Normale Grippeschutzimpfung erhöht das Risiko für H1N1-Virus

Während in Deutschland die Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe und die saisonale Grippe auf Hochtouren laufen, sind einige kanadische Provinzen etwas verhaltener.

Dort werden über 65-Jährige ausschließlich gegen die „normale Grippe“ geimpft, während dieser Impfstoff für Jüngere tabu ist.

Denn eine in British Columbia durchgeführte Studie hat ergeben, dass die saisonale Grippeschutzimpfung das Risiko an H1N1 zu erkranken verdoppelt. Ältere Personen hingegen, die allgemein ein höheres Risiko haben, an den Folgen der saisonalen Grippe zu sterben, werden in den kanadischen Provinzen auch nur hier gegen geimpft.

Wie ist es aber möglich, dass die saisonale Grippe-Impfung das Risiko, an Schweinegrippe zu erkranken, erhöht? Hierzu gibt es zahlreiche Theorien, die aber in der Kürze der Zeit noch nicht überprüft werden konnten.

So besteht die Möglichkeit, dass unser Immunsystem durch die Impfung so sehr „abgelenkt„ wird, dass es damit genug zu tun hat und nicht gleichzeitig Antikörper gegen H1N1 bilden kann.

Allerdings erklärt diese Hypothese nicht den langen Zeitraum, der zwischen der normaler Impfung und einer Schweinegrippe-Infektion liegen kann. Denn die Studie zeigt, dass auch Personen, die während der letzten Grippesaison (2007/08) geimpft wurden, anfälliger für die erst seit 2009 auftretende Schweinegrippe sind.

Eine andere Theorie beschäftigt sich mit infektionsverstärkenden Antikörpern (ADE). Diese wurden bisher bei wenigen Viruserkrankungen, etwa dem Dengue-Fieber, beschrieben, allerdings noch nie zuvor bei Influenza. Die Antikörper des Immunsystems binden hierbei zwar an die Virenoberfläche; doch statt die Fremdkörper zu beseitigen, begünstigen die Antikörper die Aufnahme weiterer gleicher oder ähnlicher Virenstämme, wodurch es bei einer zweiten Infektion zu einem verstärkten Krankheitsverlauf kommt. Impfungen wirken in diesen Fällen wie Ersterkrankungen, bei denen der Organismus infektionsverstärkende Antikörper bildet (Recker M. et al: Immunological serotype interactions and their effect on the epidemiological pattern of dengue; Proc Biol Sci; 2009; 276(1667); S. 2541-2548). Es sollte also überprüft werden, ob durch die saisonale Grippeimpfung ebenfalls ADEs gebildet werden, die dem H1N1-Virus die Aufnahme in unsere Zellen erleichtern.

Quebecs Gesundheitsminister kündigte nun an, dass die saisonale Grippe-Impfung für Personen unter 65 Jahre auf Januar verschoben werde. Bis dahin sind möglicherweise weitere Forschungsergebnisse bekannt, auf die man sich bei dem weiteren Vorgehen berufen kann.

Auch Dr. Ethan Rubinstein von der Universität Manitoba hält diesen Weg für sinnvoll. „Sobald die H1N1-Welle vorüber ist, bleibt genügend Zeit für die saisonale Grippe-Impfung“, ist sich der Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten sicher.

Stattdessen rät er, sich durch genügend Vitamin D und Bewegung gegen die Grippe zu schützen. Dabei beruft er sich auf eine Studie von R. Edgar Hope-Simpson, in der ein Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und einem erhöhten Risiko für Grippeinfektionen festgestellt wurde (Hope-Simpson R. E.: The role of season in the epidemiology of influenza; J Hyg (Lond); 1981; 86(1); S. 35-47).

Hope-Simpson, der die weltweite Ausbreitung der saisonalen Grippe über Jahre beobachtete, stellte damals fest, dass die Epidemien immer im Winter beziehungsweise während der tropischen Regenfälle auftreten. Da wir Vitamin D unter UV-Licht selber produzieren können, vermutet er einen Zusammenhang der „dunklen Jahreszeit“ mit dem Ausbruch einer Grippewelle.

Seither bestätigten viele weitere Wissenschaftler ein erhöhtes Influenza-Risiko durch Vitamin D-Mangel. So stellte John Cannell beispielsweise fest, dass Personen mit dem geringsten Vitamin D-Spiegel im Blut wesentlich häufiger an Grippe und Erkältungen erkrankten als Personen mit einem hohen Serumsspiegel (Cannell J. J. et al.: On the epidemiology of influenza; Virol J.; 2008; S. 5:29). Ähnliche Ergebnisse erzielte das Forscherteam um Adit Ginde, das bei Vitamin D-Mangel eine erhöhte Infektionsgefahr, aber auch ein vermehrtes Risiko für Asthma und Atemwegserkrankungen feststellen konnte (Ginde A. A. et al.: Vitamin D, respiratory infections, and asthma; Curr Allergy Asthma Rep. 2009; 9(1); S. 81-87).

Zwar ist bisher noch nicht bekannt, ob Vitamin D auch vor Schweinegrippe schützt, doch ist dies recht wahrscheinlich. Vitamin D, das in Fettfischen in hohen Konzentrationen vorkommt, zeigt dabei – im Gegensatz zur Grippe-Impfung – bei normaler Dosierung keinerlei Nebenwirkungen.

Da die Studien außerdem belegen, dass Vitamin D vor vielen chronischen Erkrankungen schützt, kann es gleich mehrfach gegen Grippe helfen: Denn wie wir all wissen, kann die Influenza vor allem bei chronisch Erkrankten tödlich wirken. Und meist ist es nicht der Grippevirus selber, sondern eine daran anschließende bakterielle Infektion, die den Tod der Patienten verursacht.

Doch die kanadischen Provinzen sind bisher die einzigen, die die doppelte Massenimpfung in Frage stellen. Dabei gibt es viele weitere Gründe, das kaum erprobte H1N1-Mittel kritisch zu betrachten: Beide Impfstoffe enthalten Thiomersal, eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel in vielen Arzneistoffen enthalten ist. Gerade eine Mehrfach-Impfung gegen die saisonale und die Schweinegrippe kann daher erhebliche Gesundheitsrisiken vor allem für Kinder und Schwangere bedeuten, gleiches gilt für die enthaltenen Wirkungsverstärker. Bisher erhielten Patienten noch niemals in einer Saison gleich zwei verschiedene Grippe-Wirkstoffe, was das Risiko noch unkalkulierbarer macht.

Dennoch halten Europa und die USA an der Mehrfach-Impfung fest und ignorieren die Ergebnisse der kanadischen Studie völlig. Sie ließen die kaum getesteten Impfstoffe nicht nur zu, sondern propagieren deren Einsatz auch in extremen Maßen – und das, obwohl sich sehr viele Mediziner, Wissenschaftler und Experten, wegen der nicht kalkulierbaren Nebenwirkungen und Spätfolgen, gegen die willkürliche Massenimpfung aussprechen.

Und wer noch nicht genug hat, sehe sich einmal folgenden Beitrag zum Thema an:

 

Datum: Mittwoch, 9. Dezember 2009 8:23
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2 Kommentare

  1. 1

    „Die biologische Lebertherapie“ wo kann ich das Buch kaufen?
    LG:Karina Brandt

  2. 2

    Liebe Karina,

    das Buch Biologische Lebertherapie gibt es hier:

    http://www.gesund-heilfasten.de/leber/biologische-lebertherapie.html

    Liebe Grüße und frohe Festtage!

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