Monsanto – der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen

Gegen Monsanto, den Marktführer in Sachen Gentechnik für gentechnisch manipuliertes Saatgut ermitteln das amerikanische Justizministerium und Staatsanwälte.

Zur Verdeutlichung der Größenordnung: Monsanto ist international der größte Anbieter von genmanipuliertem Saatgut, alleine in den USA wachsen rund 95% der Sojabohnen und 80% des gesamten Getreides alleine mit Genen des „Soja- Barons“!

Es wird nun überprüft, ob der Biotech-Goliath gegen das Kartellgesetz verstößt.

Laut der US- Nachrichtenagentur Associated Press (AP) enthalten die Lizenzvereinbarungen von Monsanto eventuell unlautere Bedingungen.

Monsanto betreibt die globale Vermarktung von moderner landwirtschaftlicher Technologie nach alter Gutsherrenart…

Der Konzern mit Sitz in St. Louis im amerikanischem Bundesstaat Missouri, samt Niederlassungen in über 60 Ländern wirbt neue Kunden mit großzügigen Rabatten, um dann mit einer restriktiven Firmen- und Lizenzpolitik die Bauern in einer ausweglosen wirtschaftlichen Abhängigkeit zu knechten – so nennen es die Kritiker.

Zum Beispiel dürfen von den Lizenznehmern keine Pflanzen angebaut werden, die fremde Gene enthalten. Zu dem sind sie dazu verpflichtet, mindestens 70% ihres Saatguts von Monsanto zu beziehen.

Wie konnte ein einzelner Konzern so mächtig werden?

Seit mehr als zwei Jahrzehnten kauft Monsanto weltweit Saatgutfirmen auf.  Der nächste Schritt war der zahlreiche Erwerb von Patenten im Bereich für gentechnische Methoden und für das Gentechnik-Saatgut. Der neueste Coup ist übrigens das Patent auf Schweine.

Mit diesen Strategien wurde Monsanto zum internationalem Monopolisten über die gentechnisch wirtschaftende Landwirtschaft. Damit bereitete Monsanto den Boden für die Kontrolle der Farmer, die ihre Lizenzen erworben haben.

Als Marktführer kann Monsanto es sich leisten, Verträge zu formulieren, die den Vertragspartner eng und unwiderruflich an Monsanto binden. Auf diesem Weg werden die Farmer zu „vogelfreien Gefangenen des Monsanto- Systems“, wie betroffene es formulieren.

Die betroffenen Landwirte müssen eine pro Hektar berechnete „Technologiegebühr“ abführen und sie dürfen kein Saatgut aus der Ernte aufbewahren, sondern müssen ihr Saatgut jedes Jahr neu von Monsanto kaufen.

Der Fall Monsanto entwickelt sich zu einem Präzedenzfall im Wettbewerbs- und Kartellrecht.

Wie immer die Gerichte entscheiden werden, die Urteile werden maßgebend und zukunftsweisend sein für das Kartellrecht und die Freiheit des Wettbewerbs.

Mehr zur Gentechnik und Monsanto in folgenden Beiträgen:

Datum: Mittwoch, 13. Januar 2010 17:39
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4 Kommentare

  1. 1

    Interessanter Artikel, danke Herr Gräber.

    Mal sehen, wie es ausgeht.

  2. 2

    Was wäre wenn würde bekannt
    dass alles uns nur verwandt
    wenn wir sehen nur verkehrt
    was hätte das noch für einen Wert
    und weil ich nicht weiß, ob ich nächstes Jahr noch lebe
    will ich nun Alles geben
    auch folge ich nun einem Mann
    der im Internet sein eigenes Netz nun binden kann

    Wer ist er, der kann noch mehr
    und seinem Namen macht nun so viel Ehr
    der gräbt und gräbt
    und manches dabei aus der Anonymität nun hebt
    so manches er an die Öffentlichkeit nun bringt
    was schon lang zum Himmel stinkt

  3. 3

    […] Firmen und Saatgut-Hersteller, wie Monsanto, haben zwar mit Genmanipulationen gearbeitet, was aber nicht immer den Erfolg gebracht hat, den man […]

  4. 4

    […] (Sie wissen noch nicht, wer “Monsanto” ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: “Monsanto – Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen“). “Roundup” wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. […]

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