Pharmafirmen verdienen auf Kosten der Allgemeinheit?

Gestern wurde uns Kassenversicherten offenbart: Zusatzbeiträge kommen!

Na – also ob wir das nicht schon gewußt hätten! Gestern musste man nur aufmerksam die Wirtschaftsnachrichten verfolgen um die Zusammenhänge zu sehen: Rekordergebnis für Novartis in 2009.

Das liest sich dann ungefähr so:

Wie der Pharmakonzern mitteilte, erwirtschaftete er einen Nettoumsatz von 44,27 Mrd. Dollar, was einem Plus von 7 Prozent entspricht. In lokalen Währungen lag das Wachstum bei 11 Prozent. Das operative Ergebnis nahm um 11 Prozent auf 9,98 Mrd. Dollar zu, während der Reingewinn um 4 Prozent auf 8,45 Mrd. Dollar zulegen konnte. Bei den Kernergebnissen, die um den Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere wesentliche Sonderpositionen bereinigt sind, stieg das operative Ergebnis um 11 Prozent auf 11,44 Mrd. Dollar, während sich der Reingewinn um 8 Prozent auf 10,27 Mrd. Dollar verbesserte.
(Quelle: http://www.aktiencheck.de/artikel/news-Ausland-2015981.html)

Da ist doch klar: Einer wird die Zeche zahlen. Und es ist auch klar wer das sein wird: Die Betragszahler. Äh… Haben wir nicht gerade Wirtschaftskrise?

Das wäre alles nicht so bitter, wenn es jetzt nicht auch noch amtlich wäre:

Die Pharmafirmen verdienen ihr Geld auf Kosten der Beitragszahler.

Das geht aus Studien hervor, die die Gmünder Ersatzkasse zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte. 17 Prozent der Beiträge entfallen auf Medikamente. Tendenz steigend.

Aber das Pharmakartell kriegt den Hals anscheinend nicht voll. Allein mit Arznei-Patenten kann ordentlich Geld gescheffelt werden.

Viele Experten sind der Meinung, dass so manches Patent nicht unbedingt gut und sinnvoll ist. Oftmals wird ein bereits existierendes Medikament ein wenig verändert, um es sich dann neu patentieren zu lassen. Eine gängige Praxis ist auch, alten Medikamente eine neue Verpackung zu geben. Das berichtet der britische Patentanwalt Michael Burdon. Die daraus resultierenden Gewinne sind enorm.

Ein Beispiel für diese Scheininnovationen ist das Medikament Nexium, das gegen Sodbrennen helfen soll. Zehn Jahre zuvor wurde das Medikament Antra herausgebracht. Und genau zehn Jahre später (als der Patentschutz abgelaufen war), wurde Nexium auf den Markt gebracht. Dabei wurde lediglich der Wirkstoff etwas verändert. Oder der Wechsel von Avastin zu Lucentis ein weiteres Beispiel wie wir Kassenpatienten die Zeche zahlen.

Gerade neue Medikamente sind ein Geschäft und da wurde auch schon mal mit wertlosen und gekauften Medizinstudien oder sogar mit erfundenen Arzneimittelstudien nachgeholfen.

Eigentlich fällt mir dazu nichts mehr ein. Außer dieser Satire von Georg Schramm:

Ich frage mich angesichts der Fakten: Was gibt es da eigentlich bei Georg Schramm zu lachen? Das sind doch bittere Wahrheiten… Aber vermutlich ist das sonst nicht zu ertragen…

Weitere Beiträge in diesem Zusammenhang:

Starker Ausgabenanstieg bei Arzneimitteln

Das Geschäft mit dem Krebs

Ich bitte um Vorschläge zur Behebung dieser Mißstände in den Kommentaren! Vielleicht können wir diese ja dann dem neuen Gesundheitsminister übermitteln…

Datum: Mittwoch, 27. Januar 2010 10:03
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10 Kommentare

  1. 1

    Warum ist das so schwierig
    wonach alle so gierig
    gesund zu werden auf die eigene Art
    das war dein Part
    drei Dinge solltest du dir merken
    sie sollten dich nur stärken
    und damit du es nun nicht mehr vergisst
    machst du darunter einen Strich
    der Rücken der tut so weh
    als hätte man deine Wirbelsäule umgedreht
    doch wer hat mit bedacht
    so etwas gemacht
    denkst du an den Dr. H und bist nun ganz erschüttert
    da kommt das alles her, was nur war so schwer
    das ist es, warum du nur in dich noch hinein noch hörst
    und selbst deinen Körper beschwörst

  2. 2

    Nicht nur Pharmafirmen verdienen auf Kosten der Allgemeinheit, auch findige Aerzte:

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin stellt fest, dass mehr als 30% der Gesamtkosten im deutschen Gesundheitswesen nach Expertenmeinung, Studien und Statistiken jährlich für ernährungsbedingte Erkrankungen ausgegeben werden. Das waren im Jahr 2004 mehr als 70 Milliarden Euro.

    Die Forschergruppe Diabetes meldet „eine steigende Anzahl der Neuerkrankungen an Typ-1-Diabetes in Europa bei Kindern unter 15 Jahren“.
    Das ist die Haupt-Zielgruppe von McDonald, Burger King etc.

    A.D.A., die American Diabetes Association laesst sich sogar von den Produzenten gesundheitsschaedlicher lebensmitteln bezahlen:

    The association signed deals with more than a dozen food companies over the years, including Bird’s Eye, Campbell’s, General Mills and Coca-Cola.
    (NY Times 25.11.2006)

    Ein prominenter Hausarzt im Zollern-Alb-Kreis hat 2 Soehne, denen er ein Burger King-Franchise finanziert hat, weil man ja heute „als Arzt nicht mehr genug zum Leben verdient“. Die beiden sind nach einem vergeblichen Anlauf jetzt selbst Aerzte und koennen so nicht nur ueber das Existenzminimum kommen, sondern auch zukuenftige Patienten zuechten. Eine Zeitlang haben sie heftig PR gemacht mit dem Tenor: „Die beiden angehenden Aerzte Y und Y sponsern das Jugendfest des Sportvereins Z“. Als dann mehrere Leute Leserbriefe an die hiesige Redaktion sandten, habe sie an die Leserbriefschreiber einen Brief in einem derart primitiven Ton verteilt, dass Herr Sarrazin sofort gewusst haette, wer den geschrieben hat. Dabei haben diese Jungs vor der Einfuehrung der Studiengebuehren von unseren Steuern studiert.

    Die Aerzte klagen ja permanent lautstark ueber ihre Verarmung.
    Diese 3 Ärzte machen es vor, wie man sich nicht nur ein Zubrot verschafft, sondern gleichzeitig auch Patienten fuer die Zukunft zuechtet.

    Ein unfehlbares Geschäftsmodell, denn Abschreckbilder auf krank machenden Lebensmitteln wird es wohl nicht geben.

    Die Landesärztekammer:
    „…muessen wir uns einer Aussage darueber enthalten, was wir davon halten, wenn approbierte Aerzte Nahrungsmittel verkaufen, die erwiesenermassen schaedlich fuer die Gesundheit sind.“

    Peter Fackelmann

  3. 3

    WARNUNG DER WHO

    Eine weltweite Epidemie verbreitet sich mit rasender Schnelligkeit !!!
    Die WHO befürchtet, dass Milliarden Individuen in den nächsten 10 Jahren infiziert werden.
    Hier folgen die Hauptsymptome dieser schrecklichen Krankheit:
    1 ? Die Neigung, sich durch seine eigene Intuition leiten zulassen, anstatt unter dem Druck von Ängsten, aufgezwungenen Ideen und Verhalten, das in der Vergangenheit konditioniert wurde.
    2 ? Totaler Mangel an Interesse, andere oder sich selbst zu beurteilen, oder sich mit etwas zu beschäftigen, das Konflikte verursachen könnte.
    3 ? Totaler Verlust der Fähigkeit, sich Sorgen zu machen ? das ist eines der allerschlimmsten Symptome.
    4 ? Eine konstantes Wohlgefühl beim Wertschätzen von Menschen und Dingen so wie sie sind, was zur Folge hat, dass man andere nicht mehr verändern will.
    5 – Das Bestreben, sich selbst zu ändern, um für die eigenen Gedanken, Gefühle, Emotionen, Körper, das materielle Leben und die Umgebung auf eine positive Art zu sorgen, sodass unser Potential an Gesundheit, Kreativität und Liebe voll entwickelt wird.
    6 ? Wiederholte Anfälle von Lächeln: einem Lächeln, das ?Danke? sagt und das ein Gefühl von Einheit mit allem was lebt aufbaut.
    7 ? Eine stets weiter wachsende Empfänglichkeit für Einfachheit, Lachen und Freude.
    8 ? Stets häufigere Momente in welchen man mit seiner Seele in Non-Dualität kommuniziert, was ein angenehmes Gefühl von Zufriedenheit und Glück verursacht.
    9 ? Befriedigung darin finden, dass man sich wie ein Mensch verhält, der Fröhlichkeit und Licht bringt anstatt Kritik oder Gleichgültigkeit.
    10 ? Die Fähigkeit, alleine, im Paar, in einer Familie und Gemeinschaft auf eine flotte und gleichberechtigte Art zu leben, ohne Opfer, Täter oder Retter spielen zu wollen.
    11 ? Ein Gefühl von Verantwortlichkeit und Glückseligkeit, dass man der Welt seine Träume von einer harmonischen und friedlichen Zukunft und einer Welt im Überfluss schenken will.
    12 ? Totale Akzeptanz der eigenen Anwesenheit auf der Erde und der Wille, sich jeden Moment zu entscheiden für das, was schön, gut, wahr und lebendig ist.
    Wenn Sie weiterhin in Angst, Abhängigkeit, Konflikten, Krankheit und Konformismus leben wollen, vermeiden sie dann um jeden Preis jeden Kontakt mit Menschen, welche diese Symptome zeigen. Denn dieser Zustand ist äußerst ansteckend.
    Falls sich bei Ihnen schon Symptome zeigen, müssen Sie wissen, dass Ihr Zustand wahrscheinlich hoffnungslos ist.
    Medizinische Behandlungen können für kurze Zeit einzelne Symptome unterdrücken, aber das unausweichliche Fortschreiten der Krankheit kann nicht aufgehalten werden.
    Es gibt nämlich keine Impfung gegen Glück.
    Weil diese Glückskrankheit den Verlust der Angst vor dem Tod mit sich bringt, was einer der zentralen Pfeiler ist, worauf der Glaube in die materialistische moderne Gesellschaft sich stützt, kann eine große soziale Veränderung entstehen, die sich äußert im Verlust der Neigung Krieg führen zu wollen, in der Neigung recht haben zu wollen, im Entstehen von Ansammlungen von glücklichen Menschen, die singen, tanzen und das Leben feiern, im Auftreten von Gruppierungen, die ihre körperliche und seelische Heilung feiern, die Lachanfälle und kollektive Glücksgefühlsausbrüche haben.

  4. 4

    Wenn mein Vorkommentator es nicht eingestellt hätte, hät ichs getan. Wir sollten dem Neuen Raum geben und das Alte einfach links liegen lassen.

  5. 5

    Danke für Ihre kritische Beiträge. Jana Yngland

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  7. 7

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  8. 8

    […] Der B.Z. zu Folge wurde die kürzlich beschlossene Abschwächung des Arzneimittel-Sparpakets durch konkrete Vorschläge von Seiten des Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller erheblich mit formuliert. Zum Teil finden sich exakt dieselben Formulierungen. […]

  9. 9

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  10. 10

    […] Pharmafirmen verdienen auf Kosten der Allgemeinheit?  Diesen Beitrag ausdrucken Tags: Krankenkassen, Lobby, Politiker […]

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