Die Spendenplattform Betterplace.org

Betterplace.org ist eine sog. Spendenplattform – ein „Marktplatz für Spender“.

Der Schock saß bei vielen Spendern tief, als die Vorgänge bei UNICEF Deutschland Anfang 2008 offenbar wurden. Kritikpunkt waren „Beraterverträge“ für die viel Geld ausgegeben wurde.

Was micht oft stört, sind hohe „Verwaltungskosten“ (einen S-Klasse Mercedes will ich einem Vorsitzenden nicht finanzieren) und die Praxis Spendensammlern relativ hohe Provisionen zu zahlen. So laß ich vor kurzem, dass sog. Spendensammler bis zu 60% des gesammelten Betrags bekommen sollen.

Freilich sind das Organisationen, die nicht das Spendensiegel erhalten würden — und damit sind wir bei der Frage, wer ist eigentlich vertrauenswürdig?

In Deutschland wird das „Spendensiegel“ von zwei Institutionen vergeben:

A) vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen: Das „DZI-Spendensiegel“.

Die Beantragung des Siegels kostet zwischen 500 und 10000 € im Jahr abhängig vom Spendenaufkommen.

B) von der Deutschen Evangelische Allianz

Mehr Transparenz mit der Internet-Spendenplattform Betterplace.org

Mit der sozialen Plattform betterplace.org sollen Spender in Zukunft vor „Überraschungen“ wie bei UNICEF „relativ“ geschützt werden.

Es handelt sich dabei um eine Art digitalen Marktplatz für Spender. Weltweit können sich hier soziale Projekte präsentieren, vor allem aber können sie hier auch ihren Finanzbedarf darstellen.

Dem potentiellen Spender ist es auf diese Weise möglich, direkt mit den Projekten in Kontakt zu treten. Zudem weiß er, wer ebenfalls für dieses Projekt spendet und für was. Ein Netz an Vertrauenspersonen soll für größtmögliche Transparenz sorgen. Der Spender soll nach Möglichkeit bis ins letzte Detail erfahren, wofür sein Geld genau verwendet wird.

Hinter betterplace steckt eine Stiftung gleichen namens, für die sich finanzkräftige Partner, wie zum Beispiel Daimler Financial Services, engagieren. Ihr Geschäftsführer und Mitbegründer ist der Wirtschaftsinformatiker Till Behnke. Der Sitz ist in Berlin.

Eine Garantie ist das freilich auch nicht. Letztlich sollte man nur Projekten vertrauen, wo man die Unterstützer auch kennt und die ein Projekt auch empfehlen.

Die Zeit schreibt in einem Artikel dazu:

„Gerade die kleinen können nicht wie Care ihre Gemeinnützigkeit durch die Finanzamts-Überprüfung belegen. Letztlich müsse dem Spender klar sein, dass die Verantwortung für seine Entscheidung zu spenden bei ihm alleine liege, sagt Behnke (Geschäftsführer von Betterplace, Anm. René Gräber). „Wenn Du das Projekt nicht kennst und auch keinen Mittler, dann vertraue nicht.“

Garantieren will Betterplace hingegen, dass die Privatspenden auch wirklich vollständig weitergegeben werden. Das Unternehmen hat keinen riesigen Verwaltungsapparat, der wie beispielsweise bei Unicef gerne einmal 18 Prozent der eingenommenen Spenden verschlingt.

Hier arbeitet ein gutes Dutzend Menschen, meist freiberuflich. Sie verdienen bislang wenig, finanziert von Partnerunternehmen, die an den Erfolg glauben.

René Gräber

René Gräber

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  1. Avatar
    Jürgen Reschke

    21. Januar 2010 um 23:14

    Ich möchte gerne noch etwas zu Verwaltungskosten anmerken: Ich finde die Einschätzung des DZI sehr hilfreich, dass für manche Spendenzwecke einfach mehr Verwaltung und Werbung (!) notwendig ist, weil sich bestimmte Themen in der Öffentlichkeit recht schlecht verkaufen. Viele Leute spenden gerne für Not leidende Kinder, während es Blinde schwerer haben, finanzielle Unterstützung zu finden. Hinter den ominösen Verwaltungskosten verbirgt sich bei weitem nicht immer der „S-Klasse Mercedes“ der Chefetage. Einige ergänzende Infos habe ich hier aufbereitet: spenden-ratgeber.de/werbekosten-verwaltungskosten.htm

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