{"id":1042,"date":"2019-05-05T14:05:13","date_gmt":"2019-05-05T13:05:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/?p=1042"},"modified":"2019-05-05T14:05:13","modified_gmt":"2019-05-05T13:05:13","slug":"leben-nach-dem-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/leben-nach-dem-tod\/","title":{"rendered":"Das Leben nach dem Tod in der Wissenschaft"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt nur wenige Themen, die noch keine wissenschaftliche Untersuchung erfahren haben. Ob aber diese \u201eWissenschaft\u201c auch immer diese Bezeichnung verdient, das ist eine andere Frage&#8230; Aber ich schweife schon wieder ab.<\/p>\n<p>Eine der interessantesten Fragen ist doch: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es eine Seele? <!--more--><\/p>\n<p>Diese Fragen nach einem Leben nach dem Tod oder einer Seele (die nach dem Tod den K\u00f6rper verl\u00e4sst und gen Himmel f\u00e4hrt), war auch schon Gegenstand (versuchter) wissenschaftlicher Betrachtung, wie ich versuchte im Beitrag:\u00a0<a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/seele-wiegt-21-gramm\/\">Wiegt unsere Seele 21 Gramm?<\/a>\u00a0zu zeigen.<\/p>\n<p>Ende letzten Jahres kam eine neue Untersuchung \u201eauf den Markt\u201c (<a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/25301715\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AWARE-AWAreness during REsuscitation-a prospective study.<\/a>) &#8211; eine vierj\u00e4hrige internationale Studie von 2060 F\u00e4llen von Herzstillst\u00e4nden in 15 verschiedenen Krankenh\u00e4usern, die nach der M\u00f6glichkeit von Bewusstsein w\u00e4hrend der Wiederbelebungsversuche durch das medizinische Team Ausschau gehalten hat. Konkret hei\u00dft das, ob es Nahtoderfahrungen gegeben hatte oder \u201eOut of Body Experience\u201c (au\u00dferk\u00f6rperliche Erfahrung, also als ob der Betreffende neben sich gestanden hatte und sich und seine Umgebung au\u00dferhalb des K\u00f6rpers beobachten konnte).<\/p>\n<p>Das, was die Autoren gefunden hatten, war wohl so interessant, dass sie die Ergebnisse ver\u00f6ffentlichten und weiterf\u00fchrende Untersuchungen bef\u00fcrworteten.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Was ist neu beim Leben nach dem Tod?<\/h2>\n<p>Um es vorweg zu nehmen \u2013 es gab eine Reihe von nicht uninteressanten Ergebnissen. Ob die aber ein Leben nach dem Tod oder kein solches Leben beweisen, das konnten die Ergebnisse auch nicht belegen, wenn die Studie sich dies jemals zur Aufgabe gemacht h\u00e4tte. So viel l\u00e4sst sich festhalten:<\/p>\n<p>Die Variationen von Todeserfahrungen beziehungsweise Erfahrungen w\u00e4hrend des Todeszeitpunkts scheinen viel gestreuter zu sein als man bislang angenommen hatte. Auch die Nahtoderfahrungen scheinen unterschiedlich zu sein \u2013 also mehr als nur das ber\u00fchmte \u201ewei\u00dfe Licht\u201c.<\/p>\n<p>Ein gr\u00f6\u00dferer Anteil der Studienteilnehmer berichtete von lebhaften Todeserfahrungen, konnte sich aber nicht an deren Inhalt erinnern. Grund daf\u00fcr war entweder eine St\u00f6rung oder Traumatisierung des Gehirns oder ganz einfach Sedativa, die vom medizinischen Personal verabreicht worden waren.<\/p>\n<p>Bei einigen F\u00e4llen bei Herzstillstand kam es zu diesem \u201eOut of Body\u201c Ph\u00e4nomen, bei dem die Erinnerung der Betroffenen auff\u00e4llig genau mit den realen Abl\u00e4ufen korrespondierte.<\/p>\n<p>\u201eOut of Body Experience\u201c und Nahtoderfahrung werden oft und gerne gebraucht, sind aber keine wissenschaftlich exakten Begriffe. Daher liegt die Vermutung nahe, dass sie nicht in der Lage sind, die wirklichen Erfahrungen beim Sterben genau zu beschreiben. Daher glauben die Autoren der Studie, dass es hier einen gewaltigen Bedarf an Kl\u00e4rung und Forschung zu geben hat.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr diese Annahme ist, dass zum Beispiel \u201eOut of Body Experience\u201c und Nahtoderfahrungen als Folge von Halluzinationen oder Illusionen begriffen werden. Studien, die diese Erkl\u00e4rung st\u00fctzen, gibt es so gut wie gar nicht.<\/p>\n<p>Dr. Sam Parnia, der Leiter der Studie, erkl\u00e4rt dazu, dass der Tod entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung kein spezifischer Moment ist, sondern ein potentiell reversibler Prozess ist, der auftritt, wenn nach einer Erkrankung oder einem Unfall Herz, Lunge und Gehirn ihre Funktionen verlieren.<\/p>\n<p>Versuche, den Prozess zu stoppen und umzukehren wird als Herztod bezeichnet. Schlagen die Versuche fehl, dann wird das \u201eErgebnis\u201c mit dem Wort \u201eTod\u201c bezeichnet. Daher wollten die Autoren der Studie jenseits von emotionalen (Vor)Urteilen schauen, was wirklich passiert, wenn ein Mensch stirbt.<\/p>\n<p>Bei ihren Untersuchungen sahen die Autoren, dass 39 Prozent der Patienten, die einen Herzstillstand \u00fcberlebten und in der Lage waren, eine detaillierte Befragung zu absolvieren, ein Gef\u00fchl des Bewusstseins beschrieben, ohne sich aber an genaue Einzelheiten erinnern zu k\u00f6nnen. Dies kann bedeuten, dass viele Leute mentale Aktivit\u00e4ten aufweisen, jedoch nach dem Wiederaufwachen einen Ged\u00e4chtnisverlust erleiden, entweder durch Traumatisierung des Gehirns oder durch Sedativa.<\/p>\n<p>Die Patienten, die mit Erinnerungen aufwarten konnten und eine detaillierte Befragung absolvierten, berichteten zu 46 Prozent von einer breiten Palette von Erinnerungen in Bezug auf den Tod, die aber in keiner Weise der der \u201etraditionellen\u201c Nahtoderfahrung glich.<\/p>\n<p>Diese Erfahrungen und Erinnerungen bezogen sich auf Angst und Verfolgung (vergleichbar mit Alptr\u00e4umen). Nur 9 Prozent hatten Erfahrungen, die mit dem klassischen Nahtoderlebnis vergleichbar waren. Und 2 Prozent hatten ein \u201eOut of Body\u201c Erlebnis mit genauen und realistischen visuellen und akustischen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Ein Fall wurde genauer untersucht und zeitlich gemessen, w\u00e4hrend beim Herztod Ger\u00e4uschstimuli eingesetzt wurden. Dr. Parnia berichtete davon, dass oft angenommen wird, das Erfahrungen in Bezug auf den Tod eher etwas mit Halluzinationen oder Illusionen zu tun haben, die entweder kurz vor dem Herzstillstand oder nach einer erfolgreichen Reanimation auftreten. Sie bez\u00f6gen sich aber nicht auf reale Vorg\u00e4nge w\u00e4hrend das Herz aufgeh\u00f6rt hat zu schlagen.<\/p>\n<p>Das bei diesem Patienten auftretende Bewusstsein und die Wahrnehmungen schienen aber w\u00e4hrend einer 3-min\u00fctigen Periode des Herzstillstands aufgetreten zu sein. Das ist ein Paradoxon, da das Gehirn \u00fcblicherweise (= nach Lehre der Schulmedizin) 20 bis 30 Sekunden nach dem Herzstillstand an Funktion verliert und erst dann wieder einsetzt, wenn auch das Herz erfolgreich reanimiert werden konnte. Das erstaunliche bei diesem Fall war, dass die Schilderung des Betroffenen exakt der realen Situation entsprach, geradeso, als wenn die Person komplett wach gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<h2>Vorschl\u00e4ge der Quantenphysik<\/h2>\n<p>Neue \u00dcberlegungen kommen von Seiten der Quantenphysik. Die zum Teil unglaublichen und unverst\u00e4ndlichen, ja geradezu irrwitzigen Ergebnisse dieser Wissenschaft machen Unm\u00f6gliches pl\u00f6tzlich denkbar. Da sind weit voneinander liegende Elementar-Teilchen miteinander verschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Das bedeutet, sie \u00e4ndern gleichzeitig ihren Quantenzustand, ohne irgendwie in Kontakt zu sein. Wie so etwas m\u00f6glich ist, dazu fehlt bisher jede Erkl\u00e4rung. Es scheint in der Welt der Elementarteilchen nachgerade mystisch zuzugehen.<\/p>\n<p>Wie unser Bewusstsein \u00fcberhaupt zustande kommt, ist bisher nicht erkl\u00e4rbar. Die beiden Physiker Dr. Roger Penrose und Dr. Stuart Hameroff haben dazu einen neuen theoretischen Ansatz erarbeitet. Sie glauben, unser Bewusstsein und unsere Seele seien in den Microtubuli beheimatet. Das sind st\u00e4bchenf\u00f6rmige Eiwei\u00dfstrukturen, die jede h\u00f6here Zelle enth\u00e4lt. Biologen sind der Ansicht, die Microtubuli sind Teil des Cyto-Skelettes, das die physiologisch funktionale Form jeder Zelle aufrechterh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Penrose und Hameroff glauben, dass die Microtubuli zus\u00e4tzlich die Informations-Verarbeitung der Neuronen bewerkstelligen. So k\u00f6nnten die Proteine beispielsweise die materielle Basis einer Erinnerung darstellen. Die Physiker sprechen von einem Quanten-Bewusstsein, das durch seine Quanten-Zust\u00e4nde nicht nur innerhalb des Gehirns, sondern mit denen des gesamten Universums verschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n<p>Damit ist unser Bewusstsein ein integraler Bestandteil des Universums und nicht nur auf unser Gehirn reduziert. Gem\u00e4\u00df den Theorien der Quantenverschr\u00e4nkung stehen Ver\u00e4nderungen der Microtubuli immer auch im Zusammenhang mit Quanten-Zust\u00e4nden au\u00dferhalb des Gehirns.<\/p>\n<p>Quanteninformationen sind unzerst\u00f6rbar. Das gilt auch f\u00fcr diejenigen unserer Microtubuli. Im Tode \u00e4ndern sich die Quantenzust\u00e4nde der Eiwei\u00dfstrukturen und durch die Quantenverschr\u00e4nkung, die im Universum vorherrscht, k\u00f6nnen die Informationen des Gehirns auch nicht verloren gehen. Sie \u00e4ndern zwar ihren Grundzustand, bleiben aber trotzdem erhalten. Demnach kann unsere Seele nicht einfach verschwinden. Sie geht, so vermuten es Penrose und Hameroff, durch Quantenverschr\u00e4nkung ins Universum ein. Die Seele bleibt dann als Informations-Gehalt in Form von Quantenzust\u00e4nden erhalten.<\/p>\n<p>Die elegante Theorie ist eine modernisierte Art des Erhebens der Seele gen Himmel. Freilich ist sie nur eine Vermutung, die wie andere Vorstellungen des Todes nicht bewiesen werden kann. In den Ohren modern denkender Menschen klingt sie aber durchaus nicht unsinnig.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Dr. Parnia h\u00e4lt aber fest, dass es zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt nicht m\u00f6glich ist den Wahrheitsgehalt oder die Bedeutung der Erfahrungen der Patienten mit absoluter Sicherheit zu beweisen und zu beurteilen, oder die Angaben zum bewussten Erleben des eigenen Todes. Daf\u00fcr ist die Zahl der verf\u00fcgbaren F\u00e4lle nur mit 2 Prozent viel zu gering. Auf der anderen Seite ist es selbstredend auch nicht m\u00f6glich, diese Erfahrungen in Abrede zu stellen.<\/p>\n<p>Die Autoren bef\u00fcrworten mehr Forschung zu diesem Thema, nicht zuletzt auch wegen der M\u00f6glichkeit, dass erfolgreiche Reanimationen psychologische Langzeitsch\u00e4den mit sich bringen, wie zum Beispiel die posttraumatische Belastungsst\u00f6rung, verursacht durch alptraumartige Erinnerungen w\u00e4hrend des Herzstillstands.<\/p>\n<p>Und wenn Sie meine pers\u00f6nliche Meinung h\u00f6ren wollen: Es ist gar nicht so interessant, ob es ein Leben NACH dem Tod gibt. Ich finde es viel interessanter, ob es ein Leben VOR dem Tod gegeben hat&#8230; Und wenn ich das genauer betrachte, dann leben manche so, als seien Sie tats\u00e4chlich unsterblich. Aber die Sache mit der &#8222;H\u00fclle&#8220; (dem K\u00f6rper) bliebe ja immer noch. Und da kann ich nur immer wieder feststellen: Manche behandeln ihr Auto (oder andere Dinge) besser als Ihren K\u00f6rper &#8211; den sie nicht gebraucht verkaufen k\u00f6nnen, wenn sie ihn total ruiniert haben.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde erstellt am 4.5.2015 und bearbeitet am 5.5.2019.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt nur wenige Themen, die noch keine wissenschaftliche Untersuchung erfahren haben. 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