Der permanente Weg des Glücks – mittels „Positiver Psychologie“

Eine ganz neue Disziplin innerhalb der Psychologie, die „Positive Psychologie“ genannt wird, beschäftigt sich mit der Erforschung von positiven Emotionen – die für die so angenehmen Glücksgefühle verantwortlich sind.

Dabei ist dies wie oftmals bei einem neuen Forschungsansatz, dass er gerade anfangs mit Legitimationsproblemen zu kämpfen hat. Schließlich ist es auch absurd klingend, wenn ein Patient zu einem Psychologen mit der Bitte kommt, er fühle sich zwar zufrieden – aber er wolle sich gerne voll und ganz glücklich fühlen. Auch ist solch ein geäußerter Wunsch sehr fragwürdig, da Psychologen eigentlich dazu da sind, um „wirklich“ kranken Menschen zu helfen.


Aber auch unter den Psychologen findet ein Umdenken statt. Bereits gegen Ende der 90er Jahre wurde vom Präsidenten der Amerikanischen Psychologenvereinigung (APA) darauf hingewiesen, dass Psychologen genauso stark positive Emotionen in ihr Betätigungsfeld mit einbeziehen sollten wie sie es mit den negativen täten. Die Aufgaben der neuen Disziplin kreisen daher darum, was genau positive Emotionen sind, wie sie ausgelöst werden und vor allem: Wie lässt sich dies speziell auf einen Menschen übertragen, so dass er ein glücklicheres Leben führen kann?

Und dies ist nach der Meinung von Glücksforschern gar nicht so schwer wie man denkt. Denn wenn man bereits sehr darauf achten würde eine positive Lebenseinstellung zu haben, wäre man schon sehr gegen etwaige Erkrankungen der Psyche gefeit. Darüber hinaus ist offenkundig, dass Menschen, die oft strahlen und daher oft glücklich sind, von ihrer Körperlichkeit robuster sind, was sich u.a. in weniger Krankheiten und einem längeren Leben widerspiegelt – überaus entscheidende Gründe für ein Umdenken in der Gesundheitspolitik und für eine absolute Legitimation der „Positiven Psychologie“.

Wer aber nun denkt, dass man Glück mit Spaß gleichsetzen kann, der befindet sich hierbei auf einem Holzweg. Denn kurzzeitige Adrenalinausstöße aufgrund von sogenannten Kicks wie schnelles Auto fahren oder anderen risikoreichen Betätigungen haben nichts mit permanentem Glück zu tun. Vielmehr sind es nämlich gerade zwischenmenschliche Werte wie etwa Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft oder Respekt, die für einen glücklichen Lebensweg verantwortlich sind.

René Gräber

René Gräber

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