Gen-Mais doch schädlich?

Der Gen Mais ist seit seiner Einführung eine umstrittene Thematik, welche im Fokus der Öffentlichkeit steht. Eingesetzt bzw. entwickelt wurde dieser mit dem Ziel, bisherige Ernteerträge zu optimieren und so die Anbauflächen effektiver zu nutzen und Kosten zu senken. Kritiker sehen in genetisch manipuliertem Mais allerdings ein großes Gefahrenpotential, so dass dieser sich im Endeffekt als schädlich erweisen könnte.
Eine Studie in China widmete sich nun diesem Vorwurf: Die Wissenschaftler konnten dabei beweisen, dass derartige transgene Maispflanzen die Ausbreitung einer Schädlingssorte unterbinden, gleichzeitig aber für die Verbreitung einer anderen Art sorgen. Eben diese Tatsache darf als äußert bedenklich eingestuft werden, da in diesem Zusammenhang Parallelen zum Baumwollanbau gezogen werden können.

Für letzteren liegen weitaus mehr Daten über genmanipulierte Pflanzen vor, da schlicht auf eine längere Anbauzeit zurückgeblickt werden kann. Auch hier konnte ein Schädling, in diesem Fall der Baumwollkapselbohrer, erfolgreich bekämpft werden. Jedoch kam es nun zu einer Ausbreitung anderer Schädlingsarten, beispielsweise den Weichwanzen, welche zuvor kaum in diesen Regionen Chinas zu finden waren. Diese Ausbreitung betrifft nun aber nicht nur die Baumwollplantagen, sondern das gesamte Ökosystem, welches in seinem Gleichgewicht gefährdet ist. Das Beispiel der Baumwollplantagen zeigt damit eindrucksvoll auf, wie schwer prognostizierbar die Entwicklungen innerhalb eines Ökosystems sind und welche Gefahren von genmanipulierten Pflanzen ausgehen.

Im Falle des Mais liegen bisher allerdings keine konkreten Daten vor, inwiefern die Ausbreitung anderer Schädlingsarten konkret durch die genmanipulierten Pflanzen unterstützt wird. Das Urteil der EFSA, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, nach welchem der Anbau von genmanipuliertem Mais auch in Deutschland unbedenklich sei, darf damit durchaus kritisch gesehen werden. Letztlich bleibt den Landwirten wohl nur ein Abwarten, welche Auswirkungen die heutige Technik auf die eigenen Anbaugebiete hat, da für ausreichende Forschungsarbeit scheinbar sowohl Zeit als auch die entsprechenden Fördermittel fehlen.

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René Gräber

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