Benzin aus Algen

Biokraftstoffe aus landwirtschaftlichen Produkten herzustellen, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet, sind löst bei vielen Verbrauchern Unbehagen aus. Auch Verfechter einer Energiewende hin zu regenerierbaren Energieformen tun sich mit den Energieträgern aus landwirtschaftlicher Produktion nicht ganz leicht. Zum einen wird immer wieder die Frage nach der vollständigen Ökobilanz solcher Treibstoffe genannt, zum anderen werden auch von dieser Seite moralische Fragen ins Feld geführt.

Eine mögliche Antwort auf diese Fragen kommt aus Spanien und heißt: Algen. Algen kenne ich vor allem als wertvolle Helfer und Vitalstofflieferanten für den Mensch. Zum Beispiel Chlorella Algen und Spirulina Algen. Und dann werden Algen noch als „Abnehmturbo“ beworben wie zum Beispiel Redumax

Die Gewinnung von Biokraftstoff aus Algen könnte eine Alternative zu den üblichen pflanzlichen Ausgangsprodukten wie Raps oder Soja sein. Algen könnten im Meer wachsen und nähmen keine Ackerfläche in Anspruch auf der Lebensmittel angebaut werden könnten.

Im Fachbereich Biologie der Universität Alicante wurde eine Methode entwickelt, die beste Ergebnisse bei der Biospritproduktion aus Algen erwarten lässt:

Eine sehr fettreiche Mikroalge wird dazu bei konstanter Temperatur, unter einer speziellen Lichteinstrahlung, zu immensem Wachstum angeregt. Besonders interessant für die Forscher: Quasi als Futter für die Algen wird das Klimagas Kohlendioxid zugeführt. Somit kann eine Anlage, die einmal industriell Biokraftstoff mit Hilfe von Algen herstellen wird auch noch zur CO2-Filterung bei Industrieanlagen eingesetzt werden.

Aber noch ist das Zukunftsmusik. Im Moment wird die von den Forschern Cristian Gomis, Martin Martínez Rovira und Bernard Stroiazzo-Mougin konzipierte Anlage von der dafür gegründeten Firma Bio-Fuel-Systems (BFS) in eine technische Anlage überführt. Gelingt die großtechnische Herstellung, so ist eine wesentlich höhere Ausbeute an Energie bei geringerem Energieeinsatz zu erwarten als bei anderen Herstellungsverfahren für Biokraftstoffe.

Die Algen wachsen so schnell, dass der in den Tanks heranreifende Algenschleim einmal am Tag zentrifugiert werden kann. Die Algen bestehen zu 50 Prozent aus Öl, das zu Biodiesel raffiniert wird. Die anfallenden Kohlehydrate werden zu Bioethanol verarbeitet.

Nicht nur die BFS, auch andere Energieunternehmen sehen Algen als eine zukunftsträchtige Lösung für das Biokraftstoffproblem. Helmut Kantner vom österreichischen Umwelttechnologieunternehmen Austrian Enviro: „Die Gewinnung von Biosprit aus Algen ist eine sehr vielversprechende Lösung – vorausgesetzt sie funktioniert auch im industriellen Prozess“. Auch in Deutschland und den USA wird an Techniken geforscht, wie Algen am besten mit CO2 gefüttert werden können, um Biomasse zu produzieren, die dann in Biokraftstoffe weiterverarbeitet werden können.

René Gräber

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3 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar

    Algen sind sicherlich eine vielversprechende Mehtode zur Gewinnung von Kraftstoffen. Der relevante Punkt, im Beitrag auch angesprochen, ist die industrielle Umsetzbarkeit.
    Aktuelle System haben noch einen zu hohen Energiebedarf zur Zucht der Mikroalgen. Ich bin sicher, dass im Zuge der Forschungen hier noch viel passieren wird, allerdings bleibt auch immer die Frage nach der Ökonomie. Biokrafstoff ist ein „billiges“ Produkt. Um mit Gewinn Treibstoffe aus Algen produzieren zu können, ist noch einiges an Entwicklung notwendig…

  2. Avatar
    Urs from Switzerland

    12. März 2011 um 21:34

    Es ist eine tolle Sache, Treibstoff aus Algen.
    Doch wie heisst es, „Money makes the world go round“.
    Die Gier der Lobbyisten der Oelindustrie werden alles daran setzen, dass Erfindungen wie diese untergehen.

    Gruss

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