Unerlaubter Gen-Weizen in den USA entdeckt

In Oregon, USA, ist ein genetisch manipulierter Weizen aufgetaucht, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Die Betonung liegt bei „eigentlich“. Und die Forscher testeten es mehrmals. Sie testeten bis es keinen Zweifel mehr gab: Das Weizen-Gen ist da, das Gen, das es da gar nicht geben dürfte.

Ein Farmer in Oregon entdeckte unlängst, dass ein Teil seines Weizens, trotz Behandlung seiner Felder mit dem Monsanto Breitbandherbizid „Roundup“, keinerlei Schaden genommen hatte. Wissenschaftliche Untersuchungen stellten dann fest, dass der Farmer, ohne es zu wissen, genetisch veränderten Weizen auf seinen Feldern hatte. Das Besondere hierbei ist, dass es auch in den USA keinen solchen Weizen geben sollte. Denn genetisch veränderter Weizen wurde nie für den kommerziellen Einsatz freigegeben.

Monsanto betrieb zwar ein Forschungsprogramm mit GM-Weizen, das aber schon vor mehr als neun Jahren aufgegeben wurde. Da erhebt sich zurecht die Frage: Woher kommt dieser Weizen? Die FDA hatte zwar, wie nicht anders zu erwarten, 2004 den Gen-Weizen für den menschlichen Verzehr als sicher eingestuft. Monsanto stampfte kurz darauf die Entwicklung und Produktion ein, da die Nachfrage zu gering ausfiel, als dass hier Profite zu erwarten gewesen wären.

Inzwischen haben eine Reihe von asiatischen Ländern den Import von USA-Weizen gestoppt, da sie Verunreinigungen mit Gen-Weizen befürchten. Vorreiter des Importstopps sind Süd-Korea und Japan. Diese Reaktion ist verständlich, da man in den USA und bei Monsanto selbst nicht versteht, wie der Weizen plötzlich in Oregon auftauchen konnte.

Laut Angaben gab es zwischen 1998 und 2004 eine Reihe von verschiedenen GM-Weizensorten, die in 17 verschiedenen US-Bundesstaaten, unter anderem auch in Oregon, getestet worden waren. Aber dann wurde das Projekt gestoppt und angeblich alle Pflanzen vernichtet. Da es keinen kommerziellen Anbau gab, kein Saatgut zum Verkauf freigegeben worden war, sollte theoretisch jede Form von GM-Weizen eliminiert worden sein. Nun taucht, wie von Zauberhand, dieser Weizen auf freier Fläche auf und kontaminiert Felder und Bestände.

Die Firma Monsanto, die selbst zugeben musste, dass sie keine Erklärung für das Auftauchen ihres alten Gen-Weizens haben, beeilten sich abwiegelnd zu erklären, dass das ja alles nicht sein kann. Denn Weizensamen kann angeblich maximal nur 2 Jahre in der Erde überleben. Und 99 Prozent der Weizenpollen werden nur maximal 10 Meter vom Winde fortgetragen. Damit sollte das Thema „Kontamination“ als Ursache vom Tisch sein. Natürlich bleibt hier die Frage: Was ist mit dem 1 Prozent der Pollen, die weiter als 10 Meter getragen werden? Und kann es nicht sein, dass die Genmanipulation den Weizensamen befähigt, mehr als nur 2 Jahre im Boden auszuharren? Haben die Herren Monsanto das einmal überprüft? Während ich bei den beiden ersten Fragen auch keine Antwort weiß, bin ich mir bei der dritten Frage sicher, dass die Antwort lauten nur lauten kann: Nein, es wurde nichts überprüft. Meine Vermutung stütze ich auf folgende Beiträge:

Unter dem Strich kann man festhalten, dass die Gen-Experten von FDA und Monsanto keine Erklärung haben für das urplötzliche Auftauchen einer fast 10 Jahre verschwundenen Gen-Pflanze.

Damit sollte es auch dem Letzten klar geworden sein, dass dieses unkontrollierte Auftauchen mit der vielbeschworenen „Sicherheit“ der GMOs rein gar nichts zu tun hat. Denn es fehlte nicht an Warnungen, dass ein Aussähen von GMOs zu einer unkontrollierbaren Verbreitung derselben führen wird. Erste Konsequenzen haben sich ja bereits ergeben, wo „gen-freie“ Farmer plötzlich GMOs von Nachbarfarmen auf ihrem Feld sichteten. In der Folge wurden die so Geschädigten von Monsanto zusätzlich als „Samendiebe“ zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt. Heute kann die Firma niemanden verfolgen, da es offiziell keinen kommerziellen Weizensamen aus dem genmanipulierten Haus gibt.

Da es niemanden zu geben scheint, der dieses Mysterium entwirren könnte, möchte ich einen Lösungsvorschlag unterbreiten: Da es dieses unkontrollierte sich Verbreiten ja gar nicht gibt, laut FDA und Monsanto, und alles so irre sicher ist, kann dieses plötzliche Auftreten von genverändertem Zombie-Weizen nur auf der Zauberkraft von David Copperfield beruhen. Denn der ist Amerikaner, lässt große Sachen verschwinden und nach einiger Zeit wieder auftauchen.

Fazit

Es ist eingetreten, was (fast) niemand für möglich gehalten hat: Genmanipulierte Pflanzen tauchen unkontrolliert nach etlichen Jahren wieder auf und verbreiten ihre Herbizidresistenz auf die Felder von nichtsahnenden Farmern. Wer da noch von „Sicherheit“ und „Unbedenklichkeit“ redet, der glaubt auch, dass Copperfield dafür verantwortlich ist.

Datum: Mittwoch, 5. Juni 2013 20:30
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Ein Kommentar

  1. 1

    Hallo Herr Gräber, das Problem ist ja schon länger bekannt, was Sie auch mit Ihrer Aussage bestätigen. Was kann man denn diesbezüglich unternehmen bzw, welche Gegenmaßnahme wird man einsetzen, um uns Verbraucher und auch die Landwirtschaft davor zu schützen?

Kommentar abgeben