Giftpilz in Gentech-Getreide

Es sah doch alles so schön und wunderbar aus: Die Gentechnologie baut einfach das Gen in die Pflanze ein, die wir besonders ertragreich gestalten wollen, und schon hört der Hunger auf der ganzen Welt auf. Wer also bislang geglaubt hat, dass die Gene, die in den Pflanzen fehlen, am Welthunger Schuld tragen, muss sich von den Ergebnissen, die aus der Universität Zürich kommen, eines Besseren belehren lassen.

Weizen ertragreicher zum machen, indem man Gene gegen Krankheitserreger in die Pflanze einbaut, machen Weizen eben nicht ertragreicher. Mehltau ist ein solcher Krankheitserreger, der den Weizen befallen und zu Grunde gehen lassen kann. Die Pflanzenforscher der Universität Zürich hatten sogar einen Scheinerfolg mit ihrer Gen-Aktion, aber nur im Gewächshaus. Denn kaum war der genetisch manipulierte Weizen im Freiland, wurde er von einem viel schlimmeren Feind als dem Mehltau befallen: dem Mutterkornpilz.

Veränderungsgenetisch äußerst gut gewappnet gegen den Mehltau, schien der Weizen dagegen alle Widerstandskraft gegen den Pilz verloren zu haben. Der Weizen war mit dem Giftpilz so intensiv durchseucht, dass eine Ernte nicht zum Verzehr geeignet gewesen wäre. Das Gift des Mutterkornpilz verursacht Durchfall und Bauchkrämpfe, Durchblutungsstörungen (stark gefäßverengende Wirkung) und Halluzinationen.

Während in der Oase des Gewächshauses alles nach Plan verlief und die neue genetische Variante fast doppelt so hohe Beträge erbrachte wie der konventionelle, änderte sich dieser Zustand nach einer Besprühung mit Pflanzenschutzmitteln gegen Mehltau. Dies machte die normalen Pflanzen ertragreicher. Im Freiland lieferte dann der genetisch veränderte Weizen auch ohne die Applikation von Pflanzenschutzmitteln nur gerade einmal 50 Prozent des konventionellen Weizens. Und die waren unbrauchbar, da sie zum größten Teil mit Mutterkorn versetzt waren.

Wie es scheint, sind die wechselnden Bedingungen an der freien Luft ein Faktor, der den genetisch veränderten Pflanzen zusetzt. Während im Gewächshaus immer gleich bleibende Bedingungen herrschen, ändern sich in der freien Natur eine Reihe von Parametern, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, konkurrierende Pflanzen etc., auf die der Gentech-Weizen keine Antwort hat. Eine Antwort auf die Frage, warum der Weizen draußen vollkommen anders reagiert als im Gewächshaus, haben die Schweizer Forscher noch nicht.

Ergo: Raus an die freie Natur, auch mit den Gentests. Es bleibt allerdings zu befürchten, dass dies auch nicht der Weisheit letzter Sch(l)uss sein wird. Es gibt keinerlei Grund anzunehmen, dass nur ein Standortwechsel die Fragen und Probleme lösen kann. Den genveränderten Weizen als „Stubenhocker“ zu klassifizieren, dem man „jetzt nur noch das Ausgehen beibringen muss, dann wird alles gut“, das ist weder eine Lösung, noch ein gangbarer Weg.

Die Problematik liegt im mangelnden Verständnis der Wissenschaft, was in den Genen genau vor sich geht und was von den Genen kontrolliert wird. Die Schweizer Kollegen haben bewiesen, dass die Genetik längst nicht so weit ist, solche gefährlichen Spielchen drinnen und draußen problemlos zu betreiben.

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René Gräber

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