen des letzten Jahres aufgeh\u00f6rt hatten.<\/p>\n<p>Diesmal zeigt der Beitrag auf, wie die amerikanische Industrie massiv Einfluss nimmt, die Folgen des Gifts Zucker auf die Gesundheit zu verharmlosen. Karies war demzufolge keine Folge eines hohen Zuckerkonsums. Darum sollte es auch keine Empfehlungen geben, Karies durch einen drastisch reduzierten Zuckerkonsum anzugehen.<\/p>\n<p>Die Spa\u00dfv\u00f6gel von Coca-Cola und Co. schlugen ein Ablenkungsman\u00f6ver vor: Man sollte nach Enzymen forschen, die Zahnbel\u00e4ge l\u00f6sen und nach Impfungen gegen Karies. Allerdings sollte aus diesen Vorschl\u00e4gen nichts werden, vielleicht auch, weil sie so herrlich am Ziel vorbeischossen.<\/p>\n<p>Das damals in den Staaten laufende \u201eNationale Karies-Programm\u201c, das unter der Federf\u00fchrung des NIDR (National Institute of Dental Research) durchgef\u00fchrt wurde, wurde so manipuliert, dass Programme und Ma\u00dfnahmen aus Vorschl\u00e4gen der Zuckerindustrie entnommen wurden.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr diese Manipulation war die Tatsache, dass fast alle Experten des NIDR im Beirat der Zuckerindustrie sa\u00dfen. Wichtigste \u201ewissenschaftliche Erkenntnis\u201c des NIDR damals war, dass \u201e<i>der Zuckerkonsum k\u00f6nne &#8222;zwar theoretisch eingeschr\u00e4nkt&#8220; werden, dies sei aber praktisch nicht machbar.<\/i>\u201c Wie sch\u00f6n, dass es nicht machbar ist, ein Gift einzuschr\u00e4nken oder zu vermeiden, wenn so viel Geld auf dem Spiel steht.<\/p>\n<p>Und die Damen und Herren Schulmediziner haben ja nach jahrelanger Versorgung mit dem Gift in sp\u00e4teren Jahren dann auch neue Kunden mit Diabetes, Krebs, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und\u00a0noch ein paar mehr. Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ein profitables und nachhaltiges Model. Ich bete (immer noch) inst\u00e4ndig, dass dem NICHT so ist&#8230;<\/p>\n<p>Und auch hier wieder die alte Geschichte von Verflechtungen von Industrie und Politik, wenn es darum geht, egal ob gesundheitlich sch\u00e4digend oder nicht, ein Milliardengesch\u00e4ft\u00a0NICHT einknicken zu lassen. Ob Tabakindustrie oder Zuckerbarone, die Einflussnahme massivster Machart auf die Politik ist bei beiden vergleichbar. \u00c4hnlich wie die toxische Wirkung der beiden Produkte vergleichbar ist &#8211;\u00a0mit den notwendigen Abstrichen nat\u00fcrlich.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Kurz und b\u00fcndig \u2013 der SZ-Artikel zitiert mit voller Wucht Stanton Glantz, der in den 1990er Jahre beteiligt war, die Verflechtungen von Tabakindustrie und Politik zu enth\u00fcllen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<i>Es geht uns alle an und wir m\u00fcssen einsehen, dass die Zuckerindustrie &#8211; genauso wie die Tabakindustrie &#8211; Profit \u00fcber Gesundheit stellt.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Muss ich noch mehr sagen?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<ul>\n<li><a class=\"snppopup\" href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fruchtzucker-und-fruktose\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fruchtzucker und Fruktose \u2013 alles andere als gesund\u2026<\/a><\/li>\n<li><a class=\"snppopup\" href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/warum-wir-mehr-essen-als-wir-sollten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die giftige Wahrheit \u00fcber Zucker und \u00dcbergewicht<\/a><\/li>\n<li><a class=\"snppopup\" href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/krebszellen-lieben-zucker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krebszellen lieben Zucker<\/a><\/li>\n<li><a class=\"snppopup\" href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/fruchtzucker-nicht-so-gesund-wie-es-klingt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fruchtzucker \u2013 nicht so gesund wie es klingt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/verlangen-nach-suessigkeiten-und-alkohol\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verlangen nach S\u00fc\u00dfigkeiten und Alkohol &#8211; Die Leber ist schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fruchtzucker-und-fruktose\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fruchtzucker und Fruktose &#8211; und dann noch Fructose-Maissirup und Isoglucose? NEIN DANKE!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/gummibaerchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gummib\u00e4rchen \u2013 Inhaltsstoffe ekelhaft ungesund<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle Foto Zucker mit Gummib\u00e4rchen: fotolia, fotomomentfoto<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Zucker wichtig f\u00fcr unseren Organismus? Wer hier \u201enein\u201c sagt, der hat wohl damals im Biologieunterricht nicht aufgepasst. Denn ohne Zucker funktioniert unser K\u00f6rper nicht, an vorderster Front das Gehirn. Und genau deshalb brauchen wir die segensreichen Zuckerhersteller (die mit dem wei\u00dfen Haushaltszucker &amp; Co.), die unseren Organismus in Schwung halten. 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